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Noch einmal: Mit der Sonne lebt man länger 23. Februar 2009

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Das Sonnenschein-Vitamin D3 schützt vor Herzkranzgefäß-Erkrankungen und verlängert das Leben.

Eine österreichische Forschergruppe an der Universität Graz analysierten die Daten von 614 Teilnehmern der Hoorn Studie mit älteren Frauen und Männern, die jeweils in vier Gruppen nach der Höhe des Vitamin D-Spiegels im Blut (25(OH)D) eingeteilt und über durchschnittlich 6 Jahre beobachtet wurden. 51 Teilnehmer starben in dieser Zeit, 20 davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Für die Gruppe mit dem niedrigsten Vitamin D-Wert ergab sich ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an einer beliebigen Krankheit zu sterben. Das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, lag sogar um fast das Fünffache höher. Auch nach Berücksichtigung anderer Enflussfaktoren bieb es bei einem deutlich erhöhten Sterberisiko für die Probanden mit einem Vitamin D-Mangel. Da gerade ältere Menschen sich weniger an der Sonne aufhalten, selten ein Solarium benutzen und die Fähigkeit ihrer Haut zur Vitamin D-Synthese nachlässt, sind die Folgen bei diesen Altersgruppe besonders stark ausgeprägt.

Über ähnliche Ergebnisse hatte die Gruppe um die Professoren Pilz und Dobnig bereits im vergangenen Jahr berichtet.

Quelle:  Newswise

Studie:  S. Pilz , H. Dobnig et al.,  Vitamin D and mortality in older men and women, Clinical Endocrinology  (Oxf), vorab online, 18. Februar 2009 .

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Herz-liche Grüße vom „Sonnenschein-Vitamin“ 7. Dezember 2008

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Ein Mangel an Vitamin D schadet Herz und Gefäßen. Darüber haben wir in diesem Weblog allein im Jahr 2008  (z.B. hier, hier, hierhier, hier, hier und hier) häufiger berichtet. Niedrige Vitamin-D-Werte im Blut bedeuten ein doppelt so hohes Risiko für eine Herzattacke, einen Schlaganfall oder ähnliche Störungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Einen umfassenden Überlick über die Forschungen zum Zusammenhang von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck etc. und dem „Sonnenschein-Vitamin D3“ liefert jetzt eine Review-Studie der University of Missouri unter Mitarbeit des bekannten Vitamin D-Forschers Michael F. Holick.

Die Vitamin-D-Werte wieder auf ein normales Maß zu bringen, ist wichtig, um die Gesundheit von Skelett- und Muskelapparat zu erhalten, aber könnte ebenso die Herzgesundheit verbessern„,  so wird der Leiter der Forschungsgruppe, James H. O’Keefe, im „Wissenschaft aktuell„-Blog zitiert.

Vitamin D entsteht zu etwa 90 Prozent über die UVB-Bestrahlung der Haut durch Umwandlung von Cholesterol in Cholecalciferol (Vitamin D3, 25 (OH) D). Im „Vitamin D-Winter“ von Oktober bis März reichen die Strahlen der Sonne dafür nicht aus. Nahrungsergänzung oder das Solarium (dazu hier und hier) können den Mangel ausgleichen.

Fast gleichzeitig erscheint eine Studie mit ähnlichen Ergebnissen: Wissenschaftler am University of Colorado Health Sciences Center in Denver, USA, hatten Daten aus dem für die USA repräsentativen Third National Health and Nutrition Examination Survey (1988-1994) mit 16,603 Teilnehmern auf einen Zusammenhang von Herz- und Gefäßerkrankungen mit einem Vitamin D-Mangel analysiert – mit eindeutigem Resultat:

Probanden mit einem Vitamin D-Defizit hatten ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko, an Herz- und Gefäßleiden zu erkranken.

Quelle: PubCrawler

Studien:
John H. Lee et al., Vitamin D Deficiency – An Important, Common, and Easily Treatable Cardiovascular Risk Factor? Journal of the American College of Cardiology, 2008; 52:1949-1956

J. Kendrick et al.,  25-Hydroxyvitamin D deficiency is independently associated with cardiovascular disease in the Third National Health and Nutrition Examination Survey. Atherosclerosis, November 2008, vorab online

Tödlicher Mangel an Vitamin D – vor allem bei Herz-Kreislauf-Kranken 25. Juni 2008

Posted by lbmedien in Forschung, Vitamin D-Mangel.
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Mangel an Vitamin D verdoppelt das Sterberisiko – allgemein, vor allem aber bei Herz- und Kreislauferkrankungen. So das Ergebnis einer Forschungsgruppe an der Medizinischen Universität Graz, das jetzt in den „Archives of Internal Medicine“ veröffentlicht wurde.

Für die Studie untersuchten die österreichischen Forscher den Vitamin-D-Gehalt im Blut von 3.258 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren, die zwischen 1997 und 2000 im Krankenhaus waren und verfolgten ihre Fälle über mehr als sieben Jahre.

Während der Untersuchung starben beinahe doppelt so viele Patienten aus der Gruppe mit dem niedrigsten wie Patienten aus der Gruppe mit dem höchsten Vitamin-D-Wert im Blut. Besonders auffällig sei zudem der Zusammenhang zwischen dem Vitamin-Wert und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gewesen, hieß es in dem Beitrag für das Wissenschaftsmagazin.

In den vergangenen Wochen hatten wir schon mehrfach über Studien mit ähnlichen Ergebnissen berichtet, zum Beispiel hier, hier und hier.

Das lebenswichtige Vitamin D wird zu etwa 90 Prozent mit Hilfe der UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium aus Grundstoffen wie Cholesterol im menschlichen Körper gebildet.

Eine internationale Konferenz (Konsensus-Konferenz) hatte vor Kurzem kalkuliert, dass bis zu 60 Prozent vor allem der älteren Menschen und der Jugendlichen in USA und Europa an einem Vitamin D-Mangel leiden.

Quelle: PubMed

Studien:

Harald Dobnig et al.,  Independent Association of Low Serum 25-Hydroxyvitamin D and 1,25-Dihydroxyvitamin D Levels With All-Cause and Cardiovascular Mortality, Archives of Internal Medicine, 2008;168(12):1340-1349,  23. Juni 2008

S. Pilz , H.Dobnig et al., Vitamin D and mortality in older men and women, Clin Endocrinol (Oxf), 18. Februar 2009   (vorab online)