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Jetzt geht`s los! Alle ziehen am Zertifizierungs-Strang 22. Februar 2007

Posted by lbmedien in Euronorm, Photomed, Sonnen-News, Sonnenstudio, Zertifizierung.
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Die “Bonner Runde” im Bundesumweltministerium ist gelaufen und es gibt Erfreuliches aber halt auch nachdenklich Stimmendes zu berichten Die freundliche und konsens-geneigte Atmosphäre, in der das Gespräch auch mit ADP und Krebshilfe stattfand, konnte nicht ganz vergessen machen, dass es für alle Anwesenden einige Überraschungen gab – ob gut oder schlecht wird sich erst im Laufe der nächsten Monate zeigen.

Zwei Themen standen auf der Tagesordnung:

  1. Die Folgen der LVD-Empfehlung für die “Inverkehrbringung” von Neugeräten (max. erythemwirksame Bestrahlungsstärke 0,3W/m2).
  2. Gemeinsame Initiativen zur Beförderung der Zertifizierung von Sonnenstudios.

Klar war ja bereits und wurde (mit unbedeutenden Restzweifeln) im Gespräch auch so bestätigt, dass die Produktion und der Verkauf von Geräten mit mehr als 0,3W/m2 erythemwirksame Bestrahlungsstärken nach dem 23. Juli nicht mehr statthaft sein wird. Verantwortlich für die Einhaltung dieser Vorschrift sind in jedem Fall die Hersteller. Nach Auffassung des BMU müssen die Geräte gegen Manipulationen im Nachhinein gesichert sein.

Aber “spannender”: Was geschieht mit den Altgeräten – und wer bestimmt das?

Und hier die erste Überraschung: Zuständig für die Altgeräte-Regulierung sind die Bundesländer.

Eine länderübergreifende “Arbeitsgruppe Marktüberwachung” mit Fachbeamten für Sicherheitstechnik der Länder wird im Mai dieses Jahres zusammentreten aber vermutlich nur die Brüsseler Empfehlung für den deutschen Markt bestätigen.

Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig über die Notwendigkeit einer, von Photomed geforderten, Bestandsgarantie für zertifizierte Studios bis zum Auslauf der jeweiligen Zertifizierungsverträge (3 Jahre).

Das bedeutet, dass alle Sonnenstudios mit Zertifizierungen mit den Geräten (0,6 W/m2) über die Vertragslaufzeit werden arbeiten können.  Allerdings wird die 0, W/m2 Norm voraussichtlich zum 23.07.07  in die RTS-Kriterien für die Zertifizierung eingearbeitet werden. Studios, die nach diesem Zeitpunkt zertifiziert werden (bzw. die Zertifizierung beantragen – darüber muss noch entscheiden werden), verpflichten sich, auf der neuen Basis zu arbeiten.

Das positive Highlight der Gespächsrunde: Alle Gesprächspartner stimmten einer großangelegten Aktion zur Beförderung der Zertifizierung von Sonnenstudios zu. Endlich scheint es tatsächlich gelungen zu sein, alle Spieler auf dem heiss umkämpften Öffentlichkeitsfeld “künstliche Besonnung” in einer einzigen postiven Aktion zusammenzubringen . Nicht nur BMU und BfS sondern auch die Krebshilfe und ADP beteiligen sich aktiv an dieser Aktion, die im Mai 2007 mit einer zentralen Pressekonferenz aller Beteiligten in Berlin starten wird.

De facto bedeutet das ein Ende der unfairen aber leider wirksamen Anti-Solarien-Kampagnen der Vergangenheit. Besonnung in zertifizierten Studios wird in der Öffentlichkeit “unangreifbar”.

Vorab bereits werden die Noch-Nicht-Zertifizierten einen gemeinsamen Brief der Teilnehmer an dieser Geprächsrunde erhalten mit der dringenden Aufforderung, sich der Zertifizierung zu stellen.

Die Hersteller wollen sich darüber hinaus verpflichten, mehr Studios (die Rede ist von 250 Studios) als bisher angeboten bei der Finanzierung der Zeritifizierung zu unterstützen.

Dem sonnigen Klima der Konferenz tat es auch keinen Abbruch, dass das BMU seine alte Drohung mit einem eigenen “Produktsicherheitsgesetzt” wiederholte, für den Fall, dass die Zertifizierung endgültig scheitern sollte.

Nach dieser Konferenz bleibt vor allem die Ungewissheit über die Übergangsregelung bei den Altgeräten. Die erhoffte Investitionssicherheit für die Studios steht damit nach wie vor aus.

Auf der “sicheren Seite” mit klaren, auch zeitgenauen Garantien sind dagegen die zertifizierten Studios.

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