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Doppeltes Risiko: Schwangerschaft und Übergewicht 20. Oktober 2007

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Vitamin D-Mangel bei Schwangeren und NeugeborenenSchwangere und Übergewichtige gehören zu den „Riskiogruppen“ für ein Vitamin D-Defizit mit oft gravierenden gesundheitlichen Folgen vor allem auch für die Neugeborernen. Eine US-Studie untersuchte jetzt die Wirkungen beider Risikofaktoren im Zusammenhang und versuchte Wege zu einer Lösung aufzuzeigen.

Es zeigte sich, dass stark übergewichtige schwangere Frauen (Body Mass Index, BMI, von 34) doppelt so häufig an Vitamin D-Mangel leiden wie Frauen mit einem BMI von 22. Entsprechend unterschied sich der Vitamin D-Spiegel im Blut der Neugeborenen.

Welche Folgen der Vitamin D-Mangel während der Schwangerschaft für die Gesundheit der Kinder haben kann, wurde bereits in verschiedenen Studien der vergangenen Monate und Jahre beschrieben, über die wir u.a. hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet haben.

Die Forscher mahnen mehr Aufmerksamkeit für dieses „ernste Problem der öffentlichen Gesundheit“ an. Vor einigen Monaten hatten bereits deutsche Frauenärzte und ihr Verband (BVF) schwangeren Frauen zu häufigerem, mäßigen Aufenthalt an der Sonne und Vitamin D reicher Nahrung bzw. Nahrungsergänzungsmitteln geraten.

Vitamin D (Serum 25-hydroxyvitamin D) wird zu etwa 90% in der Haut durch die UVB-Strahlen der Sonne oder durch künstliche Besonnung gebildet.

Quelle: HighWire

Studie: Lisa M. Bodnar et al, Prepregnancy Obesity Predicts Poor Vitamin D Status in Mothers and Their Neonates, Journal of Nutrition, 137:2437-2442, November 2007

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„Wellness-Visionen – Das Sonnenstudio der Zukunft“ 19. Oktober 2007

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Sonnenstudio der ZukunftWellness-Visionen – Das Sonnenstudio der Zukunft“ will ein Wettbewerb unter Design-Studenten zur Solaria 2007 gestalten helfen. Die Sieger wurden heute gewählt: Heinrich Kopp von der Technischen Universität Darmstadt und Pedro Perpetuo von der FernUniversität Hagen für ihr Konzept „sun & stars“ (Klicken Sie bitte auf den nebenstehenden Siegerentwurf für eine Vergrößerung). Die Solaria 2007, vom 01.-03. November in Köln, ist die europäische Leitmesse für die Besonnungsbranche.

Die illustre Jury aus Architekten und Marketing-Experten hatte drei Entwürfe prämiert. Die Aufgabenstellung: eine moderne und elegante Wellness-Umgebung für das Sonnenstudio der Zukunft zu entwerfen.

Das Konzept „sun & stars“ verbindet nach Auffassung der Jury die künstliche Besonnung mit der Kraft der natürlichen Sonne. Solarkollektoren auf dem Dach liefern die nötige Energie für die künstliche Besonnung. Im Inneren wird eine Atmosphäre geschaffen, die an einen mediterranen Strand erinnert: Die Besucher werden von oben mit „offenen“ Systemen besonnt, während auf die Kuppel im 360°-Modus ein Horizont aus Sonne, Strand und Meer projiziert wird. Alle Besucher werden mit einem Ring ausgestattet, der mittels RFID-Technik die jeweiligen persönlichen Daten speichert. Dadurch kann überall automatisch ein individuelles Besonnungsprogramm gestartet werden, das auf die Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers – etwa dessen Hauttyp – abgestimmt ist.

Quelle: Kölnmesse

„Gute Sonne“, „böse Sonne“ und ein alter Code – EUROSKIN-Konferenz in Hamburg 17. Oktober 2007

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logo-euroskin.jpgDass die „gute Sonne“, die biopositiven Wirkungen von Sonne und Solarien, eine so bedeutende Rolle bei der diesjährigen Konferenz der EUROSKIN – organisiert von den führenden Köpfen der Anti-Solarien-Bewegung in der „Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention“ – spielen würde, war nicht von vornherein abzusehen. Die Veranstalter hatten bereits im Vorfeld ihre Absicht deutlich gemacht: „EUROSKIN rät ab von künstlicher Besonnung„.

Die Konferenz mit Wissenschaftlern aus verschiedenen europäischen Ländern, USA und Kanada sollte vor allem auch der Forderung nach einem Verhaltens-Code (Code of Practice) für den Betrieb von Solarien den nötigen Schub verleihen.

Solarien “Code of Practice”Allerdings war dann schon die Vorlage des Codes eine gewisse Überraschung: Die dort aufgestellten Forderungen sind praktisch eine Kopie der Regularien, die bereits vor vier Jahren am „Runden Tisch Solarien“ unter aktiver Mitwirkung der Solarienverbände verabschiedet worden waren. Lediglich das Drängen nach direkten staatlichen Eingriffen setzten diese Forderungen ab von der damals beschlossenen und erst im vergangenen September bekräftigten freiwilligen Zertifizierung von Sonnenstudios und anderen kommerziell betriebenen Solarien unter dem Gütesiegel „Geprüftes Sonnenstudio„.

Während der „Code of Practice„-Entwurf ausschliesslich auf den – von allen Beteiligten immer schon vertretenen – notwendigen Schutz vor mißbräuchlicher Nutzung von Sonnenbänken und den Folgen für die Hautgesundheit abhebt, zeigten die Vorträge und Diskussionen in den drei Konferenztagen, dass es bei dieser Frage keineswegs nur oder auch nur überwiegend um Schutz vor UV-Strahlung und im Extremfall Hautkrebs geht, sondern um das Thema „Sonne, UV-Strahlen und Gesundheit„. Die Referate so bekannter Forscher aus Übersee wie die Professoren Reinhold Vieth und William B. Grant zeigten die überragende Bedeutung des „Sonnenschein-Vitamins“ D für die Vorbeugung vor und Heilung von zahllosen Erkrankungen.

Die Bekämpfung des „epidemischen“ Mangels an Vitamin D vor allem in den Industrieländern werde mit seinen Folgen für die „Volksgesundheit“ und damit auch für die solidarisch finanzierten Gesundheitssysteme durch die Entdeckungen der Wissenschaft in den letzten Jahren immer drängender.

Prof. Vieth von der Universität Toronto zitierte die jüngsten Revisionen der offiziellen Richtlinien und der Empfehlungen von Gesundheitsorganisationen zum „Sonnenschein-Vitamin“ (wir hatten über Diskussionen zu Neufassungen kanadischer, US-amerikanischer und australischer Richtliniern und Empfehlungen verschiedentlich berichtet, z.B. hier, hier, hier, hier und hier).

Prof. Grant von der Universität San Diego, Kalifornien: „Die positiven Gesundheitswirkungen einer mäßigen UV-Bestrahlung überwiegen bei weitem die Gesundheitsrisiken, solange die UVB-Dosis angemessen ist.“

Genau über diese „angemessene Dosis“ wurde heftig gestritten ebenso wie über die Frage, wie diese Dosis gemessen werden sollte.

Dass sich auch das Thema „Sonne, Sonnenbank und Hautkrebs“ nicht für schlagwortartige Verkürzungen eignet, zeigten Vorträge wie die der Profs. Doré und Autier (s. auch den Bericht über dessen jüngste Veröffentlichung). Vor allem gibt es keine abschliessende Antwort auf die Frage: “ Sind Sonne und (welche Art von) Solarien und in welcher Dosis und Häufigkeit mitverantwortlich für die Entstehung von `schwarzem` Hautkrebs (Melanom)?“. Prof. J.F. Doré dazu: „Unregelmäßige (intermittierende) Besonnung und Sonnenbrände, insbesondere im Kindesalter, sind ein bedeutenes Umweltrisiko (neben den diversen Erbfaktoren etc., d. Red.) für Melanombildung, während fortgesetzte Besonnung eher einen leicht schützenden Effekt gegen Melanoma ausübt.

Tatsächlich gehen in vielen Ländern, so einge Referenten, die Steigerungsraten beim Melanom zurück trotz steigender Solariennutzung in diesen Ländern.

Geprüftes SonnenstudioIn der abschliessenden Pressekonferenz heute wiederholten die Veranstalter, flankiert von Vertretern des Bundesumweltministerium, der EU, der Deutschen Krebshilfe und der Strahlenschutzkommission, die bekannten Positionen und Forderungen – einschliesslich der Regelung von Solarienbesuchen Minderjähriger im Rahmen einer umfassenden Umweltgesetzgebung.

Übereinstimmend unterstrichen alle die besondere Bedeutung der Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel „Geprüftes Sonnenstudio„.

In einer ersten Stellungnahme zeigten sich Vertreter der deutschen und europäischen Solarienverbände zufrieden mit der sichtbar gewordenen Chance, in vielen Fragen einen breiten Konsens für die Zukunft der künstlichen Besonnung schaffen zu können:

ESA und Photomed begrüßen die Anstrengungen zu einer europaweiten Harmonisierung der Regelungen für die Nutzung von Sonnenbänken„. Erfreulich sei auch die sich allmählich durchsetzende Erkenntnis über die Bedeutung der positiven Gesundheitswirkungen von UV-Strahlung, insbesondere bei der Versorgung breiter Bevölkerungskreise mit dem lebenswichtigen Vitamin D. Dass dabei der künstlichen Besonnung in fachlich kontrollierten Solarien eine immer größere Bedeutung zukomme, werde sich auch in EUROSKIN-Kreisen langfristig durchsetzen. (Original der ESA Pressemeldung).

(Alle Zitate sind Übersetzungen aus dem Englischen durch die Redaktion)

Solaria 2007 mit Informationsveranstaltungen 15. Oktober 2007

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solarien-veranstaltung.jpgDie europäische Leitmesse der Solarienbranche, die Solaria in Köln (01.-03. November), hat neben einer wachsenden Zahl internationaler Aussteller auch einiges für Information und Fortbildung der Besucher zu bieten.

Die Branchenverbände Photomed und SLS informieren in Vorträgen und Diskussionen über die zwei in diesem Jahr zentralen Veränderungen in den Rahmenbedingungen des Geschäfts mit der künstlichen Besonnung: Die von der EU veranlasste Begrenzung der Bestrahlungsstärke auf 0,3 W/m² und die „runderneuerte“ Zertifizierung mit dem neuen Auftritt „Geprüftes Sonnenstudio„.

Die Veranstaltung mit Fachleuten aus den Verbänden und Betrieben startet am 03.11. im Konferenzraum 3 des
Congress-Centrum Ost (CC-Ost) der Kölnmesse.

(Klicken Sie auf die Abbildung für eine lesbare Vergrößerung des Posters)

Neues von der schützenden Sonne – Brustkrebsrisiko um die Hälfte reduziert 14. Oktober 2007

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Brustkrebs und Vitamin DSonnenlicht (und die UVB-Strahlen des Solariums) schützen vor Brustkrebs – besonders Frauen mit heller Haut.

Mit diesem Ergebnis einer Studie an ca. 4.000 Frauen zwischen 35 und 79 Jahren bestätigen die Forscher an verschiedenen Universitäten der US-Westküste frühere Ergebnisse ihrer Kollegen von anderen Forschungsinstituten weltweit zu den Wirkungen des „Sonnenschein-Vitamins“ D3 bei der Vorbeugung verschiedener Krebsarten.

Die Forscher hatten die „natürliche“ Pigmentierung der Haut am Unterarm der Frauen gemessen (eine Stelle, die von der Sonne so gut wie nie erreicht wird) und mit der Pigmentierung an der der Sonne zugewandtesten Stelle des Körpers, der Stirn, verglichen und damit das Ausmaß der Sonnen-Exposition gemessen. Ergebnis: Die Frauen mit der höchsten Sonnen-Exposition hatten das niedrigste Risiko, an einem gefährlichen Brustkrebs zu erkranken. Bei dunkelhäutigen Frauen, z. B. den Afro-Ameriknerinnen, konnte dieser Effekt allerdings nicht nachgewiesen werden.

Wir glauben, dass Sonnenlicht zu einem niedrigern Brustkrebsrisiko verhilft, weil der Körper selbst das aktive Vitamin D durch Sonneneinstrahlung bildet„, so die Studienleiterin Esther John vom Northern California Cancer Center. Die Tatsache, dass die Wirkung besonders bei fortgeschrittenem Brustkrebs zu beobachten ist, erklären die Forscher mit der regulierenden Wirkung von Vitamin D, die das Wachstum der Krebszellen im Körper bremst.

Eine deutsche Studie vom Krebsforschungs-Zentrum in Heidelberg kommt fast gleichzeitig zu ähnlichen Ergebnissen bei überwiegend jüngeren Frauen. Die Heidelberger Wissenschaftler gingen der Fragen nach, ob eine Vitamin D-reiche Ernährung bzw. Nahrungsergänzung allein oder nur in Kombination mit ausreichender Kalzium-Zufuhr einen Schutz gegen den Brustkrebs bildet – oder überhaupt nicht.

Ergebnis: Die optimale Versorgung mit Vitamin D allein halbierte das Brustkrebs-Risiko bei der untersuchten Gruppe von Frauen vor der Menopause. Die Kalzium-Zufuhr hatte keinen positiven Zusatz-Effekt.

Quelle: PubCrawler/EurekAlert

Studien:
Esther M. John, Gary G. Schwartz, Jocelyn Koo, Wei Wang, and Sue A. Ingles, Sun Exposure, Vitamin D Receptor Gene Polymorphisms, and Breast Cancer Risk in a Multiethnic Population, American Journal of Epidemiology, 2007 166(12):1409-1419; online vorab publiziert 12 October 2007

Abbas  S, Linseisen J, Chang-Claude J., Dietary Vitamin D and Calcium Intake and Premenopausal Breast Cancer Risk in a German Case-Control Study. Nutrition and Cancer 2007;59(1):54-61

Update 2009:
Abbas, S. et al., Plasma 25-hydroxyvitamin D and premenopausal breast cancer risk in a German case-control study. Int J Cancer 2009;124:250-5

Goldener Herbst – die UV-Strahlen der Sonne bringen die Farbe 13. Oktober 2007

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Herbstlaub - Farben und Photosynthese„Goldener Herbst“ – diesen Titel verdient sich der Herbst in diesem Jahr mit vielen sonnigen Tagen. Aber nicht nur der wärmende Sonnenschein auf der Haut macht das goldige Herbstgefühl. Die Sonne, oder besser: ihre UV-Strahlen, spielen auch eine entscheidende Rolle bei den uppigen Farben, mit denen sich die Natur in diesen Tagen schmückt.

Im „Mein-schöner-Garten“ Weblog beschreibt Folkert Siemens anschaulich, wie es dazu kommt und welche Rolle das UV-Licht dabei spielt:

„Wenn der Winter vor der Tür steht, legen nicht nur viele Tiere Vorräte an. Die Bäume und Sträucher schaffen sich jetzt auch für die nächste Saison ein Nährstoffpolster: Der stickstoffreiche grüne Blattfarbstoff (Chlorophyll), mit dem die Pflanzen die Energie des Sonnenlichts für die Bildung von Zucker nutzen (Photosynthese), wird jetzt in seine Bestandteile zerlegt und eingelagert. Im Laufe dieses Prozesses wird sichtbar, dass die Blätter auch orange und gelbe Farbstoffe (Carotinoide und Xanthophylle) enthalten…“

Für „Bäume mit roter oder rotvioletter Herbstfärbung…ist eine andere Farbstoffgruppe zuständig: die Anthocyane. Die Botaniker vermuten, dass die Anthocyane erst im Herbst gebildet werden und als Sonnenschutz wirken.“

Quelle: Mein schöner Garten Online

Kanada`s Ärzte fordern: Regierung soll Vitamin D-Empfehlung drastisch erhöhen 12. Oktober 2007

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Ein offender Streit über das „Sonnenschein-Vitamin“ D zwischen Kinder-, Frauenärzten und der Krebsgesellschaft auf der einen und der regierungsoffiziellen Gesundheitsbehörde, Canada Health, auf der anderen Seite spitzt sich seit Mitte dieses Jahres ständig zu.

Die Ärzte-Organisationen fordern Empfehlungen für eine optimale tägliche „Ration“ an Vitamin D, die z.B. für Schwangere um ein 10faches höher liegen soll, als von der Regierung bisher angegeben Mengen. Die Ärzte verweisen auf die zahlreichen Studien der letzten Zeit, in denen die zentrale Bedeutung einer ausreichenden Versorgung mit dem „Sonnenschein-Vitamin“ für die Vorbeugung von Infektions-, Autoimmun- und Krebserkrankungen unterstrichen wird.

Da ca. 90% des Vitamin D im Körper selbst durch UV-B-Strahlen (der Sonne oder im Solarium) gebildet wird, sind die Kanadier hier durch ihre geographische Lage und den dadurch bedingten besonders langen „Vitamin D-Winter“ stark benachteiligt. Der Verweis der Regierung auf ähnliche Richtlinien in den USA sei also, so die Ärzte-Organisationen, nicht angemessen.

Sowohl die kanadischen als auch die US-amerikanischen Behörden wollen jetzt ein Verfahren zur Revision der Empfehlungen in beiden Ländern in Gang setzten.

Quelle: globeandmail.com

Überleben mit dem „Sonnenschein-Vitamin“ 12. Oktober 2007

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Sonnenstand im Tagesverlauf Nord-NorwegenKrebs-Patienten, die im Sommer und Herbst diagnostiziert werden, haben eine höhere Überlebenschance als Patienten mit Diagnosen im „Vitamin D-Winter“.  Gleich mehrere Studie, die in diesen Wochen publiziert wurden, bestätigen den Zusammenhang von Sonne, Vitamin D und Überleben nach der Krebsdiagnose.

Eine internationale Forschungsgruppe am King`s College, London, analysierte mehr als eine Million Patientendaten aus Großbritannien auf den Zusammenhang von Jahreszeit der Krebsdiagnose (Brust-, Darm-, Lungen- und Prostatakrebs), Intensität der Sonnenexposition und Überlebensraten mit eindeutigem Ergebnis: Vor allem bei Brust- und Lungenkrebs waren die Fünf-Jahres-Überlebenschancen deutlich größer bei Patienten, deren Krankheit im Sommer oder Herbst diagnostiziert wurde und/oder die in dieser Zeit besonders intensiv der Sonne ausgesetzt waren. Für Frauen war dieser Zusammenhang noch deutlicher als für die männlichen Patienten.

Nach Meinung der Forscher ist dieses Ergebnis ein weiterer Nachweis dafür, dass das „Sonnenschein-Vitamin“ das Wachstum von bösartigen Tumoren hemmt.

Ähnlich das Ergebnis einer norwegischen Studie über drei Jahre an der Universität von Oslo.

Grund für die deutlichen saisonalen Unterschiede in der Überlebensrate bei Prostata-Krebs sei der höhere Vitamin D-Spiegel (Calcidiol) in der sonnigen Jahreszeit und unmittelbar danach, wenn durch die UV-Strahlen im Körper produziertes Vitamin D noch in ausreichender Menge im Fettgewebe eingelagert ist. Je höher der Breitengrad, je ungünstiger also der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen, desto höher das Risiko.

Dieses Risiko gleichen die Menschen im Norden des Landes durch einen besonders hohen Konsum an fettem Fisch teilweise aus.

Ob und in welchem Umfang der Rückgang der Vitamin D-Versorgung im Winter und Frühjahr und damit das erhöhte Risiko bei Krebserkrankungen durch regelmäßig-mäßige künstliche Besonnung aufgefangen werden könnte, wird in der Studie nicht untersucht, aber in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchunge der letzten Monate (hier und hier) bestätigt.

Quelle: Science Daily

Studien:

Hyun-Sook Lim et al., Cancer survival is dependent on season of diagnosis and sunlight exposure, International Journal of Cancer, Volume 119, Issue 7 , Pages 1530 – 1536

Zoya Lagunova et al., Prostate cancer survival is dependent on season of diagnosis, The Prostate, Volume 67, Issue 12 , Pages 1362 – 1370, 2007

Dicke mit höherem Hautkrebs-Risiko 9. Oktober 2007

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Dicke und Hautkrebs-RisikoEs gibt ein Fülle von Risikofaktoren für die Erkrankung an „schwarzem“ Hautkrebs (Melanom). Die übliche Konzentration auf die Rolle der Sonne und der UV-Strahlen führt in die Irre.

Zwei dieser Risikofaktoren, Übergewicht und Ernährung, untersuchten jetzt griechische Forscher an den Universitäten von Athen, Harvard (USA) und Thessaloniki. Sie untersuchten vor allem den Gehalt von Leptin im Blut von 55 Melanom-Patienten und 165 gesunden Personen. Leptin, ein Hormon das u.a. den Appetit regelt, wird vor allem bei Menschen mit Übergewicht verstärkt ausgeschüttet.

Ausserdem stellten die Wissenschaftler Fragen nach den Ernährungs- und Lebensgewohneiten der Probanden.

Dabei zeigte sich ein deutlich (50 Prozentpunkte) höheres Melanom-Risiko bei übergewichtigen Teilnehmern mit hohem Leptin-Spiegel im Blut, während körperliche Betätigung, geringer Alkoholkonsum und die typische Mittelmeerkost mit viel Obst und Gemüse das Risko tendentiell minderte.

Die Sonne war ein Risikofaktor nur bei Menschen mit besonders hoher Sonnen-Empflindlichkeit (Hauttyp 1).

Quelle: PubMed

Studie: E. T. Petridou et al., Melanoma risk in association with serum leptin levels and lifestyle parameters: a case–control study, Annals of Oncology, vorab online veröffentlicht Oktober 2007

Im „Vitamin D-Winter“ vervierfacht sich die Zahl der Männer mit Vitamin D-Mangel 6. Oktober 2007

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Im „Vitamin D-Winter“ steigt der Anteil der Menschen mit einem deutlichen Mangel an Vitamin D-Serum (25-hydroxyvitamin D [25(OH)D]) im Blut und den daraus folgenden gesundheitlichen Problemen (so u.a. auch eine größere Grippe-Anfälligkeit) steil an.

Eine Forschergruppe an der Universität Auckland, Neuseeland, untersuchte jetzt rund 2.000 Frauen und Männer über 50 Jahren im Jahresverlauf. Dabei stellten Sie einen Anstieg der Anteile weiblcher Studienteilnehmer mit einem Vitamin D-Mangel (<50 nmol/L) von 49% auf 73% bei den männlichen Teilnehmern gar von 9% auf 39% fest, ein Anstieg um 333% .

Im „Vitamin D-Winter“, der in Deutschland in diesen Oktobertagen beginnt und erst im März endet, ist die Kraft der Sonnenstrahlen auf der menschlichen Haut nicht ausreichend für die Produktion von Vitamin D im Körper. Auf diesem Wege aber – durch die UV-Einstrahlung auf die Haut im Freien oder im Solarium – entstehen rund 90% des Vitamin D-Serums.

Die Anfälligkeit der Menschen für viele Krankheiten wie Infektions- und Autoimmunerkrankungen, Knochen- und Muskelschwäche und sogar viele Krebsarten nimmt bei einem Vitamin D-Mangel sprunghaft zu. „Ersatz“ durch Nahrungsergänzung und Vitaminpillen ist nur unzureichend möglich.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Dicke Menschen haben es schwerer, dem Mangel im Vitamin D-Winter zu entgehen (s. auch hier und hier).

Quelle: PubMed

Studie: Mark J Bolland et al., The effects of seasonal variation of 25-hydroxyvitamin D and fat mass on a diagnosis of vitamin D sufficiency, American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 86, No. 4, 959-964, October 2007

Mit dem interaktiven „Vitamin D3-Rechner“ können Sie Ihre individuelle Vitamin D-Produktion an einem bestimmten Ort des Globus zu einer bestimmen Zeit im Jahr, bei bestimmter Höhe, Ozon-Dichte etc. selbst errechnen.
Noch einfacher zu bedienen:
http://zardoz.nilu.no/~olaeng/fastrt/VitD-ez.html