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„Vorsicht Sonne!“ Was den Regulierern so alles einfällt 7. Juli 2006

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
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Eine Meldung aus Long Island, USA, liest sich wie eine Paraphrase zur Pressemeldung der EU von gestern:

Der Bezirk Suffolk auf Long Island hat ein Gesetz verabschiedet, nach dem Sonnenstudios verpflichtet werden sollen, im Studio und auf allen Werbeträgern, Postern, Aussendungen, Flyern etc. einen Aufdruck zu führen, der auf die Gefahren der künstlichen Besonnung hinweist. Die Parallele zur Tabakwerbung drängt sich auf. (Allerdings ist „Sonne ist tödlich!“ nicht zwingend vorgeschrieben ;-))

Die hochproduktiven Gesetzesmühlen in Sachen Solarien der USA sind für die deutschen Verhältnisse deshalb so interessant, weil dort in hunderten von Gesetzgebungskörperschaften von der Bundes- bis zur kleinsten lokalen Ebene alle denkbaren Varianten – von sinnvoll bis absurd – der staatlichen Regulierung durchgespielt werden.

Interessant auch, dass in diesem Fall – wie auch sonst in den allermeisten Fällen – die untere Altersgrenze für den Solariumbesuch bei 15 Jahren festgeschrieben wird. Allerdings müssen die Jugendlichen bis zum 18. Lebenjahr eine elterliche Erlaubnis vorweisen.

Quelle: NewsDay

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EU geht mit Anti-Solarien-Statements in die Vollen: „Wir müssen rasch handeln“ 7. Juli 2006

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
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Markos KiprianouMit einem lauten Knall hat sie EU-Kommission die seit langem schwelende Diskussion um die „Euronorm“ durch eine eindeutig-einseitige Erklärung „belebt“. Überschrift:

„Wissenschaftler warnen: Ultraviolette Strahlung von Sonnenbänken erhöht das Hautkrebsrisiko“ 

Der für zuständige Kommissar Markos Kyprianou erklärte: „Es bereitet mir Sorge, dass die unkritische Benutzung dieser Bräunungsgeräte zu kosmetischen Zwecken die Hautkrebsinzidenz erhöhen könnte. Wir müssen rasch handeln, um die Öffentlichkeit über die mit Sonnenbänken verbundenen Risiken aufzuklären. Außerdem benötigen wir Leitlinien für Verbraucher, damit sie erkennen können, ob sie Risikofaktoren aufweisen und diese Geräte deshalb nicht benutzen sollten. Ich werde unverzüglich die entsprechenden Initiativen vorschlagen”.

Der für Unternehmen und Industriepolitik zuständige Vizepräsident der Kommission, Günter Verheugen, erklärte: „Die Kommission ruft die Mitgliedstaaten und die Hersteller von Sonnenbänken dazu auf, Sonnenbänke mit geeigneten Warnhinweisen und Bedienungsanleitungen zu versehen, um damit das entsprechende Hautkrebsrisiko der Benutzer zu verringern.

Die EU-Kommission nutzt die Gelegenheit der Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Stellungnahme der Expertenkommission (SCCP) zur Revision der sog. „Euronorm“ (wir hatten vor längerer Zeit bereits berichtet) um offensichtlich die dort eher ambivalenten Schlussfolgerungen politisch zuzuspitzen.

Keine guten Aussichten für die europäische Solarienbranche!
Zu Entstehung, Hintergründen und Konsequenzen der Diskussion um die „Euronorm“ ein zusammenfassender Überblick von Dr. P. Bocionek.

Die SCCP-Stellungnahme im Original

Quelle: EU-Pressemitteilung