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Vitamin D und Prostata-Krebs: Die europäischen Daten 16. April 2009

Posted by lbmedien in Prostata-Krebs, Vitamin D.
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Die Kontroverse geht weiter: Eine europäische fallkontrollierte Studie mit Daten der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (1994–2000) ergab keinen statistisch relevanten Einfluss des Vitamin D-Spiegels auf die Entwicklung von Prostata-Krebs.

Die Forscher aus sieben europäischen Ländern untersuchten 652 Fälle von Prostata-Krebs und eine Kontrollgruppe von 725 Gesunden über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren.

In diesem Blog hatten wir über Forschungsergebnisse zu Vitamin D und Prostatat-Krebs hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier berichtet.

Quelle: HighWire

Studie:  Francesca L. Crowe et al.,  Serum Vitamin D and Risk of Prostate Cancer in a Case-Control Analysis Nested Within the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC), American Journal of Epidemiology, vorab online April 2009

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Sonnenschein-Vitamin gegen Prostatakrebs – neue Belege 24. März 2009

Posted by lbmedien in Forschung, Prostata-Krebs, Vitamin D-Mangel.
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Trotz Dutzender Studien mit Belegen für den Zusammenhang von Vitamin D bzw. Vitamin D-Mangel und Protata-Krebs sind Zweifel vor allem an einem Ursache-Wirkung-Zusammenhang bisher nicht völlig verstummt.

In diesen Tagen werden drei Studien veröffentlicht, die wieder einmal nachweisen, dass ein Vitamin D-Defizit mit einem höheren Risiko für Prostata-Krebs (Studie des National Cancer Institute) und einer geringern Überlebenschance (Studie der Universität Oslo) einhergeht.

Mehr Sonnen-Exposition reduziert das Prostatakrebs-Risiko, findet eine Studie an der Universität Bristol mit mehr als tausend Männern und einer zusätzlichen Meta-Analyse von sechs weiteren Studien.

Quelle: ScienceDaily/Newswise

Studien:
Jiyoung Ahn et al.,  Vitamin D-related Genes, Serum Vitamin D Concentrations, and Prostate Cancer Risk Carcinogenesis, online vorab 23. März 2009

S.  Tretli et al.,  Association between serum 25(OH)D and death from prostate cancer, British Journal of Cancer (2009) 100, 450–454

Rebecca Gilbert et al, Life course sun exposure and risk of prostate cancer: Population-based nested case-control study and meta-analysis, International Journal of Cancer, 4. März 2009

Vitamin D – „Zu gut um wahr zu sein!“ 6. Mai 2008

Posted by lbmedien in Brustkrebs, Darmkrebs, Diabetes, Krebsgesellschaft, Prostata-Krebs, Sonnen-News, Sonnenschein-Vitamin, Sonnenstrahlen.
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Stellen Sie sich ein Nahrungsmittel vor, das hilft bei der Vorsorge vor Krebskrankheiten, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tuberkulose, das Knochen stabil macht und vor Autoimmun-Krankheiten wie Multipler Sklerose , rheumatischer Arthritis und Diabetes im Jugendalter schützt.“ So beginnt ein Artikel in der berühmten Washington Post über die Wirkungen des „Sonnenschein-Vitamins“ D.

Im Gespräch mit Wissenschaftlern und Vertretern der US-Gesundheitsorganisationen wie den National Institutes of Health und dem National Cancer Institute referiert die Zeitung die wichtigsten Effekte einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung und zitiert Studien und internationalen Konferenzen aus jüngster Zeit (die auch in unserem Weblog vorgestellt wurden – ein Beispiel) bei denen vor allem die erstaunlichen Effekte des Vitamins – das eigentlich ein Hormon ist – bei der Bekämpfung von Brust- Darm-, Prostata- und Lungen-Krebs vorgestellt wurden – neben der zentralen Rolle für die Knochenbildung und -stabilität in allen Altersgruppen.

20 Minuten Sonnenstrahlen oder 400 Glas Milch?

Der einfachste Weg zum Vitamin D, so meint auch die Washington Post, ist der Aufenthalte an der Sonne (oder auf der Sonnenbank). Nur 20 Minuten an der Sommer-Sonne ohne Sonnencreme „produziert“ 20.000 IU (Internationale Einheiten) Vitamin D. Das Entspricht etwa 400 Gläsern mit Milch.

Und während eine zu hohe Dosis des Vitamins in Pillenform zu Vergiftungen führen könne, sei das bei der UV-Bestrahlung nicht möglich.

Quelle: Washington Post

Die Glatze: eine List der Evolution gegen den Prostata-Krebs? 14. Dezember 2007

Posted by lbmedien in Prostata-Krebs, Sonnen-News, Sonnenschein-Vitamin.
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Glatze als Sonnenfänger gegen Prostata-KrebsHaarausfall und die männlich Glatze sind keineswegs Ausdruck eines Mangels sondern notwendige Anpassung des Mannes an ein sonnenarmes Klima bei der Wanderung der Urmenschen aus dem sonnigen Süden in die nördlichen Gefilde. Die Glatze diente als „Sonnenfänger“ für die kostbaren UV-Strahlen, die wiederum gebraucht wurden für die Bildung von Vitamin D in der Haut. Vitamin D dient aber, wie wir inzwischen wissen, als Schutz vor Prostata-Krebs.

Dieser ungewöhnlichen Vermutung geht jetzt der ungarische Mediziner und Ökologe Peter Kabai in einem Beitrag zur Fachzeitschrift Medical Hypotheses (Elsevier) nach.

Kabai: „Die männliche Glatzenbildung … ist ein fein ausgewogener Mechanismus, entstanden als Abwehr gegen Prostata-Krebs.

Anmerkung der Redaktion:
Könnte das bedeuten, dass die Glatzköpfigkeit politischer Rechtsausleger keineswegs als Provokation sondern als naturmedizinisch indizierte Prostatakrebs-Vorbeugung für evolutionär Zurückgebliebene gemeint ist?

Quelle: P.Kabai, Androgenic alopecia may have evolved to protect men from prostate cancer by increasing skin exposure to ultraviolet radiationMedical Hypotheses. 2008;70(5):1038-40. (online vorab veröffenlticht)

Überleben mit dem „Sonnenschein-Vitamin“ 12. Oktober 2007

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Sonnenstand im Tagesverlauf Nord-NorwegenKrebs-Patienten, die im Sommer und Herbst diagnostiziert werden, haben eine höhere Überlebenschance als Patienten mit Diagnosen im „Vitamin D-Winter“.  Gleich mehrere Studie, die in diesen Wochen publiziert wurden, bestätigen den Zusammenhang von Sonne, Vitamin D und Überleben nach der Krebsdiagnose.

Eine internationale Forschungsgruppe am King`s College, London, analysierte mehr als eine Million Patientendaten aus Großbritannien auf den Zusammenhang von Jahreszeit der Krebsdiagnose (Brust-, Darm-, Lungen- und Prostatakrebs), Intensität der Sonnenexposition und Überlebensraten mit eindeutigem Ergebnis: Vor allem bei Brust- und Lungenkrebs waren die Fünf-Jahres-Überlebenschancen deutlich größer bei Patienten, deren Krankheit im Sommer oder Herbst diagnostiziert wurde und/oder die in dieser Zeit besonders intensiv der Sonne ausgesetzt waren. Für Frauen war dieser Zusammenhang noch deutlicher als für die männlichen Patienten.

Nach Meinung der Forscher ist dieses Ergebnis ein weiterer Nachweis dafür, dass das „Sonnenschein-Vitamin“ das Wachstum von bösartigen Tumoren hemmt.

Ähnlich das Ergebnis einer norwegischen Studie über drei Jahre an der Universität von Oslo.

Grund für die deutlichen saisonalen Unterschiede in der Überlebensrate bei Prostata-Krebs sei der höhere Vitamin D-Spiegel (Calcidiol) in der sonnigen Jahreszeit und unmittelbar danach, wenn durch die UV-Strahlen im Körper produziertes Vitamin D noch in ausreichender Menge im Fettgewebe eingelagert ist. Je höher der Breitengrad, je ungünstiger also der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen, desto höher das Risiko.

Dieses Risiko gleichen die Menschen im Norden des Landes durch einen besonders hohen Konsum an fettem Fisch teilweise aus.

Ob und in welchem Umfang der Rückgang der Vitamin D-Versorgung im Winter und Frühjahr und damit das erhöhte Risiko bei Krebserkrankungen durch regelmäßig-mäßige künstliche Besonnung aufgefangen werden könnte, wird in der Studie nicht untersucht, aber in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchunge der letzten Monate (hier und hier) bestätigt.

Quelle: Science Daily

Studien:

Hyun-Sook Lim et al., Cancer survival is dependent on season of diagnosis and sunlight exposure, International Journal of Cancer, Volume 119, Issue 7 , Pages 1530 – 1536

Zoya Lagunova et al., Prostate cancer survival is dependent on season of diagnosis, The Prostate, Volume 67, Issue 12 , Pages 1362 – 1370, 2007

350.000 Brustkrebs-Fälle könnten vermieden werden 31. August 2007

Posted by lbmedien in Forschung, Prostata-Krebs, Vitamin D-Mangel.
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Mehr als die Hälfte aller Deutschen leiden unter einem Vitamin D-Mangel, so jüngst das Robert-Koch-Institut. In der Folge steigt das Risiko einer Krebs- oder Autoimmunerkrankung dramatisch an.

In einer weit gespannten Untersuchung in 15 Ländern aller Erdteile, die dann auf die Bevölkerungen von 177 Ländern hochgerechnet wurde, haben Forscher der Universität von Kalifornien in San Diego berechnet, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D weltweit pro Jahr 250.000 Darmkrebs- und 350.000 Brustkrebserkrankungen verhindern könnte. Davon würden die Menschen in Deutschland und anderen Ländern der nördlichen Halbkugel überproportional profitieren.

Quelle: Associated Press (AP)

Mehrere Studien in: Nutrition Reviews, Supplement 1, Volume 65, August 2007

Studie: B Hintzpeter, G B M Mensink, W Thierfelder, M J Müller and C Scheidt-Nave, Vitamin D status and health correlates among German adults, European Journal of Clinical Nutrition, Vol. 65, September 2007,

Schützt Sonne schon in jungen Jahren vor Krebs? 5. Juni 2007

Posted by lbmedien in Besonnung, Forschung, Prostata-Krebs, Sonnen-News, sun exposure.
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Kinder und SonneJungen, die als Kinder oder Jugendliche zu wenig Sonnenstrahlen abbekamen, haben ein wesentlich größeres Risiko, später an Prostata-Krebs zu erkranken.

Bisher schon war die Bedeutung der UV-Strahlen für die Krebsvorbeugung unter anderem bei Prostata-Krebs für Erwachsene durch zahlreiche Studien belegt (wir haben berichtet, z.B.: hier, hier, hier und hier). Jetzt haben US- Wissenschaftler am Comprehensive Cancer Center der Wake Forest University in einer Langzeituntersuchung belegen können, dass besonders die Sonnenexposition im Kindes- und Jugendalter für die Prävention von Prostata-Krebs von Bedeutung zu sein scheint.

Dieser neue Beleg in einer inzwischen langen Reihe von wissenschaftlichen Hinweisen auf die Bedeutung der Sonne und der Besonnung auch und gerade in jüngeren Jahren, verdeutlicht noch schärfer als bei den Erwachsenen das Problem von: „Zu wenig Sonne – zu viel Sonne!“

Einerseits ist der Sonnenschutz bei Kindern und Jugendlichen von besonderer Bedeutung, da zumindest im frühen Alter die „Selbstverteidigung“ der Haut gegen UV-Schäden noch nicht voll ausgebildet ist. Auf der anderen Seite weisen aber immer mehr renommierte Wissenschaftler auf die Gefahr unzureichender Besonnung gerade bei Jugendliche hin, vor allem aufgrund der veränderten Lebensbedingungen und Freizeitgewohnheiten.

Nävi als Risikofaktor für MelanomGenau diesen Freizeitgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen geht eine weitere Studie aus Deutschland nach, die den Zusammenhang von „Ferien im Süden“ und der Bildung von Nävi (Muttermalen) bei Kindern untersucht. Nävi gelten unumstritten als Risikofaktoren für die Bildung von Hautkrebs im späteren Leben.

Wie in früheren Studien schon vermutet stellte sich heraus, dass die Zahl der Nävi nicht etwa durch längeren Aufenthalt in der Sonne sondern ausschließlich durch häufige, unvorbereitete, sozusagen schockartige Sonnenexposition gesteigert und damit das Melanom-Risiko erhöht wird. Sprich: Kinder, die zuhause vor TV- und Bildschirmen oder ihren Spielkonsolen sitzen und kaum an die Sonne kommen, dann in den Ferien vom ersten Tag an „gnadenlos“ sonnen (s. die Studien zu Sonnenbränden bei Jugendlichen in den Sommerferien), sind die einzigen, die durch die Feriensonne gefährdet sind.

Quelle: PubCrawler

Studie 1: Esther M. John, Jocelyn Koo and Gary G. Schwartz, Sun Exposure and Prostate Cancer Risk: Evidence for a Protective Effect of Early-Life Exposure, Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, 2007;16(6):1283–6

Studie 2: O. Gefeller et al., The Relation between Patterns of Vacation Sun Exposure and the Development of Acquired Melanocytic Nevi in German Children 6-7 Years of Age , American Journal of Epidemiology (vorab online) 03.03.2007