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Forscher machen Sonnenmangel für Asthma und Allergien bei Kindern und Jugendlichen verantwortlich 8. Mai 2009

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Die alarmiernde Zunahme von Asthma bei Kindern und Jugendlichen wird augenscheinlich mit verursacht durch neue Lebensgewohnheiten mit immer weniger Freizeit an der frischen Luft, häufigeren Einsatz von Sonnenschutzmitteln und dadurch einer Unterversorgung mit Vitamin D, dem „Sonnenschein-Vitamin„.

Diesen Schluss ziehen Forscher der Harvard Universität und Bostoner Kliniken in einer Untersuchung des Vitamin D-Mangels bei Asthma-kranken Kindern im mittelamerikanischen Costa Rica.

Von den 616 untersuchten Kindern und Jugendlichen mit Asthma litten etwa etwa ein Drittel an einem Vitamin D-Defizit. Je höher der Vitamin D-Spiegel im Blut war, desto seltener mussten entzündungshemmende Medikamente verabreicht werden und umso seltener wurden die Kinder in ein Krankenhaus eingewiesen.

Mit einem völlig anderen Ansatz kamen kürzlich Forscher von derVanderbilt University School of Medicine, Nashville, Tennessee, zu ähnlichen Ergebnissen, also sie mehr als 95.000 Kinder untersuchten, die zwischen 1995 und 2000 zur Welt kamen.

Demnach war das Asthma-Risiko bei denjenigen, die im Dezember oder Januar gezeugt und dann ungefähr vier Monate vor dem Höhepunkt der jährlichen Erkältungs- und Grippewellen des Winterhalbjahrs geboren wurden, um 30 Prozent erhöht. In anderen Worten, der saisonal bedingte Vitamin D-Mangel führt zu eine Schwächung des Immunsystems der Mütter  und damit auch der Neugeborenen in den ersten Lebensmonaten.

Die Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hatte erst kürzlich die Lungenärzte auf diesen Zusammenahng hingewiesen.

Quelle:  HealthDay News/ÄrzteZeitung

Studien:
John M. Brehm et al., Serum Vitamin D Levels and Markers of Severity of Childhood Asthma in Costa Rica, American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine Vol 179. pp. 765-771, (2009)

Wu Pingsheng et al., Evidence of a Causal Role of Winter Virus Infection during Infancy in Early Childhood Asthma, American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine Vol 178. pp. 1123-1129, (2008)

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Pünktlich zum Höhepunkt des „Vitamin D-Winters“: Neue Erkenntnisse zum Durchatmen 24. Februar 2009

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Vitamin D-Mangel schlägt auf die Atemwege

Vitamin D-Mangel schlägt auf die Atemwege

Riesiges Aufsehen und lautes Rascheln im Blätterwald produzierte vor gut zwei Jahren die Studie von Cannell und anderen zur Bedeutung von Vitamin D für Vorbeugung und Therapie der jährlichen Grippewellen vor allem im Spätwinter (Berichte darüber hier und hier).

Jetzt erscheint eine weitere Studie, die nachweist,  dass Vitamin D-Mangel mitverantwortlich ist für die Ausbreitung von Erkältungskrankheiten, vor allem Erkrankungen der oberen Atemwege.

Am Ende des Vitamin D-Winters, der in unseren Breiten von Mitte Okober bis März dauert, ist der Vitamin D-Spiegel im Blut der Menschen in Deutschland auf dem niedrigsten Stand.  Über 70 Prozent der Bevölkerung leidet jetzt unter Vitamin D-Mangel. Die Wintersonne hat nicht die nötige Kraft, das Vitamin D über die Haut im Körper zu bilden.

Die Forscher von der University of Colorado Denver School of Medicine und der Harvard Medical School unter der Leitung von Prof. Adit Ginde kamen beim Vergleich der Daten von 18 883 Teilnehmern am Third National Health and Nutrition Examination Survey aus den Jahren 1988-94 zu dem Ergebnis, dass die Probanden mit einem Vitamin D-Defizit um ein Drittel häufiger an Atemwegserkrankungen litten, als die Menschen mit ausreichender Vitamin D-Versorgung. Bei Asthma-Kranken stieg diese Verhältnis auf das Fünffache.

Unsere Ergebnisse belegen die bedeutende Rolle des Vitamin D in der Vorbeugung und Behandlung von allgemeinen entzündlichen  Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Grippe,“ so Prof. Ginde. „Menschen mit Lungenproblemen wie Asthma oder Empysem leiden ganz besonders unter Entzündungen der Atemwege durch Vitmain D-Mangel.“

Prof. John Cannell, federführender Autor der umfassenden Studien zu Vitamin D und Grippe 2006 und 2008, geht noch deutlich weiter in seinem Newsletter zu diesen Ergebnissen: „Der Wirkmechanismus des Vitamin D bei Infektionen erhöht die körpereigene Produktion von Antibiotika … und bekämpft nicht nur Grippe und Erkältung sondern auch andere saisonale Infektionen, selbst Meningitis, Blutvergiftung oder Lungenentzündung bei Kindern und Erwachsenen„.

Einzige Quelle der Vitamin D erzeugenden UV-Strahlen in den Wintermonaten ist die Sonnenbank mit einem ausreichenden Anteil an UV-B im Strahlenspektrum.  Vitamin D-reiche Nahrung, etwa fetter Fisch oder Milchprodukte, und Nahrungsergänzung können ihren Teil zur Versorgung beitragen, können aber die Sonnenstrahlen nur unzureichend ersetzen.

Quelle: HighWire

Studie: Adit A. Ginde et al,  Association Between Serum 25-Hydroxyvitamin D Level and Upper Respiratory Tract Infection in the Third National Health and Nutrition Examination SurveyArchives of Internal Medicine, Vol. 169 No. 4, 23. February 2009

Raucher raus aus der Sonne – keine Zigaretten auf der Sonnenbank! 18. Februar 2009

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mouse-smokingWer raucht und sich dabei den UV-Strahlen der Sonne aussetzt, läuft Gefahr, an einem Bronchialkarzinom zu erkranken.  Zumindest ist das bei Mäusen der Fall, wie eine Forschergruppe um Prof. Francesco d’Agostini an der Universität von Genua herausfand.

Die Wissenschaftler setzten junge Mäuse regelmäßig den Inhaltsstoffen von  Zigarettenrauch aus. Wie erwartet bildeten sich in den Lungen der Tiere Vorstufen von Tumoren.

Bronchialtumore entwickelten sich aus diesen Vorstufen jedoch nur, wenn die Mäuse zusätzlich mit ultraviolettem Licht bestrahlt wurden. UV-Licht allein – ohne den Zigarettenrauch – dagegen führte in keinem Fall zur Tumorbildung.

Micale RT, D’Agostini F, Steele VE, La Maestra S, De Flora S., Budesonide and phenethyl isothiocyanate attenuate DNA damage in bronchoalveolar lavage cells of mice exposed to environmental cigarette smoke., Curr Cancer Drug Targets. 2008 Dec;8(8):703-8

Schon unsere Urahnen erkrankten durch Mangel an „Sonnenschein-Vitamin“ 10. Dezember 2007

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Homo erectus Tuberkulose durch Vitamin d-MangelSchon vor 500.000 Jahren scheinen die ersten Einwanderer aus Afrika nach Europa, der sog. Homo erectus, unter Infektionskrankheiten wie etwa der Tuberkulose gelitten zu haben.

Der Grund, so vermuten Wissenschaftler einer multinationalen Forschergruppe um den Anthropologen John Kappelmann von der Universität Texas:
Die Urmenschen jener Zeit waren noch auf ihrem Wanderzug von Afrika in den Norden. Aus dem sonnigen Süden kommend war der Homo erectus noch dunkelhäutig und konnte dadurch nur wenig Vitamin D produzieren, da das dunkle Hautpigment Melanin die ultravioletten Strahlen der Sonne blockiert. Die UV-Strahlung ist zu etwa 90 Prozent verantwortlich
für die Produktion von Vitamin D in der menschlichen Haut, das dem Immunsystem bei der Abwehr von Infektionen hilft. Auf den Weg in den Norden, wo die Intensität der UV-Strahlen geringer ist, fiel dieser Mangel besonders stark ins Gewicht.

Die Forscher hatten Spuren einer Tuberkulose-Erkrankung bei einem Schädel eines Urmenschen, eines jungen Mannes, der Art Homo erectus aus einer Fundstätte in der westlichen Türkei entdeckt.

Auch eine soeben vorab erschienene Studie mit Enwanderern nach Australien unterstreicht die vorbeugende Wirkung von Vitamin D bei Tuberkulose.

Auf Studien über den Zusammenhang von Tuberkulose (hier und hier) und Atemwegserkrankungen (hier und hier), mit Vitamin D- und Besonnungs-Defiziten hatten wir in diesem Weblog bereits hingewiesen.

Quelle: wissenschaft.de

Studien:
John Kappelman et al., First Homo erectus from Turkey and implications for migrations into temperate Eurasia, American Journal of Physical Anthropology, online vorab publiziert, 7. Dezember 2007

K.B. Gibney et al, Vitamin D Deficiency Is Associated with Tuberculosis and Latent Tuberculosis Infection in Immigrants from Sub-Saharan Africa, Clinical Infectious Diseases, Januar 2008, online vorab publiziert

Sonnenschein-Vitamin macht Baby`s Atemwege frei 27. November 2007

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baby-schreit.jpgNeugeborene mit einem deutlichen Vitamin D-Mangel leiden sehr viel häufger an einer Entzündung der oberen Atemwege. Einer der Gründe dafür ist die mangelnde Versorgung der Mütter während der Schwangerschaft mit Vitamin D in seiner wirksamen Form als Serum 25(OH)D.

In einer Studie am Sisli Etfal Teaching and Research Hospital in Istanbul zeigte sich bei 87.5% der erkrankten Kinder und 67.5% ihrer Mütter eine 25(OH)D Konzentration von unter 20 ng/ml.

Über ähnliche Ergebnisse verschiedener Studien aus anderen Ländern haben wir bereits früher (hier, hier, hier, hier, hier und hier) berichtet.

Quelle: HighWire

Studie: G. Karatekin et al., Association of subclinical vitamin D deficiency in newborns with acute lower respiratory infection and their mothers, European Journal of Clinical Nutrition, vorab online publiziert, 21 November 2007

Auf die Sonne sollten Sie nicht husten! 15. September 2007

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Finnischer Soldat - mehr Sonne, weniger AtemwegskrankheitenJunge Männer, die unter anderem durch viel Sport im Freien einen ausreichend hohen Vitamin D-Spiegel im Blut aufweisen, leiden weit seltener als ihre Altersgenossen unter Entzündungen der Atemwege.

Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an 800 jungen Armee-Rekruten. Die Forscher von der Universität Tampere verglichen den Vitamin D-Spiegel (25 25-hydroxyvitamin) der Probanden mit den Fehlzeiten aufgrund von Atemwegserkankungen und stellten fest, dass Rekruten mit niedrigem Vitamin D-Spiegel (< 40 nmol/L) erheblich häufiger an Entzündungen der Atemwege litten als die Teilnehmer in der Kontrollgruppe.

Rekruten, die vor ihrer Einberufung viel Sport betrieben hatten, wiesen in der Regel einen höheren, rauchende Rekruten einen erheblich niedrigeren Anteil von Vitamin D-Serum im Blut auf.

Quelle: PubMed

Studie: Ilkka Laaksi et al., An association of serum vitamin D concentrations < 40 nmol/L with acute respiratory tract infection in young Finnish men, American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 86, No. 3, 714-717, September 2007