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„Sonnenschein-Vitamin“ ohne Sonne? Nahrungsergänzung reicht nicht aus 17. Februar 2008

Posted by lbmedien in Jugendliche, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D-Mangel.
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Ohne Sonne geht es nichtSeit einigen Jahren warnen Wissenschaftler weltweit vor den Folgen des teilweise dramatischen Vitamin D-Mangels. Als eines der ersten europäischen Länder hatte Finnland bereits im Jahre 2003 darauf reagiert: Milch, Milchprodukte und Margarine wurden standardmäßig mit Vitamin D angereichert.

Das Ergebnis ist eher ernüchternd. Eine von der Regierung in Auftrag gegebene Studie an der Universität von Turku mit 142 Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren registrierte eine lediglich miniale Verbesserung des Vitamin D-Spiegels im Blut (Serum 25-hydroxyvitamin D) ein Jahr nach der Einführung der Maßnahme trotz der deutlich erhöhten Zufuhr von Vitamin D durch die Nahrung .

Fazit: Gerade bei Jugendlichen – und besonders in den Wintermonaten – wird eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D über Nahrungsergänzungen nicht erreicht. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass das auf diese Weise zugeführte Vitamin D im Körper anders „verarbeitet“ wird und teilweise auch anders und geringer wirkt als das Vitamin D-Serum, das durch die UV-Bestrahlung der Haut im Körper gebildet wird (80-90% des aktiven Vitamin D wird auf diese Weise erzeugt).

Die Studie belegt einmal mehr, dass ein Ausweg aus dem inzwischen von niemandem mehr bestrittenen, epidemischen Vitamin D-Mangel ohne die UV-Strahlen der Sonne (und wo die fehlt, der „künstlichen Sonne“) nicht möglich sein wird.

Eine gleichzeitig jetzt in Irland erschienene Studie mit gesunden Erwachsenen aus der Stadt Dublin legt ähnliche Schlussfolgerungen nah: Bei den 58% Probanden, die im irischen Winter an Vitamin D-Mangel litten machte die Einnahme von Vitamin D-haltigen Präparaten keinen relevanten Unterschied bei der Bildung von „aktivem“ Vitamin D-Serum (25 (OH) D) im Blut.

Quelle: PubMed

Studien:
Marjo Lehtonen-Veromaa et al., Prospective study on food fortification with vitamin D among adolescent females in Finland: minor effects, British Journal of Nutrition, 14. Februar 2008;:1-6

M. O’Sullivan et al.,  High prevalence of vitamin D insufficiency in healthy Irish adults,  Irish Journal of Medical Science,  15. Februar 2008 (vorab online publiziert).

Kommentare»

1. LR - 26. März 2008

Sehr interessant! Für mich bedeutet dies aber, dass nur die Kombination aus beidem sinnvoll ist. Die Gefahren der UV-Strahlung sind ja schon seit langem bekannt. Wenn der Körper jedoch ausreichend mit Vitalstoffen versorgt wird, sinkt das Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Und um diese ausreichende Versorgung zu erreichen, sollte man schon Nahrungsergänzung zu sich nehmen. Kommt natürlich auch immer darauf an, welche man auswählt.


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