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Sonnenschein-Vitamin schützt vor Hautkrebs 11. Juni 2009

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Für Menschen, die fast täglich mit Horrormeldungen über Sonne und Hautkrebs gefüttert werden, ist diese Nachricht erstaunlich: Vitamin D  schützt Menschen, die einmal von einem „schwarzen Hautkrebs“, einem Melanom,  geheilt wurden, vor einer neuerlichen Tumorbildung. Das Sonnenschein-Vitamin, so genannt weil es zu 90 Prozent in der Haut durch die Sonne oder im Solarium gebildet wird,  verringert dabei nicht nur die Gefahr eines Rückfalls sondern unterstützt auch den milderen Verlauf der Krankheit und senkt das Risikio, am Melanom zu sterben.

Diese Ergebnisse einer Studie an den Universitäten von Leed, England, und Pennsylvania, USA,  mit mehr als 1.000 Melanom-Patienten wurde jetzt beim Kongress der American Society of Clinical Oncology vorgestellt. Danach senkt schon eine Erhöhung des Vitmain D-Spiegels im Blut um 20 nmol/L die Gefahr einer Wiederkehr des Melanoms um mehr als 25 Prozent.

Wie falsch und tatsächlich gefährlich die einseitige und unausgewogene Warnung vor dem Sonnen im Freien oder im Solarium sein kann, wird durch eine weitere bei diesem Kongress präsentiert Studie belegt, die zeigt, dass der Einfluss von Ernährung bei der Versorgung von Krebskranken mit dem schützenden Vitamin D gering  ist.  Selbst optimal ernährte Patienten wiesen keinen höheren Vitamin D-Status auf als unzureichend und/oder falsch ernährte Teilnehmer.

Ähnlich eine soeben erschienene Langzeitstudie zur Aufnahme von Vitamin D über die Ernährung (und Nahrungsergänzung) und das Risiko an einem Melanom zu erkranken. Die Forscher entdeckten keinen Zusammenhang weder durch vitamin-d-reiche Ernährung noch durch Supplements.

Quelle:  HighWire

Studien:

J. A. Newton Bishop et al.,  Serum vitamin D levels, VDR, and survival from melanoma, Journal of Clinical Oncology, 2009 ASCO Annual Meeting Proceedings, Vol 27, 2009 (May  Supplement)

K. Trukova et al.,  Serum 25-hydroxy vitamin D and nutritional status: Implications for vitamin D assessment and dietary supplementation in oncology,  Journal of Clinical Oncology, 2009 ASCO Annual Meeting Proceedings, Vol 27, No 15S  (May Supplement), 2009: 9638

Maryam M Asgari et al., A Cohort Study of Vitamin D Intake and Melanoma Risk, Journal of Investigative Dermatology (2009) 129, 1675–1680

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Gesund leben? Nein danke! 9. Juni 2009

Posted by lbmedien in Sonnen-News.
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Angst-Kampagnen überzeugen nicht

Angst-Kampagnen überzeugen nicht

Noch nie wurde so viel über Gesundheit und den richtigen Weg dorthin geschrieben und geredet. Geholfen hat das offensichtlich nicht. Im Gegenteil, der Anteil der Menschen mit einem gesunden Lebenswandel geht ständig zurück.

Das zumindest ist die Aussage einer repräsentativen Studie der Medizinischen Universität von South Carolina, USA.  Danach hat in den USA die Zahl der übergewichtigen (BMI >30) Erwachsenen zwischen 40 und 74 Jahren in den letzten 18 Jahren von 28 auf 36 Prozent zugenommen.  Die Menschen bewegen sich deutlich weniger (Rückgang der sportlichen Aktivitäten von 53 auf 43 Prozent) und  der Alkohol-Konsum stieg erheblich an. Nicht einmal der Anteil der Raucher an der Bevölkerung ging nennenswert zurück.

Am drastischsten schrumpfte der Anteil der Amerikaner, die sich die Empfehlung der Ernährungsexperten zu Herzen nehmen und fünf mal am Tage Obst und Gemüse essen. Waren das vor 20 Jahren noch stolze 42 Prozent,  so  blieben bis 2006 nur mickrige 26 Prozent bei der Stange.

Die für die USA repräsentativen Daten stammen aus der gewaltigen Umfrage-Datenbank des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES).

Obwohl nach dem Verhalten an der Sonne in dieser Studie nicht gefragt wurde,  kann mit Recht vermutet werden, dass auch hier die Anteile der vernünftigen Sonnen-Geniesser eher rückläufig sind. (Wir haben vor allem zum Verhalten von Jugendlichen in diesem Weblog immer wieder über entsprechende  Studien berichtet, z.B. hier).

Um so verwunderlicher, dass auch in Deutschland, wie in den USA, sich die Mahnungen, Warnungen und Kassandra-Rufe – einschliesslich der einseitigen Begründungen für detaillierte staatliche Verordnungsregelungen –  just auf den einzigen Bereich konzentrieren: die künstliche Besonnung und hier sogar auf die qualitätsgeprüften Sonnenstudios, der zumindest potentiell die einzige Gewähr für die wohldosierte Nutzung der zahlreichen Gesundheitswirkungen von Sonne und UV-Strahlen bietet.

Kampagnen und Predigten ohne Augenmaß und ohne Rücksicht auf die Alltagserfahrung der Menschen (hier z.B. die Erfahrung: „Sonne tut gut und ist gesund„) bewirken leicht das Gegenteil des Gewollten – zum Schaden einer gesunden Lebensführung.

Über ähnliche Studien hatten wir vor kurzem berichtet.

Quelle:  ScienceDaily

Studie:  Dana E. King et al.,  Adherence to Healthy Lifestyle Habits in US Adults, 1988-2006 Journal of Medicine, Volume 122, Issue 6 (Juni 2009),  528-534.

Sonnenschein-Vitamin essen – was bringt das? 21. April 2009

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Gesund - aber ohne Vitamin D

Gesund - aber nicht für den Vitamin D-Bedarf

Die Ernährung spielt so gut wie keine Rolle bei der Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin D.  Ausschlaggebend ist vielmehr der Aufenthalt an der Sonne und in geringerem Maße die Unterschiede der Hautpigmentierung sowie die Zufuhr von Vitamin D als Nahrungsergänzung.

Das ist das Fazit einer Studie von der Loma Linda Universität in Kalifornien, mit Daten aus der Adventist Health Study.

Da Vitamin D ganz überwiegend in tierischen Nahrungsmitteln enthalten sind, müsste – die Annahme der Forscher – es einen erheblichen Unterschied im Vitamin D-Status von Vegetariern oder dar radikalen Vegetarien (Veganern) und „Normal-Esser“ geben.

424 Probanden, davon knapp die Hälfte Afro-Amerikaner, wurden nach ihren Essgewohnheiten und nach Häufigkeit und Dauer ihres Aufenthalts an der Sonne befragt. Dabei zeigte sich keinerlei Unterschied im Vitamin D-Status – 25 (OH)D – zwischen denvegetarisch und den nicht-vegetarisch essenden Probanden.  Erheblich war der Unterschied zwischen Weissen und Farbigen. Wesentlich bedeutender aber war die Sonnen-Exposition der Teilnehmer – egal ob Vegetarien oder Nicht-Vegetarier, ob Schwarz oder Weiss – im Alltag und in den Ferien.

Quelle: HighWire

Studie:  Jacqueline Chan et al.,  Serum 25-hydroxyvitamin D status of vegetarians, partial vegetarians, and nonvegetarians: the Adventist Health Study-21American  Journal of  Clinincal Nutrition. 89: 1686S-1692S, April 2009

Sonne oder Fruchtzwerge 2. September 2008

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Ein Fall für Fruchtzwerge?

Kinder und Vitamin D: Ein Fall für Fruchtzwerge?

Fruchtzwerge statt Sonne?

TV im Kinderzimmer, Computerspiele und die Panikmache der Anti-Sonnen-Lobby haben eine Kinder-Generation produziert, die unter akutem „Sonnen-Entzug“ leidet.  80 Prozent der Kinder heute, so das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE), werden mangels Sonnenstrahlen nicht mit ausreichend Vitamin D versorgt – mit fatalen langfristigen Folgen für die Gesundheit.

Das war ja zu erwarten!

Nachdem in den USA das „Sonnenschein-Vitamin“ D bereits als „Wunderdroge“ gefeiert wurde und auch in den deutschen Medien derzeit eine steile Karriere hinlegt, hängt sich nicht nur die Pharmaindustrie mit immer neuen Vitamin D-Präparaten und Nahrungsergänzungen sondern inzwischen auch die Lebensmittel-Industrie an den Boom an.

Danones „Fruchtzwerge: Mit Vitamin D und einer Extraportion Calcium für gesunde Knochen“ sollen es jetzt richten!

Seit Ende August 2008 enthalten FruchtZwerge Vitamin D und 50 Prozent mehr Calcium als Vollmilch. Die neue Rezeptur soll einen Beitrag zum Ausgleich des Vitamin D-Defizits in Deutschland leisten.“ So die Pressemitteilung des Konzerns. „Die zugesetzte Menge von Vitamin D in FruchtZwerge liegt bei 1,25 µg pro 100 g (=2 Becher). Das entspricht 25 Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs an Vitamin D„.

Zitiert wird die Studie des Robert Koch Instituts (RKI) im Rahmen des Kinder- und Jugendsurveys 2007 (KiGGS), und folgert: „Nur wenige Kinder können mit Hilfe des Sonnenlichts und der Nahrung ausreichend Vitamin D im Körper bilden.“

Nun, sie könnten schon, einfach durch ganz normale Lebensführung mit viel Aufenthalt im Freien und – kontrolliert – an der Sonne.  Danone aber meint: Gib Deinem Kind Fruchtzwerge statt (kostenloser) Sonne, dann wächst es mit gesunden Knochen auf!

Was sich hier besonders augenfällig am Beispiel der Kinder abspielt, ist typisch für die derzeitige Situation (nicht nur aber auch) in der Bundesrepublik: Mit Panik-Kampagnen und Horror-Daten werden die Menschen vor Sonne und Solarium gewarnt, und die Politik beschließt im Nachtrab Solarien-Verbote, um dann den Pharma- und Lebensmittel-Konzernen die Möglichkeit zu bieten, die gefährliche „Sonnen-Lücke“ durch künstliche Ersatz-Präparate zu schließen.

Die Gefahren einer Überdosierung durch solche Präparate und Nahrungsergänzungen werden geflissentlich verschwiegen, eine Überdosierung, die es bei der natürlichen Produktion von Vitamin D3 durch die UV-Strahlen der Sonne im Körper selbst nicht geben kann.

Quelle: Pressemitteilung Danone/presseportal.de

Studien:
Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund: Abschlussbericht zur Sonderauswertung der DONALD Studie, Februar 2008

Bundesgesundheitsblatt, Mai/Juni 2007

B. Hintzpeter, C. Scheidt-Nave et a., Higher prevalence of vitamin D deficiency is associated with immigrant background among children and adolescents in Germany, Journal of Nutrition 138, 1482-90

Zusammenfassung des Wissensstands und Empfehlungen zu „Kinder und Vitamin D“:
Misra et al., Vitamin D Deficiency in Children and Its Management: Review of Current Knowledge and Recommendations, Pediatrics 122, August 2008, pp. 398-417