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Die Dicken und die Alten bekommen zu wenig Sonne 6. Mai 2009

Posted by lbmedien in Sonnenschein-Vitamin, sun exposure, Vitamin D-Mangel.
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Mehr Sonne für die Dicken

Mehr Sonne für die Dicken

Dass Übergewichtige oft unter einem Vitamin D-Magel leiden ist bekannt. Die Erklärung bisher: Das fettlösliche Vitamin lagert sich im Fettgewebe ab und wird bei Übergewichtigen nicht ausreichend wieder freigesetzt.

Jetzt ist eine Studie mit einer sehr viel einfachere Erklärung erschienen:  Dicke gehen – genau wie ältere Menschen – weniger an die Sonne, bilden also auch weniger Vitamin D über die Haut. Das führt zu vielen der chronischen Krankheiten, die sowohl für übergewichtige wie für alte Menschen typisch sind.

Nachtrag: 17.05.09

Nicht nur schwankt der Vitamin D-Spiegel – 25 (OH)D –  im Blut dicker Menschen stärker als die Norm sondern auch die unmittelbar wirksame Form des Vitamins oder hier besser: Hormons, 1,25-dihydroxyvitamin D, das im Körper normalerweise „nach Bedarf“ in der Niere produziert und daher auch über die Jahreszeiten hinweg eher konstant gehalten wird, schwankt bei Übergewichtigen zusammen mit der Vorform des im Körper verfügbaren Vitamin D, 25 (OH)D.

Diese Entdeckung des bekannten norwegischen Vitamin D-Forschers Johan Moan und Kollegen am Rikshospitalet-Radiumhospitalet Medical Centre, Oslo, unterstreicht die besondere Gefährdung übergewichtiger Menschen durch Vitamin D-Mangel vor allem in den sonnenarmen Jahreszeiten.

Quelle: NewsWise

Studien:
M. Kull et al., Body mass index determines sunbathing habits: implications on vitamin D levels. Intern Med J. 2009 Apr;39(4):256-8

J. Moan et al., Seasonal variation of 1,25-dihydroxyvitamin D and its association with body mass index and age. J Steroid Biochem Mol Biol. 2009 Feb;113(3-5):217-21

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Autismus durch Vitamin D-Mangel? 6. Mai 2009

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
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Ist der wachsende Vitamin D-Mangel in den hochentwickelten Ländern eine Ursache für die steigende Anzahl einer Entwicklungsstörung mit Wahrnehmungs- und Informationsblockaden im Gehirn, die noch weitgehend unerforscht ist: Autismus? (Wir hatten schon in 2007 darüber berichtet)

Die Diskussion um einen Zusammenhang zwischen dem „Sonnenschein-Vitamin D3“ und Autismus wurde jetzt wieder belebt durch ein Studie aus dem US-Staat Minnesota, die ihrerseit ein schwedischen Studie aus dem vergangenen Jahr bestätigt:

Bei den 60.000 Einwanderern aus Somalia in Minnesota stellte sich nach einigen Jahren ein damatischer Anstieg der Autimusfälle bei neugeborenen Kindern heraus. Wie in der schwedischen Studie lag die Zahl der autistischen Kinder ungefähr vier bis fünf mal höher als in der übrigen Bevölkerung des Staates. Die Somalis kannten in ihrer Heimat die Krankheit garnicht und hatten nicht einmal einen Begriff dafür.

Die Vermutung der Forscher:  Sonnenmangel. In ihrer neuen Heimat scheint die Sonne deutlich weniger und weniger intensiv, so dass die Vitamin D-Bildung über die stark pigmentierte Haut nicht ausreichte für eine angemessene Versorgung vor allem bei Schwangeren.

Während in unseren Breiten die hellhäutige Bevölkerung im Hochsommer an der Sonne etwa 1.000 IU (Internationale Einheiten) pro Minute in der Haut bildet, in etwas ein Tagesbedarf, liegt dieser Wert bei Menschen mit dunklerer Haut wesentlich niedriger.

Obwohl die Bedeutung des „Sonnenschein-Vitamins“ für die Entwicklung des Gehirns seit langem bekannt ist, sind diese Studien vorläufig eher „intelligente Vermutungen“, die noch durch weitere Untersuchungen bestätigt werden müssen.

Quelle: Scientific American

Studien:
Barnevik-Olsson M, Gillberg C, Fernell E., Prevalence of autism in children born to Somali parents living in Sweden: a brief report. Developmental Medicine and Child Neurology. 2008 Aug;50(8):598-601.

J.J. Cannell, Autism and vitamin D.  Med Hypotheses. 2008;70(4):750-9.

Sonnenschein-Vitamin gegen die Schweinegrippe? 6. Mai 2009

Posted by lbmedien in Sonnen-News, Vitamin D-Mangel.
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Dr. mark Sorenson

Dr. Marc Sorenson

Einer der bekanntesten Gesundheitsgurus in den USA,  Dr. Marc Sorensen, stellt angesichts der Schweinegrippen-Hysterie die naheliegende Frage:

„Warum liest man nirgendwo in den Medien die Überschrift: Regierung verteilt Vitamin D gegen die Schweingrippen-Pandämie?”

Naheliegend, weil seit einigen Jahren bekannt ist (wir hatten z.B. hier, hier, hier und hier darüber berichtet), dass Vitamin D bei der Regulierung der Immunreaktion gegen die Grippe-Viren eine bedeutende Rolle spielt. Ob das auch bei der Schweinegrippe gilt, müsste sicher erst noch durch Studien belegt werden, aber Dr. Sorensen weist nicht zu Unrecht darauf hin, dass man so lange schließlich nicht warten könnte und man mit Vitamin D eines der billigsten Mittel überhaupt zur Verfügung hätte, das auch in hoher Dosierung keinen Schaden anrichten könnte.

Was Sorensen nicht erwähnt: Noch billiger ist die Frühlingssonne, wenn ihre Strahlen auch noch schwach sind, reicht ein kurzes Sonnenbad in der Regel für ein ausreichende Vitamin D-Produktion auch in diesen Tagen schon aus. Wer regelmäßig ein Solarium besucht, hat da ohnehin genug getan.

Quelle:  „Vitamin D: Our best protection against swine flu?“