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Sonnenschein-Vitamin essen – was bringt das? 21. April 2009

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Gesund - aber ohne Vitamin D

Gesund - aber nicht für den Vitamin D-Bedarf

Die Ernährung spielt so gut wie keine Rolle bei der Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D.  Ausschlaggebend ist vielmehr der Aufenthalt an der Sonne und in geringerem Maße die Unterschiede der Hautpigmentierung sowie die Zufuhr von Vitamin D als Nahrungsergänzung.

Das ist das Fazit einer Studie von der Loma Linda Universität in Kalifornien, mit Daten aus der Adventist Health Study.

Da Vitamin D ganz überwiegend in tierischen Nahrungsmitteln enthalten sind, müsste – die Annahme der Forscher – es einen erheblichen Unterschied im Vitamin D-Status von Vegetariern oder dar radikalen Vegetarien (Veganern) und “Normal-Esser” geben.

424 Probanden, davon knapp die Hälfte Afro-Amerikaner, wurden nach ihren Essgewohnheiten und nach Häufigkeit und Dauer ihres Aufenthalts an der Sonne befragt. Dabei zeigte sich keinerlei Unterschied im Vitamin D-Status – 25 (OH)D – zwischen denvegetarisch und den nicht-vegetarisch essenden Probanden.  Erheblich war der Unterschied zwischen Weissen und Farbigen. Wesentlich bedeutender aber war die Sonnen-Exposition der Teilnehmer – egal ob Vegetarien oder Nicht-Vegetarier, ob Schwarz oder Weiss – im Alltag und in den Ferien.

Quelle: HighWire

Studie:  Jacqueline Chan et al.,  Serum 25-hydroxyvitamin D status of vegetarians, partial vegetarians, and nonvegetarians: the Adventist Health Study-21American  Journal of  Clinincal Nutrition. 89: 1686S-1692S, April 2009

Vitamin D und Prostata-Krebs: Die europäischen Daten 16. April 2009

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Die Kontroverse geht weiter: Eine europäische fallkontrollierte Studie mit Daten der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (1994–2000) ergab keinen statistisch relevanten Einfluss des Vitamin D-Spiegels auf die Entwicklung von Prostata-Krebs.

Die Forscher aus sieben europäischen Ländern untersuchten 652 Fälle von Prostata-Krebs und eine Kontrollgruppe von 725 Gesunden über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren.

In diesem Blog hatten wir über Forschungsergebnisse zu Vitamin D und Prostatat-Krebs hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Quelle: HighWire

Studie:  Francesca L. Crowe et al.,  Serum Vitamin D and Risk of Prostate Cancer in a Case-Control Analysis Nested Within the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC), American Journal of Epidemiology, vorab online April 2009

Experten einig: Unterversorgung beim Sonnenschein-Vitamin D 5. April 2009

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Über die Diagnose gab es keine Meinungsverschiedenheiten beim 1. Hohenheimer Ernährungsgespräch, bei der richtigen Reaktion auf den epidemischen Vitamin D-Mangel allerdings schwankten die Diskutanten zwischen Appell und Skepsis.

Prof. Dr. Hans K. Biesalski

Prof. Dr. Hans K. Biesalski

Geladen hatte das Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaften der Universität Hohenheim. Als Gastgeber setzte ihr Direktor, Prof. Hans K. Biesalski, den Ton mit einer Tour d`Horizon der neuesten Forschungen über Vitamin D und seine weitreichenden Gesundheitswirkungen. Vor allem die Älteren, aber auch die Jugendlichen, und da vor allem die Kinder aus “Hartz IV-Elternhäusern” seien besonders gefährdet. Der moderne Lebensstil mit überwiegenden Tätigkeiten in geschlossenen Räumen, Fehlernährung und Übergewicht verschärften das Problem. Die Deutschen nähmen, laut der jüngsten Verzehrstudie, nur etwa ein Drittel der notwendigen Vitamin D-Menge mit der Nahrung auf.

Die Werte (beim Vitamn D-Spiegel) in der deutschen Bevölkerung sind generell zu gering, vor allem im Winter,” so Dr. Birte Hintzpeter vom Robert-Koch-Institut in Berlin (Berichte über die RKI-Studie zu Vitamin D in Deutschland hier und hier).

57 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen wiesen einenVitamin-D-Spiegel unter 50 nmol/l auf, als Grenze zur Unterversorgung inzwischen allgemein akzeptiert.  Bei den über 65-jährigen Frauen waren es 75 Prozent. Von den 3- bis 17-jährigen Teilnehmern des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys hatten 62 Prozent der Jungen und 64 Prozent der Mädchen einen Vitamin-D-Spiegel unter 50 nmol/l.

Generelle Empfehlungen aber wollte sie, im Gegensatz zu den Kollegen auf dem Podium (noch) nicht geben, dazu sei es noch zu früh, der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang noch zu unklar. Eine extremer Vitamin D-Mangel (< 12,5nmol/L) sei in Deutschland drüber hinaus eher selten und Mangel bzw. Unterversorgung führe halt nicht zwangsläufig zu Krankheiten.

spitz

Prof. Dr. Jörg Spitz

Ganz anders Prof. Dr. Jörg Spitz von der Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention, der mit aktuellen Forschungsergebnissen seine Position untermauerte: Bei den immer wahrscheinlicher werdenden  präventiven und therapeutischen Wirkungen des Vitamin D könne eine verantwortungsvolle Präventionspolitik nicht auf noch die letzte Sicherheit warten.

Vitamin D bewirke eine Unterdrückung des Tumorwachstums und eine Stärkung des Immunsystems, das  schon im Mutterleib geprägt werde. Ein Vitamin D Mangel zu dieser Zeit führe in späteren Jahren zu überschießenden Abwehrreaktionen und vermehrten Allergien.Andererseits rege Vitamin D die Produktion von körpereigenen Antibiotika an zur Abwehr von Tuberkulosebakterien wie auch gegen Grippeviren.
Schliesslich schütze Vitamin D die Nervenzellen vor Erkrankungen.  Ein Mangel werde mit der Entstehung der Multiplen Sklerose (MS), der Schizophrenie, dem Morbus Parkinson und der Depression in Verbindung gebracht.
Vernünftiges Sonnen und Nahrungsergänzung, beides sei daher das Gebot der Stunde.

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Dr. Armin Zittermann

Dem schloss sich Prof. Dr. Armin Zittermann an und forderte Politik, Fachgesellschaften und Ärzte gleichermaßen auf, Handlungskonsequenzen aus den vorliegenden Forschungen zu ziehen und – vor allem gewendet an die Dermatologen – die Einseitigkeit bei der Bekämpfung der UV-Bestrahlung durch Sonne und Solarium aufzugeben und die weit größere Bedeutung der “guten” Sonne für viele “Volkskrankheiten” zu berücksichtigen. Negative Folgen der Supplementierung mit Vitamin D sei darüber hinaus nur bei massiven Überdosierungen zu befürchten.

Bessere Vitamin D-Versorgung stärkt die Muskeln und verhindert Knochenbrüche 28. März 2009

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72302893Eine höhere Dosis an Vitamin D – mehr als 400 Internationale Einheiten (IE) – als Supplement senkt das Risiko eines Knochenbruchs bei älteren Menschen um 20-29  Prozent.

Eine Meta-Studie von Autoren verschiedener Universitäten der Schweiz und der Harvard School of Public Health kommt zu diesem Schluss nach Sichtung von 20 Studien zu Hüft- und anderen Brüchen mit mehr als 80.000 Teilnehmern im Alter über 65 Jahren. In diesen Studien war die Wirkung von Vitamin D- und Kalzium-Gaben gemeinsam und/oder separat untersucht worden.

Die Wirkung bei Knochenbrüchen (ausser Wirbelsäule) lag mit 29 Prozent Risikominderung höher als bei Hüftbrüchen. Diese Wirkung wurde erzielt durch die Gabe von Vitamin D als Supplement gleichgültig ob zusätzlich Kalzium verordnet wurde oder nicht.

Am anderen Ende der Alters-Skala ein ähnliches Ergebnis:

Junge Mädchen mit einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel im Blut (über 50 nmol/L) verfügten über eine deutlich höhere Knochenmasse und Knochendichte und über kräftigere Muskeln als Mädchen mit unzureichendem Vitamin D-Status.

So das Ergebnis einer chinesisch-australischen Studie mit 301 weiblichen Jugendlichen. 57.8% der Teilnehmerinnen zeigten einen Vitamin D-Mangel. 31.2% waren stark defizitär (weniger als 25 nmol/L).

Fazit der Autoren: “Ausreichender Vitamin D-Status im Jugendalter ist wichtig für die optimale Knochenbildung – auch im späteren Alter -  und Vitamin D-Mangel führt zu Muskelschwäche.”

Quelle: PubCrawler

Studien:
Heike A. Bischoff-Ferrari et al.,  Prevention of Nonvertebral Fractures With Oral Vitamin D and Dose Dependency. A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials Archives of Internal Medicine, 2009;169(6):551-561

Leng Huat Foo et al., Low Vitamin D Status Has an Adverse Influence on Bone Mass, Bone Turnover, and Muscle Strength in Chinese Adolescent Girls, Journal of  Nutrition (online vorab March 25, 2009)

Mit gezinkten Karten? 24. März 2009

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IARC-Report

IARC-Report

Eine der von Solariengegnern gern aber sehr selektiv zitierten Beiträge zur Frage:  “macht die Sonnenbank Hautkrebs (Melanom)?” ist die vor einigen Jahren erschienene Review-Studie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), einer Arbeitsgruppe der Weltgesundheitsbehörde WHO, die aus vier von 19 untersuchten Studien eine schwache Beziehung zwischen Sonnenbank-Nutzung und Melanom herausgefiltert hatte.

Schon damals wurde von internationalen Experten die einseitige Auswahl der untersuchten Studien kritisiert.

Michael F. Holick

Michael F. Holick

Ausgebaut zu einem “Report” erschien die Untersuchung der IARC Ende vergangenen Jahres und bestätigte in seinen Schlussfolgerungen die 2007 getroffenen Aussagen.  Zwei der weltweit renommiertesten Experten auf dem Feld der Vitamin-D-Forschung üben jetzt nachhaltige Kritik an Methode und Ergenbnis dieses Reports:

William B. Grant und Michael F. Holick monieren in Beiträgen für die internationale Fachzeitschrift Dermato-Endocrinology die unausgewogene Zusammensetzung der für den Bericht verantwortlichen IARC-Arbeitsgruppe und die fehlerhafte Bewertung der dem Bericht zugrundeliegenden Datenbasis.

William B. Grant

William B. Grant

Nicht nur sei die Arbeitsgruppe in einem Verhältnis von 4:1 zuungunsten der internationalen Vitamin D-Experten zusammengesetzt (einige der profiliertesten Köpfe wurden übergangen) sondern wichtiger:  Vor allem Grant deckt eine Reihe methodischer Fehler und Schwächen in der Analyse auf, die Holick in seinem Betrag bestätigt. Er entdeckt “viele Mängel bei der Auswertung der Daten, auf der die Empfehlungen der Arbeitsgruppe aufbauen, zur Kenntnis bringt.“

Beide loben die gründliche Zusammenstellung der Literatur bis dato, aber Grant stellt fest, dass “lediglich zwei der insgesamt sieben Schlussfolgerungen, die der IARC-Bericht zieht, tatsächlich mit den in den Referenzen enthaltenen Daten übereinstimmen.  Mit Blick auf den Beitrag von Vitamin D und Calcium zur Krebsvermeidung dagegen fallen die Schlussfolgerungen des Berichts sehr viel schwächer aus, als die ihm zugrundeliegenden wissenschaftlichen Befunde eigentlich nahelegen würden“.

Für die derzeit laufende Diskussion um das Solariengesetz in der Bundesrepublik könnte der IARC-Report eine ähnlich verzerrende Rolle spielen wie sein Vorgänger von 2007.

Mit dem Sonnenschein-Vitamin 177 Milliarden Euro sparen! 17. März 2009

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Eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Vitamin D, zu 90 Prozent durch die UV-Strahlen der Sonne  oder im Solarium in der Haut “produziert”, würde die Gesundheitskosten in den europäischen Ländern um unglaubliche 187 Milliarden Euro senken – bei nur 10 Milliarden zusätzlicher Kosten. Das entspräche einer Einsparung in den Gesundheitsbudgets dieser Länder um 17,7 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie amerikanischer, norwegischer, österreichischer und deutscher Wissenschaftler, die sich  international in der Vitamin D-Forschung einen Namen gemacht haben.

Die Berechnungen basieren nur auf den plausibelsten wissenschaftlichen Einsichten zu den Wirkungen des “Sonnenschein-Vitamins” aus den vergangenen Jahren. (Die Studie kann hier als PDF heruntergeladen werden.)

Die Frage lautete:
Welche direkten und welche indirekten gesundheitlichen Auswirkungen würde eine Erhöhung des durchschnittlichen Vitamin D-Spiegels im Blut der europäischen Bevölkerung auf den optimalen Stand von 40 ng/mL (Nanogramm pro Milliliter) haben, was würde das kosten und welche Einsparungen hätte das für die Gesundheitssysteme der Länder zur Folge?

Appell der Forscher an die Verantwortlichen in den europäischen Gesundheitssystemen:
Auf der Basis unserer Ergebnisse wäre es für die Gesundheitsbehörden der europäischen Länder dringend geboten, sich mit den positiven Gesundheitswirkungen des Vitamin D vertraut zu machen“.

Die meisten positiven Gesundheitswirkungen einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung würden, laut Studie, vor allem bei “Volkskrankheiten” wie Krebs,  Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose, Atemwegsentzündungen und im Dental-Bereich anfallen.

Frühere Untersuchungen zum gleichen Thema waren schon zu ähnlich spektakulären Ergebnissen gekommen: hierhier und hier).

Quelle: HighWire

Studie:  W.B. Grant et al.,  Estimated benefit of increased vitamin D status in reducing the economic burden of disease in Western Europe, Progress in Biophysics and Molecular Biology, März 2009 (online vorab publiziert)

Mehr Sonne, weniger Hautkrebs – kann das sein? 15. März 2009

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Er hat`s besser: Mehr Sonne, weniger Hautkrebs

Er hat`s besser: Mehr Sonne, weniger Hautkrebs

Gängige Ansichten, die auch als  Basis für die Vorschläge zum “Solariengesetz” und seinen Ausführungsverordnungen dienen, lassen sich in zwei Punkten zusammenfassen:

  1. Der “schwarze” Hautkrebs, das Melanom, wird hauptsächlich und immer durch die Bestrahlung der Haut mit UVB-Strahlen (290–320 nm) verursacht.
  2. Dabei spielen die Solarien in jeder Form eine wesentliche, verstärkende Rolle.

Beide Behauptungen sind falsch, wie jetzt eine Meta-Studie der offiziellen US Food and Drug Administration nachweist.

Ohnehin hatte sich als wissenschaftlicher Konsens aus Studien der vergangenen Jahre und Monate herausgebildet, dass nicht etwa die Bestrahlung mit UVB-Strahlen an sich krebsauslösend sind, sondern nur die unvorbereitete, abrupte, oft mit einem Sonnenbrand verbundene Besonnung die Bildung eines Melanoms unter bestimmten Voraussetzungen fördere – die regelmäßige und maßvolle Besonnung dagegen habe  eine eher schützende Wirkung .  (Wir hatten verschiedentlich über diese Studien berichtet).

Die neue Untersuchung der Food and Drug Administration unter Leitung der renommierten Dermatologin und Radiologin Dianne Godar aber kommt darüber hinaus zu bemerkenswerten Ergebnissen:

  1. Die Zahl der Melanom-Neuerkrankungen (in den USA, aber ebenso in allen anderen Ländern mit überwiegend hellhäutiger Bevölkerung) nimmt seit den 40ger Jahren des vorigen Jahrhundert ständig zu. Dabei ändert sich die Steigung der Wachstumskurve über die Jahrzehnte kaum. Mit der Einführung der Sonnenbank und der massenhaften Verbreitung in den 90ger Jahren ist keine zusätzliche Steigerung verbunden.  Der Einfluss der Solarien auf die Hautkrebsrate ist also gleich oder nahe Null. (Im übrigen zeigen sich ähnliche Steigerungen auch in Ländern, in denen Solarien keine oder nur eine geringe Rolle spielen.)
  2. Die Zuwächse bei den Melanom-Erkrankungen treffen nur auf Büroarbeiter und andere Berufe zu, die in geschlossenen Räumen, nicht aber auf Berufe wie Gärtner oder Landwirte, die ständig im Freien ausgeübt werden. Die Studie weist nach, dass regelmäßige UV-B-Bestrahlung die Gefahr einer Melanom-Erkrankung sogar senkt.

Die Autoren führen dieses Phänomen auf die unterschiedliche Versorgung mit Vitamin D3 zurück, das zum weit überwiegenden Teil durch die kontinuiertliche und maßvolle Bestrahlung der Haut mit UVB gebildet wird. Vitamin D3, umgeformt in das Serum Calcitriol (1,25-dihydroxyvitamin D), bremst das Wachstum der Krebszellen und beschleunigt ihren Zelltod.

Tatsächlich ist  der Vitamin D-Spiegel etwa eines durchschnittlichen Büroarbeiters um ein Vielfaches niedriger als der eines Gärtners. Darüber hinaus ist die Vitamin D-Bildung bei diesen gleichmäßig und konstant, während die Büroarbeiter unter der Woche so gut wie keine UVB-Strahlung aufnehmen und kein Vitamin D bilden können. Lediglich am Wochenende und vor allem – mit negativen Konsequenzen – in den Ferien steigt ihr Vitamin D-Spiegel an. Einzige Möglichkeit: Regelmäßiges Sonnen im Solarium – auch als Hautkrebs-Prävention!

Ist UVA und nicht UVB der Schuldige?

Warum aber der so krasse Unterschied zwischen Büroarbeitern und Arbeitern unter freiem Himmel?

Die Antwort der Forscher:  UVA-Strahlen!
Anders als die UVB-Strahlung wird das UVA nicht durch die Fensterscheiben des Büros absorbiert. UVA-Bestrahlung in den Räumen hat damit immerhin noch 25% der Bestrahlungstärke draußen.

Folge:
Einerseits erhalten die Bürarbeiter zu wenig Sonne (UVB) für eine ausreichende Vitamin D-Synthese, andererseits aber sorgt die UVA-Strahlung nicht nur für Schädigungen der Hautzellen sondern wichtiger noch für die Unterdrückung des bereits gebildeten Vitamin D, das auf diese Weise seine Funktion als “Hautkrebs-Bremse” nicht mehr ausreichend ausüben kann.

Als die Menschheit sich von der Evolution abkoppelte durch ein Arbeitsleben tagsüber in geschlossenen Räumen und durch künstliche Barrieren, Fensterglas, UVB von UVA trennte, erhöhte sie gleichzeitig damit Ihre Hautkrebsrate,” so die Forscher in ihrem Resume.

Quelle: PubCrawler

Studie:  D.E. Godar et al.,  Increased UVA exposures and decreased cutaneous Vitamin D(3) levels may be responsible for the increasing incidence of melanoma, Medical Hypotheses. April 2009 ;72(4):434-43 (online vorab veröffentlicht.

…und noch eine Bestätigung: Sonnenlicht gegen Brustkrebs 7. Februar 2009

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Wie schon im vorigen Posting noch einmal eine Studie, die eine bedeutende Rolle der Sonne und ihrer UV-Strahlen für die Vorbeugung von Brustkrebs unterstreicht:

Frauen, die sich weniger als 30 Minuten täglich in Freien aufhalten haben ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko, an Bruskrebs zu erkranken, im Vergleich zu Frauen mit mehr als zwei Stunden Tätigkeit bei Tageslicht und an der Sonne.

Mit den Daten von 71,662 gesunden Teilnehmerinnen der Women’s Health Initiative Observational Study (WHIOS) aus den Jahren 1993-1998 verfolgten die Forscher aus unterschiedlichen Regionen der USA die Brustkrebs-Diagnosen im Verlauf von knapp neun Folgejahren. Die Zahl der Brustkrebsfälle waren – anders als erwartet -  in den nördlichen Staaten der USA nur geringfügig höher als in den südlichen Staaten. Tatsächlich erwies sich das Nord-Süd-Gefälle nicht als verlässlicher Anhaltspunkt für die Bildung  von, und die Versorgung mit Vitamin D.

Die Frage nach dem Aufenthalt an der Sonne dagegen zeigte sich als ein wichtiger Hinweis auf die unterschiedlichen Risiken einer Brustkrebserkrankung.  Je länger der tägliche Aufenthalt im Freien, desto geringer das Risiko an diesem Krebs zu erkranken.

Quelle: HighWire

Studie:  Amy E. Millen et al., Incident Invasive Breast Cancer, Geographic Location of Residence, and Reported Average Time Spent Outside, Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention, vorab online publiziert, 3. Februar 2009

Mehr Sonne für werdende Mütter und Babies verhindert Multiple Sklerose 5. Februar 2009

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kind-shirt-strandDas “missing link” zwischen dem “Sonnenschein-Vitamin” D und der Entstehung und Entwicklung von Multipler Sklerose scheint jetzt gefunden zu sein. Forscher an der Universität Oxford berichten im PLOS Genetics Journal über das Zusammenspiel von Vitamin D und einem Gen, das als Ursache für ein erhöhtes MS-Risiko bekannt ist.

Eine optimale Vitamin D-Versorgung der werdenden Mütter und der neugeborenen Babies kann demnach die Entstehung von Multipler Sklerose verhindern.

Unsere Studie belegt, dass die Versorgung mit ausreichend Vitamin D in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren die Gefahr einer Multiplen Sklerose später im Leben deutlich vermindert,” so der Leiter der Forschungsgruppe, Dr.  Sreeram Ramagopalan.

Aus zahlreichen früheren Studien war bereits bekannt, dass Menschen in sonnenarmen Regionen eine wesentlich größeres Risiko tragen, Multiple Sklerose zu bekommen als Menschen in südlichen Ländern.

Vitamin D reguliert, so das Ergebnis der Oxforder Studie, das Gen DRB1*1501.  Dieses Gen erhöht das MS-Risiko um das 3fache und um das 10fache, wenn dieses Gen bei einem Menschen  doppelt auftritt. Wie genau die durch Vitamin D aktivierten Proteine im Umfeld dieses Gens ihre schützende Funktion ausüben, ist noch nicht bekannt.

Einer der Autoren, Dr. George Ebers, vom Wellcome Trust Centre for Human Genetics an der Oxford Universität stellt im Interview die naheliegende Frage: „Kann es bei diesem Stand des Wissens richtig sein, gegen den Aufenthalt an der Sonne und das Sonnenbaden anzugehen?
90 Prozent der Vitamin D-Bildung wird durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium bewirkt.

Über die Immun-regulierende Wirkung von Vitamin D und ihre Bedeutung für Autoimmun-Erkrankungen sind in den vergangenen Jahren zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten erschienen. Über einige davon haben wir hier und hier berichtet.

Quelle: BBC News/Science Daily

Studie: S.V. Ramagopalan et al., Expression of the multiple sclerosis-associated MHC class II Allele HLA-DRB1*1501 is regulated by vitamin D, PLoS Genetics, 2009 , vorab online publiziert 6. Februar 2009 .

WHO fordert umfassende Studie zu Vitamin D 5. Januar 2009

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iarcAngesichts der sich häufenden Belege für weitreichende Gesundheitswirkungen des Vitamin D und der offensichtlich unzureichenden Versorgung der Bevölkerungen weltweit mit dem “Sonnenschein-Vitamin” fordert jetzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vertreten durch ihre International Agency for Research on Cancer (IARC) eine breit angelegte Studie als Grundlage für die Neuformulierung von Richtlinien und Empfehlungen. Die Kosten werden auf ca. 150 Mio. Dollar geschätzt.

Die IARC hält die “Beweislage” für einen Zusammenhang von Vitamin D und zahlreichen Erkrankungen wie Darmkrebs, Autoimmun- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwar für “überzeugend”, möchte aber vor gesundheitspolitischen Entscheidungen abklären, ob und inwieweit der verbreitete Vitamin D-Mangel tatsächlich Ursache aller dieser Erkrankungen oder doch nur eine Folgeerscheinung sein könnte. Andere – nationale – Gesundheitsorganisationen,  sind inzwischen längst dazu übergegangen, ihre Richtlinien den neuen Erkenntnissen anzupassen.

Quelle: The Globe and Mail

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