Die Falschen geprügelt: Sonnenbrände nehmen zu 16. Juni 2007
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Im Zusammenhang mit den Anti-Solarien-Kampagnen von Deutscher Kresbhilfe und ADP hatten wir schon darauf hingewiesen, dass hier der Esel gemeint aber der Sack geprügelt wird.
Häufige Sonnenbrände erhöhen, wie eine Übersichtsstudie in USA jetzt wieder nachweist, das Hautkrebs-Riskio um das Doppelte.
Gleichzeitig haben die Autoren des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) einen ständigen Anstieg der Sonnenbrandzahlen in den Jahren von 1999-2004 festgestellt. Inzwischen deutlich mehr als ein Drittel aller Erwachsenen holen sich jährlich „ihren“ Sonnenbrand im Freien.
Wie schon bei den Studien zum „Sonnen-Verhalten“ von Jugendlichen (ebenso hier) erweist sich auch hier, dass die Sonnen-Schutz-Kampagnen dort keine Wirkung zeigen, wo die Gefahr am größten ist: beim Freizeitverhalten der Menschen im Freien. Deutliche Spuren aber hinterlassen diese Kampagnen seit Jahren bei der künstlichen Besonnung in Sonnenstudios – wo Verbrennungen einen verschwindend kleinen Bruchteil der Gesamtzahl an Sonnenbränden ausmacht. Das gilt noch deutlich verstärkt für Qualitätsstudios, etwa solche mit dem Gütesiegel „Zertifiziertes Solarium“.
Wäre es nicht an der Zeit, sich beim Prügeln auf den Esel zu konzentrieren?
Quelle: Medline
Studie: Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Sunburn prevalence among adults–United States, 1999, 2003, and 2004. MMWR Morb Mortal Wkly Rep, June 1, 2007; 56(21): 524-8


[...] aufwändigen Kampagnen zum Sonnenschutz nicht ab. (Wir hatten verschiedentlich darüber berichtet: hier, hier, hier, hier und [...]
[...] kuriose Beobachtung (über ähnliche Studien aus verschiedenen Ländern haben wir berichtet: hier, hier, hier, hier und hier), dass die Menschen – auch verursacht durch die Angst-Kampagnen einiger [...]