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Sanftes Sonnen – den Trend organisieren 29. Januar 2008

Posted by lbmedien in Besonnung, Sonnen-News, Sonnenbank, Sonnenschein-Vitamin, Sonnenstudio, Vitamin D, Zertifizierung.
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Geprüftes SonnenstudioWährend alle Welt von den wiederentdeckten Gesundheitswirkungen der Sonne spricht, die Medien fast täglich über das „Sonnenschein-Vitamin„D3 schreiben und selbst die „sonnenskeptischen“ Dermatologen- und Krebsverbände ihre Empfehlungen zugunsten von „mehr Sonne“ ändern, ist der neue Sonnen-Trend bisher an den Sonnenstudios vorbeigegangen. Negative Presse und zum Teil selbstverschuldete Versäumnisse machen der Branche zu schaffen.

Das will jetzt eine Initiative zertifizierter Studios (Gütesiegel „Geprüftes Sonnenstudio„) ändern. Die Branche soll „trendfähig“ und damit „zukunftsfest“ werden – und sich und ihre unbestreitbaren Leistungen in der Öffentlichkeit auch entsprechend darstellen.

Bei der Gründungsversammlung der „Initiative Sanftes Sonnen“ heute im hessischen Seligenstadt (nomen est omen!?) beschlossen Repräsentanten der gesamten Solarienbranche ein ehrgeiziges Programm:

  • Das risikolose und gesunde Sonnen im Solarium soll durch Qualitätsverbesserung und -kontrolle aller Dienstleistungen gesichert und durch verstärkte Anstrengungen zur Qualifizierung der Betreiber und Mitarbeiter gewährleistet werden,
  • und dort, wo durch die Anstrengungen der vergangenen Jahre beides bereits durchsetzt ist – vor allem bei den „Geprüften Sonnenstudios“ – soll die Öffentlichkeit besser über den wichtigen Beitrag informiert werden, den die Solarien für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen zu leisten imstande sind.

Weite Teile der Bevölkerung – Studien beziffern den Anteil in unseren Breiten auf 50-70% – bewegen sich zu wenig an der Sonne oder, schlimmer noch, konzentrieren ihren Sonnenhunger auf die Ferientage mit oft schmerzhaften und gefährlichen Folgen. Licht- und Vitamin D-Mangel führen zu einer langen Liste von körperlichen und psychischen Störungen.

Anders als im Sonnenstrand oder auf dem Gletscherschnee lässt sich dieser Mangel im Sonnenstudio gezielt, kontrolliert und individuell angepasst beheben – vorausgesetzt das Studio verfügt über die notwendigen Qualitäts- und Qualifikations-Voraussetzungen. Und ein angenehmer Hautton (Turbo-Bräune ist längst out!) ist dabei ebenfalls garantiert.

Als treibende Kraft bei den notwendigen Anpassungen der Branche an diese Anforderungen versteht sich die neu gegründete Initiative Sanftes Sonnen der Qualitäts-Studios (Mitglieder sind ausschliesslich Studios mit dem offiziellen Gütesiegel „Geprüftes Sonnenstudio“ und Studios im Prozess der Zertifizierung. Etliche Hersteller, Händler und Branchen-Dienstleister unterstützen als „Förderer“ diese Initiative).

Spätestens beim Branchen-Kongress am 27. April 2008 im Europapark Rust sollen die konkreten Programme für die Umsetzung dieser Ziele vorgestellt werden.

Hier anmelden:
Aufnahmeantrag (PDF)

Informationen:
Peter Lischka (Sprecher der Initiative)
Hof Güll 5 , 35423 Lich, info@sanftes-sonnen.de

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Selbstbräuner als Alternative? „Öko-Test“ skeptisch – Vitamin D-Präparate positiv getestet 28. Januar 2008

Posted by lbmedien in Solarkosmetik, Sonnen-News, Vitamin D.
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Selbstbräuner im Öko-TestMit den Angst-Kampagnen einiger Dermatologen-Initiativen und der Krebshilfe werden immer mehr Menschen von der natürlichen Bräune durch vernünftiges Sonnen im Freien oder in Solarien zur Bräune aus der Tube oder der Spray-Düse gedrängt.

Nicht ohne freundliche Unterstützung der einschlägigen Kosmetik-Industrie wird diese Form der künstlichen Bräune als völlig „gesund und unbedenklich“ gepriesen.

Öko-Test hat in seiner jüngsten Ausgabe vom Februar 2008 17 verschiedene Selbstbräunern getestet und kommt zu völlig anderen Erkenntnissen:

“ … leider sind viele, im Handel angebotene Produkte nicht wirklich eine Alternative für die Haut, denn sie enthalten Duftstoffe, die Allergien auslösen können oder bedenkliche Hilfsstoffe,“ so die Redaktion in einer Pressemeldung. „Hauptursache für das schlechte Abschneiden vieler Marken ist ausgerechnet der Inhaltsstoff, der die Bräune bewirken soll. Diese Substanz mit der Abkürzung DHA zerfällt nämlich unter Wärmeeinwirkung und wenn sie über längere Zeit gelagert wird. Dabei entsteht Formaldehyd – ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann.“

Auch die vorzeitige Hautalterung, die oft mit der Sonnenbank verbunden wird,  ist eine der zahlreich möglichen Hautschädigungen durch Formaldehyd.

Und das ist noch nicht alles: Neben anderen Wirkstoffen wurde in einigen Produkten auch Polyethylenglykole nachgewiesen. Diese wirken als Emulgatoren und verbinden Wasser und Fett, können aber auch die Haut durchlässiger machen für Fremdstoffe.

Positiver fielen die Tests bei Medikamenten und Nahrungsergänzung zur Stärkung der Knochen und zur Vermeidung von Osteoporose: Calcium und Vitamin D3.

Quelle: pressrelations/ÖKO-TEST (Selbstbräuner)/Öko-Test (Vitamin D + Calcium)

Vitamin D-Defizite vor allen bei jungen Mädchen 22. Januar 2008

Posted by lbmedien in Jugendliche, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D-Mangel, Vitamin D-Winter.
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Mädchen in der SonneVitamin D-Mangel bei Jugendlichen ist weit verbreitet – mit den bekannten gesundheitlichen Folgen. Besonders krass fällt das Vitamin-Defizit bei jungen Mädchen aus. Im sonnenarmen Winter ist der Anteil Jugendlicher mit einem Vitamin D-Mangel weit mehr als doppelt so groß wie im Sommer.

Mit diesen Ergebnissen bestätigt eine Studie aus Nordirland frühere Befunde über die besonders unzureichende Versorgung von Jugendlichen mit dem lebenswichtigen „Sonnenschein-Vitamin“ (25-hydroxyvitamin D).

Von den 1015 untersuchten 12 bzw. 15jährige Jungen und Mädchen hatten 36% einen Vitamin D-Spiegel von unter 50 nmol/l. (Von den meisten Wissenschaftlern wird heute eine Menge von 75 nmol/l und mehr als wünschenwert angesehen.) Im Winter stieg dieser Wert gar auf 46%.

Während bei den Jungen „nur“ bei 38% ein Vitamin D-Mangel im Winter gemessen wurde, wiesen bei den Mädchen deutlich mehr als die Hälfte (55%) einen Mangel an „Sonnenschein-Vitamin“ auf.

Neben dem Sonnenmangel war, so die Studie, eine ausgesprochen Vitamin D-arme Ernährung Ursache für dieses Ergebnis.

Wie schon bei früheren Studien zu den positiven Gesundheitswirkungen der Sonne im Kindes- und Jugendalter (dazu hier, hier und hier) stellt sich auch bei diesen Daten die Frage nach der Balance aus notwendigem Sonnenschutz und Gesundheitswirkungen der Sonne bei Kindern und Jugendlichen. Mit medienwirksame “Kernsätze” zur Totalvermeidung von Sonne bei Kindern und Jugendlichen tragen nachweislich eher zum Problem als zu dessen Lösung bei.

Quelle: PubMed

Studie: T.R. Hill et al., Vitamin D status and its determinants in adolescents from the Northern Ireland Young Hearts 2000 cohort. British Journal of Nutrition. 15. Januar 2008:1-7

„Die Vitamin D-Heilung“ 18. Januar 2008

Posted by lbmedien in Solarium, UV-Strahlen, Vitamin D, Vitamin D-Mangel.
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The Vitamin D CureNachdem fast täglich neue Informationen über die vorbeugende und heilende Wirkung des „Sonnenschein-Vitamin“ D in wissenschaftlichen Journalen aber auch in der Publikumspresse veröffentlicht wurden, erscheint jetzt folgerichtig das Buch zur „Wunderdroge“ (so die US-Presse): „The Vitamin D Cure“ von James Dowd und Diane Stafford.

Die Autoren, Ärzte am Arthritis Institute des US-Bundesstaates Michigan, berichten darin von überraschenden Heilerfolgen mit hochdosierten Gaben an Vitamin D bei Arthritis, Rückenschmerzen, Kopfschmerz etc.

Ein Video zu den Themen dieser Publikation:

Die Höhe der Dosierung führte denn auch schon bei Erscheinen des Buchs zu einer heftigen Kontroverse. Kritiker befürchten, das es bei der empfohlenen Einnahme von so hochdosiertem Vitamin D zu Vergiftungen kommen könnte. Allerdings haben Studien in letzter Zeit (auch in diesem Weblog vorgestellt) bestätigt, dass die positiven Gesundheitswirkungen sich erst ab einer gewissen Höhe des Vitamin D-Spiegels im Blut – in der Regel empfohlen: mindestens 75 nmol/ml – einstellen. Diese Höhe wird aber von einer Mehrheit der Menschen in unseren Breiten vor allem im „Vitamin D-Winter“ (Oktober – März) nicht erreicht.

Notwendig daher die tägliche Zufuhr von Vitamin D in Mengen weit jenseits der „offiziell“ empfohlenen Menge von 400 bzw. 600 und von etlichen Wissenschaftlern gefordert: 1.000 IU (internationale Einheiten). Niemand aber weiss zur Zeit genau, wo da die Grenze zur Vergiftung liegt.

Ausserdem belegen etliche Studien (jüngstes Beispiel: K. M. Egan et al., Vitamin D insufficiency among African-Americans in the southeastern United States: implications for cancer disparities (United States), Cancer Causes and Control, vorab online publiziert am 25.01.2008), dass durch Ernährung und Nahrungsergänzung eine angemessene Erhöhung des Serum-Spiegels nur schwierig erreichbar ist.

Unproblematisch dagegen die natürlichste Form der Vitamin D-Zufuhr, die Umwandlung von Cholesterol in das wirksame Vitamin D durch die UV-Strahlen der Sonne auf die Haut oder im Solarium, s. auch hier. 30 Minuten Sonnenbaden im Sommer um die Mittagszeit „produziert“ ca. 10.000 IU Vitamin D und mehr. Zu einer „Überproduktion“ und damit Vergiftungsgefahr wie bei der oralen Einnahme von Vitaminpillen kommte es dennoch nicht, weil der Körper die Vitamin D-Synthese einfach abbremst, sobald ein optimaler Stand erreicht ist. Diesen optimalen Pegel im Blut vermutet eine Forschergruppe um den bekannten Wissenschaftler Bruce W. Hollis von der Medical University of South Carolina bei ca. 100 nmol/L.
(Studie: Bruce W. Hollis et al., Circulating Vitamin D3 and 25-hydroxyvitamin D in Humans: An Important Tool to Define Adequate Nutritional Vitamin D Status, J Steroid Biochem Mol Biol. 2007 March ; 103(3-5): 631–634. Kostenloses PDF)

Das Buch: James Dowd und Diane Stafford: The Vitamin D Cure„, Verlag John Wiley & Sons, 2008.
Eine deutsche Übersetzung ist angeblich bereits in Arbeit.

Zwei Paperback-Schnellschüsse zu diesem Thema waren bereits in 2007 erschienen:
Michael Merrill: Vitamin D: Antidote to Winter and the Darkness,
und
Paul A. Stitt: Vitamin D: Is It The Fountain of Youth?

Die Sonne scheint für Aschenputtel 13. Januar 2008

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Aschenputtel-Vitamin - Vitamin DLang ist der Weg vom Aschenputtel zur Königin. Lange Jahre in stiefmütterlicher Asche musste auch das „Aschenputtel-Vitamin“ (so die NZZOnline) warten, bis es schließlich als „Sonnenschein-Vitamin“ inzwischen fast so etwas wie den Status einer „Königin im Reich der Medizin“ erreichte: Das Vitamin D3, das in seiner wirksamen Form als Serum 25 (OH) D erst in der Haut durch UV-Bestrahlung entsteht.

Ein ausgezeichneter Artikel in der heutigen Neuen Zürcher Zeitung (NZZ Online) beschreibt anschaulich den langen Weg des Vitamin D von seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert über die von allen Kindern nach den Weltkriegen gefürchteten Lebertran-Gaben bis hin zum Star der wissenschaftlichen Forschung in den letzten Jahren („rekordverdächtig“, so die NZZ. In diesem Weblog allein finden sich Dutzende von Berichten über neue Entdeckungen von vorbeugenden und heilenden Wirkungen des „Sonnenschein-Vitamins“).

Der Beitrag in einer der renommiertesten deutschsprachigen Tageszeitungen erscheint nicht zufällig mitten im „Vitamin D-Winter“, da die Mehrheit der Mitteleuropäer durch den Sonnenmangel an einem Vitamin D-Defizit leidet und damit die Abwehrkräfte u.a. gegen Infektionen, Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen wie Diabetes und Osteoporose schwinden.

Während in dem Beitrag die übertriebenen Sonnenschutzkampagnen und der unreflektierte Gebrauch von Sonnenschutzmitteln für diesen „epidemischen“ Vitamin D-Mangel verantwortlich gemacht wird, weisen Untersuchungen in den letzten Jahren auf einen anderen Ausweg auf dem „Vitamin D-Winter“ hin: Sonnenbaden in Solarien mit ausreichemdem UV-B-Anteil im Strahlenspektrum.

Quelle: NZZOnline

Was UV-Licht sonst noch alles kann (5) 11. Januar 2008

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Sonne und ihr UV-Licht wirkt schützend und heilend in unzähligen Zusammenhängen, wie die Postings in diesem Blog regelmäßig beweisen.

Die heitere Seite des UV-Lichts (abgesehen von seiner „Gute-Laune-Wirkung“) ist weitgehend Sache der Biologen und Verhaltensforscher. An immer wieder neuen Beispielen entdecken sie, dass UV darüber entscheidet, wer, wann Sex hat und wer wieviel gefüttert wird.

So wieder in drei Studien, die jetzt in einer Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift „Behavioral Ecology“ erscheinen.

  1. KohlmeiseDas reflektierende UV-Licht im Federkleid der Kohlmeise spielt nicht nur bei der Partnerwahl eine wichtige Rolle. Je nach UV-Intensität im jugendlichen Gefieder, so eine Studie am Zoologischen Institut der Universität Bern, wurden die Jungen bei der Fütterung bevorzugt oder benachteiligt – allerdings nur von ihren Müttern. Die Väter waren gegen die UV-Signale immun und verteilten ihre Gunst gleichmäßig.
  2. springende_spinne1.jpgAuch bei der „springenden Spinne“ (Cosmophasis umbratica) sind es die Weibchen, die sich vom UV-Licht betören lassen: Sie schenkten ihre Aufmerksamkeit ganz überwiegend den Männchen mit starken UV-Reflexen; die übrigen – von den Wissenschaftlern entsprechend „UV-gedämpft“ – liessen sie links liegen.
  3. Asiatischer FalterAuch die Weibchen eines asiatischer Falters (eurema hecabe, s. Foto) bevorzugen UV-starke Männchen. Je nach Intensität ihrer reflektierenden UV-Strahlen hatten die männlichen Falter mehr oder weniger Sex mit schöneren bzw. größeren oder kleineren Weibchen.

Wir lernen: Die UV-Strahlung macht`s!

Studien:
Marion Tanner and Heinz Richner, Ultraviolet reflectance of plumage for parent–offspring communication in the great tit (Parus major).
Matthew L.M. Lima, Jingjing Lib and Daiqin Li, Effect of UV-reflecting markings on female mate-choice decisions in Cosmophasis umbratica, a jumping spider from Singapore.
Darrell J. Kemp, Female mating biases for bright ultraviolet iridescence in the butterfly Eurema hecabe (Pieridae).
alle in:
Behavioral Ecology,
Volume 19, Number 1, January/February 2008 published online on January 10, 2008

Sonne auf der Sonnenseite 8. Januar 2008

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waage.jpgWer sich regelmäßig, dabei aber vernünftig sonnt, befindet sich in jedem Fall auf der Sonnenseite der Gesundheit. Die Gefahr für die Haut durch die UV-Strahlen werden weit mehr als ausgeglichen von den positiven Gesundheitswirkungen der Besonnung, vor allem – aber nicht nur – durch die lebensnotwendige Bildung von Vitamin D durch UV-Bestrahlung der Haut.

Diese Bilanz zieht eine norwegische Forschergruppe um den international renommierten Wissenschaftler Johan Moan (wir berichteten erst kürzlich über eine seiner bahnbrechenden Studien) in einer umfassenden Übersichtsstudie über die Risiken einerseits und die gesundheitlichen Vorteile andererseits des Sonnenbadens.

Interview mit dem Autor Prof. Richard Setlow:

Selbst wenn man, bei allen vorhandenen wissenschaftlichen Zweifeln, davon ausgehen könne, dass die UV-Strahlen der Sonne zu einem Teil mitverantwortlich sei für die Entstehung von „schwarzem Hautkrebs“ (Melanom), rechtfertigten allein die vorbeugenden und therapeutischen Wirkungen des „Sonnenschein-Vitamins“ D3 bei vielen Krebsarten, bei Autoimmunerkrankungen wie Diabetes oder bei Herzkreislauf-Erkrankungen eine Empfehlung für mehr maßvolles Sonnen – vor allem in Ländern der nördlichen Hemisphäre.

Die Studie referiert noch einmal die zahlreichen wissenschaftlichen Belege aus vielen Ländern der Erde für die krebsverhindernde und lebensverlängernde Kraft des Vitamin D. Sie unterstreicht die unzureichende Versorgung der Bevölkerung in den Ländern mit langen „Vitamin D-Wintern„, in denen die Sonnenstrahlen zu schwach sind, um die notwendigen Prozesse der Vitamin D-Bildung im Körper in Gang zu bringen.

Prof. Richard Setlow, Co-Autor der Studie in einem Interview mit dem TV-Sender ABC: „Die Bedeutunng des Vitamin D liegt vor allem in seiner Schutzwirkung vor den tödlichen Folgen aller Krebserkrankung, auch Hautkrebs„.

Dass dabei das Solarium eine wichtige Rolle spielen kann, wird in weiteren Studien aus jüngster Zeit eindrucksvoll bestätigt.

Als Fazit wenden sich die Wissenschaftler an die Politiker dieser Länder mit der Aufforderung, bei ihren gesetzlichen und Verordnungsmaßnahmen (in Deutschland derzeit in der Diskussion: Das „Umweltgesetzbuch“ mit Regelungen zur künstlichen Besonnung und das „Präventionsgesetz„) nicht immer nur einseitig auf die Hautkrebsgefahr durch Mißbrauch der Sonnenstrahlen zu starren, sondern endlich auch die Fülle der internationalen Forschungsergebnisse zu den Gesundheitswirkungen des „Sonnenschein-Vitamins“ zur Kenntnis zu nehmen.

Quelle: PubMed

Studie: Johan Moan et al., Addressing the health benefits and risks, involving vitamin D or skin cancer, of increased sun exposure, PNAS (Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America) , Volltext als PDF, vorab publiziert 7. Januar 2008

Sonne für`s Herz 8. Januar 2008

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Herz-Kreislauf-SystemDas „Sonnenschein-Vitamin“ D3 – ganz überwiegend durch UV-Stahlen der Sonne oder im Solarium direkt im Körper aus Cholesterin gebildet – schützt vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, vor Herzinfarkt und Schlaganfall.

Bei 1739 Teilnehmern aus der Framingham Offspring Langzeit-Studie – 55% Frauen – analysierten Forscher der Harvard und Boston Universitäten die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen und stellten fest, dass Probanden mit einem Vitamin D-Serumspiegel (25-dihydroxyvitamin D) im Blut von mehr als 15 ng/mL (Nanogramm pro Milliliter) ein bis zu 80 Prozent geringeres Risiko hatten, an den Herz-Kreislauf-Gefäßen zu erkranken, als Probanden mit einem Vitamin D-Spiegel von 10 ng/mL und weniger. Besonders deutlich war dieser Effekt bei Teilnehmern mit Bluthochdruck.

Prof. Thomas J. Wang, Leiter der Forschungsgruppe sagte dazu in einem Interview: „Wir fanden heraus, dass Leute mit einem Vitamin D-Defizit ein erhöhtes Herzinfarkt-, Schlaganfall- und andere Herz-Kreislauf-Risiken aufwiesen„. (Video zu Interview mit Prof. Wang und andere Infos)

Zum Thema Bluthochdruck bestätigt eine im Februar 2008 online vorab veröffentlichte Harvard-Studie mit 28 886 Frauen mittleren Alters ebenfalls den Zusammenhang von Vitamin D-Versorgung (hier allerdings nur über die Ernährung mit Milchprodukten) und reduziertem Bluthochdruck-Risiko.

(Über ähnliche Ergebnisse hatten wir hier, hier, hier und hier bereits früher berichtet)

Quelle: PubMed

Studien:
Thomas J. Wang et al., Vitamin D Deficiency and Risk of Cardiovascular Disease, Circulation, 2008; 117:503-511, vorab online publiziert: 7. Januar, 2008

Lu Wang et al., Dietary Intake of Dairy Products, Calcium, and Vitamin D and the Risk of Hypertension in Middle-Aged and Older Women, Hypertension. February 7, 2008 (vorab online veröffentlicht)

Höherer Vitamin D-Spiegel – weniger Hüftknochenbrüche 7. Januar 2008

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
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Bei Menschen wächst mit zunehmendem Alter die Sturzgefahr und die Gefahr von Knochenbrüchen, insbesondere Brüche der Hüftknochen mit oft langfristig tödlichen Folgen für alte Menschen. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D senkt das Risiko zu fallen und sich die Hüfte zu brechen.

Dieser Zusammenhang wird jetzt belegt in einer umfassenden statistischen Analyse am National Center for Health Statistics, Maryland, USA.

Eine um fast 29% reduzierte Sturzgefahr , oft mit Knochenbrüchen als Folge, registriert eine weitere Studie bei älteren Frauen mit ausreichendem Vitamin D-Spiegel gegenüber Teilnehmern mit einem Vitamin D-Defizit.

Quelle: PubMed

Studien:
Looker AC, Mussolino ME., Serum 25-hydroxyvitamin d and hip fracture risk in older u.s. White adults. Journal of Bone and Mineral Research, January 2008:23:143-150

R.L. Prince wt al., Effects of ergocalciferol added to calcium on the risk of falls in elderly high-risk women. Arch Intern Med. 2008 Jan 14;168(1):103-8.

Gesundheitsminister: Mehr „Sonnenschein-Vitamin“ für Schwangere 7. Januar 2008

Posted by lbmedien in Schwangerschaft, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D-Mangel, Vitamin D-Winter.
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Das britische Gesundheitsministerium hat in diesen Tagen schwangeren und stillenden Frauen empfohlen, auf eine ausreichende Versorgung mit dem „Sonnenschein-Vitamin“ D zu achten.

Immer mehr Ärzte im Lande berichteten über steigende Vitamin D-Defizite vor allem im „Vitamin D-Winter“ (Oktober bis März), so das Ministerium. Im Sommer reiche eine tägliche Dosis von 15 Minuten Sonnenstrahlen auf Arme, Kopf und Schultern. Im Winter aber falle diese Form der Vitamin D-Bildung im Körper über die Sonne auf der Haut aus und müsse ersetzt werden.

Vitamin D-Mangel bei Schwangeren und stillenden Müttern könne nicht nur zu Knochenschwäche und Missbildung sondern auch zu Wachstumsstörungen und allgemein schlechtem Gesundheitszustand der Babies führen.

(Über wissenschaftliche Studien zu diesem Problem haben wir hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet)

Quelle: Reuters (Nachrichtenagentur)