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Sonnenschein-Vitamin für alle mit Harry Potter 14. Mai 2009

Posted by lbmedien in Sonnen-News, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D-Mangel.
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Joanne K. Rowling, Autorin der „Harry Potter“ Bücher, unterstützt die Kampagne „Shine on Scotland„, die von dem 14jährigen Ryan McLaughlin ins Leben gerufen wurde. Seine Mutter leidet an Multiple Sklerose, wie es auch bei Joanne K. Rowlings Mutter der Fall war.

Auf der Harry-Potter-Website schreibt sie:

Ryan möchte die schottische Regierung davon überzeugen, dass alle schwangeren Frauen und alle Kinder in Schottland freien Zugang zu Vitamin D über den National Health Service erhalten sollen. Ein Vitamin D – Mangel wird als Ursache von MS angesehen.

Ich fühle mich geehrt, dass ich Ryan in seinem Bestreben Vitamin D als Prävention gegen MS frei zugänglich zu machen, unterstützen darf. Wie meine Mutter leidet auch seine an MS. Ich bedauere, dass ich mit 14 nicht den selben Verstand hatte und mich ans Parlament gewendet habe. Ich wünsche ihm und allen anderen, die ihn unterstützen und an dem Protestmarsch in Edinburgh teilnehmen, das Beste.“

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass Vitamin D3 für die Immunregulierung und damit für die Vorbeugung und Bekämpfung von Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose eine zentrale Bedeutung hat.

In diesen Tage ist dazu eine weitere Studie erschienen, die von den Autoren so zusammenfasst wird:
Insgesamt weisen unsere Daten darauf hin, dass 1,25(OH)2D3 eine wichtige Rolle spielt bei der Regulierung der T-Zellen im Verlauf der MS-Krankheit. Das Vitamin D-Defizit bei der Mehrheit der Patienten sollte also bei der Behandlung dieser Krankheit dringend ausgeglichen werden.“

(Frühere Berichte zu diesem Thema finden Sie hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Quelle:  Harry-Potter-Website

Studie: Jorge Correale et al, Immunomodulatory effects of Vitamin D in multiple sclerosis, Brain 2009 132(5):1146-1160 (vorab online)

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Mehr Sonne für werdende Mütter und Babies verhindert Multiple Sklerose 5. Februar 2009

Posted by lbmedien in Sonnen-News, Sonnenschein-Vitamin, Vitamin D.
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kind-shirt-strandDas „missing link“ zwischen dem „Sonnenschein-Vitamin“ D und der Entstehung und Entwicklung von Multipler Sklerose scheint jetzt gefunden zu sein. Forscher an der Universität Oxford berichten im PLOS Genetics Journal über das Zusammenspiel von Vitamin D und einem Gen, das als Ursache für ein erhöhtes MS-Risiko bekannt ist.

Eine optimale Vitamin D-Versorgung der werdenden Mütter und der neugeborenen Babies kann demnach die Entstehung von Multipler Sklerose verhindern.

Unsere Studie belegt, dass die Versorgung mit ausreichend Vitamin D in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren die Gefahr einer Multiplen Sklerose später im Leben deutlich vermindert,“ so der Leiter der Forschungsgruppe, Dr.  Sreeram Ramagopalan.

Aus zahlreichen früheren Studien war bereits bekannt, dass Menschen in sonnenarmen Regionen eine wesentlich größeres Risiko tragen, Multiple Sklerose zu bekommen als Menschen in südlichen Ländern.

Vitamin D reguliert, so das Ergebnis der Oxforder Studie, das Gen DRB1*1501.  Dieses Gen erhöht das MS-Risiko um das 3fache und um das 10fache, wenn dieses Gen bei einem Menschen  doppelt auftritt. Wie genau die durch Vitamin D aktivierten Proteine im Umfeld dieses Gens ihre schützende Funktion ausüben, ist noch nicht bekannt.

Einer der Autoren, Dr. George Ebers, vom Wellcome Trust Centre for Human Genetics an der Oxford Universität stellt im Interview die naheliegende Frage: „Kann es bei diesem Stand des Wissens richtig sein, gegen den Aufenthalt an der Sonne und das Sonnenbaden anzugehen?
90 Prozent der Vitamin D-Bildung wird durch die UVB-Strahlen der Sonne oder im Solarium bewirkt.

Über die Immun-regulierende Wirkung von Vitamin D und ihre Bedeutung für Autoimmun-Erkrankungen sind in den vergangenen Jahren zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten erschienen. Über einige davon haben wir hier und hier berichtet.

Quelle: BBC News/Science Daily

Studie: S.V. Ramagopalan et al., Expression of the multiple sclerosis-associated MHC class II Allele HLA-DRB1*1501 is regulated by vitamin D, PLoS Genetics, 2009 , vorab online publiziert 6. Februar 2009 .

Sonnenschein-Vitamin kann Rückfall bei Multipler Sklerose verhindern 25. Oktober 2008

Posted by lbmedien in Forschung, UV-Strahlen - Wirkungen, Vitamin D.
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Vitamin D,  gemessen als Serum 25(OH)D und in seiner bioaktiven Form 1,25(OH)2D, hat bei Erkrankungen an Mutlipler Sklerose Einfluss sowohl auf die Schwere der Krankheit als auch auf die Wahrscheinlichkeit und Heftigkeit eines neuen Krankheitsschubs.

Eine holländische Studie von der Universität Maastricht ergänzt damit frühere Studien (wir berichteten hier, hier, hier und hier) über die Verbindung von Vitamin D und Multipler Sklerose um einige wichtige Aspekte.

Bei 267 MS-Patienten wurde der Vitmain D-Serumspiegel im Blut über einen Zeitraum von fünf Jahren gemessen und mit der Krankheitsentwicklung der Patienten verglichen.  Bei Patienten mit einem hohen Vitamin D-Spiegel im Blut entwickelte sich die Krankheit deutlich weniger dramatisch und es kam zu weit weniger Rückfällen als bei Patienten mit Vitamin D-Mangel.

Ebenfalls  belegt eine vorab online veröffentlichte Studie von der University of British Columbia, Vancouver, Kanada, die schützende Wirkung der UV-Strahlen vor neuen MS-Schüben.  Die Zeit zwischen den Schüben konnte bei verstärkter UV-Bestrahlung deutlich verlängert werden. Auch die gefährliche Verbindung von Atemwegsinfekten mit MS-Schüben könnte durch die UV-Strahlen und den dadurch gestiegenen Vitamin D-Serum-spiegel im Blut erheblich reduziert werden.

Erst vor wenigen Wochen hatte eine Review-Studie von der New Jersey Medical School, Newark, USA, eine allgemeine Schutzwirkung des „Sonnenschein-Vitamin“ D vor Multipler Sklerose festgestellt.

In einer holländischen Studie mit 103 Probanden wurde die Schutzweirkung von Vitamin D bestätigt, in diesem Falle aber nur für Frauen.

Quelle: PubMed

Studien:
J. Smolders et al., Association of vitamin D metabolite levels with relapse rate and disability in multiple sclerosis, Multiple Sclerosis, Vol. 14, No. 9, 1220-1224 (November 2008 – vorab online)

Helen Tremlett et.al, Monthly Ambient Sunlight, Infections and Relapse Rates in Multiple Sclerosis. Neuroepidemiology, 30. Oktober , 2008; 31(4): 271-279. (Online vorab veröffentlicht)

S. Christakos et al., Vitamin D and multiple sclerosisJ Cell Biochem. 2008 Oct 1;105(2):338-43

J.J. Kragt et al., Higher levels of 25-hydroxyvitamin D are associated with a lower incidence of multiple sclerosis only in women, Mult Scler., 21. November2008 (online vorab)