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Probleme in der Schwangerschaft durch Vitamin D-Mangel 27. Mai 2009

Posted by lbmedien in Forschung, Schwangerschaft, Vitamin D-Mangel.
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pregnant-istockphotoEin Vitamin D-Mangel während der Schwangerschaft ist wahrscheinlich mit verantwortlich für zwei verhältismäßig häufig während der Schwangerschaft auftretende Erkrankungen:  Präeklampsie oder Schwangerschaftshypertonie und Scheideninfektionen, die beide die Gefahr einer Frühgeburt erhöhen.

Ein Forscher-Team am Norwegischen Institut für Öffentliche Gesundheit in Oslo bestätigte jetzt frühere Untersuchungen zum Zusammenahng von Vitamin D-Mangel und Präeklampsie.  Bei der Analyse der Daten von 23.423 jungen Frauen mit einer ersten Schwangerschaft aus der Norwegian Mother and Child Cohort Study stellte sich heraus, dass die Frauen mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung durch die Zufuhr von 20-30 Mikrogramm täglich ihr Risiko, an einer Präeklampsie zu erkranken, um mehr als 25 Prozent reduzieren konnten.

Um etwa 65 Prozent erhöht sich das Risiko schwangerer Frauen mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut (<20 nmol/L), an einer bakteriellen Scheidenentzündung (Vaginose) zu erkranken.  Vitamin D veranlasst die Bildung von antibakteriell wirkenden Molekülen im Körper.

Forscher an der Universität von Pittsburgh, unter Leitung von Prof.  Lisa M. Bodnar, untersuchten 469 schwangere Frauen.  93 Prozent der Frauen mit einer bakteriellen Vaginose wiesen einen zu niedrigen Vitamin D-Spiegel auf. Insgesamt zeigte sich, dass die Wahrschienlichkeit an dieser Infektion zu erkranken kontinuierlich zunimmt bei abnehmendem Vitamin D-Spiegel.

Prof. Bodnar warnt allerdings die Frauen vor übertriebener Einnahme von Vitamin D-Präparaten wegen möglicher Nebenwirkungen von Überdosierungen. Eine Überdosierung kann allerdings bei der Vitamin D-Syntheses in der Haut durch UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium nicht entstehen, da der Körper die „Produktion“ von Vitamin D bei Erreichen eines gesunden Serum-Spiegels einfach einstellt.

Quelle: HighWire/ScienceDaily

Studien:
M. Haugen et al.,  Vitamin D Supplementation and Reduced Risk of Preeclampsia in Nulliparous WomenEpidemiology, 15. Mai 2009 (online vorab publiziert)

Lisa M. Bodnar et al.,  Maternal Vitamin D Deficiency Is Associated with Bacterial Vaginosis in the First Trimester of PregnancyJournal of Nutrition,  Vol. 139, No. 6, 1157-1161, June 2009

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Stoppt Vitamin D den Krebs im frühesten Stadium? 27. Mai 2009

Posted by lbmedien in Forschung, Vitamin D.
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Garland-Cedric-F

Prof. Cedric F. Garland

Kann das Sonnenschein-Vitamin D den Krebs schon in seiner frühesten Entwicklungsphase stoppen?

Die von zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu Vitamin D und seinen Wirkweisen weltweit renommierte Forschergruppe um Professor Dr. Cedric Garland am Moores Cancer Center der University of California in San Diego hat ein Entwicklungsmodell für die Entstehung von Krebs vorgeschlagen, mit dem die korrigierende Wirkung von Vitamin D bei der „Entgleisung“ entarteter Zellen nachgewiesen werden könnte.

Der erste Schritt bei der Entwicklung von Tumoren ist der Verlust der Verbindung von, und des Austauschs zwischen einzelnen Zellen. Grund dafür ist unter anderem ein Vitamin D- und Kalzium-Mangel, “ so Prof. Garland. Dieser Verlust sei der wesentliche Grund für die „Machtergreifung“ der Krebszellen.

Die Verbindung von Vitamin D und zahlreichen Krebsarten sei in mehr als 200 epidemologischen und 2.500 Labor-Studien belegt.

Die Forscher vermuten, dass der Krebs bereits in seiner ersten Entwicklungsphase durch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D gestoppt werden kann.   Garland, laut EurekAlert:  „Vitamin D könnte die erste Stufe der Krebsentwicklung anhalten, indem die verlorengegangenen Verbindungen zwischen den entarteten Zellen mit einem funktionierenden Vitamin D-Rezeptor wiederhergestellt werden.“

Das Modell (DINOMIT) wird in diesen Tagen in der internationalen Fachzeitschrift  Annals of Epidemiology vorgestellt.

In einem ausführlichen Video präsentiert Prof. Garland selbst sein Modell:

Quelle: EurekAlert

Studie:  Cedric F. Garland et al.,  Vitamin D for Cancer Prevention: Global Perspective Annals of Epidemiology, 2009 Jul;19(7):468-83.

„Vitamin D ist im Moment das wichtigste, spannendste Thema …“ 27. Mai 2009

Posted by lbmedien in Sonnen-News, Vitamin D.
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Fetter Fisch - hilfreich aber nicht ausreichend

Fetter Fisch - hilfreich aber nicht ausreichend

Vitamin D. Das ist im Moment das wichtigste, spannendste Thema innerhalb der Ernährungsforschung, der Ernährungsmedizin.“ So zitiert Deutschland Radio den  Experten vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, Dr. Bernhard Watzl, bei einer Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zur jüngsten Ausgabe des „Ernährungsberichts“.

Dr. Watzl wies dabei auf das doppelte Dilemma bei der Versorgung mit Vitamin D hin:  Einerseits sei Vitamin D nur in ganz wenigen Nahrungsmitteln enthalten, andererseits stehe aber die Hauptquelle, die UV-Strahlen der Sonne, „nur ungefähr sechs Monate (zur Verfügung), weil auf der Position, wo Deutschland auf der Weltkugel liegt haben wir nur sechs Monate genügend UV-Strahlung da, damit die Prozesse in der Haut dann auch wirklich induziert werden können. Und die anderen sechs Monate fehlt die Sonnenstrahlung. Wenn Sie ihre Haut eincremen mit einem Hautschutzfaktor 8 oder mehr, verhindern sie auch im Sommer die Vitamin-D-Bildung in der Haut. Und wenn ich mich sehe, komme morgens hier her, gehe abends nach Hause auch im Sommer – keine Vitamin D Bildung.

Wie wir heute zunehmen wüssten, stünden „verschiedenen Krankheiten, also Kreislauferkrankungen oder Dickdarmkrebs aber vor allem auch Autoimmunkrankheiten, in einem engen Zusammenhang …. mit der Versorgung des Körpers an Vitamin D.“  Als  Beispiele nannte er die Multiple Sklerose und die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, aber auch Krebs,  Herzkreislauferkrankungen und Tuberkulose.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt derzeit noch, täglich fünf Mikrogramm Vitamin D über die Nahrung aufzunehmen. Bernhard Watzl und seine Kollegen diskutieren zurzeit, ob diese empfohlene Tagesmenge verfünffacht werden sollte. Ein Menge, die über Ernährung kaum zu erreichen ist, sondern lediglich durch Nahrungsergänzung oder auf natürliche Weise durch regel-mäßige Besonnung im Freien (von April bis September) oder im Solarium.

Quelle:  Deutschland-Radio