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Sonne macht klug: Cabrio oder Sonnenbank? 18. Juli 2009

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cabrioDass Sonnen die Intelligenz fördert, hatten wir kürzlich schon berichtet. Die Wege zur Sonnen-Klugheit aber sind sehr verschieden:

RP-Online, die virtuelle Ausgabe der Rheinischen Post, garniert einen Beitrag zum Cabrio-Markt und zu Cabrio-Fans mit einem Hinweis auf eine wissenschaftliche Studie an der Universität Manchester.  Danach steigert das Autofahren mit offenem Dach die Gehirnleistung – hier: von Männern über 60 Jahre.

Grund: Die Sonne steigert den Vitamin D-Spiegel bei Cabrio-Fahrern.

RP-Online: „Genau dieser erhöhte Vitamin-D-Wert wurde bei 3000 Männern im Alter zwischen 40 und 79 Jahren gemessen, die sich überproportional häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt hatten. Die beste Steigerung der Hirnleistung wurde bei Männern jenseits der 60 Jahre dokumentiert. Nur noch ein kleiner logischer Sprung, um offene Autos für das reifere Alter zu empfehlen.“

Quelle: RP-Online

Foto: iStockphotos

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Nicht nur die Politik, auch die Wissenschaft streitet über die „gute“ und die „böse“ Sonne 26. Juni 2009

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Fast gleichzeitig mit der Verabschiedung des „Solariengesetzes“ debattierten in Düsseldorf mehr als 500  Wissenschaftler aus aller Herren Länder beim Jahreskongress ICP der Photobiologen auch über die schützende und heilende Wirkung von Sonne und Solarien einerseits und die Gefahren übermäßiger UV-Bestrahlung andererseits.

Hier eine Zusammenfassung der Diskussion und drei der Kontrahenten im Interview:

Eine ausführliche Version der Interviews mit Profs.  Michael F. Holick, Boston, und Johan Moan, Oslo, sowie Dr. Rüdiger Greinert, Hamburg, werden wir in den nächsten Tagen hier online stellen.

Vitamin D-Mangel weltweit – der IOF-Report

Gerade rechtzeitig zum Kongress und sozusagen als Kontrapunkt zur laufenden Diskussion über das „Solariengesetz“ veröffentlicht die International Osteoporosis Foundation spektakuläre Daten über einen weltweiten Mangel an Vitamin D in Form einer Review-Studie mit sechs regionalen Einzelstudien.

Die Defizite an „Sonnenschein-Vitamin“ sind sehr unterschiedlich in unterschiedlichen Regionen und sozialen Gruppen. Eine deutliche Unterversorgung aber wurde für alle Regionen festgestellt.

Als Risikofaktoren für Vitmian D-Defizite nennen die Autoren:
Höheres Alter, weibliches Geschlecht, höhere Breitengrade, Winter, dunkle Haut, geringere Sonnenexposition, Ernährungsgewohnheiten und eine Mangel an Nahrungsergänzungen mit Vitamin D, Wohnen in der Stadt und Arbeiten in geschlossenen Räumen sowie gesellschaftliche Normen, die das Vermeiden von Sonne und Besonnung und die Bedeckung der Haut verlangen.

Quelle: IOF-Website (mit Verweisen zu Zusammenfassungen der sechs Regional-Studien)

Studie:  A. Mithal, D.A. Wahl, J-P. Bonjour et al. on behalf of the IOF Committee of Scientific Advisors (CSA) Nutrition Working Group,  Global vitamin D status and determinants of hypovitaminosis D Osteoporosis International (2009) , online vorab publiziert.

Mehr Sonne für Ältere! (2) 21. Mai 2009

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bild eines mannes mit brille

Sonne macht klug! - vor allem im Alter. Foto: fotolia

Vitamin D hält das Gehirn in Schwung. Es verbessert insbesondere die Gehirnleistung älterer Männer.

Das  „Sonnenschein-Vitamin“ wird in unseren Breiten zu 80-90 Prozent durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium im Körper selbst gebildet und ist daher eigentliche ein „Sonnenschein-Hormon“.

Forscher von acht (8) europäischen Universitäten haben jetzt in einem gemeinsamen Projekt die Auffassungsgabe und das Gedächtnis von 3.369 Männer aus der European Male Ageing Study (EMAS) im Alter zwischen 40 und 79 Jahren geprüft und mit dem Vitamin D-Spiegel im Blut abgeglichen.

Ergebnis:  „In unserer Studie zeigte sich eine eindeutige Verbindung von Vitamin D-Mangel und geringerer Gehirn-Leistung im Test„, so der Studienleiter Prof. David M. Lee, von der Universität Manchester.

Denkbar ist sowohl, dass das Vitamin D die Nerven schützt, als auch dass es die Erzeugung von Neurotransmitter reguliert“, vermutet Lee.

Da nur Männer untersucht wurden, kann die gleiche Wirkung des Sonnenschein-Vitamins bei Frauen nur vermutet werden.

Die Studie könne, so Lee, ein guter Ausgangspunkt für die weitere Erforschung der Wirkung von Vitamin D auf  die Gehirnleistung älterer Menschen geben.

Über weitere Studien mit ähnlichen Ergebnissen haben wir hier, hier, hier, hier, hier, hier, und hier berichtet.

Quelle: ScienceDaily

Studie: David M Lee et al., Association between 25-hydroxyvitamin D levels and cognitive performance in middle-aged and older European men, Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry, online vorab veröffentlicht,  21. Mai 2009

Das Chamäleon weiss: Sonne und Sonnenschein-Vitamin sind gesund! 21. April 2009

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Das  Pantherchamäleons weiss, wass es reicht

Das Pantherchamäleons weiss, wann es reicht

Dass Echsen und andere Reptilien die Sonne lieben, weiss man aus eigener sommerlicher Anschauung. Dass der Grund aber nicht allein die Wärme, sondern das Sonnenschein-Vitamin D ist, das ist neu! Chamäleons zum Beispiel nehmen extrem ausgedehnte Sonnenbäder, weil ihre Nahrung zu wenig Vitamin D enthält.

Das haben amerikanische Forscher aus dem sonnigen Texas (Texas Christian University in Fort Worth) unter Mitarbeit des bekannten Vitamin D-Forschers Michael F. Holick  in Versuchen mit Pantherchamäleons herausgefunden.

Zwar nutzten die wechselwarmen Tiere die Sonneneinstrahlung auch, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Dafür sei jedoch eine kürzere Zeit ausreichend, weisen die Wissenschaftler nach.

Sie beobachteten das Verhalten von Pantherchamäleons, die sie in zwei Gruppen aufgeteilt hatten. Die eine Gruppe bekam Grillen zu fressen, die mit einem Vitamin-D-haltigen Puder bestäubt waren, die andere Gruppe erhielt normale Grillen. Anschließend setzten sie die Reptilien in getrennte Gehege. Die Chamäleons hatten dort die Wahl zwischen einer Freifläche in der prallen Sonne und einem schattenspendenden Baum.

Die Vermutungen der Wissenschaftler bestätigten sich: Die Chamäleons, die Vitamin-D-reiche Nahrung erhalten hatten, wechselten wesentlich früher in den Schatten als die Tiere, die normale Grillen gefressen hatten. «Pantherchamäleons scheinen die Fähigkeit zu haben, ihren Vitamin-D-Pegel zu messen und die Sonnenbäder entsprechend anzupassen», erklärt der Studienleiter, Kristopher B. Karsten. Chamäleons sind auf diese Form der Vitamin-D-Bildung angewiesen, da ihre Beute nur geringe Mengen des wichtigen Provitamins enthält.

Die Forscher vermuten, dass die Tiere einen speziellen Gehirnrezeptor für das Vitamin besitzen, die ihnen genau das rechte Maß an Sonne „verordnen“. Leider kennt der Mensch ein solch hilfreiches Steuerungsgen nicht.

Genau wie beim Reptil aber wird auch beim Menschen das lebenswichtigeVitamin D  mit Hilfe von UV-Strahlen vom Körper selbst gebildet werden. In einem komplizierten Prozess wir daraus ein Hormon („aktives“ Vitamin D-Serum), das hunderte von Zellfunktionen im Körper steuer.

Quelle:  News AdHoc

Studie:  Kristopher B. Karsten et al.,  Panther Chameleons, Furcifer pardalis, Behaviorally Regulate Optimal Exposure to UV Depending on Dietary Vitamin D3 Status, Physiological and Biochemical Zoology 82(3):218–225 April 2009.

Noch einmal: Jugendliche leiden unter Sonnenmangel 21. März 2009

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Sonne nur noch am Strand?

Sonne nur noch am Strand? dann aber im Übermaß!

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage erscheint eine Studie, die belegt, dass ausgerechnet moderne Jugendliche in westlichen und nördlichen Ländern mehr als andere Altersgruppen unter einem akuten Mangel an Vitamin D und damit vor allem an Sonnenmangel leiden.

Am gleichen Tag, da der Deutsche Bundestag in 1. Lesung das „Solareingesetz“ mit dem Sonnenbankverbot für Jugendliche debattierte, errgegte bei der internationalen “Conference on Cardiovascular Disease Epidemiology and Prevention” in Palm Harbor, Florida, ein Vortrag Aufsehen, in dem zum wiederholten Male unterstrichen wurde, dass die Gesundheit Jugendlicher stärker bedroht ist durch ein „zu wenig“ an – vernünftig genossener – Sonne als an einem „zu viel“.

Die Untersuchung von 3.577 Jugendlichen im Alter von 12-19 Jahren kommt zu dem Ergebnis, dass der niedrige Vitamin D-Spiegel bei vielen Teenagern das Risiko einer Erkrankung an einigen der typischen Volkskrankheiten drastisch erhöht, und zwar um

  • 236 Prozent beim Bluthochdruck,
  • 254 Prozent bei überhöhtem Blutzuckerspiegel  und
  • 399 Prozent bei  Stoffwechselstörungen.

Die Daten entstammen dem National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) in den USA.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Jugendlichen später an Herz- und Gefäßkrankheiten oder Diabetes leiden erhöht sich damatisch durch diesen Befund.

Je dunkler die Haut der Jugendlichen, desto größer der Vitamin D-Mangel. Afro-amerikanische Jugendliche wiesen nur gut die Hälfte an Vitamin D-Serum im Blut auf wie weisse Teenager.  Die dunklen Hautpigmente, die die Hautzellen gegen Schäden durch UV-Strahlen schützen, verhindern gleichzeitig die Vitamin D-Synthese in der Haut.

Wir erleben eine aufregende und faszinierende Zeit, denn wir haben erst angefangen zu bergreifen, eine wie wichtige Rolle Vitamin D spielt für die Gesundheit des Herzens und der Blutgefäße,“ so der Leiter der Forschungsgruppe an der  Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore, Dr. Jared P. Reis.

Prof. Robert H. Eckel,  der scheidende Präsident der American Heart Association: „Diese Daten über den gravierenden Vitamin D-Mangel Jugendlicher macht uns sehr besorgt um die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten unserer jungen Menschen und darüber, dass sie zu wenig Zeit an der Sonne verbringen.”

Quelle:  Science Daily Das Manuskript wurde von der American Heart Association vorab zur Verfügung gestellt.

Muttermale vom Ferienstrand 4. Februar 2009

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kinder-strand-hochsitz2Der tägliche Aufenthalt zuhause an der Sonne scheint keine Auswirkungen auf die Bildung von Muttermalen (Nävi) zu haben. Der Ferienaufenthalt am Strand aber sehr wohl! Damit bilden die Ferien bei Kindern ein gesteigertes Risiko für eine Melanom-Bildung”.  So fasst Prof. Lori Crane von der Colorado School of Public Health, USA,  eine Studie mit 681 Kindern im Alter von sieben Jahren aus dem US-Bundesstaat Colorado zusammen.

Die Zahl der Muttermale ist eines der Risikofaktoren für den „schwarzen Hautkrebs“.  Ferien am Strand lassen, wie die Forscher herausfanden, bei Kindern in diesem Alter die Zahl der Muttermale  jedes Mal um 5 Prozent ansteigen.  Jungen sind dabei stärker gefährdet als Mädchen.

Wie schon bei anderen Studien mit älteren Jugendlichen und Erwachsenen erwies sich der Schutz mit Sonnencreme als wenig wirksam.  Eincremen verführte zu übermäßig langem Aufenthalt in der Sonne am Strand.

Bestätigt werden auch Forschungsergebnisse aus den letzten Jahren, die belegen, dass regelmäßiger aber mäßiger Aufenthalt an der Sonne keinen Einfluss hat auf die Bildung von zusätzlichen Muttermalen und im Gefolge auf die Entstehung von Hautkrebs (Melanom) – im Gegenteil, dass aber die unvorbereitete und extreme Sonnenexposition, wie sie für den Strandurlaub im Sommer typisch ist, das Melanom-Risiko deutlich verstärken kann – ganz besonders bei kleinen Kindern.

Quelle: Newswise

Sonnenschein für`s Gehirn 24. Januar 2009

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pixelio/adel

Sonne macht klug! Die Ergebnisse verschiedener Studien aus den letzten Jahren lässt sich in dieser Formel plakativ zusammenfassen. (In diesem Weblog hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Das „Sonnenschein-Vitamin“ D3 beeinflusst die Entwicklung und den Erhalt der geistigen Fähigkeiten schon vom Mutterleib an bis ins hohe Alter. Im Alter schützt das Vitamin D vor dem Verlust von Gehirnleistung bis hin zu Demenz und Alzheimer.

Eine Studie der Universität Cambridge, der Peninsula Medical School, Universität von Plymouth,  und der Universität Michigan, USA, hat jetzt erstmals nachgewiesen, dass die geistigen und intellektuellen Fähigkeiten älterer Menschen von Vitamin D- Spiegel im Blut abghängig sind.

In einer Studie mit 2.000 Probanden, 65 Jahre und älter, lag die Gedächtnis-  und andere intellektuelle Leistungen bei Menschen mit  optimaler Vitamin D-Versorgung doppelt so hoch wie bei Teilnehmern mit einem deutlichen Vitamin D-Defizit.

Da der Abfall von Gerhinleistungen als Vorstufe der Demenz gilt, kommen die Forscher zu dem Schluss:  „Demenz ist ein wachsendes Problem für die Gesundheitssysteme weltweit. Erkenntnisse wie die unseren über Wege zur Bekämpfung der Demenz ist damit eine zentrale Herausforderung für alle Gesundheitsdienste,“  so Prof. Iain Lang, einer der Studienleiter. „Für uns, die wir in Ländern mit dunklen Wintern ohne viel Sonnenlicht leben, ist die Versorgung mit ausreichend Vitamin D ein großes Problem  –  ganz besonder  für ältere Menschen, deren Haut das Vitamin D durch die Sonnenstrahlen nicht so gut verarbeiten kann.“

In westlichen Ländern wird etwa 90 Prozent des benötigten Vitamin D durch UV-B-Bestrahlung (aus Sonnenlicht oder im Solarium) der Haut im Körper selbst erzeugt.

Quelle: Eurekalert/Peninsula Medical School

Ein zusammenfassender Überblick der jüngsten Forschung:
E.P. Cherniack et al., Some new food for thought: the role of vitamin D in the mental health of older adults, Curr Psychiatry Rep. 2009 Feb;11(1):12-9.

Foto: pixelio/adel

Sonne schützt vor Hautkrebs – aber in welcher Dosis? 14. November 2008

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Wieviel Sonne ist genug gegen den Hautkrebs

Wieviel Sonne ist genug gegen den Hautkrebs

Was früher absurd erschien, wird jetzt durch immer neue wissenschaftliche Studienergebnisse zur Gewissheit: Die UV-Strahlen der Sonne spielen nicht nur bei der Entstehung von (vor allem „weißem“) Hautkrebs eine Rolle sondern auch bei der Verhinderung des gefährlichen „schwarzen“ Hautkrebses, des Melanoms. (Über eine erst kürzlich erschienene Studien mit diesem Ergebnis haben wir bereits berichtet)

Zwei wissenschaftliche Präsentationen beim diesjährigen Kongress des American Institute for Cancer Research (AICR) mit dem Thema Ernährung, Bewegung und Krebs (Food, Nutrition, Physical Activity and Cancer) in Wahington D.C. behandelten dieses augenscheinliche Paradox mit neuen bahnbrechenden Erkenntnissen:

Zwar ist seit langem die vorbeugende und heilende Wirkung des „Sonnenschein-Vitamins“ D3 bei vielen Krebsarten bekannt, aber im wesentlich unbekannt geblieben ist die Art und Weise, wie dieses Vitamin – oder besser: Hormon – seine schützende Wirkung erreicht.  Auf dem Kongress nun berichtete Prof. John White von der  McGill University über Versuche, die zeigen, dass der Vitamin-Rezeptor bestimmte Proteine anregt, die den Zell-Zyklus zwischen Entstehung und Absterben regulieren und Gene aktivieren, die die Ausbreitung von Tumor-Zellen unterdrücken.

Dass Vitamin D diese schützende und krebsverhindernde Wirkung auch beim Hautkrebs ausübt, belegt die Forschung einer Gruppe von Wissenschaftlern an der University of California, San Francisco unter Leitung von Prof. Daniel Bikle.  Bei Labor-Experimente zeigte sich, dass Mäuse, denen das Vitamin D-Rezeptoren-Gen fehlt, die also Vitamin D nicht im Körper „verarbeiten“ und für die Zellregulierung nutzen können, sehr viel häufiger unter  starker UV-Bestrahlung an einem Melanom erkrankten als „normale“ Mäuse.

Es habe sich gezeigt, so Prof. Bikle, dass eine relativ kurze Besonnung von 10-15 Minuten den Vitamin D-Rezeptor anregte, zwei unterschiedliche Prozesse in Gang zu setzten, die offensichtlich einen wirksamen Schutz gegen den Hautkrebs bildeten.

Kontrovers diskutiert wurde also nicht mehr die Frage: Schützt die Sonne vor Hautkrebs, ja oder nein! sondern lediglich die Frage nach der richtigen Dosierung zwischen krebsverhindernder und krebserzeugender Wirkung der Sonnenstrahlen. Dr. Mary Frances Picciano vom regierungsoffiziellen National Institutes of Health forderte daher weitere Forschungen zu den Grenzen „sicherer“ Besonnung für eine ausreichende Vitamin D-Versorgung. Andererseits aber kündigte Sie eine Anpassung nach oben der Empfehlungen öffentlicher US-Gesundheitsorganisationen für die optimale Vitamin D-Zufuhr an.

Quelle: AICR-Presseinfo

Sonne macht Männer – und ihre Spermien – munter 29. Oktober 2008

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Sonne macht Spermien munter

Sonne macht Spermien munter

Mann o Mann! Sonne macht Männer nicht nur sexy sondern auch fruchtbar! Gesunde Spermien brauchen das Sonnenschein-Vitamin D3.

Mit dieser Botschaft überrascht das Männer-Journal „Men`s Health“ seine potenzbewusste Leserschaft – just in dem Moment, da die Sonne (im Gegensatz zu den Lesern) ihre Kraft immer mehr verliert und schon bald im „Vitamin D-Winter“ das begehrte Vitamin, besser: Hormon, nicht mehr in der männlichen Haut produzieren kann.  Ein Mangel an Vitamin D aber, so Men`s Health, könne zu Unfruchtbarkeit führen.

Die Zeitschrift beruft sich auf eine australische Studie: „Die Wissenschaftler einer auf Reproduktion spezialisierten Klinik in Sydney zeigten, dass Vitamin-D-Mangel ein wichtiger Faktor bei männlicher Unfruchtbarkeit ist. Von den knapp 800 untersuchten unfruchtbaren Männern wurde bei über einem Drittel ein Vitamin-D-Mangel festgestellt…

Von den 100 unfruchtbaren Teilnehmern an der Studie erlangten 40 ihre Zeugungsfähigkeit zurück, nachdem sie den Bürosessel häufiger mit dem Strand tauschten, das Rauchen aufgaben und sich vernünftiger ernährten. Der Vitamin D-Spiegel im Blut stieg und so auch die Qualität der Spermien.

Der dringende Rat der Forscher, sich täglich um die Mittagszeit mindestens 15 Minuten im Freien aufzuhalten um UV-Strahlen für die Vitamin D-Produktion zu tanken mag auf den Antipoden wirken – dort beginnt der Sommer! Der deutsche Mann aber hat im „Vitamin D-Winter“ keine andere Wahl: Ein- zweimal die Woche ins Sonnenstudio (mit Gütesiegel „Geprüftes Sonnenstudio„) reicht völlig, um den Vitamin D-Hormon-Haushalt zu optimieren.

Eine andere aktuelle Studie, die der Frage mit Hilfe von Reagenzglas und Mikrspkop nachgeht, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Vitamin D und der Vitamin D-Rezeptor spielen eine entscheidende Rolle bei der Überlebens- und Zeugungsfähigkeit der Spermien.

Quelle: Men`s Health

Studie: S. Aquilaet al., Human sperm anatomy: ultrastructural localization of 1alpha,25-dihydroxyvitamin D receptor and its possible role in the human male gamete., J Anat. 2008 Nov;213(5):555-64.

Wer hat den Schotten die Sonne gestohlen? 24. September 2008

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Mehr Sonne für die Schotten - Der Gillie-Report

Mehr Sonne für die Schotten - Der Gillie-Report

Ein Gesundheitsreport bewegt in diesen Tagen ganz Großbritannien. Die altehrwürdige Times titelt: „Scotland’s poor health ‘caused by a lack of sunshine’ („`Sonnenmangel` verursacht Schottlands schlechten Gesundheitszustand.“)

Auslöser war der vor wenigen Tagen erschienene Report des Wissenschaftlers und Journalisten Dr. Oliver Gillie: „Scotland’s Health Deficit: An Explanation and a Plan.“ Darin fasst der Autor seine fünfjährigen Studien über den Zusammenhang von sonnenarmem Klima und Anti-Sonnen-Propaganda in den sogenannten „Sun Smart“ Kampagnen mit der bisher unerklärlich hohen Sterblichkeitsrate in Schottland und dem vergleichsweise desolaten Gesundheitszustand der Schotten.

Gillie weist in seiner Expertise nach, dass vor allem diejenigen Krankheiten in Schottland – im Gegensatz zu den englischen Provinzen im Süden – überproportional vertreten sind , deren Entstehung nach neuesten Forschungen immer auch mit einem Mangel an Vitamin D verbunden sind.

Tatsächlich hat sich ausgerechnet das wolkenreiche Schottland in Medien-Kampagnen und politischen Initiativen gegen Sonne und Solarien besonders hervorgetan (wir hatten berichtet).

In den heftigen Diskussionen nach Erscheinen des Reports meldeten sich in den vergangenen Tagen neben den direkt Betroffenen vor allem auch internationale Forscher und unterstüzten die Kernthesen des Gillie-Reports.

Der renommierte Harvard-Professor und Vitamin D-Forscher, Edward Giovanucci, im Interview mit der Times:“Der Report legt in überzeugender Weise dar, dass das weit verbreitete Vitamin D-Defizit entscheidend zu den besonderen Gesundheitsproblemen in Schottland beiträgt.“ (Alle Übersetzungen d. Red.)

Sein Kollege, Prof. Colin Begg, vom Forschungsinstitut Sloan-Kettering Cancer Centre in New York geht einen Schritt weiter: „ich denke, dass wir dringend einen Weg finden müssen, den Schaden zu beseitigen, den die kurzsichtigen Kampagnen angerichtet haben, die ganz Bevölkerungsteile daran hindern wollten, ´ungeschützt` an die Sonne zu gehen„.

Schon vorher hatte die Times ein illustres Panel von führenden britischen Gesundheitexperte zusammengetrommelt, die den Report kritisch unter die Lupe nehmen sollten.
Ergebnis: Die Experten schlossen sich einstimmig den Folgerungen von Dr. Gillie an.

Ein Mitglied dieses Panels, Dr. Adrian Martineau vom berühmten Queen Mary’s School of Medicine, London: “Eine äusserst wichtige Initiative… die deutlich macht, dass 85 Prozent von uns (Schotten) einen zu niedrigen Vitamin D-Spiegel im Blut haben, während doch 85 Prozent unserer Zellen Vitamin D benötigen um überhaupt angemessen zu funktionieren.“

Der Report von Oliver Gillie: „Scotland’s Health Deficit: An Explanation and a Plan“ kann im Internet kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Quelle: Times Online 1 und Times Online 2