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Pünktlich zum Höhepunkt des „Vitamin D-Winters“: Neue Erkenntnisse zum Durchatmen 24. Februar 2009

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Vitamin D-Mangel schlägt auf die Atemwege

Vitamin D-Mangel schlägt auf die Atemwege

Riesiges Aufsehen und lautes Rascheln im Blätterwald produzierte vor gut zwei Jahren die Studie von Cannell und anderen zur Bedeutung von Vitamin D für Vorbeugung und Therapie der jährlichen Grippewellen vor allem im Spätwinter (Berichte darüber hier und hier).

Jetzt erscheint eine weitere Studie, die nachweist,  dass Vitamin D-Mangel mitverantwortlich ist für die Ausbreitung von Erkältungskrankheiten, vor allem Erkrankungen der oberen Atemwege.

Am Ende des Vitamin D-Winters, der in unseren Breiten von Mitte Okober bis März dauert, ist der Vitamin D-Spiegel im Blut der Menschen in Deutschland auf dem niedrigsten Stand.  Über 70 Prozent der Bevölkerung leidet jetzt unter Vitamin D-Mangel. Die Wintersonne hat nicht die nötige Kraft, das Vitamin D über die Haut im Körper zu bilden.

Die Forscher von der University of Colorado Denver School of Medicine und der Harvard Medical School unter der Leitung von Prof. Adit Ginde kamen beim Vergleich der Daten von 18 883 Teilnehmern am Third National Health and Nutrition Examination Survey aus den Jahren 1988-94 zu dem Ergebnis, dass die Probanden mit einem Vitamin D-Defizit um ein Drittel häufiger an Atemwegserkrankungen litten, als die Menschen mit ausreichender Vitamin D-Versorgung. Bei Asthma-Kranken stieg diese Verhältnis auf das Fünffache.

Unsere Ergebnisse belegen die bedeutende Rolle des Vitamin D in der Vorbeugung und Behandlung von allgemeinen entzündlichen  Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Grippe,“ so Prof. Ginde. „Menschen mit Lungenproblemen wie Asthma oder Empysem leiden ganz besonders unter Entzündungen der Atemwege durch Vitmain D-Mangel.“

Prof. John Cannell, federführender Autor der umfassenden Studien zu Vitamin D und Grippe 2006 und 2008, geht noch deutlich weiter in seinem Newsletter zu diesen Ergebnissen: „Der Wirkmechanismus des Vitamin D bei Infektionen erhöht die körpereigene Produktion von Antibiotika … und bekämpft nicht nur Grippe und Erkältung sondern auch andere saisonale Infektionen, selbst Meningitis, Blutvergiftung oder Lungenentzündung bei Kindern und Erwachsenen„.

Einzige Quelle der Vitamin D erzeugenden UV-Strahlen in den Wintermonaten ist die Sonnenbank mit einem ausreichenden Anteil an UV-B im Strahlenspektrum.  Vitamin D-reiche Nahrung, etwa fetter Fisch oder Milchprodukte, und Nahrungsergänzung können ihren Teil zur Versorgung beitragen, können aber die Sonnenstrahlen nur unzureichend ersetzen.

Quelle: HighWire

Studie: Adit A. Ginde et al,  Association Between Serum 25-Hydroxyvitamin D Level and Upper Respiratory Tract Infection in the Third National Health and Nutrition Examination SurveyArchives of Internal Medicine, Vol. 169 No. 4, 23. February 2009

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Noch einmal: Mit der Sonne lebt man länger 23. Februar 2009

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Das Sonnenschein-Vitamin D3 schützt vor Herzkranzgefäß-Erkrankungen und verlängert das Leben.

Eine österreichische Forschergruppe an der Universität Graz analysierten die Daten von 614 Teilnehmern der Hoorn Studie mit älteren Frauen und Männern, die jeweils in vier Gruppen nach der Höhe des Vitamin D-Spiegels im Blut (25(OH)D) eingeteilt und über durchschnittlich 6 Jahre beobachtet wurden. 51 Teilnehmer starben in dieser Zeit, 20 davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Für die Gruppe mit dem niedrigsten Vitamin D-Wert ergab sich ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an einer beliebigen Krankheit zu sterben. Das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, lag sogar um fast das Fünffache höher. Auch nach Berücksichtigung anderer Enflussfaktoren bieb es bei einem deutlich erhöhten Sterberisiko für die Probanden mit einem Vitamin D-Mangel. Da gerade ältere Menschen sich weniger an der Sonne aufhalten, selten ein Solarium benutzen und die Fähigkeit ihrer Haut zur Vitamin D-Synthese nachlässt, sind die Folgen bei diesen Altersgruppe besonders stark ausgeprägt.

Über ähnliche Ergebnisse hatte die Gruppe um die Professoren Pilz und Dobnig bereits im vergangenen Jahr berichtet.

Quelle:  Newswise

Studie:  S. Pilz , H. Dobnig et al.,  Vitamin D and mortality in older men and women, Clinical Endocrinology  (Oxf), vorab online, 18. Februar 2009 .

Schulnote „1“ im Sonnenbank-Sonnen 23. Februar 2009

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Prüfungsfach Sonnenbank

Prüfungsfach Sonnenbank

Sonnige Zeiten! In England zählt eine gute Note im Fach „Selbst Sonnen“ oder „Selbst Bräunen“ genauso viel im Abschluss-Diplom wie etwa die Note in Mathematik.

Wie werde ich braun auf der Sonnenbank oder mit Selbstbräunern?

Wer nach einem 30stündigem Kurs gelernt hat, mit einer Sonnenbank umzugehen oder sich streifenlos Selbstbräuner aufzutragen,  verbessert seine Chancen auf einen guten Abschluss nicht anders als mit fundiertem Wissen über Dreisatz und Pythagoras. Ausserdem erhält ein Zertifikat „Selbst Bräunen“, vergleichbar etwa mit einem IHK-Abschluss.

Auch Kurse im Töpfern, Tortendekoration und Blumenarrangements werden ähnlich hoch gewertet.

Die Schulbehörden hatten mit dieser Regulierung bildungsunwillige Jugendliche durch praxisnahe Bildungsinhalte bei der (Schul-)Stange halten wollen.  Inzwischen aber meldet die Prüfungsbehörde Ofqual Bedenken an:  „Wir haben angefangen, uns die Frage zu stellen, ob diese Inhalte tatsächlich den gleichen Rang haben sollten wie die wichtigsten Mathematik-Prüfungen“. So die Chefin der Behörde, Isabel Nisbet.

Quelle: The Telegraph

Trotz Warnung: Turbo-Bräune aus der Spritze boomt 21. Februar 2009

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spritze2maedchen-herausforderndTurbo-Bräune ist immer noch gefragt.* Viele Menschen, die sich durch die   millionenschweren Angstkampagnen  einiger Dermatologen-Verbände und Institutionen vom “sanften” und kontrollierten Sonnen auf qualitätsgesicherten Sonnenbänken in “Geprüften Sonnenstudios” abschrecken lassen, greifen stattdessen zu illegalen Drogen, wie der Bräunungs-Spritze Melanotan.

In England schlägt jetzt die Gesundheitsbehörde Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) Alarm. Trotz einer monatelangen Kampagne mit Warnungen vor Schäden am menschlichen Immun- und Herz-Kreislaufsystem durch diese nicht zugelassene Droge boomt der illegale Handel mit der sogenannten “Barbie-Droge”, wie das medizinische Fachorgan British Medical Journal jetzt berichtet.  Die Droge macht, daher der Name, angeblich nicht nur braun, sondern auch schlank und sogar noch potent.

In den klinischen Studien der vergangenen Jahre hatten sich darüber hinaus Übelkeit und Erbrechen, Bluthochdruck und “fliegende Hitze” bei Testpersonen gezeigt.

(Wir hatten in den letzten Monaten bereits hier und hier über dieses Phänomen berichtet. Nähere Informationen hier).

In Deutschland dürfte die Situation kaum anders aussehen. Entsprechende Untersuchungen gibt es allerdings noch nicht.

Quelle: BBC

*Das bestätigt auch eine aktuelle Repräsentativumfrage des mind`s research Instituts. Danach finden 81 Prozent der Deutschen eine braune Haut „gut“ oder „sehr gut“ – unverändert gegenüber den gleichen Umfragen in 2002 und 2005.

Die Filetierung des Umweltgesetzbuchs hat begonnen – Kommt jetzt das „Solariengesetz“? 20. Februar 2009

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gabriel_bmu guttenbergNach dem Scheitern des Umweltgesetzbuchs vor allem am      Widerstand der CSU sollen nun einzelne Bestandteile des „Buchs“ separat auf den Weg gebracht werden.

Bereits Anfang März sollen die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) eingebrachten Gesetzentwürfe zum Naturschutz- und Wasserschutzrecht vom Bundeskabinett beschlossen werden, wie dpa heute meldet.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch ein „Solariengesetz“ noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg gebracht wird. Allerdings ist der Widerstand in der CSU und in Teilen der CDU und FDP gegen ein Solarienverbot für Jugendliche unter 18 Jahren nach wie vor groß.

Ergebnis offen!

Quelle: dpa

Auch Parlamentarier wollen auf die Sonnenbank 19. Februar 2009

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Mehr Sonne ins Parlament

Mehr Sonne ins Parlament

Einen BILD-Sturm der Entrüstung verursachten die Pläne des EU-Parlaments, den Wellnessbereich des Hauses zu erneuern und zu erweitern – mit Fitness-Räumen, Solarien und Saunen. Der eigentliche Auslöser war die voraussichtliche Überschreitung der Kostenvoranschläge um praktisch das Doppelte.

Nach dem Motto, wenn es uns schon nicht gut geht, dann sollt ihr auch nicht sonnen und saunen – schon lange nicht auf unsere Steuerkosten – feierte daraufhin der Populismus fröhliche Urstände und fand ein Forum in den Medien, die für sich nun einmal die Lufthoheit über den Stammtischen reklamieren. Dabei hatte das Parlaments-Präsidium die Pläne längst zurückgestellt.

Quelle: BILD

Mit Bikini und Sonnenbräune für die Atomlobby 18. Februar 2009

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miss-atom1Wenn Sie wollen und wenn ihr Herz für die Atomindustrie schlägt, können Sie sich bis Anfang März an der Wahl der „Miss Atom“ beteiligen. Die russische Atomlobby macht`s möglich.

Auf den PR-Seiten der russischen Atomindustrie www.nuclear.ru findet ein weltweites Casting strahlender Schönheiten in Bikini und Abendkleid statt. Herzerwärmend zum Beispiel Alyona Kirsanova, wie sie einer Nymphe gleich dem wundersam reinen Quell- pardon: Kühlwasser einer Atomanlage entsteigt, braungebrannt im knappen Bikini. Atommeiler als Sonnenbank-Ersatz?

Während sich hierzulande die Atomlobby mühsam durch die Berliner Vorhöfe der Macht quält, haben die russischen Kollegen den interaktiven Charme des Social Media Marketing für sich entdeckt. Zweifellos der attraktivere Weg zu Laufzeitverlängerung.  Zumal das Atom-Casting Jahr für Jahr stattfinden soll – bis es Zeit wird für die Endlagerung im Pin-Up-Kalender der Halbwertzeiten.

Quelle: Telepolis

Im Internet: missatom.nuclear.ru

Raucher raus aus der Sonne – keine Zigaretten auf der Sonnenbank! 18. Februar 2009

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mouse-smokingWer raucht und sich dabei den UV-Strahlen der Sonne aussetzt, läuft Gefahr, an einem Bronchialkarzinom zu erkranken.  Zumindest ist das bei Mäusen der Fall, wie eine Forschergruppe um Prof. Francesco d’Agostini an der Universität von Genua herausfand.

Die Wissenschaftler setzten junge Mäuse regelmäßig den Inhaltsstoffen von  Zigarettenrauch aus. Wie erwartet bildeten sich in den Lungen der Tiere Vorstufen von Tumoren.

Bronchialtumore entwickelten sich aus diesen Vorstufen jedoch nur, wenn die Mäuse zusätzlich mit ultraviolettem Licht bestrahlt wurden. UV-Licht allein – ohne den Zigarettenrauch – dagegen führte in keinem Fall zur Tumorbildung.

Micale RT, D’Agostini F, Steele VE, La Maestra S, De Flora S., Budesonide and phenethyl isothiocyanate attenuate DNA damage in bronchoalveolar lavage cells of mice exposed to environmental cigarette smoke., Curr Cancer Drug Targets. 2008 Dec;8(8):703-8

Mangel an Sonnenschein-Vitamin bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes 1 10. Februar 2009

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75 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes 1 leiden unter einem Mangel an Vitamin D.
Da ist das Ergebnis einer Studie mit 130 Jugendlichen am Joslin Diabetes Center der Harvard Universität in Boston, USA.

Darüber hinaus warnen die Forscher davor, dass der ohnehin durch die Krankheit belastete Knochenstoffwechsel bei anhaltendem Vitamin D-Defizit zu Knochenbrüchen und Osteoporse führen könnte.

Quelle: PubCrawler

Studie:  B.M. Svoren et al., Significant vitamin D deficiency in youth with type 1 diabetes mellitus, Journal of Pediatrics, Jan 2009;154(1):132-4

…und noch eine Bestätigung: Sonnenlicht gegen Brustkrebs 7. Februar 2009

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Wie schon im vorigen Posting noch einmal eine Studie, die eine bedeutende Rolle der Sonne und ihrer UV-Strahlen für die Vorbeugung von Brustkrebs unterstreicht:

Frauen, die sich weniger als 30 Minuten täglich in Freien aufhalten haben ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko, an Bruskrebs zu erkranken, im Vergleich zu Frauen mit mehr als zwei Stunden Tätigkeit bei Tageslicht und an der Sonne.

Mit den Daten von 71,662 gesunden Teilnehmerinnen der Women’s Health Initiative Observational Study (WHIOS) aus den Jahren 1993-1998 verfolgten die Forscher aus unterschiedlichen Regionen der USA die Brustkrebs-Diagnosen im Verlauf von knapp neun Folgejahren. Die Zahl der Brustkrebsfälle waren – anders als erwartet –  in den nördlichen Staaten der USA nur geringfügig höher als in den südlichen Staaten. Tatsächlich erwies sich das Nord-Süd-Gefälle nicht als verlässlicher Anhaltspunkt für die Bildung  von, und die Versorgung mit Vitamin D.

Die Frage nach dem Aufenthalt an der Sonne dagegen zeigte sich als ein wichtiger Hinweis auf die unterschiedlichen Risiken einer Brustkrebserkrankung.  Je länger der tägliche Aufenthalt im Freien, desto geringer das Risiko an diesem Krebs zu erkranken.

Quelle: HighWire

Studie:  Amy E. Millen et al., Incident Invasive Breast Cancer, Geographic Location of Residence, and Reported Average Time Spent Outside, Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention, vorab online publiziert, 3. Februar 2009