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Sonnenschein und Curry gegen Alzheimer 18. Juli 2009

Posted by lbmedien in Forschung, Vitamin D.
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Das „Sonnenschein-Vitmain “ D3 in Kombination mit dem Curry-Gewürz Curcumin hilft möglicherweise, die Plaque-Bildung im Gehirn zu stoppen, die im wesentlichen für die Alzheimer Krankheit verantwortlich gemacht wird.

Wissenschaftler verschiedener Forschungsinstitute in Kalifornien haben diesen Zusammenhang bei der Beobachtung von neun Alzheimer-Patienten entdeckt. Vitamin D und Curcumin griffen auf sehr verschiedene  Weisen in die Immunreaktion auf das Beta-Amyloid ein.  Dieses Protein ruft als Ablagerung im Gehirn die Alzheimer-Symptome hervor.

Wir hoffen, dass Vitmain D3 und Curcumin, beide natürlichen Nahrungsbestandteile,  zur Prävention und Therapie der Alzheimer Krankheit verwendet werden können,“ meint Dr. Milan Fiala, einer der Autoren dieser Studie am David Geffen School of Medicine der Universität von Kalifornien in Los Angeles.

Die Forscher fanden heraus, dass Curcumin das Beta Amyloid an den Oberflächen der Makrophage bindet, während das Vitamin D dafür sorgt, dass  das Protein von den Makrophagen „aufgesogen“ und unschädlich gemacht wird.

Da das Vitamin D und das Curcumin unterschiedlich mit dem Immunsystem zusammenwirken, könnte eine Kombination beider oder eine Anwendung nur einer von beiden optimal sein – je nach Patient,“  so Dr. Fiala.

Quelle: ScienceDaily

Studie:  M. Fiala et al., Curcuminoids enhance amyloid-beta uptake by macrophages of Alzheimer’s disease patientsJournal of Alzheimer’s Disease 1/10, 1-7

Steht am Anfang von Alzheimer der Vitamin D-Mangel? 28. Mai 2009

Posted by lbmedien in Vitamin D-Mangel.
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A Glass of Milk A Day Keeps Alzheimer’s Away?“ fragt sich Newsweek mit der Verballhornung des bekannten Spruchs: „An Apple a Day Keeps the Doctor`s Away!“ in seiner heutigen Online-Ausgabe und spielt auf einen aktuellen Beitrag des renommierten kalifornischen Vitamin D-Forschers, William B. Grant, vom Sunlight, Nutrition, and Health Research Center (SUNARC) in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift  Journal of Alzheimer’s Disease.

Darin fasst Prof. Grant den Stand der Forschung zu Vitamin D und Demenz zusammen und drängt auf umfassendere Studien, die den Vitamin D-Mangel tatsächlich auch als eine der Ursachen für Alzheimer bestätigen könnten.

Grant argumentiert mit der seit längerem bekannte Tatsache, dass ein niedriger Vitamin D-Spiegel im Blut bei einer Reihe von Erkrankungen auftritt, die als Vorstufe zur Demenz oder als besondere Risikofaktoren gelten. Auch die schützende Wirkung des „Sonnenschein-Vitamins“ für Nerven und Gehirn sind vielfach belegt.  (Berichte über solche Studien aus der jünsten Zeit finden sie hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, und hier).

Sein Rat:  Menschen ab einem Alter von etwas 60 Jahren sollten auf jeden Fall ihren Vitamin D Serumspiegel prüfen lassen und durch Sonne oder Nahrungsergänzung einen Stand von mindestens 30 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter), besser 40 ng/ml, erreichen und beibehalten.

Quelle: Science Daily

Studie:  William B. Grant. Does Vitamin D Reduce the Risk of Dementia? Journal of Alzheimer’s Disease, 17:1 (May 2009)

Sonnenschein für`s Gehirn 24. Januar 2009

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pixelio/adel

Sonne macht klug! Die Ergebnisse verschiedener Studien aus den letzten Jahren lässt sich in dieser Formel plakativ zusammenfassen. (In diesem Weblog hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Das „Sonnenschein-Vitamin“ D3 beeinflusst die Entwicklung und den Erhalt der geistigen Fähigkeiten schon vom Mutterleib an bis ins hohe Alter. Im Alter schützt das Vitamin D vor dem Verlust von Gehirnleistung bis hin zu Demenz und Alzheimer.

Eine Studie der Universität Cambridge, der Peninsula Medical School, Universität von Plymouth,  und der Universität Michigan, USA, hat jetzt erstmals nachgewiesen, dass die geistigen und intellektuellen Fähigkeiten älterer Menschen von Vitamin D- Spiegel im Blut abghängig sind.

In einer Studie mit 2.000 Probanden, 65 Jahre und älter, lag die Gedächtnis-  und andere intellektuelle Leistungen bei Menschen mit  optimaler Vitamin D-Versorgung doppelt so hoch wie bei Teilnehmern mit einem deutlichen Vitamin D-Defizit.

Da der Abfall von Gerhinleistungen als Vorstufe der Demenz gilt, kommen die Forscher zu dem Schluss:  „Demenz ist ein wachsendes Problem für die Gesundheitssysteme weltweit. Erkenntnisse wie die unseren über Wege zur Bekämpfung der Demenz ist damit eine zentrale Herausforderung für alle Gesundheitsdienste,“  so Prof. Iain Lang, einer der Studienleiter. „Für uns, die wir in Ländern mit dunklen Wintern ohne viel Sonnenlicht leben, ist die Versorgung mit ausreichend Vitamin D ein großes Problem  –  ganz besonder  für ältere Menschen, deren Haut das Vitamin D durch die Sonnenstrahlen nicht so gut verarbeiten kann.“

In westlichen Ländern wird etwa 90 Prozent des benötigten Vitamin D durch UV-B-Bestrahlung (aus Sonnenlicht oder im Solarium) der Haut im Körper selbst erzeugt.

Quelle: Eurekalert/Peninsula Medical School

Ein zusammenfassender Überblick der jüngsten Forschung:
E.P. Cherniack et al., Some new food for thought: the role of vitamin D in the mental health of older adults, Curr Psychiatry Rep. 2009 Feb;11(1):12-9.

Foto: pixelio/adel

Vitamin D-Mangel verantwortlich für Parkinson (und Alzheimer)? 21. Oktober 2008

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Die Serie der neu entdeckten Gesundheitswirkungen des „Sonnenschein-Vitamin D“, Vitamin D3, reisst nicht ab. Jetzt fanden Forscher der Emory University in Atlanta, USA, einen deutlichen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und Parkinson sowie – weniger ausgeprägt – Alzheimer.

Die Wissenschaftler untersuchten die Vitamin-D-Werte bei 100 Parkinson-Patienten, 100 Alzheimer-Patienten und 100 Teilnehmern einer gesunden Kontrollgruppe. 55 Prozent der Parkinson-Patienten in der Studie litten unter einem Vitamin D-Defizit. Bei den Alzheimer-Patienten waren es 41 Prozent. Bei gesunden älteren Menschen lag dieser Wert nur bei 36 Prozent.

Parkinson zieht Nervenzellen in mehreren Bereichen des Gehirns in Mitleidenschaft. Frühere Studien haben nachgewiesen, dass der am meisten betroffene Bereich, die Substantia nigra, über große Mengen des Vitamin-D-Rezeptors verfügt. Dieser Umstand legt nahe, dass Vitamin D für die normale Funktion dieser Zellen eine wichtige Rolle spielen könnte.

Ob der Vitamin D-Mangel wirklich die Ursache für die Erkrankungen an Parkinson oder Alzheimer ist, kann aus diesen Resultaten, die lediglich einen Zusammehang nachweisen,  nicht mit Sicherheit geschlossen werden.

In den vergangenen Monaten wurde der Zusammenhang von Vitamin D und Gehirnleistung und kognitiven Fähigkeiten generell in verschiedenen Studien nachgewiesen (über einige haben wir hier, hier, hier, und hier berichtet). Die Forschung ist hier aber erst in den Anfängen.

Quelle: JAMAMedia

Studien:
Marian L. Evatt et al., Prevalence of Vitamin D Insufficiency in Patients With Parkinson Disease and Alzheimer Disease, Archives of Neurology, 2008;65[10]:1348-1352.

J.S. Buell, B. Dawson-Hughes, Vitamin D and neurocognitive dysfunction: Preventing „D“ecline? Molecular Aspects of Medicine, Mai 2008 (vorab online).

C. Oudshoorna et al., Higher Serum Vitamin D3 Levels Are Associated with Better Cognitive Test Performance in Patients with Alzheimer’s Disease, Dement Geriatr Cogn Disord 2008;25:539-543.

R.J. Przybelski , N.C. Binkley, Is vitamin D important for preserving cognition? A positive correlation of serum 25-hydroxyvitamin D concentration with cognitive function, Arch Biochem Biophys. 2007;460(2):202-5