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Muttermale vom Ferienstrand 4. Februar 2009

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kinder-strand-hochsitz2Der tägliche Aufenthalt zuhause an der Sonne scheint keine Auswirkungen auf die Bildung von Muttermalen (Nävi) zu haben. Der Ferienaufenthalt am Strand aber sehr wohl! Damit bilden die Ferien bei Kindern ein gesteigertes Risiko für eine Melanom-Bildung”.  So fasst Prof. Lori Crane von der Colorado School of Public Health, USA,  eine Studie mit 681 Kindern im Alter von sieben Jahren aus dem US-Bundesstaat Colorado zusammen.

Die Zahl der Muttermale ist eines der Risikofaktoren für den „schwarzen Hautkrebs“.  Ferien am Strand lassen, wie die Forscher herausfanden, bei Kindern in diesem Alter die Zahl der Muttermale  jedes Mal um 5 Prozent ansteigen.  Jungen sind dabei stärker gefährdet als Mädchen.

Wie schon bei anderen Studien mit älteren Jugendlichen und Erwachsenen erwies sich der Schutz mit Sonnencreme als wenig wirksam.  Eincremen verführte zu übermäßig langem Aufenthalt in der Sonne am Strand.

Bestätigt werden auch Forschungsergebnisse aus den letzten Jahren, die belegen, dass regelmäßiger aber mäßiger Aufenthalt an der Sonne keinen Einfluss hat auf die Bildung von zusätzlichen Muttermalen und im Gefolge auf die Entstehung von Hautkrebs (Melanom) – im Gegenteil, dass aber die unvorbereitete und extreme Sonnenexposition, wie sie für den Strandurlaub im Sommer typisch ist, das Melanom-Risiko deutlich verstärken kann – ganz besonders bei kleinen Kindern.

Quelle: Newswise

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Das Sonne-und-Vitamin D-Paradox 9. Dezember 2008

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freioel

Abkehr von der Sonne - Vitamin D-Defizit Foto: freioel

Die Versorgung mit dem lebenswichtigen „Sonnenschein-Vitamin D“ wird immer schlechter. Das hat jetzt – zumindest für die USA – eine Studie des National Center for Health Statistics belegt. Der Grund vor allem:  Weniger Sonne auf der Haut des modernen Menschen mit überwiegend „sonnenarmem“ Lebensstil.

Die Studie vergleicht auf breiter Basis den durchschnittlichen Stand des Vitamin D-Serums im Blut von 18 158 Menschen in den Jahren 1988–1994 mit den zehn Jahre später erhobenen Daten von 20 289 Teilnehmern. Die Werte sanken in diesen 10 Jahren um durchschnittlich 5–20 nmol/L. Auch nach Berücksichtigung von methodischen Unterschieden der Erhebungen blieb eine besorgniserregende Differenz.

Durchaus auch ein „Verdienst“ der rabiaten Kampagnen gegen Sonne und Solarien durch Dermatologenverbände und Kosmetikindustrie. Die Studie weist in einer separaten Untersuchung nach, dass der Sonnenschutz wesentlich zu den Vitamin D-Defiziten beiträgt.

Dagegen haben Studien in jüngster Zeit nachgewiesen, dass diese Kampagnen ihr eigentliches Ziel, die Bekämpfung des Hautkrebs, insbesondere des Melanoms, nicht erreichen, dass Sonnenschutzmittel nicht vor dem Melanom schützen.

Paradoxes Resultat:  Angst-Kampagnen gegen die UV-Strahlen von Sonne und Solarium helfen nicht im Kampf gegen den Krebs sondern unterdrücken einen wichtigen Faktor in der Krebsvorbeugung, das Vitamin D.

In anderen Worten, die Kampagnen erweisen sich als hilflos gegen die „böse“, die krank machende Sonne, als wirkungsvoll aber gegen die „gute“, heilbringende Sonne. Statt den irrationalen, besinnungslosen Sonnenwahn von Millionen Strandurlaubern zu bremsen, verhindern sie erfolgreich die gezielte, dosierte Nutzung der UV-Strahlen beim sanften Sonnen in der kontrollierten Umgebung qualitätsgeprüfter Sonnenstudios für die fast unüberschaubarer Fülle präventiver und heilender Gesundheitswirkungen.

Quelle: PubMed

Studie:  Anne C. Looker et al., Serum 25-hydroxyvitamin D status of the US population: 1988–1994 compared with 2000–2004American Journal of Clinical Nutrition, 2008, 88: 1519

Editorial der Ausgabe: Anthony W Norman,  A vitamin D nutritional cornucopia: new insights concerning the serum 25-hydroxyvitamin D status of the US population, AJCN 2008, 88: 1455-1456.

Der Deutschen häufigstes Urlaubsleid: Der Sonnenbrand 13. August 2008

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Sonne genießen - sanft vorgebräunt

Sonne genießen - sanft vorgebräunt

44 Prozent (der deutschen Urlauber) litten schon unter den Folgen eines zu intensiven Sonnenbades.“ Deutschlands meistgelesene Tageszeitung fasst auf ihrer Website (bild.de) mit diesen Worten eine aktuelle Umfrage zusammen, die von Forsa im Auftrag der DAK und der Zeitschrift Healthy Living gegen Ende der diesjährigen Sommerferien erhoben wurde.

Die Hitliste der deutschen Urlaubsleiden laut Forsa und bild.de:
Sonnenbrand (44%), Schnupfen oder Erkältung (38%), Magen-Darm-Erkrankungen (30%) etc.

In den Sommerferien scheinen die Deutschen Jahr für Jahr die Mahnungen von Gesundheitsberatern und Ärzten vor den Spätfolgen des Sonnenbrands ebenso auszublenden wie die schmerzhaften Erfahrungen vom jeweiligen Vorjahr. (Über frühere Umfragen mit ähnlichen und schlimmeren Ergebnissen auch in anderen Ländern hatten wir hier, hier, hier, hier und hier berichtet)

Eine gute Gelegenheit für Sonnenstudios mit dem Qualitätssiegel „Geprüftes Sonnenstudio“ sich als unverzichtbarer Teil der Reiseapotheke zu profilieren.

Verantwortungsvolles Vorbräunen vermeidet den Sonnenbrand!“ Ein Fazit, das gern und oft gegen alle Fakten und wissenschaftlichen Belege von Dermatologen und/in den Medien bestritten wird.
Im Gegenteil: Da sich mit dieser Urlaubsgewohnheit etwa 99,97 Prozent der schädlichen Sonnenbrände offensichtlich dem „Zugriff“ der Mahner entziehen, wird die Verteufelung der Besonnnung im Solarium – und damit die restlichen 0,03 Prozent Sonnenbrände – um so verbissener verfolgt.

Dabei wird dann übersehen, dass eine langsame Gewöhnung der Haut an die UV-Strahlen der Sonne, vor allem nach einem langen Winter, nicht nur einen Lichtschutzfaktor (LSF) 4 sondern auch die viel zitierte „Lichtschwiele“ aufbaut.

Im „Geprüften Sonnenstudio“ geschieht das „sanft“ und mit der gebotenen Sorgfalt und individueller Anpassung.

Quelle: BILD.de

Bräune per Implantat – Die „Barbie-Droge“ wird erwachsen – Der Mißbrauch wächst mit 7. Juli 2008

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Bräune aus dem Implantat - melanotan redivivus

Bräune aus dem Implantat - melanotan redivivus

Vor einigen Jahren war sie der Hit der Saison: die „Barbie-Droge“ die gleichzeitig sexy, potent, schlank und braun machte. Ein winziges Implantat unter die Haut gespritzt garantierte monatelange „echte“ Bräune. Damals hieß sie noch „Melanotan“ und wurde in zwei Richtungen als „Melanotan I“ und „Melanotan II“ von unterschiedlichen Pharmafirmen in USA (Palatin) und Australien (Epitan jetzt: Clinuvel) entwickelt. (Ausführlich dazu hier, hier und hier).

Jetzt taucht die Droge wieder als News in den Medien auf. Es scheint, dass Clinuvel sein umpositioniertes Präparat CUV1647 (gestartet als Bräunungsmittel für Menschen mit Hautproblemen, jetzt als Prävention gegen seltene Sonnenallergien) sicher durch die letzte Testphase (Phase III) steuert und die Markteinführung bevorsteht. Gleichzeitig hat Palatin auf  Druck der Aufsichtsbehörden die Entwicklung von Melanotan II als Sex-Droge unter der Bezeichnung PT-141 aufgegeben.

Dass aber die Faszination der ehemaligen „Barbie-Droge“ ungebrochen ist, zeigen

  1. die jüngsten Presseberichte aus der Forschung einerseits (hier zur klinischen Erprobung und ihren Resultaten) und zu den kosmetischen Möglichkeiten und Anwendungen andererseits (Bericht in der Frauenzeitschrift Vogue), vor allem aber
  2. der lebhafte „Underground“ – der schwunghafte Handel mit illegalen Präparaten und Derivaten aus der Melanotan-Forschung auf der Sex- und Party-Bräune-Schiene. Die Droge PT-141 wird derzeit massenhaft über das Internet für rund 30 Euro vertreiben – überwiegend aus China.

Zu den Phase III Studien mit licht-intoleranten Patienten (EPP, CEP) erläutert die Chefärztin Elisabeth Minder am Triemli-Spital Zürich:
Mit CUV 1647 konnten die Patienten zum ersten Mal in ihrem Leben auf Berge steigen, Skifahren oder ins Strandbad. Die Testpersonen konnten sich durchschnittlich 11 Mal länger am Licht aufhalten.“

Sonnenschutz durch „natürliche“ Melaninbildung und Hautbräune aus der Spritze.

Populärer dagegen die Melanotan II-Richtung mit knackiger Bräune auch für Menschen mit lichtempfindlicher Haut oder Hauttyp 1. Vogue berichtet von Angeboten durch Dermatologen für rund 800 Euro. „Nach einer 14-tägigen Peptidhormon-Behandlung plus UV-Licht-Kabine entwickelt sich eine gleichmäßige Bräune, die ein halbes Jahr hält.

Vor allem die unkontrollierte Anwendung illegal erworbener Präparate ist wegen der nicht unbeträchtlichen Nebenwirkungen vor allem von PT-141 höchst gefährlich (z.B. die Steigerung des Bluthochdrucks und die Unterdrückung der Vitamin D-Bildung über die Haut).  Für alle, die nicht aus medizinischen Gründen Sonne und Solarium meiden müssen, bleibt die Sonnenbank im Qualitäts-Studio („Geprüftes Sonnenstudio“) die mit Abstand sicherste und gesundeste Alternative: Bräune plus Vitamin D zum kleinen Preis.

Quellen: Schweizer Fernsehen (SF), Vogue

Videos:
www.sf.tv/videoplayer

www.tv3.co.nz/VideoBrowseAll/HealthVideo

Deutsche sind sonnenhungrig und – unvorsichtig! Angst ist keine Hilfe 23. Mai 2008

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Vernünftiger Umgang mit Sonnen- udn UV-Strahlen

Noch hat der Sommer garnicht angefangen, schon hat sich jeder fünfte Deutsche 2008 mindestens einen Sonnenbrand zugezogen.

Eine Umfrage im YouGov Panel Deutschland unter 1.000 Bundesbürgern ab 16 Jahren bestätigt einmal mehr die kuriose Beobachtung (über ähnliche Studien aus verschiedenen Ländern haben wir berichtet: hier, hier, hier, hier und hier), dass die Menschen – auch verursacht durch die Angst-Kampagnen einiger Gesundheitsorganisationen – sich einerseits vor den Sonnenstrahlen fürchten, sich gleichzeitig aber im Umgang mit Sonne und UV-Strahlen eher verwirrt als aufgeklärt zeigen.

Über 70 Prozent der Befragten geben an, sich im Sommer pro Woche mehr als zehn Stunden im Freien aufzuhalten, knapp 20 Prozent sogar mehr als 30 Stunden. Dabei geben aber nur 42 Prozent an, konsequent auf Sonnenschutz zu achten. Gleichzeitig aber sorgen sich nach eigenen Angaben 85 Prozent, dass durch die Sonnenstrahlen Hautkrebs entstehen könnte.

Auch hier wieder zeigt sich, dass Kampagnen zur „Verteufelung“ der Sonne bestenfalls wirkungslos, vermutlich aber eher konterproduktiv sind. Sachliche Aufklärung über die vernünftige Balance und die für physische und sychische Gesundheit richtige Dosis an UV-Strahlen in der Natur oder im Solarium wäre dagegen dringend geboten. Angstmache und halbierte Wahrheiten führen lediglich zu irrationalem Verhalten, wie sich in dieser Untersuchung wieder einmal bestätigt.

Quelle: presseportal

Sonnenschutz giftig? 17. Mai 2008

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Sonnencremes stören den HormonhaushaltSonnenschutzmittel sind ins Gerede gekommen. Nicht nur haben Studien in letzter Zeit immer wieder nachgewiesen, dass die Cremes und Lotionen zwar gegen Sonnenbrand nicht aber gegen Hautkrebs schützen (im Gegenteil), jetzt ist auch noch eine öffentliche Diskussion um die Giftigkeit der Inhaltsstoffe in Gang gekommen.

Bestimmte UV-Filter in Sonnencremes und Flammschutzmittel in Textilien bringen den Hormonhaushalt der Menschen durcheinander. Über die Haut gelangen bestimmte hormonaktive Substanzen aus den Sonnenschutzmitteln in den Körper und führen zu Veränderungen der Steuerungsfunktion einiger der etwa 50 verschiedenen Hormone im menschlichen Körper.

In den USA haben jetzt die U.S. Centers for Disease Control (CDC) und deren Environmental Working Group (EWG) Alarm geschlagen und darauf hingewiesen, dass inzwischen – laut einer im März dieses Jahres veröffentlichten Studie – 97 Prozent der Amerikaner zum Beispiel mit der Chemikalie Oxybenzone (4-methoxy-2-hydroxybenzophenone), vergiftet sind, die in Sonnencremes und anderen Kosmetika Verwendung findet. Die Chemikalie wird unter anderem für die Unterentwicklung von Babies bei der Geburt und im Gefolge für eine Reihe chronischer Krankheiten im späteren Leben verantwortlich gemacht.

In der Schweiz hat die Swiss National Science Foundation und das Umweltbundesamt Forscher und Industrie zur Erarbeitung einer „Konsensplattform“ an einen Tisch gebracht. Das Thema hat durch diese Aktivitäten eine neue Dringlichkeit bekommen, nachdem die Diskussion über Jahre eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden war.

Quellen:
http://www.nrp50.ch (Swiss National Sciene Foundation)
http://www.ewg.org/node/26212 (Environmental Working Group)

Foto: Freiöl

Wie die Alten sungen… Überraschend viele Ältere auf der Sonnenbank 16. März 2008

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frau-sonne-solarium-klein.jpgZumindest in den USA muss das gängige Bild vom typischen Sonnenbank-Nutzer revidiert werden. Deutlich häufiger als bisher vermutet suchen auch Menschen über 50 Jahre ein Sonnenstudio auf.

In einer Studie mit fast 30.000 erwachsenen Amerikanern, die im Rahmen des Forschungsprojekts „National Health Interview Survey (NHIS)“ nach ihren Gesundheits-Gewohnheiten befragt wurden, berichten die Wissenschaftler vom Fox Chase Cancer Center, Philadelphia, USA ausserdem über typisches Risikoverhalten beim Umgang mit Sonne und Sonnenschutz.

Zwar machten die jüngeren Jahrgänge einen größeren Anteil bei den Solarium-Nutzern aus (20 Prozent der 18-29jährigen und 17% der 30 – 39jährigen) aber immerhin noch 10 Prozent der 50-64jährigen und gar noch 8 Prozent der über 65jährigen legten sich zumindest gelegentlich auf eine Sonnenbank.
(Für Deutschland kommt eine noch unveröffentlichte Studie des Forschungszentrums Jülich im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz zu ähnlich überraschenden Ergebnissen.)

Die Solarien-Nutzer waren überwiegend Frauen, weiss und besser ausgebildet, mit einem höheren Schulabschluss. In den höheren Altersgruppen glich sich das Verhältnis von Männern zu Frauen auf der Sonnenbank immer mehr an.

Gleichzeitig aber zeigte die Studie auch, dass bei den unter 50jährigen die Sonnenbank-Nutzer schneller bräunten, gleichzeitig aber auch über mehr Sonnenbrände in ihrer Freizeit im Freien berichteten und weniger auf Sonnenschutz (Cremes, Aufenthalt im Schatten) achteten.

Ungewollt bestätigten diese Ergebnisse die Vermutung, dass einige Studien, die einen Zusammenhang von Solarien-Nutzung und Hautkrebs festzustellen glaubten, die tatsächlichen Gründe für diese Verbindung in Wirklichkeit bei den „Freizeit-Sonnern“ mit häufigen Sonnenbränden hätten suchen müssen.

Quelle: Science Daily

Studien:
E.J. Coups et al., Prevalence and correlates of indoor tanning among US adults. Journal of the American Academy of Dermatology, 2008, 5. März (online vorab veröffentlicht)

E.J. Coups et al., Multiple skin cancer risk behaviors in the U.S. population . Am J Prev Med. 2008 Feb;34(2):87-93

Die Bilanz: 2.000:1 für die Sonne 15. Februar 2008

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Selbst unter ungünstigsten Annahmen (wie etwa der Vermutung, dass UV-Strahlen zu 50 – 90% verantwortlich sein könnten für die Entstehung von Melanomen) kommt eine Studie im Rahmen der weltweiten von der WHO veranlassten Untersuchung von „Krankheits-Lasten“ einzelner externer Risikofaktoren zu dem Ergebnis, dass

  • UV-Strahlen, oder besser: ihr Mißbrauch, nur für 0,1 Prozent aller ermittelten Krankheitsfaktoren verantwortlich sind, aber
  • weit mehr als das Zweitausendfache an Krankheitsfällen durch Sonnenmangel verursacht werden.

Gemessen werden diese „Krankheits-Lasten“ in verlorenen „Krankeits-Lebensjahren“ (disability-adjusted life years – DALYs).

Als Folge (übermäßiger) Besonnung wurde ein Verlust von 1.6 Millionen DALYs weltweit ermittelt. Dabei wurden 9 verschiedene Krankheiten als durch UV-Strahlen verursacht definiert.

Dagegen kam es zu 3,3 Milliarden DALYs allein durch Erkrankungen der Knochen (Rachitis, Osteoporose, Osteomalzie) aufgrund von unzureichender UV-Bestrahlung. Die Autoren der Studie am National Centre for Epidemiology and Population Health, Canberra, Australien, kommen zu dem Schluß, dass „…ein gewisses Maß an Sonnen-Exposition notwendig ist, um Krankheiten zu vermeiden, die durch Vitamin D-Mangel entstehen.

In die Rechnung gingen auch „Sonnenbrände“ mit fast 20% Anteilen an der „Gesamt-Last“ ein, obwohl es dafür so gut wie keine verlässlichen Daten gibt.

Das Verhältnis von 1:2000 zugunsten der Sonne wäre um ein Vielfaches höher, wenn die Studie die neueren wissenschaftlichen Daten zur Risikominderung durch Vitamin D z.B. bei Autoimmunerkrankungen wie Diabetes und MS, bei vielen Krebs-, Herz-Kreislauf- und Virus-Erkrankungen, Bluthochdruck und psychischen Problemen in die Rechnung mit einbezogen hätte. Noch drastischer fiele das Ergebnis aus bei Berücksichtigung der positiven Gesundheitswirkungen, die nicht auf die Vitamin D-Bildung per UV-Strahlen in der Haut sondern die auf Stimmungsaufhellung und allgemeines Wohlbefinden, Wärme und Entspannung zurückzuführen sind.

Frühere Versuche, eine Bilanz zu ziehen aus den negativen und positiven Gesundheitswirkungen der Sonnenstrahlen, kommen daher auch zu noch wesentlich deutlicheren Schlüssen (z.B. hier und hier).

Quelle: PubMed

Studie: Robyn M Lucas et al., Estimating the global disease burden due to ultraviolet radiation exposure, International Journal of Epidemology, vorab online veröffentlicht 14 February,

UV-Messung hilft nicht gegen Sonnenbrand 6. Januar 2008

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UV-Wissen und SonnenverhaltenDer Unterschied von „guter Sonne“ und „böser Sonne“ liegt in der Dosis. Zu wenig Sonne (im Freien oder im Solarium) schadet erheblich der körperlichen und psychischen Gesundheit – zu viel Sonne auch.

Mit dem UV-Index, der jederzeit über öffentliche Medien weltweit aktuell abgerufen oder mit kleinen Meßgeräten am Körper direkt gemessen werden kann, sollten alle Menschen in die Lage versetzt werden, die Intensität der UV-Strahlung jederzeit zu kennen und sich damit die optimale „Dosis Sonne“ selbst verordnen zu können. Durch Wissen zur „Sonnen-Gesundheit“, sozusagen.

Diese Hoffnung scheint sich nicht zu erfüllen. Mehr Wissen über UV-Strahlung hier und jetzt führt nicht zu richtigem Verhalten und vernünftiger Nutzung der „guten Sonne“ – eher im Gegenteil!

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung italienischer Wissenschaftler mit 91 Teilnehmern im Alter von 21-23 Jahren. Einer Gruppe wurden UV-Messgeräte zur Verfügung gestellt, der anderen Kontrollgruppe dagegen keinerlei Informationen über den jeweils aktuellen UV-Index.

Zur Überraschung der Wissenschaftler verhielt sich die Gruppe mit den UV-Geräten unvernünftiger als die Kontrollgruppe: Die Teilnehmer in dieser Gruppe hielten sich länger in der Mittagssonne auf, nutzten weniger Sonnenschutzmittel und holten sich sehr viel häufiger einen Sonnenbrand – genau das Verhalten, das durch die UV-Informationen verhindert werden sollte.

Die Forscher vermuten unter anderem, dass sich die Nutzer von UV-Messgeräten unbewusst „auf der sicheren Seite“ wähnten und daher die Intensität der Sonnenstrahlen unterschätzten.

Über ähnlich paradoxe Ergebnisse hatten wir schon früher berichtet im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Sonnenschutzmitteln (führt nicht zu weniger und gelegentlich zu mehr Sonnenbränden) und der Wirkung von Sonnenschutz- und Angst-Kampagnen (ändern nicht das – falsche – Verhalten an der Sonne vor allem bei Jugendlichen).

Quelle: Blackwell

Studie: Paolo Carli et al., The Use of Commercially Available Personal UV-meters Does Cause Less Safe Tanning Habits: A Randomized-controlled Trial, Photochemistry and Photobiology, vorab online veröffentlicht.

Kann man Sonnenschutz wirklich essen? 19. Dezember 2007

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Karotten gegen UV-Strahlen und SonnenbrandKann man durch gezielte Ernährung die Haut vor UV-Schäden schützen? Die Antwort auf diese Frage lautet: ja, aber…!

So jedenfalls das Ergebnis einer umfassenden Meta-Studie (Auswertung der Daten aus sieben Studien der vergangenen Jahre) zweier deutscher Wissenschaftler, die sich vor allem auf die Wirkung von Beta-Caroten konzentrierten.

Konzentrierte Zufuhr von Beta-Caroten, Vorstufe von Vitamin A (Retinol), über die Nahrung oder als Nahrungsergänzung hat in der Tat eine schützende Wirkung gegen die UV-Strahlen der Sonne und damit vor Sonnenbrand – aber nur, wenn diese Zufuhr langfristig, mindestens aber für 10 Wochen, erfolgt.

Quelle: Blackwell Synergy

Studie: Wolfgang Köpcke und Jean Krutmann, Protection from Sunburn with β-Carotene—A Meta-analysis, Photochemistry and Photobiology, onlien vorab veröffentlicht Dezember 2007