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Der (Vitamin D) Mangel ist immer und überall 30. Juli 2007

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Vitamin D-Mangel bei europäischen FrauenVitamin D-Mangel (25(OH)D) ist bei Frauen in ganz Europa vor allem in und nach den Wechseljahren weit verbreitet mit gravierenden Folgen für die Gesundheit. (Wir hatten schon in der Vergangenheit über Studien mit ähnlichen Ergebnissen für Europa berichtet:hier, hier, hier, hier und hier)

Eine jetzt veröffentlichte Studie der Universität Liège (Lüttich, Belgien) mit 8532 Frauen in Frankreich, Belgien, Dänemark, Italien, Polen, Ungarn, Großbritannien, Spanien und Deutschland fand bei 79,6% der Frauen unter 65 Jahren einen Vitamin D-Serum-Spiegel unterhalb der heute überwiegend als Untergrenze einer ausreichenden Versorgung definierten 80 nmol/L. Bei 32.1% der Frauen lag der Wert sogar unterhalb der Grenze von 50 nmol/L.

Bei Frauen über 65 Jahren trat ein Vitamin D-Mangel noch in weit höherem Maße auf.

Die schlechtesten Werte erzielten die französischen Frauen, die besten die Spanierinnen. Deutschland nimmt in dieser Rangfolge einen vorderen Mittelplatz ein (s. Graphik, vergrößerte Abbildung durch Klicken auf die Graphik).

vitd-defizit-monate.gifVitamin D wird zu 90 Prozent durch Sonneneinstrahlung (UV-B) über die Haut im Körper selbst gebildet. In Ländern wie Deutschland reicht die UV-Strahlung von etwa Ende Okober bis März nicht aus, um die Vitamin D-Synthese im Körper anzuregen. Der Anteil der Frauen mit defizitärem Serum-Spiegel im Blut (<80 nmol/L) steigt in dieser Zeit auf einen Durchschnittswert von fast 90% (s. Graphik 2, vergrößern durch Klick auf die Abbildung).

Während in Deutschland vor allem einige Dermatologen-Organisationen diese Tatsachen immer noch bestreiten, hat international längst ein Umdenken stattgefunden. Selbst die ansonsten eher “konservativen” staatlichen Gesundheitsinstitutionen wie die “Food and Drug Administration (FDA)” der USA haben noch in den letzten Monaten ihre Richtlinien in Sachen Vitamin D in diesem Sinne überarbeitet.

Quelle: PubMed

Studie: Y.A. Reginster et al., Prevalence of vitamin D inadequacy in European postmenopausal women. Current Medical Research and Opinion, Juli 2007 (vorab online publiziert)

FDA-Mitteilungen

“Sonnenstrahlen für die Gelenke” 27. Juli 2007

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Sonne gegen GelenkschmerzenIn der Sendung “Fühl Dich wohl – mit SWR4-Hausarzt Dr. Günter Gerhardt” wird eine weitere (von vielen) positiven Wirkung der Sonne auf Gesundheit und Lebensqualität erwähnt, die nur selten in der Liste der “biopositiven Wirkungen” der UV-Strahlen auftaucht:

Für Menschen mit Gelenkentzündungen sind die wärmenden Sonnenstrahlen richtige Medizin….Wir wissen heute… dass es nicht nur die wärmenden Sonnenstrahlen sind, die den entzündeten Gelenken helfen, sondern die Sonne unterdrückt auch die Bildung des Schlafhormons Melatonin.”

Melatonin sorgt nicht nur für viel Schlaf sondern “regt leider auch die Bildung von entzündungsfördernden Stoffen an…Mehr Sonne heißt also weniger Melatonin und damit weniger entzündungsfördernde Stoffe und letztendlich weniger Schmerzen.

Quelle: NDR (dort auch das Podcast zur Sendung)

Eltern entscheiden über Sonnenbank-Nutzung Jugendlicher 26. Juli 2007

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Jugendliche auf der SonnenbankEtwa 7 Prozent der Jugendlichen in Deutschland bis einschließlich 18 Jahren nutzen eine Sonnenbank mindestens einmal im Monat (Umfrage des IJF Instituts für Jugendforschung 11/2005).

Allerdings ob und wie oft Jugendliche eine Sonnenbank benutzen, hängt im wesentlichen von den Eltern ab. Zumindest für die USA kommt eine psychologische Studie an der University of California, San Diego, zu dem Schluss, dass keiner der untersuchten Einflussfaktoren auch nur annähernd so bedeutsam ist wie die Erlaubnis der Eltern für den Solarienbesuch.

Das Forscher-Team um Katherine B. Hoerster berichten in einem noch nicht veröffentlichten Beitrag der renommierten Fachzeitschrift “Journal of the American Academy of Dermatology“, dass etwa das Vorbild der Eltern (Eltern nutzen die Sonnenbank) oder allgemeine Bedenken gegen die Sonnenbanknutzung Jugendlicher nur eine vergleichsweise geringe Rolle spielt bei der Entscheidung Jugendlicher, ein Sonnenstudio zu besuchen oder nicht.

Erstaunlicherweise zeigte sich, dass auch der Einfluss der gleichaltrigen Freunde und Bekannte (Peer Group), etwa die Überzeugung, dass bei dieser Bezugsgruppe die braune Haut “in” sei, zwar vorhanden aber eher geringer war als erwartet .

Quelle: ScienceDirect

Studie: Katherine D. Hoerster et al. , The influence of parents and peers on adolescent indoor tanning behavior: Findings from a multi-city sample, Journal of the American Academy of Dermatology, vorab Online 19. Juni 2007

Sonne im Kindesalter schützt vor Multipler Sklerose in späteren Jahren 24. Juli 2007

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Kinder in der SonneKinder, die sich häufiger an der Sonne aufhalten, erkranken später deutlich seltener an der tückischen Autoimmun-Erkrankung Multiple Sklerose (MS), so eine aktuelle Studie an der University of Southern California, Los Angeles. Die Forscher um Prof. Thomas M. Mack untersuchten 79 eineiige Zwillingspaaren, von denen jeweils nur ein Geschwisterteil unter MS litt. Auf diese Weise konnten genetische Gründe für die unterschiedliche Anfälligkeit für MS ausgeschlossen werden.

Bei der Intensiv-Befragung der Zwillinge stellte sich heraus, dass diejenigen, die später an MS litten, als Kinder deutlich weniger oft im Freien und an der Sonne waren also ihre Zwillingsgeschwister.

Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass ein häufiger Aufenthalt im Freien das Risiko für MS je nach Art der Beschäftigung um 25 bis 57 Prozent verringerte. Für das Sonnenbaden errechneten die Wissenschaftler ein fast 50 Prozent niedrigeres Risiko.

Weniger klar war die Frage zu beantworten, ob das UV-Licht direkt auf das körpereigene Abwehrsystem wirkt oder indirekt durch die Bildung von Vitamin D in der Haut.

Hier wie schon bei früheren Studien in den vergangenen Monaten zu positiven Schutzwirkungen der Sonne im Kindesalter (dazu hier, hier und hier) stellt sich hier die schwierige Frage nach der Balance aus notwendigem Sonnenschutz und positiven Gesundheitswirkungen bei Kindern und Jugendlichen. Mit medienwirksamen “Kernsätzen” zur Totalvermeidung von Sonne bei Kindern ist das Problem nicht zu lösen.

Quelle: PubMed

Studie: Thomas M. Mack et al., Childhood sun exposure influences risk of multiple sclerosis in monozygotic twins, Neurology 69/2007, S. 381-388

Präventionsgesetz noch in dieser Legislaturperiode 22. Juli 2007

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Im zweiten Anlauf wird voraussichtlich ein Prävenstionsgesetz noch 2008 verabschiedet werden können.

Sowohl der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) als auch die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) haben das in ihren jeweiligen Konferenzen im Juli 2007 gefordert.

Gleichzeitig legte der SVR ein umfangreiches Gutachten vor. Unter dem Titel „Kooperation und Verantwortung. Voraussetzungen einer zielorientierten Gesundheitsversorgung“ wird unter anderem die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen und Verbände im Gesundheitssystem bei der Förderung der Prävention behandelt.

Quelle: SVR

Download des Gutachtens (PDF, 911 Seiten)

Vitamin D vs. Sonnenschutz? 22. Juli 2007

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Sonne oder Sonnenschutz?Bedroht das wachsende Wissen der Menschen über Vitamin D die Wirkung der Kampagnen zum Sonnenschutz?

In dem Maße wie die sprunghaft anwachsenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über die lebenwichtigen Funktionen des “Sonnenschein-Vitamins” (Vitamin D3) allmählich ins Bewusstsein eines breiten Publikums einsickert, macht sich der Verdacht breit, dass rigoroser Sonnenschutz die ausreichende Versorgung mit Vitamin D verhindert. Denn schon die Anwendung einer Sonnencreme mit dem Sonnenschutzfaktor (LSF) 10 verhindert die Bildung von Vitamin D durch UV-Strahlen auf die Haut zu 95%.

Eine Umfragestudie in Australien (Institute of Health and Biomedical Innovation, Universität Queensland) zeigt jetzt in der Tat, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung einen Konflikt zwischen Sonnenschutz und Vitamin D-Versorgung sieht. In Queensland stellten die Forscher an 5,611 Frauen und Männer aller Altersklassen die Frage: “Könnte Sonnenschutz dazu führen, dass Sie nicht genug Vitamin D erhalten?”

Weniger als die Hälfte der Befragten (46.3%) verneinten diese Möglichkeit. 15% waren der Meinung, dass Sonnenschutz zu Vitamin D-Mangel führen könne. Die übrigen 38.7% konnten sich nicht entscheiden.

Diese Ergebnisse in einer Gegend, wo durch das Ozonloch die Gefahren der UV-Strahlung auch von weiten Teilen der Bevölkerung gefürchtet sind, zeigen einmal mehr die Notwendigkeit einer Informationspolitik, die mit sachlichen und wissenschaftlich haltbaren Argumenten eine Balance zwischen dem vernünftigen und für die Gesundheit unbedingt erforderlichen Maß an “Sonnengenuß” und der glaubwürdigen Warnung vor Übertreibungen und zügellosem Bräunungswahn, wie er sich Jahr für Jahr an den Ferienstränden austobt.

Quelle: PubMed

Studie: M. Janda et al., Sun protection and low levels of vitamin D: are people concerned? Cancer Causes Control, 20. Juli 2007 , online vorab publiziert

ESA begrüßt europaweite Standardisierung 20. Juli 2007

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European Sunlight Association, ESAAb kommenden Montag gilt, was im November in Brüssel beschlossen wurde: Begrenzung der Bestrahlungsstärken für Solarien-Neugeräte auf 0,3W/m².

Die Am 23. Juli 2007 tritt europaweit die Änderung der  Niederspannungsrichtlinie (Low Voltage Directive, LVD) endgültig in Kraft.

Die European Sunlight Association (ESA), der europäische Dachverband  der Solarienindustrie,  begrüßt in einer Pressemeldung ausdrücklich diese Einführung eines  europäischen Standards: “Die Verbraucher können nun sicher davon ausgehen, dass die maximale UV-Bestrahlung auf der Sonnenbank bei jeder Nutzung von der EU gebilligt wurde. Ein weiterer Vorteil für die Verbraucher: Die über einen längeren, kontrollierten Bestrahlungszeitraum, wie von der EU-Erklärung gefordert, erreichte Bräune ist `tiefer` und hält länger an.

Unterschiedliche Verfahren in den einzelnen europäischen Staaten gibt es allerdings immer noch bei der Regulierung der Altgeräte.  Die überarbeitete Euronorm wird noch ein Weilchen auf sich warten lassen (2008/2009).

Quelle: ESA 

Zu heiss? 18. Juli 2007

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Infrarot-Strahlung und Krebs?Solariengegner haben ein merkwürdig gespanntes Verhältnis zu Daten und Fakten. Das wissen wir nicht erst seit Prof. Breitbarts 70.000 Sonnenstudios und seinen 393.638 von der Sonnenbank “verschwundenen” jungen Mädchen und es bedurfte auch nicht der jüngsten präsidial-königlichen Äusserungen bei der Pressekonferenz von BMU und BfS vor einigen Tagen. Bedauerlich nur, dass die Medien immer wieder diesen Unsinn kritiklos schlucken.

Nicht so der “Spiegel”.

In einen beissenden Konter lief dort der Düsseldorfer Professor Jean Krutmann, der gern in von der Kosmetikindustrie (Ladival) gesponserten Presseverlautbarungen vor Sonne und Solarien “warnt”. Er hatte versucht, neben den UV-Strahlen, mit denen Ladival-Präparate souverän fertig werden, eine neues Geschäftfeld mit Sonnenschutzmitteln auch gegen die Infrarot-Strahlung der Sonne aufzutun. Auch diese kurzwelligen Wärmestrahlungen seien irgendwie krebserregend.

Wie immer folgten fast alle Medien der professoralen Weisung. Der “Spiegel” schaute genauer hin. Hier das Ergebnis: Krebs durch Wärme?

Kinder leiden unter Sonnenmangel: Rachitis 17. Juli 2007

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Rachitis durch SonnenmangelKinder in den nördlichen Provizen Kanadas, Kinder in Städten und Kinder mit dunkler Hautfarbe leiden überproportional häufig – auch heute noch! – an Rachitis.

Ein weiterer Grund: Die Mütter hatten während der Schwangerschaft nicht genügend Sonne und/oder Vitamin D in der Nahrung oder als Nahrungsergänzung bekommen. In diesen Fällen war auch ein nachträgliches Standardprogramm mit der Verabreichung von 400 IU (Internationalen Einheiten) Vitamin D an die Babies nicht ausreichend, um die Rachitis in Schach zu halten.

Das ist das Ergebnis einer Befragung von 2325 kanadischen Kinderärzten von 2002 bis 2004 im Rahmen des Canadian Paediatric Surveillance Programs, die Rachitis bei Kindern diagnostiziert hatten.

Quelle: PubMed

Studie: Leanne M. Ward et al., Vitamin D–deficiency rickets among children in Canada, CMAJ , 17. Juli 2007; 177 (2).

Foto: CMAJ/Autorenphoto

Angst (vor Hautkrebs) macht nicht klüger 17. Juli 2007

Posted by lbmedien in Jugendliche, Krebsgesellschaft, Sonnen-News, Sonnenschutz, Sonnenstudio.
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SonnenbrandDie Angstkampagnen in Sachen Sonne und Solarium der Gesundheitsorganisationen verfehlen ihr Ziel und treffen die Falschen (Dazu auch in früheren Postings hier und hier). Diese noch nicht überall angekommene Botschaft wird wieder einmal belegt durch eine Studie des Institute of Cancer Research, UK.

Danach haben heute 60 Prozent der Befragten mehr Angst vor Hautkrebs als noch vor zehn Jahren. Trotz der gestiegenen Angst verwenden aber 35 Prozent keinen Sonnenschutz beim Sonnen im Freien. Einer von zehn Teilnehmern meinte, dass die Menschen mehr informiert werden sollten.

Immer noch beschäftigen sich die Aufklärungskampagenen der Gesundheits- und Krebs-Organisationen überwiegend mit den angeblichen Gefahren der Solarien-Nutzung, wo die Gefahren – zumindest in Qualitäts-Studios – für die Haut so gut wie ausgeschlossen werden können und verursachen so – ungewollt – eine Abstumpfung gegenüber den durchaus notwenigen Warnungen vor missbräuchlichem Freitzeitverhalten.

Jüngstes Beispiel: eine Pressemeldung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, abgedruckt in der Medical Tribune, wo die wichtigsten Verhaltenregeln des Sonnenschutzes für die Krebsvorbeugung aufgezählt werden – in der Reihenfolge der Wichtigkeit.

Punkt Nr. 1:
Meiden künstlicher UV-Quellen wie Solarien.

Quelle: pte und Medical Tribune online

Foto: dermis.net

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