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US-Kinderärzte fordern: doppelt so viel „Sonnenschein-Vitamin“ D für Kinder und Jugendliche 17. Oktober 2008

Posted by lbmedien in Jugendliche, Kinder - Babies, Sonnen-News, Vitamin D-Mangel.
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Kinder und Jugendliche sollten doppelt so viel Vitamin D bekommen als bisher, weil das „Sonnenschein-Vitamin“ vielen ernsthaften Krankheiten nicht nur in der Kindheit sondern auch für das spätere Leben vorbeugt. Das ist die Empfehlung der amerikanischen Kinderärzte im Verband der „American Academy of Pediatrics (AAP)„, die in diesen Tagen veröffentlicht wurde und ein breites Echo in den Medien findet.

Allerdings war die offizielle Empfehlung bisher mit 200 IU (Internationale Einheiten) sehr niedrig und allein auf die Verhinderung von Rachitis bei Kindern ausgerichtet.  Ärzteverbände und Gesundheitsorganisationen in anderen Ländern, wie etwa im benachbarten Kanada, haben längst ihre Empfehlungen dem derzeitigen Stand der Wissenschaft angepasst. Auch in Deutschland wurden und werden derzeit Leitlinien für die Behandlung verschiedener Krankheiten in ähnlicher Form angepasst.

Wir verdoppeln die empfohlene tägliche Menge an Vitamin D für Kinder, weil wissenschaftlcihe Forschugen gezeigt haben, dass dies zu lebenslangen Vorteilen für die Gesundheit führt,“ so Frank Greer, Vorsitzender der AAP-Kommission für Erhährung und Mitautor des Reports. „Die meisten Kinder bekommen nicht genug Vitamin D durch Ernährung und Sonnen-Exposition. Daher ist eine Nahrungsergänzung wichtig.“

Ein Interview im US-TV-Sender CNN (in Englisch) mit einem der Autoren, Dr. Ian Smith:

In dem Artikel der Experten zu dieser Empfehlung in der November-Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift „Pediatrics“ wird bereits eine weitere Erhöhung der empfohlenen Dosis in Aussicht genommen, da sich immer deutlicher die präventive Wirkung von Vitamin D für vor allem bei Immunerkrankungen wie Diabetes abzeichne.

Diese Empfehlung der US-Kinderärzte kommt nicht überraschend, obwohl in den USA – anders als z.B. in Deutschland – die Milch ohnehin schon mit Vitamin D angereichert ist.

Antony W. Norman, Doyen der Vitamin D-Forschung

Antony W. Norman, Doyen der Vitamin D-Forschung

Vor einigen Tagen erst hatte einer der führenden internationalen Endokrinologen und Vitamin D-Forscher, Prof. Anthony Norman, ähnliche Forderungen für alle Amerikaner erhoben mit dem Hinweis darauf, dass allein 36 der menschlichen Organe für ihre Steuerung und Funktion auf Vitamin D angewiesen sind. Für den „epidemischen“ Mangel an Vitamin D in den entwickelten Industrieländern machte Norman vor allem den städtischen Lebensstil mit zu wenig Sonne auf der Haut und den überzogenen Gebrauch von Sonnenschutzmitteln verantwortlich.

(Über Vitamin D-Defizite bei Kindern und Jugendlichen hatten wir in den vergangenen Monaten mehrfach berichtet: hier, hier, hier und hier)

Quelle: Science Daily, Washington Post

Studien:
Carol L. Wagner, MD, Frank R. Greer, MD and the Section on Breastfeeding and Committee on Nutrition , Prevention of Rickets and Vitamin D Deficiency in Infants, Children, and Adolescents, Pediatrics Vol. 122 No. 5 November 2008, pp. 1142-1152,

Anthony W. Norman, From vitamin D to hormone D: fundamentals of the vitamin D endocrine system essential for good health, American Journal of Clinical Nutrition, 2008;88(suppl):491S–9S

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