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Länger leben mit der Sonne 10. August 2008

Posted by lbmedien in Forschung, Vitamin D-Mangel.
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Länger leben in der Sonne (Foto: ddp)

Menschen mit zu wenig Sonne in Ihrem Leben und daher in der Regel mit einem zu niedrigen Pegel an „Sonnenschein-Vitamin“ D im Blut sterben im Durchschnitt deutlich früher als Menschen mit ausreichender Vitamin D-Versorgung.

In einer Studie mit riesiger Fallzahl (13,331 Teilnehmer des Third National Health and Nutritional Examination Survey) konnten jetzt Forscher am New Yorker Albert Einstein College of Medicine und der berühmten Johns Hopkins University nachweisen, dass ein Vitamin D Gehalt im Blut (25-hydroxyvitamin D) von weniger als 17,8 Nanogramm pro Milliliter (17,8 ng/ml) das Risiko an einer beliebigen Krankheit zu sterben um ganze 26 Prozent erhöht. Die Wissenschaftler verfolgten die gesundheitliche Entwicklung ihrer Probanden über fast neun (9) Jahre und verglichen die Todesfälle mit den zuvor erhobenen Ergebnissen der Vitamin D-Tests.

“Unsere Ergebnisse machen nun endgültig klar, dass alle Männer und Frauen, die sich überhaupt über ihre Gesundheit Gedanken machen, sehr viel genauer darauf achten sollten, dass ihr Vitamin D3-Spiegel im Blut mindestens eine befriedigende Höhe erreicht,” so eine der Ko-AutorInnen der Studie, Erin Michos. Ein tägliches Sonnenbad von 10-15 Minuten  reiche in der Regel aus für die Produktion von ausreichend Vitamin D3.

Die Autoren unterstreichen die Bedeutung dieser Erkenntnisse für die Vorbeugung und Behandlung vor allem von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, an denen in den USA allein jährlich über eine Millon Menschen sterben.

Erschreckend daran: In den USA liegt der Vitamin D-Spiegel bei 53 Prozent aller Frauen und 41 Prozent aller Männer unter diesem Minimal-Wert.  Für Europa und auch für Deutschland wurden in verschiedenen Studien ganz ähnliche Defizite gemessen.

Eine ebenfalls in diesen Tagen publizierte deutsche Studie mit Autoren verschiedener Forschungsinstitute und Unversitäten kommt zu ähnlich spektakulären Ergebnissen. Die Forscher stellten Patientengruppen mit einem deutlichen Vitamin D-Mangel anderen Gruppen mit ausreichendem und optimalem Vitamin D-Spiegeln gegenüber. Dabei fanden sie heraus, dass die Menschen mit Vitamin D-Defiziten gegnüber den Teilnehmern mit optimaler Vitamin D-Versorgung ein fast dreifach erhöhtes Risiko an Herzversagen, und ein fünffach erhöhtes Risiko an plötzlichem Herztod zu sterben.

In einem weiteren Beitrag aus dem gleichen Forschungsprojekt berichten die Mannheimer Wissenschaftler über eine ähnliches Verhältnis von Vitamin D zum Schlaganfallrisikio.

Über ähnliche Studien  hatten wir früher bereits unter dem Titel: „Mit dem Sonnenschein-Vitamin lebt man längerhier und hier berichtet.

Quelle: JamaMedia, Newswise

Studien:

Michal L. Melamed et al., 25-Hydroxyvitamin D Levels and the Risk of Mortality in the General Population, Archives of Internal Medicine 2008;168[15]:1629-1637, 11. August 2008

S. Pilz et al.,  Association of vitamin D deficiency with heart failure and sudden cardiac death in a large cross-sectional study of patients referred for coronary angiography, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 2008 Aug 5

Stefan Pilz et al., Low Vitamin D Levels Predict Stroke in Patients Referred to Coronary Angiography, Stroke. 2008;39:2611-2613

Mit dem Sonnenschein(-Vitamin) gegen den Herzinfarkt 8. Juni 2008

Posted by lbmedien in Forschung, Vitamin D-Mangel.
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Ein Vitamin D-Mangel befördert offensichtlich neben vielen anderen Erkrankungen auch den Herzinfarkt.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie einer Forschungsgruppe an der Harvard School of Public Health unter der Leitung des renommierten Ernährungsforschers und Epidemologen Prof. Dr. Edward Giovannucci, die heute im Fachjournal Archives of Internal Medicine publiziert wurde – und bestätigt erst vor Kurzem erschienene Studien (s. hier und hier)zum Zusammenhang von Vitamin D-Defiziten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Männer mit einem Vitamin D-Spiegel von weniger als 15 Nanogramm per Milliliter erlitten 2,5 Mal häufiger einen Herzanfall als Männer mit normalem oder hohen Vitamin D Spiegel im Blut (30 Nanogramm und höher). Außerdem starben wesentlich mehr der defizienten Patienten an dem Herzanfall.

In der Studie waren 454 Patienten im Alter von 40 to 75 Jahren, die bereits einen Herzanfall erlitten hatten und 900 gesunde Männer über 10 Jahre lang beobachtet worden.

Die Forscher versuchten so viele wie möglich der bekannten Ursachen für Anfälligkeit von Herzinfarkt auszuschalten – das Resultat blieb im wesentlichen das selbe: Vitamin D vermindert erheblich die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts.

Quelle: JAMA pre-embargo Alert

Studie: E. Giovanucci et al., 25-Hydroxyvitamin D and Risk of Myocardial Infarction in Men: A Prospective Study , Archives of Internal Medicine (2008). 168[11]:1174 – 1180. 09. Juni 2008.