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Hautbräunung – statt Sonne so tun als ob? 17. September 2008

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
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Gibt es eine Bräunung ohne UV-Strahlen und ohne streifige, abfärbende, orangenfarbige Selbstbräuner? Möglicherweise bald!

Wissenschaftler an der Universität von Kentucky, USA, basteln an einer Methode, der eigenen Haut vorzugaukeln, sie werde von der Sonne beschienen und damit die Produktion von Melanin anzuregen. Der Trick hat einen Namen: Forskolin, ein Derivat der Buntnessel Pletranthus barbatus.

Eine Lotion mit dem Extrakt dieser Pflanze auf die Haut gerieben, hat auf die Hautpigmente die gleiche Wirkung wie die Sonne: es bildet sich mehr Melanin und wandert an die Hautoberfläche.  Hier wirkt es dann, wieder ebenso wie die Sonnenbräune, als Schutz gegen Sonnenbrand und DNA-Schäden durch die UV-Strahlen.

Wir wissen, dass Forskolin die Melanin-Produktion in der Haut anregt. Jetzt testen wir nur noch, ob das auch ohne Nebenwirkungen abgeht. Im Moment sieht es sehr vielversprechend aus,“ behautpet im Interview der Leiter der Forschungsgruppe Dr. John D’Orazio am Markey Cancer Center und Graduate Center for Toxicology der Universität von Kentucky.

Die Wissenschaftler glauben, auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können: „Natürliche“, zumindest hauteigene Bräunung verbunden mit dem natürlichen Sonnenschutz durch das Melanin.

Quelle: Eurekalert

Schon unsere Urahnen erkrankten durch Mangel an „Sonnenschein-Vitamin“ 10. Dezember 2007

Posted by lbmedien in Atemwegserkrankungen, Besonnung, Hautfarbe, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D-Mangel.
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Homo erectus Tuberkulose durch Vitamin d-MangelSchon vor 500.000 Jahren scheinen die ersten Einwanderer aus Afrika nach Europa, der sog. Homo erectus, unter Infektionskrankheiten wie etwa der Tuberkulose gelitten zu haben.

Der Grund, so vermuten Wissenschaftler einer multinationalen Forschergruppe um den Anthropologen John Kappelmann von der Universität Texas:
Die Urmenschen jener Zeit waren noch auf ihrem Wanderzug von Afrika in den Norden. Aus dem sonnigen Süden kommend war der Homo erectus noch dunkelhäutig und konnte dadurch nur wenig Vitamin D produzieren, da das dunkle Hautpigment Melanin die ultravioletten Strahlen der Sonne blockiert. Die UV-Strahlung ist zu etwa 90 Prozent verantwortlich
für die Produktion von Vitamin D in der menschlichen Haut, das dem Immunsystem bei der Abwehr von Infektionen hilft. Auf den Weg in den Norden, wo die Intensität der UV-Strahlen geringer ist, fiel dieser Mangel besonders stark ins Gewicht.

Die Forscher hatten Spuren einer Tuberkulose-Erkrankung bei einem Schädel eines Urmenschen, eines jungen Mannes, der Art Homo erectus aus einer Fundstätte in der westlichen Türkei entdeckt.

Auch eine soeben vorab erschienene Studie mit Enwanderern nach Australien unterstreicht die vorbeugende Wirkung von Vitamin D bei Tuberkulose.

Auf Studien über den Zusammenhang von Tuberkulose (hier und hier) und Atemwegserkrankungen (hier und hier), mit Vitamin D- und Besonnungs-Defiziten hatten wir in diesem Weblog bereits hingewiesen.

Quelle: wissenschaft.de

Studien:
John Kappelman et al., First Homo erectus from Turkey and implications for migrations into temperate Eurasia, American Journal of Physical Anthropology, online vorab publiziert, 7. Dezember 2007

K.B. Gibney et al, Vitamin D Deficiency Is Associated with Tuberculosis and Latent Tuberculosis Infection in Immigrants from Sub-Saharan Africa, Clinical Infectious Diseases, Januar 2008, online vorab publiziert