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Mit dem Sonnenschein(-Vitamin) gegen den Herzinfarkt 8. Juni 2008

Posted by lbmedien in Forschung, Vitamin D-Mangel.
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Ein Vitamin D-Mangel befördert offensichtlich neben vielen anderen Erkrankungen auch den Herzinfarkt.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie einer Forschungsgruppe an der Harvard School of Public Health unter der Leitung des renommierten Ernährungsforschers und Epidemologen Prof. Dr. Edward Giovannucci, die heute im Fachjournal Archives of Internal Medicine publiziert wurde – und bestätigt erst vor Kurzem erschienene Studien (s. hier und hier)zum Zusammenhang von Vitamin D-Defiziten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Männer mit einem Vitamin D-Spiegel von weniger als 15 Nanogramm per Milliliter erlitten 2,5 Mal häufiger einen Herzanfall als Männer mit normalem oder hohen Vitamin D Spiegel im Blut (30 Nanogramm und höher). Außerdem starben wesentlich mehr der defizienten Patienten an dem Herzanfall.

In der Studie waren 454 Patienten im Alter von 40 to 75 Jahren, die bereits einen Herzanfall erlitten hatten und 900 gesunde Männer über 10 Jahre lang beobachtet worden.

Die Forscher versuchten so viele wie möglich der bekannten Ursachen für Anfälligkeit von Herzinfarkt auszuschalten – das Resultat blieb im wesentlichen das selbe: Vitamin D vermindert erheblich die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts.

Quelle: JAMA pre-embargo Alert

Studie: E. Giovanucci et al., 25-Hydroxyvitamin D and Risk of Myocardial Infarction in Men: A Prospective Study , Archives of Internal Medicine (2008). 168[11]:1174 – 1180. 09. Juni 2008.

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Sonne für`s Herz 8. Januar 2008

Posted by lbmedien in Forschung, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D-Mangel.
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Herz-Kreislauf-SystemDas „Sonnenschein-Vitamin“ D3 – ganz überwiegend durch UV-Stahlen der Sonne oder im Solarium direkt im Körper aus Cholesterin gebildet – schützt vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, vor Herzinfarkt und Schlaganfall.

Bei 1739 Teilnehmern aus der Framingham Offspring Langzeit-Studie – 55% Frauen – analysierten Forscher der Harvard und Boston Universitäten die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen und stellten fest, dass Probanden mit einem Vitamin D-Serumspiegel (25-dihydroxyvitamin D) im Blut von mehr als 15 ng/mL (Nanogramm pro Milliliter) ein bis zu 80 Prozent geringeres Risiko hatten, an den Herz-Kreislauf-Gefäßen zu erkranken, als Probanden mit einem Vitamin D-Spiegel von 10 ng/mL und weniger. Besonders deutlich war dieser Effekt bei Teilnehmern mit Bluthochdruck.

Prof. Thomas J. Wang, Leiter der Forschungsgruppe sagte dazu in einem Interview: „Wir fanden heraus, dass Leute mit einem Vitamin D-Defizit ein erhöhtes Herzinfarkt-, Schlaganfall- und andere Herz-Kreislauf-Risiken aufwiesen„. (Video zu Interview mit Prof. Wang und andere Infos)

Zum Thema Bluthochdruck bestätigt eine im Februar 2008 online vorab veröffentlichte Harvard-Studie mit 28 886 Frauen mittleren Alters ebenfalls den Zusammenhang von Vitamin D-Versorgung (hier allerdings nur über die Ernährung mit Milchprodukten) und reduziertem Bluthochdruck-Risiko.

(Über ähnliche Ergebnisse hatten wir hier, hier, hier und hier bereits früher berichtet)

Quelle: PubMed

Studien:
Thomas J. Wang et al., Vitamin D Deficiency and Risk of Cardiovascular Disease, Circulation, 2008; 117:503-511, vorab online publiziert: 7. Januar, 2008

Lu Wang et al., Dietary Intake of Dairy Products, Calcium, and Vitamin D and the Risk of Hypertension in Middle-Aged and Older Women, Hypertension. February 7, 2008 (vorab online veröffentlicht)