jump to navigation

Gemeinschaftserlebnis Solarium? 5. Januar 2009

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
Tags: ,
1 comment so far

fussballZur Jahreswende versuchten viele Tageszeitungen in ihren Sportteilen die Fußball-Fans mit Berichten und Interviews aus den Trainingslagern der Bundesliga-Mannschaften über die Fußball-freie Zeit  hinwegzutrösten.

Zweifellos am orginiellsten die Wahl von Mönchengladbach und der Kommentar des Trainers Hans Mayer:
Als einziger Erstligist hatte Borussia Mönchengladbach kein Trainingslager unter südlicher Sonne bezogen. Der Trainer wollte das nicht als Nachteil gelten lassen:

Wir haben ein beheiztes Trainingsgelände, und für das Team-Building können wir alle zusammen im Solarium auf die Sonnenbank gehen„,  so Hans Mayer.

Ob sich inzwischen nach diesem Vorbild viele Sonnenstudios um Investitionen in Team-Sonnenbänke bemühen, ist nicht überliefert.

Quelle: BILD/ Süddeutsche Zeitung Newsticker

Nachtrag 08.01.09:  Nun sind sie doch in den Süden geflogen, meldet BILD. War doch wohl nicht genug Platz auf der Team-Sonnenbank.

Advertisements

Alle Sonnenbänke erhöhen den Vitamin D-Spiegel 23. Juni 2008

Posted by lbmedien in Besonnung, Solarium, Sonnen-News, Sonnenbank.
Tags: , , ,
1 comment so far

Sonnenbank und Vitamin DAuch die Nutzung von Sonnenbänken mit geringeren UV-B-Anteil am Strahlensprektrum erhöht den Vitamin D-Spiegel.
Den Nachweis liefert jetzt eine Studie an der Universität von Kopenhagen, bei der neben modernen Solarien mit sonnen-ähnlichen Strahlenspektren auch Bänke mit einem deutlich überproportionalen UVA-Anteil eingesetzt wurden.

Das lebensnotwendige Vitamin D wird ganz überwiegend durch die Sonnenstrahlen auf der Haut „hergestellt“. Durch die modernen Lebensformen und die Tatsache, dass im „Vitamin D-Winter“ von Ende Oktober bis März bei uns die Sonne nicht stark genug ist, diesen Prozess anzustossen, kommt es zu erheblichen Vitamin D-Defiziten in breiten Bevölkerungskreisen. In Deutschland etwa leiden knapp 60 Prozent der Menschen nach Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) an einem Vitamin D-Mangel, der die Entstehung von Brust- und Darmkrebs, Osteoporose, Diabetes, Multipler Sklerose, Infektions- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. begünstigt.

Ausgleich könnte hier die regelmäßige, kontrollierte Nutzung von Solarien schaffen.

Dass sich diese einfache Lösung eines derart verbreiteten Gesundheitsproblems bisher nicht hat durchsetzen können, liegt auch an den ebenso unermüdlich wiederholten wie falschen Argumenten der Solariengegner: Da das Solarium kaum UV-B – notwendig für die Vitamin D-Synthese – sondern fast ausschliesslich UV-A  ausstrahle, so wird behauptet, könne es auf der Sonnenbank nicht zu einer ausreichenden Vitamin D-Produktion kommen.

Das ist, wie sich nun erweist,  ein doppelter Trugschluss:

  1. Ähneln moderne Solarien der Sonne im Anteil der abgegebenen UVB-Strahlen, haben also in etwa die gleiche Wirkung und
  2. beweist die neue Studie, dass auch Solarien mit höherem UV-A-Anteil die Vitamin D-Produktion in der Haut in Gang bringen.

Unsere Studienergebnisse zeigen, dass Sonnenbänke mit einer Strahlung von nur 0,5% bzw. 1,4% UVB den Vitamin D-Spiegel (Serum 25 OH D) im Blut erhöhen.“ So der Leiter der Forschergruppe am Bispebjerg Hospital der Universität Kopenhagen.

Zwei repräsentativ ausgewählte Gruppen gesunder europäischer Frauen wurden zunächt in Abständen von zwei-vier Tagen vier Mal für zunächst jeweils sechs Minuten später weitere vier Mal für 12 Minuten auf eine Sonnenbank mit niedrigem UVB-Anteil (Gruppe 1: 0,5% UVB, Grupps 2: 1,4% UVB) geschickt.
Eine vergleichbare Kontrollgruppe erhielt keine Besonnung auf der Sonnenbank.

Ergebnis: Während sich  bei der „unbesonnten“ Kontrollgruppe innerhalb von 9 bzw. 18 Tagen keinerlei Veränderung im Vitamin D-Spiegel zeigte,  hatte sich in der Gruppe 1 innerhalb von 9 Tagen der Spiegel um 12, bei der Grupppe 2 um 27 nmol/mL gesteigert.

In den folgenden Tagen stieg der Spiegel zwar weiter an, erreichte aber gegen Ende der Beobachtungszeit ein oberes Plateau und blieb danach unverändert.

(Über ähnliche Ergebnisse hatten wir auch schon in der Vergangenheit hier, hier, hier, und hier berichtet)

Studie: E.Thieden et al., Sunbed Radiation Provokes Cutaneous Vitamin D Synthesis in Humans. A Randomized Controlled TrialPhotochemistry and Photobiology Nov-Dez. 2008 ; 84(6):1487-92 (vorab online veröffentlicht 29.05.2008 )

Die Sonnenbank schafft, was Nahrungsergänzung nicht schafft 20. April 2008

Posted by lbmedien in Besonnung, Forschung, Sonnenbank, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D, Vitamin D-Mangel.
Tags: , ,
2 comments

Sonnenbank ist optimal für die Vitamin D-Synthese

In Ländern wie Deutschland oder mehr noch wie in den skandinavischen Ländern ist die Kraft der natürlichen Sonne zwischen Oktober und März nicht stark genug, das lebensnotwenige Vitamin D im Köper „herzustellen“. Die im Sommer angesammelten Vorräte an Vitamin D, die im Fettgewebe des Körpers gespeichert sind, sinken rapide ab. Die Menschen werden anfällig gegen viele Krankheiten, weil etwa ihr Immunsystem nicht mehr ausreichend durch das „Sonnenschein-Vitamin“ gesteuert wird.

Kann in dieser Mangel-Situation die Sonnenbank mit ihren UV-Strahlen helfen? oder lässt sich der Mangel ebensogut oder besser durch die Ernährung oder Nahrungsergänzungen beheben?

Dieser Frage ist eine Forschergruppe an der medizinischen Fakultät der Universität Oslo nachgegangen. Die Ergebnissse münden in ein Plädoyer für die Sonnenbank:

Die Teilnehmer an dem Experiment, Norweger zwischen 20 und 35 Jahren, mit dem sensiblen Hauttyp I oder II, erhielten zweimal pro Woche eine Bestrahlung auf einer handelsüblichen Sonnenbank unterhalb der Erythem-Grenze (MED – die Bestrahlungsdosis, bei der die Haut eine erste Rötung zeigt) für die Dauer von vier Wochen.

Es zeigte sich, dass ohne Hautschäden der Vitamin D-Spiegel (25 OH D3) in dieser Zeit um durchschnittlich 40 Prozent gesteigert werden konnte. Die Probanden entwickelten eine milde Bräunung ihrer Haut.

Im Anschluss an die Besonnung auf der Sonnenbank wurde einer Gruppe regelmäßig Lebertran – das effektivste Nahrungsergänzungmittel mit Vitamin D – verabreicht. Eine andere Gruppe erhielt keine zusätzliche Vitamin D-haltige Nahrung.

Acht Wochen nach dem letzten Besuch der Sonnenbank war der Vitamin D-Pegel bei allen Probanden wieder auf den ursprünglich gemessenen Stand zurückgegegangen – auch in der „Lebertran-Gruppe“!

Quelle: PubCrawler

Studie: Alina Carmen Porojnicua et al., Sun beds and cod liver oil as vitamin D sources, Journal of Photochemistry and Photobiology B: Biology, doi:10.1016/j.jphotobiol.2008.02.007 (online vorab veröffentlicht)

Wie die Alten sungen… Überraschend viele Ältere auf der Sonnenbank 16. März 2008

Posted by lbmedien in Forschung, Solarium, Sonnenschutz.
Tags: , , ,
add a comment

frau-sonne-solarium-klein.jpgZumindest in den USA muss das gängige Bild vom typischen Sonnenbank-Nutzer revidiert werden. Deutlich häufiger als bisher vermutet suchen auch Menschen über 50 Jahre ein Sonnenstudio auf.

In einer Studie mit fast 30.000 erwachsenen Amerikanern, die im Rahmen des Forschungsprojekts „National Health Interview Survey (NHIS)“ nach ihren Gesundheits-Gewohnheiten befragt wurden, berichten die Wissenschaftler vom Fox Chase Cancer Center, Philadelphia, USA ausserdem über typisches Risikoverhalten beim Umgang mit Sonne und Sonnenschutz.

Zwar machten die jüngeren Jahrgänge einen größeren Anteil bei den Solarium-Nutzern aus (20 Prozent der 18-29jährigen und 17% der 30 – 39jährigen) aber immerhin noch 10 Prozent der 50-64jährigen und gar noch 8 Prozent der über 65jährigen legten sich zumindest gelegentlich auf eine Sonnenbank.
(Für Deutschland kommt eine noch unveröffentlichte Studie des Forschungszentrums Jülich im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz zu ähnlich überraschenden Ergebnissen.)

Die Solarien-Nutzer waren überwiegend Frauen, weiss und besser ausgebildet, mit einem höheren Schulabschluss. In den höheren Altersgruppen glich sich das Verhältnis von Männern zu Frauen auf der Sonnenbank immer mehr an.

Gleichzeitig aber zeigte die Studie auch, dass bei den unter 50jährigen die Sonnenbank-Nutzer schneller bräunten, gleichzeitig aber auch über mehr Sonnenbrände in ihrer Freizeit im Freien berichteten und weniger auf Sonnenschutz (Cremes, Aufenthalt im Schatten) achteten.

Ungewollt bestätigten diese Ergebnisse die Vermutung, dass einige Studien, die einen Zusammenhang von Solarien-Nutzung und Hautkrebs festzustellen glaubten, die tatsächlichen Gründe für diese Verbindung in Wirklichkeit bei den „Freizeit-Sonnern“ mit häufigen Sonnenbränden hätten suchen müssen.

Quelle: Science Daily

Studien:
E.J. Coups et al., Prevalence and correlates of indoor tanning among US adults. Journal of the American Academy of Dermatology, 2008, 5. März (online vorab veröffentlicht)

E.J. Coups et al., Multiple skin cancer risk behaviors in the U.S. population . Am J Prev Med. 2008 Feb;34(2):87-93

Kein Zusammenhang zwischen Sonnenbank und „schwarzem“ Hautkrebs 1. Oktober 2007

Posted by lbmedien in Besonnung, Hautkrebs, Sonnenbank.
Tags: , , , ,
2 comments

frau-nah-sonnenbank-solarent.jpgDie Nutzung von Solarien hat nichts mit der Entstehung von „schwarzem“ Hautkrebs (Melanom) zu tun. Das ist das Ergebnis einer dänischen Studie, die in diesen Tage in der internationalen Fachzeitschrift „Photodermatology, Photoimmunology & Photomedicine“ veröffentlicht wurde.

Die Forscher waren von der Annahme ausgegangen, dass sich ein Unterschied in der Entwicklung der Melanom-Fälle seit der Erfindung und dem Boom der Sonnenbank in Dänemark zwischen Männern und Frauen durch die wesentlich höher Nutzung der Sonnenbank durch Frauen ergeben müsste.

Zu ihrer Überraschung aber entwickelten sich die Kurven der Melanom-Fälle (Inzidenz) von Frauen und Männern völlig gleich, sowohl in den Jahren vor (1977-89) wie nach (1990-2004) dem Solarien-Boom. Und das obwohl die Frauen drei-viermal häufiger ein Solarium nutzten als die Männer.

Auch die Erklärung, dass sich halt die Männer in dieser Zeit statt im Solarium häufiger im Freien sonnten, erwies sich als nicht stichhaltig. Es gab keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern in ihrem Freizeitverhalten an der Sonne über den gesamten untersuchten Zeitraum.

Ein Einfluss der Sonnenbank auf die Entstehung von schwarzem Hautkrebs sei damit sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher allerdings nach Lage der Daten ein Zusammenhang von Solariennutzung und dem harmloseren Basaliom.

Quelle: PubMed

Studie: A. Faurschou , H.C Wulf, Ecological analysis of the relation between sunbeds and skin cancer, Photodermatology, Photoimmunology & Photomedicine, 2007; 23(4):120-5