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Hautkrebs-Erkrankungen nehmen nur noch bei Frauen zu – Überlebenschance steigt auf fast 90 Prozent 3. Juli 2008

Posted by lbmedien in Hautkrebs, Sonnen-News.
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Trends in der Überlebensrate des schwarzen Hautkrebs - Melanom(Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf die abgebildeten Charts)

Horrormeldungen über exponentiell steigende Hautkrebs-Zahlen haben in Deutschland immer Konjunktur. Die Einführung des flächendeckenden, von den Kassen bezahlten Hautkrebs-Screenings war in den letzten Tagen wieder einmal eine Gelegenheit mit der Angst vor dem Hautkrebs die Angst vor der Sonne zu schüren.

Die Tatsachen sehen anders aus! Von dramatischen Anstiegen kann nicht die Rede sein – im Gegenteil.

Eine eben erschienen Studie der Europäischen Krebsorganisation ECCO (European Cancer Organisation) zeigt, dass in Deutschland – ähnlich wie in anderen europäischen Ländern –  inzwischen zumindest bei den Männern die Rate der Erkrankungen am „schwarzen“ Hautkrebs (Melanom) stagniert und die Sterberate zu sinken beginnt (nachdem sie bereits Jahrzehnte lang etwa gleich geblieben war). Der Studie lagen Statistiken von 1994 bis 2005 zugrunde.  Ohnehin gehört das Melanom nicht zu den 10 häufigsten Krebsarten.

Krebsarten im Verglcih weltweit - Inzidenz, MortalitätDass dabei die sonnenreichen Länder Südeuropas eine deutlich niedriger Rate aufweisen als die Nordländer, bestätigt weltweite Untersuchungen  und die Vermutung, dass Menschen, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind, weniger anfällig sind für Hautkrebs und eine höhere Überlebenschance haben im Falle der Erkrankung.

Nicht verwunderlich auch, dass in Ländern mit flächendeckender Einführung eines Hautkrebs-Screenings die Zahl der erkannten Erkrankungen steil ansteigt, während die Todesfälle ebenso steil absinken. Die intensiven Untersuchungen breiter Bevölkerungsteile führen zu sehr viel häufigerer Entdeckung auch geringfügiger Melanome (und auch zu mehr Fehldiagnosen) und treiben so die Statistiken nach oben. Die  Behandlung des fast immer heilbaren Melanoms im Frühstadium verhindert Todesfälle.

Auch in Deutschland ist mit der Einführung des flächendeckenden Hautkrebs-Screenings zum 01. Juli 2008 zunächst ein sprunghafter, Anstieg der Melanom-Erkrankungen in den kommenden Jahren zu erwarten, während die Sterberaten weiter zurückgehen und die Überlebenschancen die derzeitigen 90 Prozent überschreiten werden. Auf diesen „statistischen“ Zusammenhang, der nichts mit der tatsächlichen Entwicklung der Hautkrebserkrankungen zu tun hat, weisen die Autoren der Studie ausdrücklich hin.

Quelle: ScienceDirect

Studie:
H.E. Karim-Kos et al., Recent trends of cancer in Europe: A combined approach of incidence, survival and mortality for 17 cancer sites since the 1990s, European Journal of Cancer, Volume 44, Issue 10, Juli 2008, 1345-1389

Die frühere Studie, aus der das zweite Chart oben stammt,  mit ähnlichen Trendergebnissen:
A. Verdecchia et al.,  Recent cancer survival in Europe: a 2000-02 period analysis of EUROCARE-4 data. Lancet Oncol. 2007 Sep;8(9):784-96

Kommentare»

1. Götz Wippern - 21. Dezember 2010

Ich stehe generell ja auf Beruhigung – auf diese Art von Augenwischerei kann ich aber gut und gerne verzichten. Man muß sich ernsthaft fragen, auf wessen Lohnliste der Verfasser des obengenannten Artikels steht. „…dass Menschen, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind weniger anfällig für Hautkrebs sind und eine höhere Überlebenschance haben..“ Alles klar!! Also Solarium bis zum Abwinken und alles wird gut?! Unverantwortlich, grob fahrlässig und zynisch ist das meiner Ansicht nach. Zumal man annehmen muß, daß es genügend Dumme gibt, die auf diese Bauernfängerei auch noch hereinfallen!!

lbmedien - 16. Februar 2011

Niemand empfhielt einen Unsinn wie „Solarium bis zum Abwinken“! Es ist immer sinnvoll, erst den Inhalt zur Kenntnis zu nehmen und dann erst in die Tasten zu greifen.
Die Studie sagt, was da steht. Da kann man anderer Meinung sein, dann aber begründet.
Tatsache ist, dass regelmäßiges, mäßiges Sonne im Freien oder im Solarium anscheinend das Riskio senkt, zumindest aber nicht erhöht, an einem Mealnom zu erkranken. Das ist schlichter Fakt und wird von niemandem bestritten.


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