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Vitamin D – „Zu gut um wahr zu sein!“ 6. Mai 2008

Posted by lbmedien in Brustkrebs, Darmkrebs, Diabetes, Krebsgesellschaft, Prostata-Krebs, Sonnen-News, Sonnenschein-Vitamin, Sonnenstrahlen.
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Stellen Sie sich ein Nahrungsmittel vor, das hilft bei der Vorsorge vor Krebskrankheiten, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tuberkulose, das Knochen stabil macht und vor Autoimmun-Krankheiten wie Multipler Sklerose , rheumatischer Arthritis und Diabetes im Jugendalter schützt.“ So beginnt ein Artikel in der berühmten Washington Post über die Wirkungen des „Sonnenschein-Vitamins“ D.

Im Gespräch mit Wissenschaftlern und Vertretern der US-Gesundheitsorganisationen wie den National Institutes of Health und dem National Cancer Institute referiert die Zeitung die wichtigsten Effekte einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung und zitiert Studien und internationalen Konferenzen aus jüngster Zeit (die auch in unserem Weblog vorgestellt wurden – ein Beispiel) bei denen vor allem die erstaunlichen Effekte des Vitamins – das eigentlich ein Hormon ist – bei der Bekämpfung von Brust- Darm-, Prostata- und Lungen-Krebs vorgestellt wurden – neben der zentralen Rolle für die Knochenbildung und -stabilität in allen Altersgruppen.

20 Minuten Sonnenstrahlen oder 400 Glas Milch?

Der einfachste Weg zum Vitamin D, so meint auch die Washington Post, ist der Aufenthalte an der Sonne (oder auf der Sonnenbank). Nur 20 Minuten an der Sommer-Sonne ohne Sonnencreme „produziert“ 20.000 IU (Internationale Einheiten) Vitamin D. Das Entspricht etwa 400 Gläsern mit Milch.

Und während eine zu hohe Dosis des Vitamins in Pillenform zu Vergiftungen führen könne, sei das bei der UV-Bestrahlung nicht möglich.

Quelle: Washington Post

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Kanada`s Ärzte fordern: Regierung soll Vitamin D-Empfehlung drastisch erhöhen 12. Oktober 2007

Posted by lbmedien in Krebsgesellschaft, Schwangerschaft, Solarium, Sonnenschein-Vitamin, UV-Strahlen, Vitamin D.
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Ein offender Streit über das „Sonnenschein-Vitamin“ D zwischen Kinder-, Frauenärzten und der Krebsgesellschaft auf der einen und der regierungsoffiziellen Gesundheitsbehörde, Canada Health, auf der anderen Seite spitzt sich seit Mitte dieses Jahres ständig zu.

Die Ärzte-Organisationen fordern Empfehlungen für eine optimale tägliche „Ration“ an Vitamin D, die z.B. für Schwangere um ein 10faches höher liegen soll, als von der Regierung bisher angegeben Mengen. Die Ärzte verweisen auf die zahlreichen Studien der letzten Zeit, in denen die zentrale Bedeutung einer ausreichenden Versorgung mit dem „Sonnenschein-Vitamin“ für die Vorbeugung von Infektions-, Autoimmun- und Krebserkrankungen unterstrichen wird.

Da ca. 90% des Vitamin D im Körper selbst durch UV-B-Strahlen (der Sonne oder im Solarium) gebildet wird, sind die Kanadier hier durch ihre geographische Lage und den dadurch bedingten besonders langen „Vitamin D-Winter“ stark benachteiligt. Der Verweis der Regierung auf ähnliche Richtlinien in den USA sei also, so die Ärzte-Organisationen, nicht angemessen.

Sowohl die kanadischen als auch die US-amerikanischen Behörden wollen jetzt ein Verfahren zur Revision der Empfehlungen in beiden Ländern in Gang setzten.

Quelle: globeandmail.com

„Lies, damn lies…“ US-Krebsgesellschaft mit gesponserter Kampagne in der Kritik 21. August 2007

Posted by lbmedien in Hautkrebs, Krebsgesellschaft, Melanom, Sonnen-News, Sonnenschutz, UV-Strahlen - Wirkungen.
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cancer-society-ad.jpgSelbstmord per Sonnenstrahlen!?

Meine Schwester tötete sich aus Versehen. Sie starb an Hautkrebs!“ (“My sister accidentally killed herself. She died of skin cancer“ – Abbildung vergrößern durch Klick auf das Bild)

Eine junge Frau trauert um ihre tote Schwester und drückt ihr Bild verzweifelt an die Brust. Mit diesem Foto als Aufmacher startete jüngst die US-Krebsgesellschaft American Cancer Society eine gigantische Anzeigen-Kampagne gegen Solarien und für Rundum-Sonnenschutz.

Das Foto war eine Lüge, die junge Frau ein Model. Schlimmer noch, die Kampagne wurde finanziert von der Kosmetik-Industrie, genauer: vom Sonnencreme-Produzenten Neutrogena, Tochtergesellschaft des Kosmetik-Multis Johnson & Johnson, der sich von der Panikmache in Sachen UV-Strahlung ein gutes Sommer-Geschäft versprach. Das „Wall Street Journal“ titelte dazu: „Sun Shines On Funding of Cancer-Prevention Ad“ („Die Sonne scheint auf die Finanzierung der Anzeigen zur Krebs-Vorsorge“).

Als der Schwindel aufflog, ging eine Welle der Empörung durch den US-Blätterwald. Vor allem amerikanische Dermatologen und Wissenschaftler protestierten und sahen ihre Bemühungen um eine ausgewogene Aufklärung der Bevölkerung über Nutzen und Gefahren der Sonnen- und UV-Strahlen für die menschliche Gesundheit diskreditiert.

Prof. Marianne Berwick von der University of New Mexico, eine der international renommiertesten Epidemologen auf dem Forschungsgebiet UV-Strahlen und Hautkrebs, kritisierte die unsinnige Gleichsetzung von „weissem“ und „schwarzem“ (Melanom) Hautkrebs. Schon 2005 hatte ihre Forschergruppe herausgefunden, dass mehr Besonnungszeit bei einer Melanom-Diagnose die Überlebenschancen erhöht und nicht senkt.

Dr. Barry Kramer, stellvertretender Direktor für Gesundheit und Prävention am National Institutes of Health dazu in der New York Times:

Es gibt recht sichere Hinweise darauf, dass Sonnenschutzmitttel gegen den `weisse´ Hautkrebs schützt – aber nicht gegen das Melanom. Darauf aber zielt die Botschaft in der Werbung. In Wahrheit gibt es keinerlei verläßliche Belege dafür, dass Sonnenschutz-Cremes Todesfälle (durch „schwarzen“ Hautkrebs) verhindern„.

Tatsächlich haben Studien nachgewiesen, dass der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln das Melanom-Risiko sogar erhöhen können, da sich die Anwender in falscher Sicherheit wiegen.

Quelle: New York Times

Bericht über die Kampagne der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) hier

Angst (vor Hautkrebs) macht nicht klüger 17. Juli 2007

Posted by lbmedien in Jugendliche, Krebsgesellschaft, Sonnen-News, Sonnenschutz, Sonnenstudio.
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SonnenbrandDie Angstkampagnen in Sachen Sonne und Solarium der Gesundheitsorganisationen verfehlen ihr Ziel und treffen die Falschen (Dazu auch in früheren Postings hier und hier). Diese noch nicht überall angekommene Botschaft wird wieder einmal belegt durch eine Studie des Institute of Cancer Research, UK.

Danach haben heute 60 Prozent der Befragten mehr Angst vor Hautkrebs als noch vor zehn Jahren. Trotz der gestiegenen Angst verwenden aber 35 Prozent keinen Sonnenschutz beim Sonnen im Freien. Einer von zehn Teilnehmern meinte, dass die Menschen mehr informiert werden sollten.

Immer noch beschäftigen sich die Aufklärungskampagenen der Gesundheits- und Krebs-Organisationen überwiegend mit den angeblichen Gefahren der Solarien-Nutzung, wo die Gefahren – zumindest in Qualitäts-Studios – für die Haut so gut wie ausgeschlossen werden können und verursachen so – ungewollt – eine Abstumpfung gegenüber den durchaus notwenigen Warnungen vor missbräuchlichem Freitzeitverhalten.

Jüngstes Beispiel: eine Pressemeldung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, abgedruckt in der Medical Tribune, wo die wichtigsten Verhaltenregeln des Sonnenschutzes für die Krebsvorbeugung aufgezählt werden – in der Reihenfolge der Wichtigkeit.

Punkt Nr. 1:
Meiden künstlicher UV-Quellen wie Solarien.

Quelle: pte und Medical Tribune online

Foto: dermis.net

Schwierige Balance 1. Juli 2007

Posted by lbmedien in Besonnung, Krebsgesellschaft, Sonnen-News, Sonnenstrahlen, Vitamin D-Mangel.
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Angesichts der immer noch wachsenden Lawine von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den positiven Gesundheitswirkungen der Sonne und ihrer UV-Strahlen führen manche Dermatologen und Krebsgesellschaften eine Art Rückzugsgefecht mit gelegentlich putzig anmutenden Argumenten.

Im Online-Portal der kanadischen Ärztezeitung „National Review of Medicine“ wird die Dermatologin Dr. Cheryl Rosen, Leiterin des „National Sun Awareness Program“ zitiert mit der Aussage, man müsse ja die bisherigen strikten Empfehlungen zur Sonnenvermeidung und zum Sonnenschutz per Creme und Spray einfach deshalb nicht korrigieren, weil die Leute beim Eincremen ja sowieso einige Hautpartien vergäßen und auf diese Weise eben ausreichend Vitamiin D durch UV-Strahlen auf diese Hautpartien gebildet werden könnte.

Immerhin aber zeigen selbst solche kuriosen Argumente, dass sich die Diskussion endlich von der „Raus-aus-Sonne-und-Solarium“-Propaganda auf die in der Tat noch ungelöste Frage verlagert: „Wieviel Sonne ist genug?“ und damit auch: „Wieviel Solarium ist gesund und sinnvoll und ab wann auch schädlich?“.

Quelle: National Review of Medicine

Krebsgesellschaft empfiehlt: Mehr „Sonnenschein-Vitamin“ 11. Juni 2007

Posted by lbmedien in Krebsgesellschaft, Sonnenstrahlen, sun exposure, UV-Strahlen - Wirkungen, Vitamin D-Mangel.
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Das Umdenken in den internationalen Gesundheitsorganisationen setzt sich weiter fort.

Jetzt hat die Canadian Cancer Society eine dringende Empfehlung an die Kanadier gerichtet, sich stärker mit Vitamin D zu versorgen. Die Gesellschaft, vergleichbar mit der Deutschen Krebshilfe, erkennt ausdrücklich an, dass das überwiegend von der Sonne über die Haut im Körper gebildetet Vitamin D3 das Risiko für viele Krebserkrankungen bis zu 70% reduziert.

Betroffen seien vor allem Menschen, die nicht ausreichend im Freien (oder, das sagt die Cancer Society allerdings nicht, im Solarium) den Sonnenstrahlen ausgesetzt seien. Im Herbst und Winter sei aber für alle Kanadier eine zusätzliche Vitamin D-Versorgung wünschenswert.
Empfohlen wird die orale Einnahme von mindestens 1.000 IU (International Units) pro Tag.

Kürzlich erst hatte der kanadische Dermatologenverband, Canadian Dermatology Association, eine ähnliche Empfehlung herausgegeben.

Zu einer Änderung ihrer Sonnenschutz-Richtlinien allerdings konnten sich beide Verbände noch nicht durchringen. „Wir brauchen mehr Forschung über die Menge an Sonnenlicht, das notwendig ist für die optimale Versorgung mit Vitamin D„, so die Cancer Society .

Quelle: Canadian Cancer Society