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„Strategie Kindergesundheit“ und Solarienverbot für Jugendliche unter 18 27. Mai 2008

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
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Zu viel oder zu wenige Sonne? Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat heute die „Strategie Kindergesundheit“ der Bundesregierung in einer Pressekonferenz vorgestellt. Dabei ging es um den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor eine Fülle ernsthafter Bedrohungen der Gesundheit von Übergewicht bis zum Koma-Saufen.

Erwähnt wurde dabei auch als Bestandteil dieser Strategie der Gesetzentwurf des Umweltgesetzbuchs, das unter anderem einen Passus zum Verbot von Solariennutzung für Jugendliche unter 18 Jahren enhält. Im 40seitigen Strategiepapier der Ministerin nimmt das Thema einen kurzen Abschnitt ein, der lediglich auf das Gesetzesvorhanen des Umweltministerims verweist.

So weit so gut. Ein Aufreger ist das nicht, hatten doch selbst die Solarienverbände am Runden Tisch Solarien (RTS) vor Jahren schon dieser – eher administrativ als medizinisch begründeten – Regelung zugestimmt.

Dennoch nutzte die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) den aktuellen Anlass und das emotionale und medienwirksame Thema „Kindergesundheit“, um der seit einiger Zeit ins Stocken geratenen Anti-Sonnenbank-Kampagne neuen Schwung zu verleihen. Dass damit der „Kindergesundheit“ unter Umständen eher geschadet als genutzt wird, scheint dabei keine Rolle zu spielen. Wie schon in der Vergangenheit wird dabei wieder mit falschen Zahlen operiert, die einen falschen Eindruck geben von der Dimenstion der Sonnenbank-Nutzung durch Jugendliche. Die Sonnenbank-Nutzung (mindestens einmal pro Monat) liegt bei Jugendlichen unter 18 Jahren nach verschiedenen Studien (auch einer Studie , die vom BfS selbst in Auftrag gegeben wurde) irgendwo zwischen 3 und 7 Prozent. Die Nutzung durch Kinder unter 14 Jahren ist praktisch 0 (Studie des Deutschen Jugendinstituts 2005)

Tatsächlich ist das Thema sehr viel komplexer und komplizierter als die Solariengegner es mit ihrem Tunnelblick gern hätten:

Tatsache ist, dass die Kinder, vor allem aber die Jugendlichen (12-19 Jahre), gleichzeitig zu viel und zu wenig Sonnen- und UV-Strahlen abbekommen. Zahlreiche Studien haben immer wieder nachgewiesen, dass Jugendliche sich in erschreckend hohem Maße (deutlich über 60 Prozent) mindesten einmal, oft aber zweimal und mehr in den Ferien einen Sonnenbrand zuziehen – Jahr für Jahr, mit fatalen Spätfolgen.

Gleichzeitig aber zeigen die Studien auch, dass der moderne Lebensstil Jugendlicher zu einer dauerhaften Unterversorgung mit Sonnenlicht führt, vor allem notwendig für die Bildung des lebenswichtigen Vitamin D zum Schutz vor Rachitis und Osteoporose, Diabetes und Multiple Sklerose, vielen Krebs- und Infektionsarten und psychischen Erkrankungen….

Anders als am Strand, am Gletscher oder am Baggersee, lässt sich die UV-Strahlung im Sonnenstudio kontrollieren und auf die inidviduellen Bedürfnisse des Solarien-Nutzers einstellen. Risiko-Minimierung und Nutzen-Maximierung. Und im Prinzip das optimale Management einer ernsten Gesundheits-Versorgungslücke.

Dass es dennoch so etwas wie einen Konsens gegen „Jugendliche auf der Sonnenbank“ gibt, liegt vor allem an den noch offenen Fragen zur optimalen Dosis an Sonnenstrahlen und dem mangelnden Vertrauen in die Vernunft der Nutzer und Betreiber.

Für eine polemische Generalkampagne gegen die künstliche Besonnung aber taugt das Thema am allerwenigsten. Ein wenig mehr Sachlichkeit! Soviel sollte uns die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen Wert sein.

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Geh aus mein Herz und suche – Sonne 25. Mai 2008

Posted by lbmedien in Forschung, Vitamin D.
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Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D (hier: 1,25 dihydroxyvitamin D3) führt selbst bei salzreicher Kost zu einer deutlich besseren Regulierung der Herztätigkeit und damit zur Vermeidung von Herzmuskelschwäche und Herzinsuffizienz.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschergruppe an der Universität von Michigan, USA, nach umfangreichen Tierversuchen.

Über ähnliche Resultate aus den vergangenen Monaten von internationalen Studien haben wir hier, hier und hier und hier bereits berichtet.

Quelle: PubMed

Studie: P. Mancuso et al., 1,25-Dihydroxyvitamin-D3 Treatment Reduces Cardiac Hypertrophy and Left Ventricular Diameter in Spontaneously Hypertensive Heart Failure-Prone (cp/+) Rats Independent of Changes in Serum Leptin, J Cardiovasc Pharmacol. 15. mai 2008 (vorab online veröffentlicht)

Gene entscheiden über Hautkrebs 24. Mai 2008

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Hautkrebs Gen auf Chromosom

Weniger die Sonne als vielmehr die Gene entscheiden, wer in seinem Leben ein Melanom („schwarzer Hautkrebs“) entwickelt und wer nicht.

Forscher am australischen Queensland Institute of Medical Research (QIMR) und The Translational Genomic Research Institute in den USA haben jetzt ein Gen auf dem Chromosom mit dem Namen 20 (20q11.22) ausgemacht, das offensichtlich das Melanom-Risiko verdoppelt.

Der Leiter der Studie mit Daten von 4.000 Personen über 20 Jahre, Dr Stuart MacGregor:
Wir sind nah dran an der Bestimmung der genetischen Faktoren, die einen von sechs Australiern doppel so anfällig für das Melanom macht.

Quelle: ScienceAltert

Schottland reguliert Solarien 24. Mai 2008

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
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Ein Solarien-Verbot für Jugendliche unter 18 Jahren und ein Verbot von Selbstbedienungs-Studios, das sind die Eckpunkte eines Gesetzentwurfs, der jetzt den Gesundheitsausschuss des schottischen Parlaments passiert hat. Gleichzeitig verabschiedete der Ausschuss einen Strafkatalog für Verstöße gegen diese Regelungen.

Damit ist es mehr als wahrscheinlich, dass noch in diesem Halbjahr ein „Solarien-Gesetz“ für Schottland erlassen wird.

Quelle: BBC

Deutsche sind sonnenhungrig und – unvorsichtig! Angst ist keine Hilfe 23. Mai 2008

Posted by lbmedien in Sonnen-News, Sonnenbrand, Sonnenschutz.
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Vernünftiger Umgang mit Sonnen- udn UV-Strahlen

Noch hat der Sommer garnicht angefangen, schon hat sich jeder fünfte Deutsche 2008 mindestens einen Sonnenbrand zugezogen.

Eine Umfrage im YouGov Panel Deutschland unter 1.000 Bundesbürgern ab 16 Jahren bestätigt einmal mehr die kuriose Beobachtung (über ähnliche Studien aus verschiedenen Ländern haben wir berichtet: hier, hier, hier, hier und hier), dass die Menschen – auch verursacht durch die Angst-Kampagnen einiger Gesundheitsorganisationen – sich einerseits vor den Sonnenstrahlen fürchten, sich gleichzeitig aber im Umgang mit Sonne und UV-Strahlen eher verwirrt als aufgeklärt zeigen.

Über 70 Prozent der Befragten geben an, sich im Sommer pro Woche mehr als zehn Stunden im Freien aufzuhalten, knapp 20 Prozent sogar mehr als 30 Stunden. Dabei geben aber nur 42 Prozent an, konsequent auf Sonnenschutz zu achten. Gleichzeitig aber sorgen sich nach eigenen Angaben 85 Prozent, dass durch die Sonnenstrahlen Hautkrebs entstehen könnte.

Auch hier wieder zeigt sich, dass Kampagnen zur „Verteufelung“ der Sonne bestenfalls wirkungslos, vermutlich aber eher konterproduktiv sind. Sachliche Aufklärung über die vernünftige Balance und die für physische und sychische Gesundheit richtige Dosis an UV-Strahlen in der Natur oder im Solarium wäre dagegen dringend geboten. Angstmache und halbierte Wahrheiten führen lediglich zu irrationalem Verhalten, wie sich in dieser Untersuchung wieder einmal bestätigt.

Quelle: presseportal

Und was die Sonne sonst noch kann…(8) 20. Mai 2008

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UV-Licht enttarnt BakterienWerden die UV-Strahlen nun zum Schrecken aller Putzfrauen?

Mit Hilfe von UV-Licht haben kanadische Wissenschaftler jetzt nachgewiesen, dass bis zu einem Drittel aller Patienten-Toiletten in kanadischen Kliniken nicht ausreichend gereinigt worden waren. Mit Hilfe einer Substanz, die unter UV-Licht leuchtet, konnten Michelle Alfa und ihr Team an Klinken in Manitoba, Kanada, unter anderem gefährliche Durchfall-Bakterien und sogenannte Super-Viren auf den Brillen frisch gesäuberter Toiletten nachweisen.

Es gibt genügend Studien über wirkungsvolle Reinigungs- und Desinfektionsmitte. Aber keine dieser Studien berücksichtigt, ob das Reinigungspersonal auch wirklich die Toiletten vollständig geputzt hat,“ so Michelle Alfa.

Quelle: BiomedCentral

Heiter im Alter mit dem Sonnenschein-Vitamin 20. Mai 2008

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Ältere Menschen leiden häufiger an einem Vitamin D-Mangel – und an Depressionen. Eine holländische Studie zieht jetzt die Verbindung zwischen beiden: Der Vitamin D-Spiegel bei den Studienteilnehmern mit Depression war um 14% niedriger als bei den Teilnehmern ohne Depression.

Depression kann die Folge von Vitamin D-Mangel oder von Ursachen sein, die auch dem Vitamin D-Mangel zugrunde liegen, wie zu wenig Sonnenschein, Kleidung oder Nahrung mit zu wenig Vitamin D. Außerdem kommt es durch Vitamin D-Mangel zu einer Überfunktion der Nebenschilddrüse, die häufig bei Depressionen ein Rolle spielt.
So die Zusammenfassung der Autoren vom VU University Medical Center der Vrije Universiteit Amsterdam.

In der Studie wurden 1.282 Amsterdamer zwischen 65 und 95 Jahren untersucht, von denen 195 unter Depressionen litten.

Die Studie wirf auch ein „aufhellendes“ Licht auf die eher kuriose Diskussion um die „Sonnensucht“ (Tanerexie, frühere Studie dazu). Die stimmungsaufhellende Wirkung der Sonne und der Sonnenbank über die Vitamin D-Bildung macht „süchtig“ – ähnlich wie die der Schokoloade – weil die Menschen in der Tat eine heitere Gemütsverfassung einer Depression vorziehen. Eine Überraschung ist das nicht!

(Über ähnliche Ergebnisse wissenschaftlicher Studien haben wir hier, hier, hier und hier bereits berichtet).

Quelle: Science Daily

Studien:
W.J. Hoogendijk et al., Depression is associated with decreased 25-hydroxyvitamin D and increased parathyroid hormone levels in older adults. Arch Gen Psychiatry, 2008;65[5]:508-512

Eine eben online vorab veröffentlichte, ebenfall holländische Studie zu den kognitiven Fähigkeiten älterer Patienten mit beginnendem Alzheimer kommte zu ähnlichen Ergebnissen:

C. Oudshoorn et al., Higher Serum Vitamin D(3) Levels Are Associated with Better Cognitive Test Performance in Patients with Alzheimer’s Disease. Dement Geriatr Cogn Disord. 2008 May 26;25(6):539-543

„Take Your Hat Off!“ und „Let the Sunshine In!“ 20. Mai 2008

Posted by lbmedien in Sonnen-News, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D-Mangel.
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\Als Joe Cocker seinen Song „You can leave your hat on“ komponierte, war er sich der Zustimmung mancher Dermatologen in ihrem Kampf gegen die Sonne gewiß, ahnte aber noch nicht, dass ihm dereinst der Direktor des Amts für Öffentliche Gesundheit (Director of Public Health) von Tasmanien, der Insel südlich von Australien, im Mai 2008 heftig widersprechen würde.

Nach Jahren militanter Kampagnen gegen jeden Aufenthalt an der Sonne, vor allem zur Mittagszeit, und für das Tragen breitkrempiger Hüte stellt sich jetzt heraus, dass die Bewohner und vor allem die Kinder und Jugendlichen dieser Insel unter einem Vitamin D-Mangel leiden – mit den bekannten weitreichenden Folgen für die Gesundheit.

Also startete jetzt der Gesundheits-Direktor, Roscoe Taylor, eine Gegenampagne unter dem Titel: „Take Your Hat Off!“, mit der die Menschen in Tasmanien angeregt werden sollen, zumindest im Winter (der jetzt Down Under eben beginnt) auch zur Mittagszeit keine Hüte zu tragen, damit die Sonne eine Chance bekommt, die Produktion des lebenswichtigen Vitamin D in der Haut anzustoßen.

Zum Entsetzen der Kosmetik-Industrie, die in der Vergangenheit die Anti-Sonnen-Kampagnen gesponsert hatte, empfahl Taylor auch gleich noch, in dieser Zeit die Sonnencreme wegzulassen. In einem Aufruf an die Eltern der tasmanischen Jugendlichen schreibt Taylor:

„…Es ist jetzt bis in das Frühjahr hinein sicher für die Kinder und Jugendlichen, keine Hüte in der Mittagspause zu tragen. Vitamin D ist wichitg für die Knochengesundheit und für ein starkes Immunsystem und wird im Körper gebildet durch die Sonnenstrahlen auf der Haut. Deshalb sollten die Menschen ihren Vitamin D-Bedarf nicht unnötig durch Sonnenschutz gefährden, wenn es dazu keinen Anlass gibt.

Quelle: Tasmania Government Media Release

Sonnenschutz giftig? 17. Mai 2008

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Sonnencremes stören den HormonhaushaltSonnenschutzmittel sind ins Gerede gekommen. Nicht nur haben Studien in letzter Zeit immer wieder nachgewiesen, dass die Cremes und Lotionen zwar gegen Sonnenbrand nicht aber gegen Hautkrebs schützen (im Gegenteil), jetzt ist auch noch eine öffentliche Diskussion um die Giftigkeit der Inhaltsstoffe in Gang gekommen.

Bestimmte UV-Filter in Sonnencremes und Flammschutzmittel in Textilien bringen den Hormonhaushalt der Menschen durcheinander. Über die Haut gelangen bestimmte hormonaktive Substanzen aus den Sonnenschutzmitteln in den Körper und führen zu Veränderungen der Steuerungsfunktion einiger der etwa 50 verschiedenen Hormone im menschlichen Körper.

In den USA haben jetzt die U.S. Centers for Disease Control (CDC) und deren Environmental Working Group (EWG) Alarm geschlagen und darauf hingewiesen, dass inzwischen – laut einer im März dieses Jahres veröffentlichten Studie – 97 Prozent der Amerikaner zum Beispiel mit der Chemikalie Oxybenzone (4-methoxy-2-hydroxybenzophenone), vergiftet sind, die in Sonnencremes und anderen Kosmetika Verwendung findet. Die Chemikalie wird unter anderem für die Unterentwicklung von Babies bei der Geburt und im Gefolge für eine Reihe chronischer Krankheiten im späteren Leben verantwortlich gemacht.

In der Schweiz hat die Swiss National Science Foundation und das Umweltbundesamt Forscher und Industrie zur Erarbeitung einer „Konsensplattform“ an einen Tisch gebracht. Das Thema hat durch diese Aktivitäten eine neue Dringlichkeit bekommen, nachdem die Diskussion über Jahre eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden war.

Quellen:
http://www.nrp50.ch (Swiss National Sciene Foundation)
http://www.ewg.org/node/26212 (Environmental Working Group)

Foto: Freiöl

Hunde, wollt ihre ewig sonnen? 17. Mai 2008

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Solarium für Hunde (und Katzen)Dass Rennpferde regelmäßig auf ins Solarium traben, hat sich ja herumgesprochen und wir haben auch darüber berichtet.

Mit der Wiederentdeckung der Sonnen- und UV-Strahlen als Quelle von Gesundheit und guter Laune durch die Wissenschaft ist jetzt auch das Solarium auf den Hund gekommen. Was dem Menschen recht ist, ist dem besten Freund des Menschen allemal billig:

Das Sonnenstudio für den Hund (und Katzen sind auch zugelassen).

Der populäre Spiegel-Blog „Ehrensenf“ schreibt dazu:

Bevor Sie sich das folgende Produkt zulegen, sollten Sie sich zwei Fragen stellen: 1. Haben Sie einen Hund oder Katze? 2. Muß das wirklich sein? Jetzt gibt es nämlich eine … Sonnenbank für Vierbeiner. Sunspa, so der Name der Sonnenbank, simuliert Sonnenlicht, das durch ein Fenster strahlt. Angeblich soll das beruhigend und entspannend auf die Tiere wirken.

In Abwandlung der liebevollen Anprache des preußischen Grossen Kurfürsten an seine Soldaten („Hund, wollt ihr ewig leben“) könnte es hier heissen: „Hunde wollt ihr ewig sonnen!“