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Sonnenschein-Vitamin schützt vor Knochenbrüchen bei Älteren 28. August 2008

Posted by lbmedien in Forschung, Sonnenschein-Vitamin, UV-Strahlen, Vitamin D-Mangel.
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Ältere Menschen bekommen oft nicht genug Sonne

Ältere Menschen bekommen oft nicht genug Sonne

Vitamin D-Mangel erhöht beträchtlich das Risiko eines Hüftbruchs bei Frauen jenseits der Wechseljahre.

Ältere Menschen leiden sehr viel häufiger an Vitamin D-Mangel. Der Grund: Sie können oder wollen sich oft nicht mehr ausreichend an der Sonne bewegen und die Haut ist weniger „durchlässig“ für UV-Strahlen, die notwendig sind, um im Körper Cholesterol in Vitamin D (25-hydroxyvitamin D [25(OH)D]) umzuwandeln. Vitamin D-haltige Ernährung und Nahrungsergänzung wirkt gerade bei älteren Menschen ebenfalls stark abgeschwächt und daher nur in höherer Dosierung. Das aber birgt eine gewisse Gefahr der Vitamin-Vergiftung, die bei der Vitamin D-Synthese durch Sonnenstrahlen nicht existiert.

Eine Studie der Universität Pittburgh, USA, auf der Basis von fast 40.000 Teilnehmerinnen untersuchte jetzt den Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und Brüchen des Hüftknochens. Dabei wurde nur die Ernährung und eventuelle Nahrungsergänzung durch Vitamin D-Präparate berücksichtigt.

Die risiko-mindernde Wirkung des Vitamin D für Stürze und Hüftknochenbrüche zeigte sich erst bei der Gruppe, deren Ernährung oder Nahrungsergänzung im oberen Drittel der der Untersuchten lagen. Dann aber wurde die Wirkung sehr deutlich, der Anteil der Stürze und Brüche sank rapide ab.

Der Frage, inwieweit eine ausrechende (künstliche) Besonnung das Risiko weiter und problemloser mindern könnte, geht die Studie allerdings nicht nach.

Quelle: PubMed

Studie: J.A. Cauley et al., Serum 25-hydroxyvitamin D concentrations and risk for hip fractures, Annals of Internal Medicine, 2008 Aug 19;149(4):I42

Erschreckende Daten: Vitamin D-Mangel führt zu Knochenbrüchen bei älteren Menschen 12. Dezember 2007

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Vitamin D-Mangel und Hüftbruch50 Prozent der alten Menschen in der Schweiz, die einen Hüftbruch erlitten und zuvor zu Hause gelebt hatten wiesen einen deutlichen Vitamin D-Mangel auf. Bei Hüftbruchpatienten aus Alters- oder Pflegeheimen lag dieser Prozentsatz noch höher: nämlich bei 72 beziehungsweise 76 Prozent. Nur vier Prozent der eingewiesenen Patienten verfügten über einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel (75 nmol/l).

Diese Daten von 222 Patientinnen und Patienten präsentierte jetzt ein Team am Universitätsspital Zürich unter Leitung der international renommierten Forscherin Prof. Heike A. Bischoff-Ferrrari.

Unsere Untersuchung ergab, dass die im Blut der Patienten gemessenen Vitamin-Spiegel generell etwa fünfzig Prozent unterhalb der Marke lagen, welche die Patienten eigentlich haben müssten, wenn sie die vorgeschriebene Menge an Vitamin D erhalten würden„, so Bischoff-Ferrari.

Dass Vitamin D für starke Knochen wichtig ist, sind sich viele nicht bewusst. Doch Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium und Phosphat (wie das Kalzium ein wichtiger Bestandteil der Knochen) im Darm und den Einbau von Kalzium in die Knochen. Zudem stärkt Vitamin D die Muskulatur und wirkt damit Stürzen entgegen.

Vitamin D kommt in der Nahrung nur sehr beschränkt vor. Es wird im Körper selbst hergestellt – vorausgesetzt, die Haut wird täglich etwa 20 Minuten der UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt. Allerdings ist die Sonne keine verlässliche Quelle, da bei älteren Personen die hauteigene Vitamin-D-Produktion unter Sonnenbestrahlung vierfach abnimmt (im Umkehrschluss: Der „Sonnen-Bedarf“ bei älteren Menschen ist um ein Vierfaches höher als bei jüngeren). Zudem können im Winter in Europa junge und ältere Menschen nicht ausreichend Vitamin D produzieren, da die Sonnenintensität nicht ausreicht.

Die Forscher schlagen daher eine systematische Nahrungsergänzung mit Vitamin D vor. Kalzium dagegen sei wirkungslos oder gar schädlich:

Wir konnten keinen schützenden Effekt von Kalzium auf das Hüftfrakturrisiko finden. Im Gegenteil, es gibt Hinweise, dass Kalziumtabletten das Risiko für eine Hüftfraktur sogar erhöhen„, so Bischoff-Ferrari.

Auch eine im Dezember erschienene Studie aus Australien (University of Western Australia, Perth) stellt fest, dass eine langfristige Wirkung auf die Knochendichte und -stabilität älterer Menschen nur durch Vitamin D-Ergänzungen, nicht aber allein durch Kalzium zu erreichen ist

Die Vitamin D-Lücke mit künstlicher Besonnung (Solarium) zu überbrücken, wird im Bericht der Wissenschaftler aus der Schweiz und Australien (noch) nicht diskutiert.

Quelle: idw

Studien:
Bischoff-Ferrari H.A., Can U., Staehelin H.B., Platz A., Henschkowski J., Michel B.A., Dawson-Hughes B., Theiler R., Severe Vitamin D Deficiency in Swiss Hip Fracture Patients, Bone, Online-Publikation vorab, 28. November 2007.

Bischoff-Ferrari H.A., et al., Calcium Intake and Risk of Hip Fracture in Men and Women: A Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies and Randomized Controlled Trials, American Journal of Clinical Nutrition, Online-Publikation vorab, 7. Dezember 2007.

Kun Zhu et al.,  Effects of calcium and vitamin D supplementation on hip bone mineral density and calcium-related analytes in elderly ambulatory Australian women: a 5-year randomized controlled trial, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, online vorab publiziert, 18. Dezember 2007