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Vitamin D schützt vor Darmkrebs – aber wie? 16. Juli 2009

Posted by lbmedien in Darmkrebs, Forschung, Sonnenschein-Vitamin.
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Seit langem ist die schützende Wirkung von Vitamin D3 bei Darmkrebs bekannt.  Aber wie genau diese Wirkung erzeugt wird und ob Vitamin D in der Therapie gegen den Krebs einesetzt werden kann, ist noch überwiegend offen.

Eine spanischen Forschergruppe ging dieser Frage nach und entdeckte einen komplexen Wirkungszusammenhang:  Die biologisch aktive Form von Vitamin D (1α,25-dihydroxyvitamin D3) aktiviert ein Gen, das wiederum  ein Protein stimuliert mit der Bezeichnung Cystatin D. Dieses Protein bremst zumindest in Laborversuchen das Wachstum von Darmkrebszellen . Die Krebszellen teilten sich seltener, verloren ihre Beweglichkeit und schalteten Gene ab, die das Krebswachstum fördern.

Auf diesem „Umweg“ wirkt Vitamin D3 als Tumorsuppressor. Ein weitere Schritt in der Nachweiskette für die krebsverhindernde Wirkung des „Sonnenschein-Vitamins“. (Über Studien zu diesem Thema haben wir hier, hier, hier und hier berichtet.)

Quelle: MedWire

Studie:  Silvia Álvarez-Díaz et al.,  Cystatin D is a candidate tumor suppressor gene induced by vitamin D in human colon cancer cells, Journal of Clinical Investigation, July 2009, online vorab veröffenlticht.

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Mal wieder: Sonne macht geistig fit 16. Juli 2009

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
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schlau-kleinWer regelmäßig die Sonne oder das Solarium – in Maßen – genießt und damit seinen Vitamin D-Bedarf ausreichend deckt kann in der Regel besser denken und schneller und geschickter reagieren als „Sonnen-Muffel“.

Getestet haben das amerikanische Forscher der Tufts Universität in Boston jetzt an rund 1.000 älteren Menschen und fanden frühere Untersuchungen bestätigt (Wir berichteten hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier). Sie untersuchten den Vitamin D-Spiegel im Blut der Teilnehmer und führten dann umfangreiche Intelligenz- und neurologische Tests mit ihnen durch.

Das Ergebnis war eindrucksvoll: In den meisten Test-Kategorien schnitten die Teilnehmer mit dem höchsten Vitamin D-Spiegel zum Teil doppelt so gut ab wie Teilnehmer mit einem besonders niedrigen Vitamin D Gehalt im Blut.

Vor allem, wenn es darum ging, Aufgaben schnell zu erfassen und geschickt zu managen, zeigte sich dieser Unterschied besonders deutlich.

Auch wenn alle anderen Faktoren ausgeschlossen wurden, die Auffassungsgabe und Reaktionsschnelligkeit beeinflussen könnten, blieb das Resultat gleichermaßen positiv für die Menschen mit ausreichend „Sonnenschein-Vitamin“.

Kleiner Tropfen Wasser in den Wein: Die Gedächtnisleistung scheint sich durch die Sonne bzw. das Vitamin D nicht wesentlich zu verbessern.

Eine erschreckende Erkenntnis am Rande: allein 65 Prozent der Studien-Teilnehmer litten unter einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung.

Quelle:  Science Daily
Foto: iStockphotos

Studie:  Katherine L. Tucker et al.,  Vitamin D Is Associated With Cognitive Function in Elders Receiving Home Health Services, The Journals of Gerontology Series A: Biological Sciences and Medical Sciences 2009 64A(8):888-895