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Prof. Dr. Michael F. Holick: Kein Zusammenhang zwischen vernünftigem Sonnen und „schwarzem“ Hautkrebs 29. Juli 2009

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Es gibt in der Forschung keinerlei glaubwürdige Belege dafür, dass vernünftiges Sonnen „schwarzen“ Hautkrebs verursacht über das hinaus, was ohnehin in der Bevölkerung existiert.”

Diese Aussage aus einem kürzlich aufgenommenen Interview des wohl berühmtesten UV- und Vitamin D-Forschers, Prof. Michael F. Holick,  liest sich wie ein vorweg genommener Kommentar zu den Meldungen von heute: Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe für Krebsforschung der WHO,  IARC, hatte Sonnenschein und Solarien in die höchste Gefahrengruppe für Krebsrisiken eingestuft. Top-Risiko beim  Sonnenbaden im Schwimmbad oder im Solarium, das zumindest versuchen uns die IARC-Autoren zuzurufen.

Dagegen Prof. Holick:

Holick verweist auf den gegenüber den Gefahren um ein Vielfaches höheren Nutzen mäßiger aber regelmäßiger Besonnung, vor allem auf die heilende und schützende Wirkung des „Sonnenschein-Vitamins“ für viele chronische „Volkskrankheiten“ wie Osteoporose, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-, Autoimmun- und Infektionskrankheiten und eben auch viele Krebserkrankungen.

Der norwegische Forscher und federführende Autor vieler Studien zu UV-Licht, Vitamin D und Krebs, Prof. Johan Moan, kommt in einem anderen Interview zu einem ähnlichen Schluss für die Sonnenbänke:
Richtig genutzte Sonnenbänke sind vor allem im Winter eine absolut gute Sache. Am Äquator, wo wir herkommen, haben die Leute Vitamin D gleichmäßig das ganze Jahr lang. … Das Beste für unseren Körper wäre eine gleichmäßige Versorgung mit Vitamin D durch das gesamte Jahr. Das können wir erreichen, indem wir die richtigen Sonnenbänke in der richtigen Weise nutzen“.

Eine von der WHO selbst in Auftrage gegebene Studie beziffert die positiven Gesundheitswirkungen von Besonnung und Vitamin D gegenüber den möglichen Gefahren für die Haut auf ein Verhältnis von 2.000 : 1.

Die IARC-Entscheidung macht, wie so oft bei Kampagnen gegen Sonne und Solarien, keinen Unterschied zwischen dem häufigen aber relativ ungefährlichen „weissen“ und dem gefährlichen „schwarzen“ Hautkrebs.

Die Forschungsgruppe war bereits bei der Veröffentlichung ihres Reports „Vitamin D and Cancer“ Ende 2008 von vielen internationalen Forscher heftig angegriffen worden.  Die wichtigsten Vorwürfe: Eine einseitige Auswahl der im Report berücksichtigten Studien und eine Zusammenfassung in Thesenform, die der vorangegangenen Beschreibung und Diskussion der wissenschaftlichen Ergebnisse nicht entpräche.

Quellen:

Die IARC-Entscheidung über die Einstufung von Sonnenbänken.

Kritik eine Gruppe bekannter UV- und Vitamin-D Forschern, darunter die deutschen Autoren Prof. Jörg Reichrath und Prof. Armin Zittermann am IARC-Report
Kritik von Prof. Michael F. Holick am IARC-Report
Kritik von Prof. William B. Grant am IARC-Report

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Mit gezinkten Karten? 24. März 2009

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IARC-Report

IARC-Report

Eine der von Solariengegnern gern aber sehr selektiv zitierten Beiträge zur Frage:  „macht die Sonnenbank Hautkrebs (Melanom)?“ ist die vor einigen Jahren erschienene Review-Studie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), einer Arbeitsgruppe der Weltgesundheitsbehörde WHO, die aus vier von 19 untersuchten Studien eine schwache Beziehung zwischen Sonnenbank-Nutzung und Melanom herausgefiltert hatte.

Schon damals wurde von internationalen Experten die einseitige Auswahl der untersuchten Studien kritisiert.

Michael F. Holick

Michael F. Holick

Ausgebaut zu einem „Report“ erschien die Untersuchung der IARC Ende vergangenen Jahres und bestätigte in seinen Schlussfolgerungen die 2007 getroffenen Aussagen.  Zwei der weltweit renommiertesten Experten auf dem Feld der Vitamin-D-Forschung üben jetzt nachhaltige Kritik an Methode und Ergenbnis dieses Reports:

William B. Grant und Michael F. Holick monieren in Beiträgen für die internationale Fachzeitschrift Dermato-Endocrinology die unausgewogene Zusammensetzung der für den Bericht verantwortlichen IARC-Arbeitsgruppe und die fehlerhafte Bewertung der dem Bericht zugrundeliegenden Datenbasis.

William B. Grant

William B. Grant

Nicht nur sei die Arbeitsgruppe in einem Verhältnis von 4:1 zuungunsten der internationalen Vitamin D-Experten zusammengesetzt (einige der profiliertesten Köpfe wurden übergangen) sondern wichtiger:  Vor allem Grant deckt eine Reihe methodischer Fehler und Schwächen in der Analyse auf, die Holick in seinem Betrag bestätigt. Er entdeckt „viele Mängel bei der Auswertung der Daten, auf der die Empfehlungen der Arbeitsgruppe aufbauen, zur Kenntnis bringt.“

Beide loben die gründliche Zusammenstellung der Literatur bis dato, aber Grant stellt fest, dass „lediglich zwei der insgesamt sieben Schlussfolgerungen, die der IARC-Bericht zieht, tatsächlich mit den in den Referenzen enthaltenen Daten übereinstimmen.  Mit Blick auf den Beitrag von Vitamin D und Calcium zur Krebsvermeidung dagegen fallen die Schlussfolgerungen des Berichts sehr viel schwächer aus, als die ihm zugrundeliegenden wissenschaftlichen Befunde eigentlich nahelegen würden“.

Für die derzeit laufende Diskussion um das Solariengesetz in der Bundesrepublik könnte der IARC-Report eine ähnlich verzerrende Rolle spielen wie sein Vorgänger von 2007.

Mit dem Sonnenschein-Vitamin 177 Milliarden Euro sparen! 17. März 2009

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Eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Vitamin D, zu 90 Prozent durch die UV-Strahlen der Sonne  oder im Solarium in der Haut „produziert“, würde die Gesundheitskosten in den europäischen Ländern um unglaubliche 187 Milliarden Euro senken – bei nur 10 Milliarden zusätzlicher Kosten. Das entspräche einer Einsparung in den Gesundheitsbudgets dieser Länder um 17,7 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie amerikanischer, norwegischer, österreichischer und deutscher Wissenschaftler, die sich  international in der Vitamin D-Forschung einen Namen gemacht haben.

Die Berechnungen basieren nur auf den plausibelsten wissenschaftlichen Einsichten zu den Wirkungen des „Sonnenschein-Vitamins“ aus den vergangenen Jahren. (Die Studie kann hier als PDF heruntergeladen werden.)

Die Frage lautete:
Welche direkten und welche indirekten gesundheitlichen Auswirkungen würde eine Erhöhung des durchschnittlichen Vitamin D-Spiegels im Blut der europäischen Bevölkerung auf den optimalen Stand von 40 ng/mL (Nanogramm pro Milliliter) haben, was würde das kosten und welche Einsparungen hätte das für die Gesundheitssysteme der Länder zur Folge?

Appell der Forscher an die Verantwortlichen in den europäischen Gesundheitssystemen:
Auf der Basis unserer Ergebnisse wäre es für die Gesundheitsbehörden der europäischen Länder dringend geboten, sich mit den positiven Gesundheitswirkungen des Vitamin D vertraut zu machen„.

Die meisten positiven Gesundheitswirkungen einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung würden, laut Studie, vor allem bei „Volkskrankheiten“ wie Krebs,  Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose, Atemwegsentzündungen und im Dental-Bereich anfallen.

Frühere Untersuchungen zum gleichen Thema waren schon zu ähnlich spektakulären Ergebnissen gekommen: hierhier und hier).

Quelle: HighWire

Studie:  W.B. Grant et al.,  Estimated benefit of increased vitamin D status in reducing the economic burden of disease in Western Europe, Progress in Biophysics and Molecular Biology, März 2009 (online vorab publiziert)

Pünktlich zum Höhepunkt des „Vitamin D-Winters“: Neue Erkenntnisse zum Durchatmen 24. Februar 2009

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Vitamin D-Mangel schlägt auf die Atemwege

Vitamin D-Mangel schlägt auf die Atemwege

Riesiges Aufsehen und lautes Rascheln im Blätterwald produzierte vor gut zwei Jahren die Studie von Cannell und anderen zur Bedeutung von Vitamin D für Vorbeugung und Therapie der jährlichen Grippewellen vor allem im Spätwinter (Berichte darüber hier und hier).

Jetzt erscheint eine weitere Studie, die nachweist,  dass Vitamin D-Mangel mitverantwortlich ist für die Ausbreitung von Erkältungskrankheiten, vor allem Erkrankungen der oberen Atemwege.

Am Ende des Vitamin D-Winters, der in unseren Breiten von Mitte Okober bis März dauert, ist der Vitamin D-Spiegel im Blut der Menschen in Deutschland auf dem niedrigsten Stand.  Über 70 Prozent der Bevölkerung leidet jetzt unter Vitamin D-Mangel. Die Wintersonne hat nicht die nötige Kraft, das Vitamin D über die Haut im Körper zu bilden.

Die Forscher von der University of Colorado Denver School of Medicine und der Harvard Medical School unter der Leitung von Prof. Adit Ginde kamen beim Vergleich der Daten von 18 883 Teilnehmern am Third National Health and Nutrition Examination Survey aus den Jahren 1988-94 zu dem Ergebnis, dass die Probanden mit einem Vitamin D-Defizit um ein Drittel häufiger an Atemwegserkrankungen litten, als die Menschen mit ausreichender Vitamin D-Versorgung. Bei Asthma-Kranken stieg diese Verhältnis auf das Fünffache.

Unsere Ergebnisse belegen die bedeutende Rolle des Vitamin D in der Vorbeugung und Behandlung von allgemeinen entzündlichen  Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Grippe,“ so Prof. Ginde. „Menschen mit Lungenproblemen wie Asthma oder Empysem leiden ganz besonders unter Entzündungen der Atemwege durch Vitmain D-Mangel.“

Prof. John Cannell, federführender Autor der umfassenden Studien zu Vitamin D und Grippe 2006 und 2008, geht noch deutlich weiter in seinem Newsletter zu diesen Ergebnissen: „Der Wirkmechanismus des Vitamin D bei Infektionen erhöht die körpereigene Produktion von Antibiotika … und bekämpft nicht nur Grippe und Erkältung sondern auch andere saisonale Infektionen, selbst Meningitis, Blutvergiftung oder Lungenentzündung bei Kindern und Erwachsenen„.

Einzige Quelle der Vitamin D erzeugenden UV-Strahlen in den Wintermonaten ist die Sonnenbank mit einem ausreichenden Anteil an UV-B im Strahlenspektrum.  Vitamin D-reiche Nahrung, etwa fetter Fisch oder Milchprodukte, und Nahrungsergänzung können ihren Teil zur Versorgung beitragen, können aber die Sonnenstrahlen nur unzureichend ersetzen.

Quelle: HighWire

Studie: Adit A. Ginde et al,  Association Between Serum 25-Hydroxyvitamin D Level and Upper Respiratory Tract Infection in the Third National Health and Nutrition Examination SurveyArchives of Internal Medicine, Vol. 169 No. 4, 23. February 2009

Sonnenschein-Vitamin kann Rückfall bei Multipler Sklerose verhindern 25. Oktober 2008

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Vitamin D,  gemessen als Serum 25(OH)D und in seiner bioaktiven Form 1,25(OH)2D, hat bei Erkrankungen an Mutlipler Sklerose Einfluss sowohl auf die Schwere der Krankheit als auch auf die Wahrscheinlichkeit und Heftigkeit eines neuen Krankheitsschubs.

Eine holländische Studie von der Universität Maastricht ergänzt damit frühere Studien (wir berichteten hier, hier, hier und hier) über die Verbindung von Vitamin D und Multipler Sklerose um einige wichtige Aspekte.

Bei 267 MS-Patienten wurde der Vitmain D-Serumspiegel im Blut über einen Zeitraum von fünf Jahren gemessen und mit der Krankheitsentwicklung der Patienten verglichen.  Bei Patienten mit einem hohen Vitamin D-Spiegel im Blut entwickelte sich die Krankheit deutlich weniger dramatisch und es kam zu weit weniger Rückfällen als bei Patienten mit Vitamin D-Mangel.

Ebenfalls  belegt eine vorab online veröffentlichte Studie von der University of British Columbia, Vancouver, Kanada, die schützende Wirkung der UV-Strahlen vor neuen MS-Schüben.  Die Zeit zwischen den Schüben konnte bei verstärkter UV-Bestrahlung deutlich verlängert werden. Auch die gefährliche Verbindung von Atemwegsinfekten mit MS-Schüben könnte durch die UV-Strahlen und den dadurch gestiegenen Vitamin D-Serum-spiegel im Blut erheblich reduziert werden.

Erst vor wenigen Wochen hatte eine Review-Studie von der New Jersey Medical School, Newark, USA, eine allgemeine Schutzwirkung des „Sonnenschein-Vitamin“ D vor Multipler Sklerose festgestellt.

In einer holländischen Studie mit 103 Probanden wurde die Schutzweirkung von Vitamin D bestätigt, in diesem Falle aber nur für Frauen.

Quelle: PubMed

Studien:
J. Smolders et al., Association of vitamin D metabolite levels with relapse rate and disability in multiple sclerosis, Multiple Sclerosis, Vol. 14, No. 9, 1220-1224 (November 2008 – vorab online)

Helen Tremlett et.al, Monthly Ambient Sunlight, Infections and Relapse Rates in Multiple Sclerosis. Neuroepidemiology, 30. Oktober , 2008; 31(4): 271-279. (Online vorab veröffentlicht)

S. Christakos et al., Vitamin D and multiple sclerosisJ Cell Biochem. 2008 Oct 1;105(2):338-43

J.J. Kragt et al., Higher levels of 25-hydroxyvitamin D are associated with a lower incidence of multiple sclerosis only in women, Mult Scler., 21. November2008 (online vorab)

„Sonnenschein-Vitamin“ senkt Brustkrebs-Risiko um die Hälfte 12. Oktober 2008

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Frauen mit einem optimalen Vitamin D-Spiegel im Blut senken ihr Brustkrebs-Risiko um mehr als 50 Prozent gegenüber Frauen mit unzureichendem Vitamin D-Spiegel.

Eine Studie am Heidelberger Krebsforschungszentrum, gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, legte in diesen Tagen die erste Studie dieser Art vor, die sich ausschliesslich auf Frauen vor der Menopause konzentriert. Mit ca. 880 Teilnehmerinnen untersuchte die Forschergruppe um Dr. Jenny Chang-Claude nicht nur, wie sonst üblich, die Vitamin D-Zufuhr über die Ernährung sondern auch die sehr viel bedeutendere Bildung des Serums im Körper selbst durch Sonneneinstrahlung.

Wie schon bei früheren Studien stellten auch die Heidelberger Forscher fest, dass es so etwas wie eine „Sättigungsgrenze“ für Vitamin D-Serum im Blut zu geben scheint. Dass bedeutet, dass die Einnahme etwa von Nahrungsergänzungsmitteln nach dem Motto: „mehr hilft mehr“, keinen Sinn macht und lediglich die Gefahr einer Vitamin D-Vergiftung heraufbeschwört – eine Gefahr, die bei der Vitamin D-Bildung durch Sonnenstrahlen oder im Solarium nicht besteht.

Erst vor wenigen Wochen hatten wir über mehrere Studien zum Thema Vitamin D und Brustkrebs berichtet.

Quelle: PubCrawler

Studie: Jenny Chang-Claude et al., Plasma 25-hydroxyvitamin D and premenopausal breast cancer risk in a German case-control study, International  Journal of Cancer,  Oktober 2008 (online vorab publiziert)

US-Wahlkampf mit Sonnenbank 23. September 2008

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Eine Sonnenbank als Wahlkampfmunition ist sicher eher selten. Für die Ex-Schöheitskönigen aber, derzeitige Gouverneurin von Alaska, designierte republikanische Vizepäsidentin Sarah Palin und selbst so genannte „Bulldogge mit Lippenstift“ mag das beinahe normal erscheinen.

Ein Karikaturist der New York Times brachte die Story in wenigen Strichen auf den Punkt:

Palin auf der steuerfinanzierten Sonnenbank

Palin auf der steuerfinanzierten Sonnenbank: "Nicht wahr, Ihr wollt Eure Bulldoggen doch nett und gebräunt!" Aufschrift auf der Sonnenbank: "Suntime - Ihre Steuer-Dollars bei der Arbeit".

Beim wahlkampfüblichen Wühlen im Persönlichen waren Journalisten auf eine Leiche, genauer: eine Sonnenbank, im Keller Ihrer Residenz im sonnenarmen Alaska gestoßen. Diese Sonnenbank war, wie sich herausstellte von Steuermitteln beschafft und dann zum ausschließlich persönlichen Gebrauch der rabiaten Kampferin für Moral, Recht und Ordnung im Keller installiert.

Die Wellen der Empörung schlugen hoch. Gegen den Strom schwamm nur der US-Solarienverband, Indoor Tanning Association. ITA-Präsident Dan Humiston lobte viel Gescholtene: „Der moderate Gebrauch von künstlicher Besonnung erlaubt Frau Palin, die zahlreichen positiven Gesundheitswirkungen des UV-Lichts zu geniessen.“

Humiston ist republikanischer Kandidat aus new York für den US- Congress. Parteigänger der Demokraten unter den Studio-Betreibern waren dem Vernehmen nach „not amused„.

Quelle: New York Times, looking fit

Sonne macht Frauen fröhlich 8. September 2008

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Sonne macht fröhlich

Sonne macht fröhlich

Eine uralte Erfahrung wissenschaftlich neu bestätigt: Sonne macht gute Laune und schützt vor depressiven Verstimmungen.

Das „Sonnenschein-Vitamin“ D, überwiegend im Körper durch die UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium gebildet, schützt Frauen (nur die waren Gegenstand dieser Untersuchung) vor psychischen Störungen von Stimmungsschwankungen über nicht-spezifische Gemütserkrankung und saisonale Depression (SAD) bis hin gravierenden depressiven Verstimmungen.

So das Ergebnis einer umfassenden Review-Studie, die Forschungen aus den vergangenen Jahren zusammenfasst.

Alle gesichteten Studien wiesen einen Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und psychischen Erkrankungen nach. Die Autoren schliessen aus diesen Ergebnissen auf eine noch unbekannte biochemische Verbindung zwischen Vitamin D und unterschiedlichen Gemütszuständen.

(Über ähnliche Studienergebnisse haben wir hier, hier, hier und hier berichtet)

Quelle: PubMed

Studie: P.K. Murphy , C.L. Wagner,  Vitamin d and mood disorders among women: an integrative reviewJ Midwifery Womens Health, 2008 Sep-Oct;53(5):440-6

Sonne hilft den Hautkrebs überleben 2 27. Juli 2008

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Die  Chance (im Durchschnitt knapp 90 Prozent), eine Melanom-Erkrankung zu überleben, ist deutlich höher bei Patienten, die in ihrem Leben häufig und regelmäßig an der Sonne waren als bei Patienten mit geringerer Sonnen-Exposition.  Die Erklärung wird in dem höheren Vitamin D-Spiegel im Blut gesehen bei Menschen mit längerem und intensiverem Aufenthalt an der Sonne (oder im Solarium). Vitamin D steuert die Abwehrreaktion des Körpers gegen die Krebszellen.

Diese bereits früher (Berwick et al., 2005) in Studien für die USA nachgewiesene Verbindung wird jetzt von einer italienischen Langzeit-Studie bestätigt:
Die Forscher an Krebsforschungszentren in Turin und Florenz verfolgten über viele Jahre die Entwicklung von 260 Melanom-Patienten und untersuchten deren Verhalten an der Sonne, vor allem auch die Zahl der Tage am Strand, in den Jahren vor der Krebsdiagnose.

Ergebnis: Je mehr Zeit ein Patient in seinem „früheren Leben“ sich an der Sonne und am Strand aufgehalten hatte, desto größer seine Chance ein Melanom zu überleben.

Quelle: PubMed

Studie: Stefano Rosso et al.,  Sun exposure prior to diagnosis is associated with improved survival in melanoma patients: Results from a long-term
follow-up study of Italian patients
, European Journal of Cancer, 44 (2008), S. 1275-1281

Die US-Studie von Berwick et al. kostenlos als PDF

Ähnlich drei weitere kürzlich erchienene bzw. online vorab publizierte Studien:
A.C. Porojnicu , A. Dahlback, J. Moan, Sun exposure and cancer survival in Norway: changes in the risk of death with season of diagnosis and latitude. Adv Exp Med Biol 2008;624:43–54.

Simone Mocellin et al., Vitamin D receptor polymorphisms and the risk of cutaneous melanomaA systematic review and meta-analysis, Cancer, 1. November 2008, Volume 113 Issue 9, Pages 2398 – 2407

B.  Nürnberg et al., Progression of malignant melanoma is associated with reduced 25-hydroxyvitamin D serum levels, Experimental Dermatology, 3 Jun 2008, Volume 17 Issue 7, Pages 627 – 627

Ähnliches Ergebnis einer soeben erschienen Studie vom renommierte Dana-Farber Cancer Institute, Boston, zu Überlebensraten bei Darmkrebs: Patienten in der Gruppe mit den höchsten Vitamin D-Werten (25(OH)D) im Blut hatten eine doppelt so große Chance, geheilt zu werden, wie die Patienten in der Gruppe mit den niedrigsten Vitamin D-Werten.

Studie: K. Ng , J.A. Meyerhardt , K. Wu, D. Feskanich , B.W. Hollis , E.L. Giovannucci , C.S. Fuchs, Circulating 25-hydroxyvitamin d levels and survival in patients with colorectal cancerJournal of Clinical Oncology,  2008, 26(18):2937-9

Angst vor der Sonne schadet der Knochengesundheit – Osteoporose-Gesellschaft warnt 27. Juli 2008

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Zuviel Sonnenschutz birgt Osteoporose-Gefahr

Zuviel Sonnenschutz birgt Osteoporose-Gefahr

Die Kampagnen gegen das Sonnen sind zu weit gegangen. Die verbreitete Angst vor der Sonne schadet zunehmend der Gesundheit. So die Meinung der britischen Osteoporose-Gesellschaft (National Osteoporosis Society, NOS).

Nach einer repräsentative Umfrage der NOS glauben inzwischen weite Teile der Bevölkerung, es gäbe kein sicheres Sonnen im Freien oder im Solarium. Viele Menschen sind dazu übergegangen, die Sonne gänzlich zu meiden. Drei Viertel der Befragten hielten es für notwendig, immer und bei jedem noch so kurzen Aufenthalt an der Sonne Sonnenschutzmittel anzuwenden.

Diese Haltung, so warnt die Osteoporose-Gesellschaft, könne zu Knochenschwäche und Osteoporose führen.

Regelmäßige Besonnung deutlich unterhalb der Sonnenbrand-Schwelle (MED) sei für die Knochengesundheit unerläßlich. Die Menschen sollten Ihre Mittagspausen nutzen, um die täglich notwendigen 15-20 Minuten UV-Strahlen für die ausreichende Produktion von Vitamin D zu erreichen.

Vitamin D ist notwendig für die Einlagerung von Kalzium in den Knochenbau und damit für Dichte und Festigkeit der Knochen. 90 Prozent des notwendigen Vitamin D wird über die Bestrahlung durch UVB, ein Bestandteil der Sonnenstrahlen, im Körper selbst produziert.

Professor Dr. Roger Francis, Sprecher des medizinischen Beirats der NOS, warnt allerdings vor dem Mißverständnis, dass viel Sonne auch in jedem Fall viel hilft: „Wir raten nicht zu beliebig langen Sitzungen unter der Sonne. Zu viel Sonne kann gesundheitlichen Schaden anrichten.  Wochenlang am Strand liegen und in der Sonne braten führt keineswegs zu mehr Vitamin D.“

Auch die britische Krebsforschungsgesellschaft (Cancer Research UK) unterstützt diese Position. Ihre Sprecherin, Caroline Cerny: „Wir alle brauchen genügend Sonnenlicht, aber wir sollten bedenken,  dass die ausreichende Dosis Sonnenstrahlen für die Vitamin D-Produktion weit unter der Menge liegt, die einen Sonnenbrand verursachen kann – und diese Menge ist sehr verschieden je nach Hauttyp, Tages- und Jahreszeit und die Weltgegend, in der wir uns gerade befinden.“

Quelle: BBC HealthNews