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Fetter Fisch für kluge Kinder? 16. Februar 2007

Posted by lbmedien in Photomed.
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Fetter Fisch, Omega 3, Vitamin DMütter, die während der Schwangerschaft sehr viel Fisch (über 340 Gramm pro Woche) essen, bekommen intelligentere Kinder. Das jedenfalls behauptet eine Studie unter Mitarbeit der US- Gesundheitsbehörde (NIH) in Bethesda, USA.

11.875 Frauen wurden jeweils in der 32. Schwangerschaftswoche nach ihrem Fischkonsum befragt.

Die Kinder dieser Mütter wurden dann im Alter von sechs Monaten bis zu acht Jahren auf ihre geistigen Fähigkeiten untersucht., mit dem Ergebnis: Je mehr Fisch die Mütter aßen, umso besser fielen die Werte für soziales Verhalten und soziale Fähigkeiten, die Feinmotorik und die Kommunikation ihrer Sprösslinge aus.

Die Erklärung der Forscher für dieses Phänomen: In Fisch und anderen Meeresfrüchten kommen besonders viele so genannte Omega-3-Fettsäuren vor, die der Mensch benötigt, aber nicht selbst herstellen kann. Die optimale Entwicklung der Nerven und des Hirns von Kleinkindern hänge vielfach von diesen Fettsäuren ab.

Andere Faktoren, die dieses Ergebnis erklären könnten, wurden in der Studie ausgeschlossen – erstaunlicherweise aber wurde Vitamin D als „Verdächtiger“ nicht untersucht. Die Tatsache, dass dieser Zusammenhang bereits in verschiedenen Untersuchungen (über einige hatten wir berichtet->hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) nachgewiesen wurde und fetter Fisch in der Tat eines der ganz wenigen Lebensmittel mit nennenswertem Vitamin D-Gehalt ist, hätte diese Vermutung zumindest nahegelegt.

Dann allerdings hätte sich auch die Frage gestellt, ob das gleiche Ergebnis (ausreichende Versorgung mit Vitamin D3) nicht leichter zu erreichen wäre mit etwas mehr Sonne (oder Solarium). Denn die Zahl der Schwangeren, die wöchentlich drei Fischmahlzeiten zu (oder besser: auf) sich nehmen, dürfte recht begrenzt sein.

Außerdem hatten die US-Behörden erst kürzlich die Schwangeren vor zu viel Fisch in der Nahrung gewarnt, da durch das Nervengift Methylquecksilber in den Fischen auch der Fötus geschädigt werden könnte.

Quelle: The Lancet
Studie: Joseph R Hibbeln et al., Maternal seafood consumption in pregnancy and neurodevelopmental outcomes in childhood ALSPAC study: an observational cohort study, The Lancet, Vol 369 February 17, 2007

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