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Appell der internationalen Experten: Vitamin D nicht länger unterschätzen! 11. März 2007

Posted by lbmedien in UV-Strahlen - Wirkungen, Vitamin D.
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Medien, Politiker, internationale und nationale Gesundheitsorganisationen sind aufgefordert ihre Haltung zu dem lebenswichtigen Vitamin D zu überdenken.

In der Fachzeitschrift „American Journal of Clinical Nutrition“ (in der gleichen Ausgabe wie die unten vorgestellten Studien) veröffentlichen 15 der renommiertesten Forscher zu diesem Thema aus aller Welt eine Art „Manifest“ mit der dringenden Aufforderung an Gesetzgeber und Gesundheitsorganisationen, alles zu tun, um die besorgniserregende Unterversorgung der Bevölkerung mit dem „Sonnenschein-Vitamin D“ beseitigen zu helfen.

Dabei reichten Ernährungsempfehlungen nicht aus. Die Rolle des Sonnenlichts sei wesentlich höher einzuschätzen.

Die Experten empfehlen eine Kombination von:

  • Ausreichender UV-Bestrahlung der Haut ohne Übertreibungen,
  • Vitamin D-Anreicherung bestimmter Lebensmittel,
  • eine bessere Versorgung mit zusätzlichem Vitamin D in unterschiedlichen Darreichungsformen.

(Das Manifest als PDF).

Das „Manifest“:
Reinhold Vieth, Heike Bischoff-Ferrari, Barbara J Boucher, Bess Dawson-Hughes, Cedric F Garland, Robert P Heaney, Michael F Holick, Bruce W Hollis, Christel Lamberg-Allardt, John J McGrath, Anthony W Norman, Robert Scragg, Susan J Whiting, Walter C Willett, Armin Zittermann: The urgent need to recommend an intake of vitamin D that is effective, American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 85, S. 649-50, Nr. 3, März 2007

Ein ähnliches Manifest von international renommierten Wissenschaftlern findet sich hier – ebenfalls als PDF zum Download:
http://www.grassrootshealth.org

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Vitamin D gegen kindliche Atemnot 11. März 2007

Posted by lbmedien in Forschung, UV-Strahlen - Wirkungen, Vitamin D.
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Vitamin D und Asthma bei KindernKinder von Müttern, die während der Schwangerschaft einen niedrigen Vitamin D-Spiegel im Blut aufweisen, leiden bis zu ihren 3. Lebensjahr häufiger unter Anfällen von Atemnot, eine Vorform von Asthma. Zwei Studien in USA und Schottland kommen gleichzeitig zu diesem Ergebnis.

Im Rahmen eines Mutter-Kind-Projekts an der Harvard Universität hatten Forscher 1194 werdende Mütter u.a. auf den Vitamin D-Gehalt in ihrem Ernährungsverhalten hin untersucht und eine eindeutige Verbindung von Vitamin D-Mangel der Schwangeren und späteren Erstickungsanfällen ihrer Kinder (bis zum 3. Lebensjahr) festgestellt.

In der parallelen Studie mit 2.000 Müttern in Aberdeen, UK, wurde ebenfalls der Zusammenhang von Vitamin D-Status während der Schwangerschaft und frühkindlichem Asthma bestätigt.

Eine dritte Studie untersuchte ein breites Spektrum an Nahrungsmitteln und kommt zu dem Ergebnis, dass lediglich der Konsum von Vitamin D-haltigem Fisch und Äpfel eine schützende Wirkung für die Kinder bis zu ihrem 5. Lebensjahr entwickelt.

Quelle: PubMed
Studien:
C.A. Camargo et al., Maternal intake of vitamin D during pregnancy and risk of recurrent wheeze in children at 3 years of age, S. 788-795,
und
Graham Devereux et al., Maternal vitamin D intake during pregnancy and early childhood wheezing, S. 853-859, in:
American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 85, No. 3, 788-795, March 2007

Saskia Willers et al., Maternal food consumption during pregnancy and asthma, respiratory and atopic symptoms in 5-year-old children,Thorax. Published Online First: 27 March 2007

Vitamin D-Mangel „alarmierend“ – vor allem am Ende des „Vitamin D-Winters“ 11. März 2007

Posted by lbmedien in Forschung, Sonnen-News, UV-Strahlen - Wirkungen, Vitamin D.
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Ende des Vitamin D-Winters„Alarmierend“ nennen britische Forscher die Daten aus ihren jüngsten Untersuchungen zur Vitamin-D-Versorgung der Bevölkerung in England und Schottland.

Im „Vitamin D-Winter“ (in Großbritannien – wie in Deutschland – von Oktober bis März) und vor allem jetzt, gegen Ende des Vitamin D-Winters, sinkt der Vitamin D-Spiegel bei der Hälfte der Untersuchten auf Werte unterhalb der „normalen“ Werte von 40nmol/l. Bei 87,1 Prozent lag der Wert unter der für viele Gesundheitswirkungen notwendigen Höhe von 70nmol/l (eine molekulare Maßeinheit, entspricht 30 ng/ml).Vitamin D-haltige Ernährung konnte das Problem verringern. Übergewichtige und Menschen in Schottland litten doppelt so oft unter akutem Vitamin D-Mangel wie Schlanke und Menschen in England oder Wales.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen holländische Forscher bei der Untersuchung älterer Menschen in den Niederlanden. Mangel an UV-Bestrahlung im Freien (der Gebrauch von Solarien wurde nicht untersucht) wird als Hautpgrund für die Unterversorgung genannt.

Ausdrücklich wird darauf verwiesen, dass die Ernährung und der Konsum von Vitamin-D-verstärkten Lebensmitteln einen positiven Einfluss haben könnte, dass aber keiner der Probanden in der Wirklichkeit sich in seinen Gewohnheiten so verhält, dass dieser optimale Ausgleich tatsächlich erreicht würde.

Die beiden Studien in der gleichen Ausgabe:
American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 85, Nr. 3, März 2007

Elina Hyppönen und Chris Power, Hypovitaminosis D in British adults at age 45 y: nationwide cohort study of dietary and lifestyle predictors, S. 860-868

Rob M van Dam et al., Potentially modifiable determinants of vitamin D status in an older population in the Netherlands: the Hoorn Study, S. 755-761

Foto: Norman Walsh