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Die Bilanz: 2.000:1 für die Sonne 15. Februar 2008

Posted by lbmedien in Besonnung, Sonnenschutz, Sonnenstrahlen, UV-Strahlen, Vitamin D-Mangel.
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Selbst unter ungünstigsten Annahmen (wie etwa der Vermutung, dass UV-Strahlen zu 50 – 90% verantwortlich sein könnten für die Entstehung von Melanomen) kommt eine Studie im Rahmen der weltweiten von der WHO veranlassten Untersuchung von „Krankheits-Lasten“ einzelner externer Risikofaktoren zu dem Ergebnis, dass

  • UV-Strahlen, oder besser: ihr Mißbrauch, nur für 0,1 Prozent aller ermittelten Krankheitsfaktoren verantwortlich sind, aber
  • weit mehr als das Zweitausendfache an Krankheitsfällen durch Sonnenmangel verursacht werden.

Gemessen werden diese „Krankheits-Lasten“ in verlorenen „Krankeits-Lebensjahren“ (disability-adjusted life years – DALYs).

Als Folge (übermäßiger) Besonnung wurde ein Verlust von 1.6 Millionen DALYs weltweit ermittelt. Dabei wurden 9 verschiedene Krankheiten als durch UV-Strahlen verursacht definiert.

Dagegen kam es zu 3,3 Milliarden DALYs allein durch Erkrankungen der Knochen (Rachitis, Osteoporose, Osteomalzie) aufgrund von unzureichender UV-Bestrahlung. Die Autoren der Studie am National Centre for Epidemiology and Population Health, Canberra, Australien, kommen zu dem Schluß, dass „…ein gewisses Maß an Sonnen-Exposition notwendig ist, um Krankheiten zu vermeiden, die durch Vitamin D-Mangel entstehen.

In die Rechnung gingen auch „Sonnenbrände“ mit fast 20% Anteilen an der „Gesamt-Last“ ein, obwohl es dafür so gut wie keine verlässlichen Daten gibt.

Das Verhältnis von 1:2000 zugunsten der Sonne wäre um ein Vielfaches höher, wenn die Studie die neueren wissenschaftlichen Daten zur Risikominderung durch Vitamin D z.B. bei Autoimmunerkrankungen wie Diabetes und MS, bei vielen Krebs-, Herz-Kreislauf- und Virus-Erkrankungen, Bluthochdruck und psychischen Problemen in die Rechnung mit einbezogen hätte. Noch drastischer fiele das Ergebnis aus bei Berücksichtigung der positiven Gesundheitswirkungen, die nicht auf die Vitamin D-Bildung per UV-Strahlen in der Haut sondern die auf Stimmungsaufhellung und allgemeines Wohlbefinden, Wärme und Entspannung zurückzuführen sind.

Frühere Versuche, eine Bilanz zu ziehen aus den negativen und positiven Gesundheitswirkungen der Sonnenstrahlen, kommen daher auch zu noch wesentlich deutlicheren Schlüssen (z.B. hier und hier).

Quelle: PubMed

Studie: Robyn M Lucas et al., Estimating the global disease burden due to ultraviolet radiation exposure, International Journal of Epidemology, vorab online veröffentlicht 14 February,

Kommentare»

1. Achtung Sonne! oder “Here Comes the Sun”? « Sonne-ist-Leben - 8. März 2008

[…] Und dass dieser Preis hoch ist, das wird beharrlich ignoriert, hunderte von Studien aller Methodenrichtungen allein über die verheerenden Vitamin D-Defizite durch ein “zu wenig” an Sonne – vor allem im Vitamin D-Winter – wird mit kuriosen Argumenten schnell vom Tisch gewischt. Die Kosten der Hautkrebs-Behandlung (von Dr. Breitbart auf stolze 3 Mrd. Euro geschätzt) werden nicht etwa den durch Sonnen- und Vitamin D-Mangel entstandenen Gesundheitskosten gegenübergestellt – das würde das “Sonnenbild” der ADP halt auf den Kopf stellen (über eine eben erst veröffentlichte, von der WHO initiierte Studie dazu haben wir berichtet). […]

2. Mit dem Sonnenschein-Vitamin 177 Milliarden Euro sparen! « Sonne-ist-Leben - 17. März 2009

[…] Untersuchungen zum gleichen Thema waren schon zu ähnlich spektakulären Ergebnissen gekommen: hier,  hier und […]

3. Mit dem Sonnenschein-Vitamin 177 Milliarden Euro sparen! | The Make up and Beauty Blog - 29. März 2009

[…] Untersuchungen zum gleichen Thema waren schon zu ähnlich spektakulären Ergebnissen gekommen: hier,  hier und […]


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