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58 Millionen US-Kindern und Jugendlichen fehlt das „Sonnenschein-Vitamin“ 3. August 2009

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Moderne Lebensstile führen zu Vitamin D-Mangel bei Jugendlichen

Dass Kinder und Jugendliche neben den alten Menschen jenseits der 65 eine Risikogruppe für Vitamin D-Mangel ist, war schon aus anderen nationalen Studien bekannt. Das ist auch in Deutschland laut Robert-Koch-Institut nicht anders.

Der Umfang aber der Unterversorgung mit dem „Sonnenschein-Vitamin“ bei amerikanischen Kindern und Jugendlichen überrascht doch: 61 Prozent der Kinder und Jugendlichen litt unter einer Vitamin D-Unterversorgung. Weitere 9 Prozent sogar unter einem akuten Vitamin D-Defizit. Das entspricht 58,4 Millionen junger Amerikaner mit unzureichender Vitamin D-Versorgung.

Eine Forschergruppe verschiedener Medizin-Institute in New York und Atlanta, Georgia,  hatte Daten des National Health and Nutrition Examination Survey 2001–2004 ausgewertet, einer für die Gesamtbevölkerung der USA repräsentativen Untersuchung von Kindern und Jugendlichen bis zum 21. Lebensjahr. Dabei ging es nicht nur um das Ausmaß des Vitamin D-Mangels sondern auch um dessen Folgen, vor allem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Überdurchschnittlich defizitär waren die älteren Jugendlichen, die Mädchen, die Übergewichtigen, die Dunkelhäutigen, aber auch Jugendliche die überdurchschnittlich lange am Computer saßen oder mehr als 4 Stunden täglich vor dem Fernseh- oder Video-Gerät.

Vitamin D- Mangel stand bei diesen Jugendlichen in einem deutlichen Zusammenhang mit überhöhten Schilddrüsen-Hormonen,  Bluthochdruck und niedrigerem Kalzium- und HDL-Cholesterin-Spiegel.

In der gleichen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift „Pediatrics“ erschien eine zweite Studie auf der gleichen Datenbasis von forschern der Johns Hopkins Universität und der Universität von Californien , die die fatalen Folgen des Vitamin D-Mangels bei Kindern und Jugendlichen bestätigt: Jugendliche mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut litten mehr als doppelt so häufig wie die Jugendlichen mit den besten Vitamin D-Werten unter Bluthochdruck und einem zu hohen Blutzuckerspiegel und sogar fast vier Mal so häufig unter dem sogenannten Metabolischen Syndrom, einer Stoffwechselstörung mit verschiedenen Ausprägungen –  eine der wichtigsten Verursacher von koronaren Herzkrankheiten.

Quelle: MedWise

Studien:
Juhi Kumar et. al,  Prevalence and Associations of 25-Hydroxyvitamin D Deficiency in US Children: NHANES 2001–2004, Pediatrics, 3. Augsut 2009, vorab online publiziert.

Jared P. Reis et al., Vitamin D Status and Cardiometabolic Risk Factors in the United States Adolescent Population, Pediatrics. 0: 200902131-200902133, 3. August 2009,

Iranische Mädchen leiden unter Sonnen-Mangel 9. Juni 2009

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arabische augen 4Mehr als die Hälfte der Mächen und jungen Frauen im Iran leiden unter einem akuten Vitamin D-Mangel – im Gegensatz zu den Jungen und jungen Männern.

Eine  Studie der Universität Teheran mit eine Zufallsauswahl von knapp 1.000 SchülerInnen und StudentInnen stellte bei 53,6 Prozent der Mädchen im Alter von 7 – 18 Jahren ein Vitamin D-Defizit fest. Bei den gleichaltigen Jungen lag der Wert nur bei 11,3 Prozent.

Die Forscher weisen zwar nicht ausdrücklich auf die Verschleierung sondern lediglich auf den unzureichenden Aufenthalt der Mädchen im Freien hin, warnen aber vor den Folgen eines epidemischen Vitamin D-Mangels gerade bei Frauen. In zahlreichen Studien aus den vergangenen Jahren wird die Bedeutung einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung der Frauen für die Gesundheit ihrer Kinder deutlich. (Wir berichteten z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Quelle: PubMed

Studie:  Ali Rabbania et al.,  Vitamin D Insufficiency among Children and Adolescents Living in Tehran, IranJournal of Tropical Pediatrics 2009 55(3):189-191

Bessere Vitamin D-Versorgung stärkt die Muskeln und verhindert Knochenbrüche 28. März 2009

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72302893Eine höhere Dosis an Vitamin D – mehr als 400 Internationale Einheiten (IE) – als Supplement senkt das Risiko eines Knochenbruchs bei älteren Menschen um 20-29  Prozent.

Eine Meta-Studie von Autoren verschiedener Universitäten der Schweiz und der Harvard School of Public Health kommt zu diesem Schluss nach Sichtung von 20 Studien zu Hüft- und anderen Brüchen mit mehr als 80.000 Teilnehmern im Alter über 65 Jahren. In diesen Studien war die Wirkung von Vitamin D- und Kalzium-Gaben gemeinsam und/oder separat untersucht worden.

Die Wirkung bei Knochenbrüchen (ausser Wirbelsäule) lag mit 29 Prozent Risikominderung höher als bei Hüftbrüchen. Diese Wirkung wurde erzielt durch die Gabe von Vitamin D als Supplement gleichgültig ob zusätzlich Kalzium verordnet wurde oder nicht.

Am anderen Ende der Alters-Skala ein ähnliches Ergebnis:

Junge Mädchen mit einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel im Blut (über 50 nmol/L) verfügten über eine deutlich höhere Knochenmasse und Knochendichte und über kräftigere Muskeln als Mädchen mit unzureichendem Vitamin D-Status.

So das Ergebnis einer chinesisch-australischen Studie mit 301 weiblichen Jugendlichen. 57.8% der Teilnehmerinnen zeigten einen Vitamin D-Mangel. 31.2% waren stark defizitär (weniger als 25 nmol/L).

Fazit der Autoren: „Ausreichender Vitamin D-Status im Jugendalter ist wichtig für die optimale Knochenbildung – auch im späteren Alter –  und Vitamin D-Mangel führt zu Muskelschwäche.“

Quelle: PubCrawler

Studien:
Heike A. Bischoff-Ferrari et al.,  Prevention of Nonvertebral Fractures With Oral Vitamin D and Dose Dependency. A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials Archives of Internal Medicine, 2009;169(6):551-561

Leng Huat Foo et al., Low Vitamin D Status Has an Adverse Influence on Bone Mass, Bone Turnover, and Muscle Strength in Chinese Adolescent Girls, Journal of  Nutrition (online vorab March 25, 2009)

Noch einmal: Jugendliche leiden unter Sonnenmangel 21. März 2009

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Sonne nur noch am Strand?

Sonne nur noch am Strand? dann aber im Übermaß!

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage erscheint eine Studie, die belegt, dass ausgerechnet moderne Jugendliche in westlichen und nördlichen Ländern mehr als andere Altersgruppen unter einem akuten Mangel an Vitamin D und damit vor allem an Sonnenmangel leiden.

Am gleichen Tag, da der Deutsche Bundestag in 1. Lesung das „Solareingesetz“ mit dem Sonnenbankverbot für Jugendliche debattierte, errgegte bei der internationalen “Conference on Cardiovascular Disease Epidemiology and Prevention” in Palm Harbor, Florida, ein Vortrag Aufsehen, in dem zum wiederholten Male unterstrichen wurde, dass die Gesundheit Jugendlicher stärker bedroht ist durch ein „zu wenig“ an – vernünftig genossener – Sonne als an einem „zu viel“.

Die Untersuchung von 3.577 Jugendlichen im Alter von 12-19 Jahren kommt zu dem Ergebnis, dass der niedrige Vitamin D-Spiegel bei vielen Teenagern das Risiko einer Erkrankung an einigen der typischen Volkskrankheiten drastisch erhöht, und zwar um

  • 236 Prozent beim Bluthochdruck,
  • 254 Prozent bei überhöhtem Blutzuckerspiegel  und
  • 399 Prozent bei  Stoffwechselstörungen.

Die Daten entstammen dem National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) in den USA.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Jugendlichen später an Herz- und Gefäßkrankheiten oder Diabetes leiden erhöht sich damatisch durch diesen Befund.

Je dunkler die Haut der Jugendlichen, desto größer der Vitamin D-Mangel. Afro-amerikanische Jugendliche wiesen nur gut die Hälfte an Vitamin D-Serum im Blut auf wie weisse Teenager.  Die dunklen Hautpigmente, die die Hautzellen gegen Schäden durch UV-Strahlen schützen, verhindern gleichzeitig die Vitamin D-Synthese in der Haut.

Wir erleben eine aufregende und faszinierende Zeit, denn wir haben erst angefangen zu bergreifen, eine wie wichtige Rolle Vitamin D spielt für die Gesundheit des Herzens und der Blutgefäße,“ so der Leiter der Forschungsgruppe an der  Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore, Dr. Jared P. Reis.

Prof. Robert H. Eckel,  der scheidende Präsident der American Heart Association: „Diese Daten über den gravierenden Vitamin D-Mangel Jugendlicher macht uns sehr besorgt um die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten unserer jungen Menschen und darüber, dass sie zu wenig Zeit an der Sonne verbringen.”

Quelle:  Science Daily Das Manuskript wurde von der American Heart Association vorab zur Verfügung gestellt.

Besonders Jugendliche leiden unter einem Mangel an „Sonnenschein-Vitamin“ 15. März 2009

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blassDie Hälfte aller Jugendlichen in den USA leiden unter einem Vitamin D-Defizit. Die Mädchen doppelt so häufig wie die Jungen. Die Übergewichtigen sehr viel mehr als die Normalgewichtigen. Und da sich die „sonnenlosen“ Lebensgewohnheiten, die diesen Mangel hervorrufen, und das Übergewicht Jugendlicher schnell ausbreiten, nimmt der Mangel seit Jahren bedrohlich zu. Die Risiken für Rachitis, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und viele andere „Volkskrankheiten“ steigen.

Zu dieser alarmierenden Erkenntnis kommt eine Studie am Weill Cornell Medical College der renommierten Cornell Universität, die beim Kongress der Pediatric Academic Societies vorgestellt wurde. Die Forscher nutzten die Daten von 3.000 Personen im Alter von 12-19 Jahren des repräsentativen National Health and Nutrition Examination Survey III.

Unsere Ergebnisse sind alarmierend. Wir müssen dringend mehr dafür tun, dass die Öffentlichkeit die Bedeutung einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung besser versteht – und den richtigen Weg dahin,“ so das Fazit eines der Autoren, Prof. Sandy Saintonge, am Weill Cornell Medical College.

Die Veröffentlichung am Tag, da das Bundeskabinett in Berlin ein Solarienverbot für Jugendliche unter 18 Jahren beschloss, demonstriert anschaulich die beiden Seiten der Besonnungs-Diskussion: Das Thema ist die „gute“ und die „böse“ Sonne.

Ob das kommende „Solariengesetz“ eher die „gute“ Sonne blockiert als die „böse“ Sonne eindämmt, ist noch offen. Dass kontrolliertes, moderates aber regelmäßiges Sonnen – ob in der Natur oder im Solarium – „gut“ ist, gesund für Körper und Psyche, dass dagegen abruptes Turbo-Sonnen, sowohl im Solarium als aber vor allem am Urlaubsstrand oder auf Liegewiesen „böse“ ist, das bestreiten nicht einmal die Anti-Solarien-Kämpfer.  Insofern ist die gesetzliche Regulierung der künstlichen Besonnung, im Prinzip vernünftig und sinnvoll, eher ein symbolischer Akt, der das eigenliche Problem: die optimale Balance zwischen der lebenswichtigen „guten“ und der gefährlichen „bösen“ Sonne, einer Lösung keinen Schritt näher bringt, in seiner derzeitigen Form dagegen gerade im kritischen Punkt „Gesundheit Jugendlicher“ eher negative Folgen haben könnte.

Quelle: Science Daily

Studie:  S. Saintonge et al.,  Implications of a new definition of vitamin D deficiency in a multiracial us adolescent population: the National Health and Nutrition Examination Survey III., Pediatrics, März 2009; 123(3):797-803

Eine Review-Studie vom vergangenen Dezember über Vitamin D-Defizite bei US-Kindern kommt zu ähnlichen Ergebnissen:
Rovner,  O’Brien, Hypovitaminosis D Among Healthy Children in the United States: A Review of the Current Evidence, Arch Pediatr Adolesc Med.2008; 162: 513-519.

Solariengesetz – regulieren oder ersticken? 13. März 2009

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Kaum war das Umweltgesetzbuch am Widerstand vor allem der CSU gescheitert, schon legte das Bundesumweltministerium ein gesondertes „Solariengesetz“ vor, das praktisch wortgleich dem IV. Buch des Umweltgesetzbuchs formuliert war („Gesetz zur Regelung des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung, NISG“). Der Entwurf ist auf der Website des BMU einzusehen.

Wie im gescheiterten Umweltgesetzbuch – IV. Buch – sind alle substantiellen Regelungen, ausser dem Solarienverbot für Jugendliche unter 18 Jahren, späteren Verordnungen vorbehalten.  Aber schon im wenig später tagenden Koalitionsausschuss wurde man sich nicht wirklich über die Eckpunkte, wie etwa das Solarienverbot Jugendlicher, einig. Das sollten die Fraktionen im Bundestag untereinander ausfechten, so hieß es.

Dennoch winkte das Kabinett die Vorlage in seiner Sitzung am 11. März durch. Das Parlament und seine Ausschüsse sind jetzt am Zug. Das müsste nun schon eine Art ICE sein, wenn das Gesetz noch vor Ende der Legislaturperiode am Ziel sein sollte. Ein „Fahrplan“ sieht die Verabschiedung des Gesetzes spätestens im Juli vor:

  • 1. Lesung Bundestag 07.05.2009
  • Erste Lesung Bundesrat 15.05.2009
  • 2. und 3. Lesung -Verabschiedung Bundestag 19.06.2009
  • Verabschiedung Bundesrat 10.07. 2009
  • Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten und Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt

6 Monate nach Unterzeichnung und Veröffentlichung tritt das Gesetz in Kraft – sprich:  Ende 2009/Anfang 2010

Ob und wann die Ausführungsverordnungen dann folgen – und damit die eigentlichen Inhalte – ist offen.

Anders als das Bundesnaturschutzgesetz und das Bundeswassergesetz könnte das „Solariengesetz“ (das Gesetz und die inhaltlich entscheidenden Ausführungsverordnungen) bei seiner Vorgeschichte den Wettlauf mit dem Ende der Legislaturperiode also dennoch verlieren und erst im nächsten Bundestag neu verhandelt werden. Im Interesse der „Planungssicherheit“ für alle Teilnehmer im Besonnungsmarkt wäre das bedauerlich.

zerti-neuFreiwillige gegen staatliche Regelung – wirklich ein Gegensatz?

Eng verbunden mit dem Schicksal des „Solariengesetzes“ ist die weitere Entwicklung des Gütesiegels „Geprüftes Sonnenstudio„.

Hier entwickelte sich ein merkwürdiges Zusammenspiel von Solariengegnern und Teilen der Solarienbranche:  Während das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die zweifellos negativen – wenn auch nicht annähernd im behaupteten Umfang-  Ergebnisse der Kontrollen bei den zertifizierten Studios dankbar zum Anlass nahm, mit der groben Keule die „Geprüften Sonnenstudios“ zu prügeln, um die unbedingte Notwendigkeit eines umfassenden Gesetzes zur Detailregelung des Besonnungsmarktes zu „beweisen“, verfielen Vertreter der Solarienbranche in eine trotzige „dann-eben-nicht“-Haltung und erklärten die Zertifizierung für gescheitert. Eigene Anstrengungen und Initiativen seien da nun nicht mehr nötig und sinnvoll. Wo alle Studios gleich gemacht seien, wäre eine Differenzierung durch Qualität nicht mehr möglich und vor allem nicht mehr wirtschaftlich. Ein Qualitätssiegel hätte damit seinen Sinn verloren.

Denkblockaden lösen!

Nicht zuletzt diese wechselseitige Denk-Blockade scheint mitverantwortlich zu sein für den fatalen Schwebezustand, in dem alle Initiativen und Anstrengungen für eine notwendige Fortentwicklung der Besonnungs-Dienstleistungen zu ersticken drohen.

In Wirklichkeit aber verhindern die „Extremisten“ auf beiden Seiten die nahe liegende und sowohl in anderen Branchen als auch für die Solarienbranche in anderen Ländern längst funktionierende Lösung des Problems im Konsens:
Eine gesetzliche „Basisregelung“, die eine gesunde Grundlage für gleiche Wettbewerbsbedingungen unter den Sonnenstudios, Herstellern und Dienstleistern schafft, aber ausreichend Raum lässt für die kreative Fortentwicklung der Besonnungsleistungen und für Angebote überlegener Qualität zu angemessenen Preisen.

Zum Wohle keineswegs nur der Solarienbranche und der gut geführten Sonnenstudios, sondern viel mehr noch im Interesse des mündigen Verbrauchers, der sehr wohl beurteilen kann, wo er die Wohlfühleffekte der Sonnenbank gekoppelt mit den zahllosen positiven Wirkungen für die physische und psychische Gesundheit im Vertrauen auf ein professionelles und leidenschaftlich interessiertes Studio-Management entspannt genießen kann – und wo eben nicht.

Und wenn ihm dabei ein strikt kontrolliertes, freiwilliges Gütesiegel die Wahl erleichtert, um so besser! Der Bürokraten-Traum von der totalen Regulierung schliesst jeden Qualitäts-Wettbewerb um den kritischen Verbraucher aus und hinterlässt: Gleichgültigkeit! Wer will das schon!

Vitamin D-Mangel bei jungen Frauen: Die Dicken aber nicht die Langen! 28. Januar 2009

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Die Langen haben`s besser

Die Langen haben`s besser

Es wird viel geschrieben über den „epidemischen“ Vitamin D-Mangel weltweit bei älteren und kranken Menschen, die nicht genug Sonne abbekommen oder deren Haut die Vitamin D-Synthese durch die UVB-Strahlen nicht mehr in ausreichendem Maße zulässt (jüngstes Beispiel hier *).

Wenig bekannt aber ist, dass auch mehr als die Hälfte der jungen Frauen in einem „Sonnenstaat“ wie Kalifornien an einem Mangel an „Sonnenschien-Vitamin“ leidet – und das vor allem die Dicken. Besser dagegen geht es den großgewachsenen jungen Frauen. Bei ihnen tritt der Mangel seltener auf als beim Durchschnitt.

Das fanden zu ihrer Überraschung kanadische und kalifornische Forscher bei der Untersuchung von Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren.

59 Prozent der Teilnehmerinnen waren defizitär (≤29 ng/ml). Ein deutlicher Zusammenhang zeigte sich zwischen allen Messungen von Übergewicht bzw. Körperfett und Vitamin D-Mangel. Vitamin D wird im Fettgewebe des Körpers eingelagert und gebunden.

Keine Erklärung allerdings fanden die Forscher für das Phänomen:  Je größer die Frauen waren, desto günstiger war ihre Vitamin D-Versorgung.

Quelle:  Science Daily

Studie:  Richard Kremer et al., Vitamin D Status and Its Relationship to Body Fat, Final Height, and Peak Bone Mass in Young Women, The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism Vol. 94, No. 1 67-73

Wie die Jungen so die Alten:

*Studie:Eric Orwoll et al., Vitamin D Deficiency in Older Men, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, published online on  January 27, 2009

Gesetze fast ohne Wirkung auf jugendliche Solarien-Nutzer 26. Januar 2009

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jugend-stephan-wengelinski_pixeliode1Es gibt viele Gründe dafür, dass Jugendliche eine Sonnenbank nutzen – oder eben nicht. Staatliche Gesetze mit Zugangsbeschränkungen für Jugendliche scheinen nicht zu diesen Gründen zu gehören!

Obwohl in den vergangenen Jahren zahlreiche Staaten der USA (19 Staaten bis zum Jahr 2004) solche Gesetze mit Beschränkungen oder Verboten von Solariennutzung für Jugendliche eingeführt haben, hat sich daraufhin das tatsächliche Verhalten der Jugendlichen so gut wie überhaupt nicht verändert.

Zu dieser überraschenden Schlussfolgerung kommt jetzt eine repräsentative Studie im Auftrag der American Cancer Society.

Zwischen den Jahren 1998 und 2004 stieg die Solarien-Nutzung Jugendlicher unwesentlich von 10 auf 11 Prozent. In Staaten mit gesetzlichen Regulierungen für die Solariennutzung Jugendlicher blieb die Nutzung unverändert oder sank geringfügig, in Staaten ohne solche Gesetzte stieg die Nutzung geringfügig – beide Tendenzen waren statistisch nicht relevant (d.h. innerhalb des Zufallsbereichs, d. Red.)“, so das Fazit der Wissenschaftler.

Die Studie untersuchte sowohl die Nutzung einer Sonnenbank jeweils im Jahr vor der Befragung als auch die Häufigkeit der Nutzung. Dabei stellte sich heraus, dass in den Staaten mit entsprechenden Gesetzen, die nach 1998 erlassen wurden, die Zahl der jugendlichen Solariennutzer zwar ein wenig zurückging, aber die Häufigkeit der Nutzung durch die einzelnen Jugendlichen deutlich anstieg. Eine Erklärung für dieses Phänomen konnten die Forscher nicht liefern.

Anders als die staatlichen Gesetze hatte das Vorbild der Eltern und deren Erlaubnis erheblich Auswirkungen auf das Verhalten der Jugendlichen, ebenso wie – nicht erstaunlich – die allgemeine Einstellung zu Sonne und Besonnung.  Jugendliche, die sich gern und häufiger im Freien an der Sonne aufhalten, nutzen auch häufiger eine Sonnenbank, wenn die Natursonne nicht zur Verfügung steht. Eine offensichtliche Tatsache übrigens, die gern von Studien ignoriert wird, die gesundheitliche Folgen von UV-Strahlen auf den Gebrauch von Solarien zurückzuführen versuchen.

Quelle: HighWire

Studie: Vilma Cokkinides, Martin Weinstock, DeAnn Lazovich, Elizabeth Ward, and Michael Thun, Indoor tanning use among adolescents in the United States, CANCER; online vorab publiziert Dezember 2008; print, 15. Januar 2009

Foto: pixelio/Stephan Wengelinski

Mädchen werden dicker und kürzer ohne genügend Sonnenschein-Vitamin 12. Dezember 2008

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flickr/circo de invierno)

Zu dick, zu klein, zu wenig Sonnenschein (Foto: flickr/circo de invierno)

Dass ein Mangel an Vitamin D Erwachsene für viele „Volkskrankheiten“ wie Osteoporose, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs  empfänglich macht,  ist hinreichend bekannt. Auch über den besonders großen Mangel an „Sonnenschein-Vitamin“ bei Jugendlichen haben wir berichtet (z.B. hier und hier).

Neu ist aber die Erkenntnis, dass Vitamin D-Mangel bei Jugendlichen zu Übergewicht und Wachstumsstörungen führen kann.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus dem Sonnenstaat Kalifornien (McGill University und University of Southern California). Die Wissenschaftler untersuchten den Vitamin D-Status (25-hydroxy vitamin D), das Körperfett und das Längenwachstum bei 90 Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren. 59 Prozent der Teilnehmer an der Studie litten unter einem Vitamin D-Mangel.

Wir waren erstaunt über das Ausmaß des Vitamin D-Mangels bei den jungen Leuten aus einem so sonnenreichen Staat,“ so einer der Co-Autoren der Studie, Prof. Richard Kremer. „Wir fanden heraus, dass Mädchen und junge Frauen mit einem Vitamin D-Defizit erheblich schwerer waren, einen höheren Body Mass Index und erheblich mehr Bauchfett aufwiesen als Mächen mit normalem Vitamin D-Spiegel.

Unerwartet auch die Verbindung von Vitamin D-Mangel und Körpergrösse. Gerade in Zeiten des beschleunigten Wachstums, so die Autoren, sei ein Vitamin D-Defizit verantwortlich für eine Verzögerung und Reduzierung des Wachstums.

Da ein Vitamin D-Mangel zu Fett-Ansammlung im Körper und einem erhöhten Risiko führt, an chronischen Leiden zu erkranken, sollte unbedingt die richtige Dosis, der optimale Stand an Vitamin D-Serum im Blut,  für die Gesundheit der jungen Menschen erforscht werden,“ fügte Prof. Vicente Gilsanz, vom Children’s Hospital Los Angeles of the University of Southern California, in einem Interview mit Science Daily hinzu.

Quelle:  Science Daily

Studie:  Kremer et al., Vitamin D Status and its Relationship to Body Fat, Final Height, and Peak Bone Mass in Young Women. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism,  November 2008 (online vorab publiziert, PDF kostenlos)

Mit dem „Sonnenschein-Vitamin“ springt man höher 25. November 2008

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hochsprung-maedchen99 Schulmädchen (12-15 Jahre) sprangen um die Wette. Am höchsten sprangen die Mädchen mit dem höchsten Vitamin D-Gehalt im Blut.

So könnte man etwas frivol das Ergebnis einer Studie aus Manchester, England, zusammenfassen.  Die Forscher der University of Manchester wollten feststellen, ob es einen Zusammenahng gibt von Vitamin D, gemessen als Serum 25 hydroxyvitamin D (25(OH)D), im Blut und der Stärke sowie der Funktionsfähigkeit der Muskeln bei Kindern und Jugendlichen. Es gibt!

Gemessen wurde die Muskelkraft, die Schnellkraft, die Sprunghöhe und verschiedene weitere Indikatoren sowie der Esslinger Fitness Index. Größe, Gewicht wurden berücksichtigt, die Konzentration  von Vitamin D, Kalzium und PTH erhoben.

Bei allen Werten: Sprunghöhe, Muskelkraft, Schnellkraft und Geschwindigkeit ergab sich ein positives Verhältniss zur Höhe des Vitamin D-Serums im Blut.

Eine Review-Studie der Universtät von Wyoming unterstreicht diese Ergebnisse: Die Leistungsfähigkeit von Sportlern wird wesentlich durch die Versorgung mit ausreichend Vitamin D mitbestimmt.

In China ergab eine Studie mit 301 Mädchen ein ähnliches Resultat.

Quelle: HighWire

Studien:
Kate A Ward et al., Vitamin D status and muscle function in post-menarchal adolescent girls, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Vol. 94, No. 2 559-563

Kentz S. Willis et al., Should We Be Concerned About the Vitamin D Status of Athletes? International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism, 2008, 18, 204-224

Leng Huat Foo et al., Low Vitamin D Status Has an Adverse Influence on Bone Mass, Bone Turnover, and Muscle Strength in Chinese Adolescent Girls
J. Nutr. 2009; 139:1002-1007