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Auch helle Haut braucht Sonne 11. August 2009

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Auch helle Haut braucht Sonne

Auch helle Haut braucht Sonne

Sind die Warnungen  vor Sonne und Solarium an hellhäutige Menschen (Hauttyp 1 und 2) zu weit gegangen?

Forscher von verschiedenen renommierten Instituten in Großbritannien geben eine eindeutige Antwort:
Öffentliche Gesundheitskampagnen mit dem Rat an hellhäutige Menschen, die Sonne zu meiden,  müssen geändert werden, weil sie zu Vitamin D-Mangel führen bzw. das Risiko eines Vitamin D-Mangels erhöhen.“ (Übers. d. Red.)

Dass auch für Menschen mit heller, schlecht oder garnicht bräunender Haut der Satz gilt:  „Die Dosis macht das Gift„, wird in den Angstkampagnen einiger Gesundheitsorganisationen grob mißachtet. Die hier gelegentlich propagierte totale Sonnen-Enthaltsamkeit und in der Folge gravierende Vitamin D-Mängel haben gefährliche Gesundheitsfolgen. Aus Angst vor dem Hautkrebs wird dem Körper die Schutzwirkung des „Sonnenschein-Vitamins“ gerade auch gegen verschiedene Krebsarten entzogen.

In der  Studie wurden 1414 weisse Frauen im Alter von 18 – 79 Jahren nach ihrem Hauttyp registriert und nach ihrem Verhalten an der Sonne befragt. Das von der Forschern so nicht erwartete Ergebnis:
Frauen vom Hauttyp 1 und 2 hatten einen deutlich geringeren Vitamin D-Spiegel – 15 Prozent im Durchschnitt – als die Frauen mit Hauttyp 3 oder 4.

Der Grund war im wesentlichen die Vermeidungshaltung der Frauen mit hellerem Hauttyp vor jedem Kontakt mit Sonnenstrahlen oder UV-Strahlen im Solarium. So hatten in der Vergangenheit die Probanden mit Hauttyp 3 und 4 im Schnitt 23 Wochen Ferien in südlichen Gefilden gemacht gegenüber nur 18 Wochen bei den Hauttypen 1 und 2.  Während 52 Prozent der Frauen des dunktleren Hauttyps schon einmal eine Sonnnenbank genutzt hatten, waren es bei den Frauen vom helleren Hauttyp nur 39 Prozent.

Die Vitamin D-Versorgung entsprach diesem Besonnungsmuster. Häufigere Sonnenbank-Nutzung und Ferien an der Sonne entsprachen einem höheren Vitamin D-Spiegel im Blut. Umgekehrt aber das Verhältnis von Vitamin D-Spiegel und Sonnenbrände: Die Teilnehmer, die weniger als zwei (2) Sonnenbrände in der Vergangenheit angaben, hatten einen deutlich höheren Vitamin D-Spiegel im Blut als die Teilnehmer mit mehr als zwei  Sonnenbränden.

In anderen Worten:  Der sprunghafte Umgang mit Sonne und UV-Strahlen – mal Sonnenvermeidung, dass unvorbereitetes übermäßiges Sonnen – führt zu einer schlechteren Vitamin D-Versorgung. Oder umgekehrt: Menschen, die mäßig aber regelmäßig im Freien oder im Solarium sonnen, schützen sich besser vor den negativen Wirkungen der UV-Strahlen und nutzen gleichzeitig besser die vielen positiven Gesundheitswirkungen von Sonne und Solarium.

Alle Teilnehmer an der Studie hatten im Herbst und Winter, dem sogenannten „Vitamin D-Winter“,  einen um mehr als ein Drittel reduzierten Vitamin D-Spiegel im Blut gegenüber den Frühlings- und Sommermonaten.

Wissenschaftliche Verantwortung sollte nicht die Flucht vor den UV-Strahlen von Sonne und Solarium sondern den klugen, kontrollierten und „hauttyp-gerechten“ Genuss auch für Hellhäutige anraten.

Ein Beispiel für gefährliche Sonnen-Meidung

Welches Ausmass die Folgen von undifferenzierten Warnung vor Sonne und Solarien haben kann, zeigt eine Studie aus Neuseeland mit 228 Immigrantinnen aus Süd-Asien.

Nur 16 Prozent der Teilnehmerinnen wiese einen ausreichenden Vitamin D-Serumspiegel im Blut von mehr als 50 nmol/l (ein Wert der ohnehin schon deutlich unter dem von vielen Experten empfohlenen „normalen“ Gehalt von 75 nmol/l liegt).

Zwei Drittel der Frauen gaben an, aus Angst vor Hautkrebs die Sonne so weit wie möglich zu meiden.  Die Sonne in Neuseeland war ihnen als besonders gefährlich geschildert worden.

Zu dem bereits zu niedrigen Spiegel im Sommer kam ein steiler Abfall der Werte im Winter bis zum Frühling hinzu. Die gesundheitlichen Folgen dieses chronischen Vitamin D-Defizits aufgrund von Sonnenangst und häuslichem Lebensstil waren nicht Thema der Untersuchung.

Quelle: PubMed

Studien:
D. Glass, M. Lens , R. Swaminathan, T.D. Spector , V. Bataille (2009), Pigmentation and Vitamin D Metabolism in Caucasians: Low Vitamin D Serum Levels in Fair Skin Types in the UK, PLoS ONE 4(8): e6477

P.R. von Hurst et al.,  Vitamin D status and attitudes towards sun exposure in South Asian women living in Auckland, New ZealandPublic Health Nutr. 2009 Aug 4:1-6

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Sonnenschein-Vitamin gegen Krebs – eine Meta-Studie 8. Mai 2009

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Der Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und Krebsrisiko wird für unterschiedliche Krebsarten sehr unterschiedlich kontrovers diskutiert.

Eine Meta-Studie mit Daten aus 67 Studien bis einschliesslich Januar 2009 kommt zu dem Schluss, dass die beiden wichtigsten Formen von Vitamin D-Rezeptoren, FokI and BsmI,  eindeutig das Risiko von Brust-, Prostata- und Hautkrebs beeinflussen – und augenscheinlich auch alle übrigen Krebsrisiken.

Die Forscher am Europäischen Krebsforschungsinstitut in Mailand hatten sich auf diese beiden Erscheinungsformen von Vitamin D-Rezeptoren –  eine Art „Türhüter“ und „Platzanweiser“ unserer DNA für das im Blut vorhandene Vitamin D-Serum bei seiner Einwirkung auf die hunderte von unterschiedlichen Zellfunktionen im Körper – in der bisherigen Forschung zu Vitamin D und Krebs konzentriert.

Die Ergebnisse bestätigen auch die Wirksamkeit der Vitamin D-Rezeptoren beim Hautkrebs (Melanom).  In anderen Worten: Besonnung, ob natürlich oder künstlich, hat sowohl krebserzeugende als auch krebsverhindernde Wirkung, entscheidend ist die kontrollierte Dosis.

Quelle:  ScienceDaily

Studie: S. Raimondi et al., Review and meta-analysis on Vitamin D Receptor polymorphisms and cancer risk. Carcinogenesis. 2009, 29. April (vorab online)

Experten einig: Unterversorgung beim Sonnenschein-Vitamin D 5. April 2009

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Über die Diagnose gab es keine Meinungsverschiedenheiten beim 1. Hohenheimer Ernährungsgespräch, bei der richtigen Reaktion auf den epidemischen Vitamin D-Mangel allerdings schwankten die Diskutanten zwischen Appell und Skepsis.

Prof. Dr. Hans K. Biesalski

Prof. Dr. Hans K. Biesalski

Geladen hatte das Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaften der Universität Hohenheim. Als Gastgeber setzte ihr Direktor, Prof. Hans K. Biesalski, den Ton mit einer Tour d`Horizon der neuesten Forschungen über Vitamin D und seine weitreichenden Gesundheitswirkungen. Vor allem die Älteren, aber auch die Jugendlichen, und da vor allem die Kinder aus „Hartz IV-Elternhäusern“ seien besonders gefährdet. Der moderne Lebensstil mit überwiegenden Tätigkeiten in geschlossenen Räumen, Fehlernährung und Übergewicht verschärften das Problem. Die Deutschen nähmen, laut der jüngsten Verzehrstudie, nur etwa ein Drittel der notwendigen Vitamin D-Menge mit der Nahrung auf.

Die Werte (beim Vitamn D-Spiegel) in der deutschen Bevölkerung sind generell zu gering, vor allem im Winter,“ so Dr. Birte Hintzpeter vom Robert-Koch-Institut in Berlin (Berichte über die RKI-Studie zu Vitamin D in Deutschland hier und hier).

57 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen wiesen einenVitamin-D-Spiegel unter 50 nmol/l auf, als Grenze zur Unterversorgung inzwischen allgemein akzeptiert.  Bei den über 65-jährigen Frauen waren es 75 Prozent. Von den 3- bis 17-jährigen Teilnehmern des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys hatten 62 Prozent der Jungen und 64 Prozent der Mädchen einen Vitamin-D-Spiegel unter 50 nmol/l.

Generelle Empfehlungen aber wollte sie, im Gegensatz zu den Kollegen auf dem Podium (noch) nicht geben, dazu sei es noch zu früh, der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang noch zu unklar. Eine extremer Vitamin D-Mangel (< 12,5nmol/L) sei in Deutschland drüber hinaus eher selten und Mangel bzw. Unterversorgung führe halt nicht zwangsläufig zu Krankheiten.

spitz

Prof. Dr. Jörg Spitz

Ganz anders Prof. Dr. Jörg Spitz von der Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention, der mit aktuellen Forschungsergebnissen seine Position untermauerte: Bei den immer wahrscheinlicher werdenden  präventiven und therapeutischen Wirkungen des Vitamin D könne eine verantwortungsvolle Präventionspolitik nicht auf noch die letzte Sicherheit warten.

Vitamin D bewirke eine Unterdrückung des Tumorwachstums und eine Stärkung des Immunsystems, das  schon im Mutterleib geprägt werde. Ein Vitamin D Mangel zu dieser Zeit führe in späteren Jahren zu überschießenden Abwehrreaktionen und vermehrten Allergien.Andererseits rege Vitamin D die Produktion von körpereigenen Antibiotika an zur Abwehr von Tuberkulosebakterien wie auch gegen Grippeviren.
Schliesslich schütze Vitamin D die Nervenzellen vor Erkrankungen.  Ein Mangel werde mit der Entstehung der Multiplen Sklerose (MS), der Schizophrenie, dem Morbus Parkinson und der Depression in Verbindung gebracht.
Vernünftiges Sonnen und Nahrungsergänzung, beides sei daher das Gebot der Stunde.

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Dr. Armin Zittermann

Dem schloss sich Prof. Dr. Armin Zittermann an und forderte Politik, Fachgesellschaften und Ärzte gleichermaßen auf, Handlungskonsequenzen aus den vorliegenden Forschungen zu ziehen und – vor allem gewendet an die Dermatologen – die Einseitigkeit bei der Bekämpfung der UV-Bestrahlung durch Sonne und Solarium aufzugeben und die weit größere Bedeutung der „guten“ Sonne für viele „Volkskrankheiten“ zu berücksichtigen. Negative Folgen der Supplementierung mit Vitamin D sei darüber hinaus nur bei massiven Überdosierungen zu befürchten.

„Sonnenschein-Vitamin“ – der Mangel wird größer 21. März 2009

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In knapp 10 Jahren hat die Versorgung mit dem lebenswichtigen Vitamin D in den USA – trotz Vitamin D-Zusätzen in Nahrungsmitteln wie Milch – um 20 Prozent abgenommen. Inzwischen leiden dort drei von vier Erwachsenen an Vitamin D-Mangel.

Zu diesem Ergebnis kommt eine  Studie an der University of Colorado Denver School of Medicine unter Leitung von Prof. Adit A. Ginde. Die Forscher verglichen den Vitamin D-Spiegel im Blut (25(OH)D) von 18,883 Teilnehmern an der 3. National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES III) von 1988 bis1994 mit dem der 13,369 Teilnehmer von 2001-2004.

Vitamin D, darauf weisen die Autoren besonders hin, wirkt regulierend auf tausende von menschlichen Zellen und ein Vitamin D-Mangel erhöht, ja verdoppelt in vielen Fällen das Risiko für Osteoporose, Infektions- und Autoimmunkrankheiten, Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes, Krebs und psychische Erkrankungen – und verkürzt das Leben ganz allgemein.

Die von den medizinischen Fachgesellschaften empfohlene Vitamin D-Dosis in Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungen seien nicht annähernd ausreichend.
Daneben ist vor allem die Abnahme der Tätigkeiten im Freien und die Kampagnen gegen das Sonnenbaden ein wichtiger Grund für die Vitamin D-Insuffizienz. Denn der Aufenthalt an der Sonne ist für die Menschen der wichtigste Garant für einen angemessenen Vitamin D-Status,“ so Prof. Glinde.Vitamin D-Ergänzungen im Winter und eine gesteigert, vernünftige Besonnung würde den Vitamin D-Status der Bevölkerung anheben und den Gesundheitszustand der US-Bevölkerung insgesamt verbessern.“

Quelle:  JamaMedia

Studie: A.A. Ginde et al.,  Demographic Differences and Trends of Vitamin D Insufficiency in the US Population, 1988-2004, Archives of  Internal Medicine, April 2009;169[6]:626-632

Mit dem Sonnenschein-Vitamin 177 Milliarden Euro sparen! 17. März 2009

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Eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Vitamin D, zu 90 Prozent durch die UV-Strahlen der Sonne  oder im Solarium in der Haut „produziert“, würde die Gesundheitskosten in den europäischen Ländern um unglaubliche 187 Milliarden Euro senken – bei nur 10 Milliarden zusätzlicher Kosten. Das entspräche einer Einsparung in den Gesundheitsbudgets dieser Länder um 17,7 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie amerikanischer, norwegischer, österreichischer und deutscher Wissenschaftler, die sich  international in der Vitamin D-Forschung einen Namen gemacht haben.

Die Berechnungen basieren nur auf den plausibelsten wissenschaftlichen Einsichten zu den Wirkungen des „Sonnenschein-Vitamins“ aus den vergangenen Jahren. (Die Studie kann hier als PDF heruntergeladen werden.)

Die Frage lautete:
Welche direkten und welche indirekten gesundheitlichen Auswirkungen würde eine Erhöhung des durchschnittlichen Vitamin D-Spiegels im Blut der europäischen Bevölkerung auf den optimalen Stand von 40 ng/mL (Nanogramm pro Milliliter) haben, was würde das kosten und welche Einsparungen hätte das für die Gesundheitssysteme der Länder zur Folge?

Appell der Forscher an die Verantwortlichen in den europäischen Gesundheitssystemen:
Auf der Basis unserer Ergebnisse wäre es für die Gesundheitsbehörden der europäischen Länder dringend geboten, sich mit den positiven Gesundheitswirkungen des Vitamin D vertraut zu machen„.

Die meisten positiven Gesundheitswirkungen einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung würden, laut Studie, vor allem bei „Volkskrankheiten“ wie Krebs,  Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose, Atemwegsentzündungen und im Dental-Bereich anfallen.

Frühere Untersuchungen zum gleichen Thema waren schon zu ähnlich spektakulären Ergebnissen gekommen: hierhier und hier).

Quelle: HighWire

Studie:  W.B. Grant et al.,  Estimated benefit of increased vitamin D status in reducing the economic burden of disease in Western Europe, Progress in Biophysics and Molecular Biology, März 2009 (online vorab publiziert)

Noch einmal: Mit der Sonne lebt man länger 23. Februar 2009

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Das Sonnenschein-Vitamin D3 schützt vor Herzkranzgefäß-Erkrankungen und verlängert das Leben.

Eine österreichische Forschergruppe an der Universität Graz analysierten die Daten von 614 Teilnehmern der Hoorn Studie mit älteren Frauen und Männern, die jeweils in vier Gruppen nach der Höhe des Vitamin D-Spiegels im Blut (25(OH)D) eingeteilt und über durchschnittlich 6 Jahre beobachtet wurden. 51 Teilnehmer starben in dieser Zeit, 20 davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Für die Gruppe mit dem niedrigsten Vitamin D-Wert ergab sich ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an einer beliebigen Krankheit zu sterben. Das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, lag sogar um fast das Fünffache höher. Auch nach Berücksichtigung anderer Enflussfaktoren bieb es bei einem deutlich erhöhten Sterberisiko für die Probanden mit einem Vitamin D-Mangel. Da gerade ältere Menschen sich weniger an der Sonne aufhalten, selten ein Solarium benutzen und die Fähigkeit ihrer Haut zur Vitamin D-Synthese nachlässt, sind die Folgen bei diesen Altersgruppe besonders stark ausgeprägt.

Über ähnliche Ergebnisse hatte die Gruppe um die Professoren Pilz und Dobnig bereits im vergangenen Jahr berichtet.

Quelle:  Newswise

Studie:  S. Pilz , H. Dobnig et al.,  Vitamin D and mortality in older men and women, Clinical Endocrinology  (Oxf), vorab online, 18. Februar 2009 .

Raucher raus aus der Sonne – keine Zigaretten auf der Sonnenbank! 18. Februar 2009

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mouse-smokingWer raucht und sich dabei den UV-Strahlen der Sonne aussetzt, läuft Gefahr, an einem Bronchialkarzinom zu erkranken.  Zumindest ist das bei Mäusen der Fall, wie eine Forschergruppe um Prof. Francesco d’Agostini an der Universität von Genua herausfand.

Die Wissenschaftler setzten junge Mäuse regelmäßig den Inhaltsstoffen von  Zigarettenrauch aus. Wie erwartet bildeten sich in den Lungen der Tiere Vorstufen von Tumoren.

Bronchialtumore entwickelten sich aus diesen Vorstufen jedoch nur, wenn die Mäuse zusätzlich mit ultraviolettem Licht bestrahlt wurden. UV-Licht allein – ohne den Zigarettenrauch – dagegen führte in keinem Fall zur Tumorbildung.

Micale RT, D’Agostini F, Steele VE, La Maestra S, De Flora S., Budesonide and phenethyl isothiocyanate attenuate DNA damage in bronchoalveolar lavage cells of mice exposed to environmental cigarette smoke., Curr Cancer Drug Targets. 2008 Dec;8(8):703-8

Sonnen-Sucht oder Therapie – Süchtig nach Sonnen-Therapie gegen den Schmerz? 24. Januar 2009

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UV-Strahlen lindern Schmerzen und heben die Stimmung

Als Prof.  Steven R. Feldman, Direktor des Dermatologischen Forschungszentrums an der Wake Forest University in Noth Carolina, USA, vor einigen Jahren die „Sonnenbank- oder Bräunungs-Sucht“ (Tanerexie s. hier) entdeckte,  kam er nachträglich ins Grübeln:

Wir erkannten,“ so Prof. Feldman,“bei der Tanerexie-Studie, dass das UV-Licht irgendetwas Gutes für die Teilnehmer tat, das über das Augenscheinliche (Bräunung, d. Red.) hinausging.

Das war der erste Schritt zur Entdeckung einer Therapie für ein weit verbreitetes und bisher nur schwer zu behandelndes Leiden, einer chronischen Schmerzkrankheit, die den gesamten Körper, Knochen und Muskel befallen kann:  Fibromyalgie.

UV-Licht, zum Beispiel in einem handelsüblichen Solarium, lindert die Schmerzen bei einem Fibromyalgie-Syndrom.
Dieses Ergebnis einer Pilotstudie an der Wake Forest University wurde jetzt auf der Internet-Seite der Fachzeitschrift „The Journal of Alternative and Complementary Medicine“ vorab veröffentlicht.

Die Forscher experimentierten mit zwei Gruppen von Schmerz-Kranken. Beide Gruppen wurden regelmäßig über einen Zeitraum von vier Wochen auf Sonnenbänken bestrahlt – mit dem Unterschied, dass für die erste Gruppe dabei UV-Strahlen verwendet, für die zweite Gruppe aber die UV-Strahlen ausgefiltert wurden. Damit die Gruppe ohne UV-Bestrahlung den Unterschied nicht an der unterschiedlichen Hautfarbe entdecken konnte, wurden beide Gruppen gleichermaßen mit Bräunungs-Sprays „eingefärbt“.

Beide Gruppen mussten in regelmäßigen Abständen über den Zustand ihrer Schmerzen und ihre Stimmungslage berichten.  Dabei stellte sich im Verlauf des Expriments ein immer größerer Unterschied in den Befindlichkeiten der beiden Gruppen heraus. Die „UV-Gruppe“ zeigte eine relevante Verbesserung der Schmerzen und des Gesamtbefindens, die Kontrollgruppe dagegen nicht.

Noch größer war die Wirkung auf die Stimmung der Patienten. Die UV-Strahlen verbesserten die Gemütslage nach dem Einsatz der normalen Sonnenbänke sehr viel deutlicher als die nur wärmenden Strahlen in den Bänken der Kontrollgruppe.

Die Forscher möchten allerdings ihre Ergebnisse der Pilotstudie nicht überbewerten.  Eine Studie mit weit mehr Teilnehmern sei nötig, um die Wirkung von UV-Strahlen der Sonnenbank auf Fibromyalgie-Schmerzen zu untersuchen.

Quelle: Newsletter „Wake Forest University Baptist“, 19.01.09

Studie:  Sarah L. Taylor et al., Pilot Study of the Effect of Ultraviolet Light on Pain and Mood in Fibromyalgia Syndrome, The Journal of Alternative and Complementary Medicine, Volume 15, Number 1, 2009.

Europas Frauen haben Stress vor dem Urlaub 20. Januar 2009

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Vorbgebräunt?

Was macht die typische Europäerin, um sich für den Urlaub vorzubereiten? Die Antwort ist einfach: Das volle Programm! Und das Nachdenken darüber hat mitten im Winter längst begonnen.

Wenn der Bikini angesagt ist,  darf die gezeigte Haut nicht käsig sein und einen Sonnenbrand möchte Frau auch nicht riskieren. Also: Vorbräunen im Sonnenstudio!

Wer nun glaubt, die Frauen aus den nördlichen Ländern seien Europameisterinnen im Vorbräunen, erlebt bei der Umfrage des Reiseportals TripAdvisor mit über 3.210 reisenden Europäerinnen eine Überraschung:

Künstliche Bräune vor dem Urlaub ist ausgerechnet in sonnigen Regionen am stärksten gefragt: 12 % der Spanierinnen und 11 % der Italienerinnen legen sich vor dem Urlaub zum Vorbräunen auf die Sonnenbank, dicht gefolgt allerdings dann von hellhäutigen Engländerinnen und Deutschen.  Schlusslicht sind die Französinnen: Nur 8 % bräunen vor.

Diätstress vor der Urlaubserholung spüren vor allem die Britinnen (23%), die vor der Reise für die Bikinifigur fasten. Die anderen Nationen sehen dem Bikiniauftritt gelassener entgegen:  Nur 15 % der Spanierinnen und 12 % der Französinnen wollen noch ein paar Kilos vor dem Urlaub verlieren. Hier bilden die Deutschen mit 9 % und die Italienerinnen mit 8 % die Nachhut.

Haarschnitt vor dem Reiseantritt ist der Renner! Für überraschende 73 % der Britinnen ist der Frisörtermin fester Bestandteil der Urlaubsvorbereitungen.  Immerhin die Hälfte der spanischen Frauen lässt sich vor der Reise die Frisur stylen, gefolgt von 46 % der Deutschen, 45 % der Französinnen und 44 % der Italienerinnen.

Quelle:  TripAdvisor

Sonnenschein gegen Volkskrankheit Diabetes 18. Dezember 2008

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Let the Sunshine In

Let the Sunshine In

Let the Sunshine In!“ (Lass den Sonnenschein herein!).

Mit diesem für eine internationale Fachzeitschrift eher ungewöhnlichen Pop-Zitat ist eine Übersichts-Studie betitelt, die die Bedeutung des „Sonnenschein-Vitamins“ D3 für Prävention und Therapie von Diabetes zusammenfasst.

Die Forschergruppe an der Loyola University Chicago kommt bei der Sichtung und Bewertung der inzwischen reichhaltigen Literatur zu Vitamin D, Diabetes, Metabolischem Syndrom und den Folgen zu dem Schluss, dass die Diagnose und Bekämpfung des Vitamin D-Mangels die einfachste und kostenärmste Strategie für Vorbeugung und Behandlung von Diabetes sein könnte.

Gleichzeitg erscheint eine Studie mit jugendlichen Diabetes-Patienten  (vorab online, Veröffentlichung in der Januar-Ausgabe 2009 des „The Journal of Pediatrics„), die die Bedeutung von Vitamin D für die Diabetes-Vorbeugung  unterstreicht.

Zu unserer großen Überraschung fanden wir massive Vitamin D-Defizite,” so Dr. Lori Laffel vom Joslin Diabetes Center, eine der Autorinnen der Studie. Nur ganze 24 Prozent der Studien-Teilnehmer hatten einen ausrechenden Vitamin D-Spiegel im Blut. Der wichtigste Grund für diesen Mangel:  Zu wenig Sonne, ein Trend der sich nach Beobachtung der Forscher in den vergangenen Jahren verstärkt hat.

Das isses!

Als  „Nahrungsmittel des Augenblicks“ bezeichnet eine Forschungsübersicht der Loyola Universität für die Medien das Vitamin D.
Vitamin D hat weitreichende Vorteile für unsere Gesundheit und vor allem für einige chronische Krankheiten,“ so Prof. Penckofer.

(Über ähnliche Forschungsergebnisse haben wir in 2008 bereits hier und hier berichtet)

Quelle: Eurekalert/Newswise
Studien:
Sue Penckofer et al., Vitamin D and Diabetes – Let the Sunshine In, The Diabetes Educator, Vol. 34, No. 6, 939-954 (2008)

Lori M.B. Laffel, Britta M. Svoren et al., Significant Vitamin D Deficiency in Youth with Type 1 Diabetes Mellitus, The Journal of Pediatrics, Volume 154, Issue 1, Pages 132-134 (January 2009)