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„Take Your Hat Off!“ und „Let the Sunshine In!“ 20. Mai 2008

Posted by lbmedien in Sonnen-News, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D-Mangel.
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\Als Joe Cocker seinen Song „You can leave your hat on“ komponierte, war er sich der Zustimmung mancher Dermatologen in ihrem Kampf gegen die Sonne gewiß, ahnte aber noch nicht, dass ihm dereinst der Direktor des Amts für Öffentliche Gesundheit (Director of Public Health) von Tasmanien, der Insel südlich von Australien, im Mai 2008 heftig widersprechen würde.

Nach Jahren militanter Kampagnen gegen jeden Aufenthalt an der Sonne, vor allem zur Mittagszeit, und für das Tragen breitkrempiger Hüte stellt sich jetzt heraus, dass die Bewohner und vor allem die Kinder und Jugendlichen dieser Insel unter einem Vitamin D-Mangel leiden – mit den bekannten weitreichenden Folgen für die Gesundheit.

Also startete jetzt der Gesundheits-Direktor, Roscoe Taylor, eine Gegenampagne unter dem Titel: „Take Your Hat Off!“, mit der die Menschen in Tasmanien angeregt werden sollen, zumindest im Winter (der jetzt Down Under eben beginnt) auch zur Mittagszeit keine Hüte zu tragen, damit die Sonne eine Chance bekommt, die Produktion des lebenswichtigen Vitamin D in der Haut anzustoßen.

Zum Entsetzen der Kosmetik-Industrie, die in der Vergangenheit die Anti-Sonnen-Kampagnen gesponsert hatte, empfahl Taylor auch gleich noch, in dieser Zeit die Sonnencreme wegzulassen. In einem Aufruf an die Eltern der tasmanischen Jugendlichen schreibt Taylor:

„…Es ist jetzt bis in das Frühjahr hinein sicher für die Kinder und Jugendlichen, keine Hüte in der Mittagspause zu tragen. Vitamin D ist wichitg für die Knochengesundheit und für ein starkes Immunsystem und wird im Körper gebildet durch die Sonnenstrahlen auf der Haut. Deshalb sollten die Menschen ihren Vitamin D-Bedarf nicht unnötig durch Sonnenschutz gefährden, wenn es dazu keinen Anlass gibt.

Quelle: Tasmania Government Media Release

Sonnenschutz giftig? 17. Mai 2008

Posted by lbmedien in Sonnen-News, Sonnenschutz.
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Sonnencremes stören den HormonhaushaltSonnenschutzmittel sind ins Gerede gekommen. Nicht nur haben Studien in letzter Zeit immer wieder nachgewiesen, dass die Cremes und Lotionen zwar gegen Sonnenbrand nicht aber gegen Hautkrebs schützen (im Gegenteil), jetzt ist auch noch eine öffentliche Diskussion um die Giftigkeit der Inhaltsstoffe in Gang gekommen.

Bestimmte UV-Filter in Sonnencremes und Flammschutzmittel in Textilien bringen den Hormonhaushalt der Menschen durcheinander. Über die Haut gelangen bestimmte hormonaktive Substanzen aus den Sonnenschutzmitteln in den Körper und führen zu Veränderungen der Steuerungsfunktion einiger der etwa 50 verschiedenen Hormone im menschlichen Körper.

In den USA haben jetzt die U.S. Centers for Disease Control (CDC) und deren Environmental Working Group (EWG) Alarm geschlagen und darauf hingewiesen, dass inzwischen – laut einer im März dieses Jahres veröffentlichten Studie – 97 Prozent der Amerikaner zum Beispiel mit der Chemikalie Oxybenzone (4-methoxy-2-hydroxybenzophenone), vergiftet sind, die in Sonnencremes und anderen Kosmetika Verwendung findet. Die Chemikalie wird unter anderem für die Unterentwicklung von Babies bei der Geburt und im Gefolge für eine Reihe chronischer Krankheiten im späteren Leben verantwortlich gemacht.

In der Schweiz hat die Swiss National Science Foundation und das Umweltbundesamt Forscher und Industrie zur Erarbeitung einer „Konsensplattform“ an einen Tisch gebracht. Das Thema hat durch diese Aktivitäten eine neue Dringlichkeit bekommen, nachdem die Diskussion über Jahre eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden war.

Quellen:
http://www.nrp50.ch (Swiss National Sciene Foundation)
http://www.ewg.org/node/26212 (Environmental Working Group)

Foto: Freiöl