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Solariengesetz – regulieren oder ersticken? 13. März 2009

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Kaum war das Umweltgesetzbuch am Widerstand vor allem der CSU gescheitert, schon legte das Bundesumweltministerium ein gesondertes „Solariengesetz“ vor, das praktisch wortgleich dem IV. Buch des Umweltgesetzbuchs formuliert war („Gesetz zur Regelung des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung, NISG“). Der Entwurf ist auf der Website des BMU einzusehen.

Wie im gescheiterten Umweltgesetzbuch – IV. Buch – sind alle substantiellen Regelungen, ausser dem Solarienverbot für Jugendliche unter 18 Jahren, späteren Verordnungen vorbehalten.  Aber schon im wenig später tagenden Koalitionsausschuss wurde man sich nicht wirklich über die Eckpunkte, wie etwa das Solarienverbot Jugendlicher, einig. Das sollten die Fraktionen im Bundestag untereinander ausfechten, so hieß es.

Dennoch winkte das Kabinett die Vorlage in seiner Sitzung am 11. März durch. Das Parlament und seine Ausschüsse sind jetzt am Zug. Das müsste nun schon eine Art ICE sein, wenn das Gesetz noch vor Ende der Legislaturperiode am Ziel sein sollte. Ein „Fahrplan“ sieht die Verabschiedung des Gesetzes spätestens im Juli vor:

  • 1. Lesung Bundestag 07.05.2009
  • Erste Lesung Bundesrat 15.05.2009
  • 2. und 3. Lesung -Verabschiedung Bundestag 19.06.2009
  • Verabschiedung Bundesrat 10.07. 2009
  • Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten und Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt

6 Monate nach Unterzeichnung und Veröffentlichung tritt das Gesetz in Kraft – sprich:  Ende 2009/Anfang 2010

Ob und wann die Ausführungsverordnungen dann folgen – und damit die eigentlichen Inhalte – ist offen.

Anders als das Bundesnaturschutzgesetz und das Bundeswassergesetz könnte das „Solariengesetz“ (das Gesetz und die inhaltlich entscheidenden Ausführungsverordnungen) bei seiner Vorgeschichte den Wettlauf mit dem Ende der Legislaturperiode also dennoch verlieren und erst im nächsten Bundestag neu verhandelt werden. Im Interesse der „Planungssicherheit“ für alle Teilnehmer im Besonnungsmarkt wäre das bedauerlich.

zerti-neuFreiwillige gegen staatliche Regelung – wirklich ein Gegensatz?

Eng verbunden mit dem Schicksal des „Solariengesetzes“ ist die weitere Entwicklung des Gütesiegels „Geprüftes Sonnenstudio„.

Hier entwickelte sich ein merkwürdiges Zusammenspiel von Solariengegnern und Teilen der Solarienbranche:  Während das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die zweifellos negativen – wenn auch nicht annähernd im behaupteten Umfang-  Ergebnisse der Kontrollen bei den zertifizierten Studios dankbar zum Anlass nahm, mit der groben Keule die „Geprüften Sonnenstudios“ zu prügeln, um die unbedingte Notwendigkeit eines umfassenden Gesetzes zur Detailregelung des Besonnungsmarktes zu „beweisen“, verfielen Vertreter der Solarienbranche in eine trotzige „dann-eben-nicht“-Haltung und erklärten die Zertifizierung für gescheitert. Eigene Anstrengungen und Initiativen seien da nun nicht mehr nötig und sinnvoll. Wo alle Studios gleich gemacht seien, wäre eine Differenzierung durch Qualität nicht mehr möglich und vor allem nicht mehr wirtschaftlich. Ein Qualitätssiegel hätte damit seinen Sinn verloren.

Denkblockaden lösen!

Nicht zuletzt diese wechselseitige Denk-Blockade scheint mitverantwortlich zu sein für den fatalen Schwebezustand, in dem alle Initiativen und Anstrengungen für eine notwendige Fortentwicklung der Besonnungs-Dienstleistungen zu ersticken drohen.

In Wirklichkeit aber verhindern die „Extremisten“ auf beiden Seiten die nahe liegende und sowohl in anderen Branchen als auch für die Solarienbranche in anderen Ländern längst funktionierende Lösung des Problems im Konsens:
Eine gesetzliche „Basisregelung“, die eine gesunde Grundlage für gleiche Wettbewerbsbedingungen unter den Sonnenstudios, Herstellern und Dienstleistern schafft, aber ausreichend Raum lässt für die kreative Fortentwicklung der Besonnungsleistungen und für Angebote überlegener Qualität zu angemessenen Preisen.

Zum Wohle keineswegs nur der Solarienbranche und der gut geführten Sonnenstudios, sondern viel mehr noch im Interesse des mündigen Verbrauchers, der sehr wohl beurteilen kann, wo er die Wohlfühleffekte der Sonnenbank gekoppelt mit den zahllosen positiven Wirkungen für die physische und psychische Gesundheit im Vertrauen auf ein professionelles und leidenschaftlich interessiertes Studio-Management entspannt genießen kann – und wo eben nicht.

Und wenn ihm dabei ein strikt kontrolliertes, freiwilliges Gütesiegel die Wahl erleichtert, um so besser! Der Bürokraten-Traum von der totalen Regulierung schliesst jeden Qualitäts-Wettbewerb um den kritischen Verbraucher aus und hinterlässt: Gleichgültigkeit! Wer will das schon!

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Sanftes Sonnen im „Geprüften Sonnenstudio“ immer und überall 12. Oktober 2008

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"Geprüftes Sonnenstudio" - Gütesiegel des BfS800 zertifizierte Studios mit dem Gütesiegel „Geprüftes Sonnenstudio“  garantieren jetzt eine „flächendeckende“ Versorgung mit sicherer, kontrollierter Besonnung in qualitätsgeprüften Solarien. Damit haben bisher etwa 20 Prozent aller Sonnenstudios in der Bundesrepublik den Qualitätsnachweis für das Siegel „Geprüftes Sonnenstudio“ des Bundesamts für Strahlenschutz erbracht.

Mit dem Qualitätssiegel unterwerfen sich die Studios freiwillig den bundesweit einheitlichen strengen Prüfbestimmungen der Strahlenschützer.

Wir wollen den verunsicherten Verbrauchern die Schwellenangst nehmen. Unsere modernen Qualitätssolarien mit gleichmäßiger und begrenzter Bestrahlungsstärke, die kompetente Beratung durch geschulte Mitarbeiter mit individueller Hauttyp-Analyse und Besonnungsplan garantieren auch dem Anfänger einen völlig problemlosen Einstieg,“ so Peter Lischka, Sprecher der “Initiative Geprüftes Sonnenstudio“, eine Arbeitsgemeinschaft im Branchenverband Photomed.

Mit dem beginnenden „Vitamin D-Winter“ und den ersten Anzeichen von „Herbst-Winter-Blues“ bei vielen Menschen ist Abhilfe erreichbar, kann nun überall in Deutschland „sanfte Sonne“ risikolos in angenehmer Umgebung „getankt“ werden.

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Photomed

Der Deutschen häufigstes Urlaubsleid: Der Sonnenbrand 13. August 2008

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Sonne genießen - sanft vorgebräunt

Sonne genießen - sanft vorgebräunt

44 Prozent (der deutschen Urlauber) litten schon unter den Folgen eines zu intensiven Sonnenbades.“ Deutschlands meistgelesene Tageszeitung fasst auf ihrer Website (bild.de) mit diesen Worten eine aktuelle Umfrage zusammen, die von Forsa im Auftrag der DAK und der Zeitschrift Healthy Living gegen Ende der diesjährigen Sommerferien erhoben wurde.

Die Hitliste der deutschen Urlaubsleiden laut Forsa und bild.de:
Sonnenbrand (44%), Schnupfen oder Erkältung (38%), Magen-Darm-Erkrankungen (30%) etc.

In den Sommerferien scheinen die Deutschen Jahr für Jahr die Mahnungen von Gesundheitsberatern und Ärzten vor den Spätfolgen des Sonnenbrands ebenso auszublenden wie die schmerzhaften Erfahrungen vom jeweiligen Vorjahr. (Über frühere Umfragen mit ähnlichen und schlimmeren Ergebnissen auch in anderen Ländern hatten wir hier, hier, hier, hier und hier berichtet)

Eine gute Gelegenheit für Sonnenstudios mit dem Qualitätssiegel „Geprüftes Sonnenstudio“ sich als unverzichtbarer Teil der Reiseapotheke zu profilieren.

Verantwortungsvolles Vorbräunen vermeidet den Sonnenbrand!“ Ein Fazit, das gern und oft gegen alle Fakten und wissenschaftlichen Belege von Dermatologen und/in den Medien bestritten wird.
Im Gegenteil: Da sich mit dieser Urlaubsgewohnheit etwa 99,97 Prozent der schädlichen Sonnenbrände offensichtlich dem „Zugriff“ der Mahner entziehen, wird die Verteufelung der Besonnnung im Solarium – und damit die restlichen 0,03 Prozent Sonnenbrände – um so verbissener verfolgt.

Dabei wird dann übersehen, dass eine langsame Gewöhnung der Haut an die UV-Strahlen der Sonne, vor allem nach einem langen Winter, nicht nur einen Lichtschutzfaktor (LSF) 4 sondern auch die viel zitierte „Lichtschwiele“ aufbaut.

Im „Geprüften Sonnenstudio“ geschieht das „sanft“ und mit der gebotenen Sorgfalt und individueller Anpassung.

Quelle: BILD.de

Sonne im Park 3. Mai 2008

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Willkommen beim Photomed-Kongress - Dr. Norbert Schmid-Keiner

(Wie immer: Ein Klick auf die Fotos ruft das Bild in Originalgröße auf. Das Kongress-Video, s.u., kann auch in höherer Auflösung hier heruntergeladen werden.)

Die Sonne hatte die Botschaft verstanden und spielte mit beim 2. Europäischen Fachkongress Solarien und Besonnung. Alles was Rang und Namen hat in der Solarienbranche hatte sich im Europaparkt in Rust zum Jahresevent rund und Sonne und Besonnung versammelt.

Im noblen Colosseo mit leicht antikem Flair ging es denn auch im ersten Teil des Programms um die „böse“ und die „gute“ Sonne und um die Entscheidung für eine von beiden.


Neuorientierung auf die Trendsetter!

Das Sonnenstudio der Zukunft - Bernhard HeinzlmaierDie Botschaft des Trendforschers Bernhard Heinzlmaier hätte nicht eindeutiger ausfallen können:
In seinem Vortrag zum „Sonnenstudio der Zukunft“ geißelte er ebenso witzig wie zielsicher alles, was auch nur von weitem an Turbo-Bräune und Deko-Palmen seligen Angedenkens erinnerte. Mit Hilfe von sogenannten Sinus-Milieus, Typen sozialer Lebenswelten und sozialer Schichten, demonstrierte er den gebannt zuhörenden Studio-Betreibern die Notwenigkeit, ihre Denke, Kommunikation und Stilsprache einer Klientel anzupassen, die, so Heinzlmaier, bisher eher selten den Weg in die Sonnenstudios gefunden Gespannte Aufmerksamkeithätte und die alles Schrille und Übertriebene verabscheue: Die besser ausgebildeten und besser betuchten mittleren und Trendsetter-Schichten von der „bürgerlichen Mitte“ bis zu den „Modernen Performern“ und den „Experimentalisten„.

Diese neuen Meinungsführer setzten auf drei Trends, denen das Studio der Zukunft gerecht werden müsste:

  • Sicherheit durch nachprüfbare Qualität,
  • Gesundheit und individuelle Gesundheisförderung (Heinzlmaier: “ Die große Differenzierung der Schichten und Lebenswelten in Deutschland spielt sich gerade über die Gesundheitsfrage ab„),
  • klar erkennbarer Produktnutzen,

und das in einer stilsicheren, eher zurückhaltenden aber bildhaften Ansprache.

Sein Rat an die Branche: Setzen Sie auf diese neuen Zielgruppen und damit auf die Trendsetter, die anderen werden schon folgen!

Ohne die Initiative Sanftes Sonnen einiger Betreiber zertifizierter Studios beim Namen zu nennen, hatte Heinzlmaier zielgenau deren Programm beschrieben. Und lieferte nicht nur damit dem nächsten Redner eine Steilvorlage.

Staatliche Regulierung der Solarien - Dr. Karl-Eugen HuthmacherDie staatliche Regulierung aller Solarien kommt

Der Vertreter der Bundesregierung, der Leiter der Strahlenschutzabteilung im Bundesumweltministerium, Dr. Karl Eugen Huthmacher, nahm den Ball dankbar auf. Mit einer freundlichen Geste in Richtung zertifizierter Studios im allgemeinen und der Initiative Sanftes Sonnen im besonderen ließ Dr. Huthmacher aber keinen Zweifel an der Entschlossenheit seines Ministeriums, die wichtigsten Kriterien des Runden Tisch Solarien (RTS) für alle Studios durchzusetzen – und die 0,3W/m² auch für Altgeräte ohnehin.

Noch nicht alle scheinen das Problem richtig verstanden zu haben!“ und in Richtung der versammelten Studio-Betreiber: „Die gesetzlichen Regeln gelten immer und für alle. Die Sicherheit der UV-Bestrahlung muss von allen gewährleistet werden.“

Bei der Frage nach den Übergangsfristen gab er sich zwar konziliant, verwies aber auf die verstrichene Zeit seit Einführung der Zertifizierung. Trotz de Feststellung: „es bewegt sich etwas, die Branche ist im Aufbruch!“ sei nach der jahrelangen Hinhaltetaktik der Branche der Eingriff des Gesetzgebers unvermeidlich geworden.

Fragen zum Solarien-Gesetz und zu SolarkosmetikAuch in den Detailfragen, wie etwa der Beratungsqualität und er Zulässigkeit von SB-Studios oder bei dem geforderten Unbedenklichkeitsnachweis für Solarkosmetika bezog der Regierungsvertreter klare Positionen:

  • Kein Betrieb von Solarien ohne qualifizierte Beratung von Erstnutzern,
  • keine Solarkosmetik vor der Besonnung ohne Unbedenklichkeitsnachweis.

Zu dem zweiten Punkt dann noch eine Klarstellung in der anschliessenden Fragerunde, die kein Ende nehmen wollte und den Zeitplan des Kongresses zu sprengen drohte:
Auch in zertifizierten Studios kann alle Solarkosmetik verkauft werden, es muss aber von ihrem Gebrauch vor der Besonnung abgeraten werden – bis die Bescheinigung vorliegt.

Auf die Frage, warum hier wieder einmal nur die Solarien, nicht aber der Verkauf anderswo von ähnlichen Solarkosmetika auf`s Korn genommen würde, hatte Dr. Huthmacher nur ein freundlich verständnisvolles Schulterzucken, mit dem ein „selbst schuld“ zumindest angedeutet wurde.

Der Weg sei vorgezeichnet, die Erfolgsvoraussetzungen für die Zukunft seien die vom Vorredner skizzierten: Der Ministerialbeamte als Trendforscher.

Sonne, Vitamin D und sanftes Sonnen - Prof. Dr. Jörg ReichrathDie Wissenschaft auf Seiten der (sanften) Sonne

Auf solidem wissenschaftlichen Boden aber mit gleicher Richtung dann das Wort aus der Forschung: Prof. Dr. Jörg Reichrath referierte, was manchem im Saal revolutionär vorkam, was aber Lesern des Photomed-Weblog und der Photomed-News sehr vertraut klang:
Sanftes Sonnen“ ist nicht nur der Stil der Zukunft sondern auch ein besonders effizientes Gesundheitskonzept. Solarium und Gesundheit können ein harmonisches Paar sein oder zumindest werden.

Der weltweit renommierte Forscher mit dem fast schüchternen Gestus versuchte, die komplexen Zusammenhänge einem aufmerksamen Publikum verständlich zu machen: Die Wiederentdeckung der „heilenden Sonne“.

Sanftes Sonnen und Vitamin D - Die Botschaft kommt anSein Vortrag galt vor allem den erstaunlichen Erkenntnissen aus neuerer Zeit über die Gesundheitswirkungen des „Sonnenschein-Vitamins„, Vitamin D. Moderate, auf die individuellen Voraussetzungen abgestimmte Besonnung könne ein probates Mittel zur Bekämpfung des weitverbreiteten Vitamin D-Mangels sein, bekräftigte Reichrath auch auf dem „roten Photomed-Sofa“ beim Video-Interview (die vollständigen Vorträge und Interviews von Prof. Jörg Reichrath, Dr. Karl-Eugen Huthmacher und Bernhard Heinzlmaier können auf DVD beim Photomed-Verband bestellt werden).

Prof. Reichrath erläuterte ausführlich den für das Sonnenverhalten entscheidenden Unterschied bei der Entstehung des relativ harmlosen „weissen“ zum gefährlicheren „schwarzen“ Hautkrebs. Der „weisse“ Hautkrebs entstehe vor allem im Alter nach langanhaltender, andauernder Sonnenbestrahlung. Der „schwarze“ Hautkrebs dagegen werde begünstigt durch abrupte, starke UV-Bestrahlung mit Sonnenbränden vor allem im Kindesalter, während sich hier eine andauernde, mäßige UV-Bestrahlung gerade umgekehrt, nämlich als langfristiger Schutz vor dem „schwarzen“ Hautkrebs auswirke.

Sanftes Sonnen als wichtiger Auslöser der Vitaemin D-Synthese sei inzwischen als Vorsorge gegen Krebs, Osteoporose, Multiple Sklerose, Diabetes, Tuberkulose und wohl auch verschiedene psychische Erkrankungen solide belegt. Er warnte allerdings vor pauschalen Aussagen. Zu viel Sonne oder zu wenig Sonne, das könne immer nur individuell entschieden werden.

Sicher sei allerdings, dass die gelegentlich hysterischen Warnungen vor der Sonne zu weit gegangen seien. Auch in Deutschland habe deshalb bei Gesundheitsorganisationen und auch bei den Dermatologen ein Umdenken eingesetzt

Reichrath:“Man kann sich auf zwei verschiedene Arten schädigen: Durch zuviel UV und durch zu wenig UV.“ Im Moment sei der Schaden durch zu wenig UV-Bestrahlung und Vitamin D-Defizit sicher größer als der mögliche Schaden durch zuviel Sonne.

Die Wissenschaft hat hier längst die Richtung gewiesen. Nun muss nur noch die Praxis auf breiter Front folgen.

Öffentlichkeitsarbeit für Sonnenstudios - Michael MärzheuserTipps und Tricks für die Studio-Praxis

Die Praxis kam denn auch im Folgeprogramm ausgiebig zu ihrem Recht.

Die schwierige Öffentlichkeits- und Pressearbeit zwischen globalen Imageproblemen und lokaler Kontaktpflege schilderte mit vielen Tipps für die Arbeit vor Ort der Münchener PR-Profi Michael Märzheuser.

Marketing mit kleinem Budget - Stefanie GriesbaumNoch ein Stück näher an der Studio-Praxis: Der Workshop „Werbung mit kleinem Budget“ mit der branchen-erfahrenen Moderatorin Stefanie Griesbaum.

Der rechte Umgang mit dem Kunden war dann Gegenstand gleich mehrerer Vorträge und Workshops, in denen – nicht immer unwidersprochen – eine Fülle von praktischen Hinweisen und Verhaltenstipps geliefert wurden.

Und dann durfte auch noch gelacht werden, und zwar lautstark und anhaltend: Bärbel Hinz-Käfer übte mit den Teilnehmern ansteckende Fröhlichkeit. Nich nur „Sex sells“ sondern auch „Smile sells„.

Heiterkeit und Zuversicht für dei Solarienbranche - Joachim BullermannNach der dann folgenden, markerschütternden Heiterkeit beim atemberaubenden Vortrag des Motivations-Oldies Joachim Bullermann zu urteilen hat die Branche – allen Unkenrufen zum Trotz – den kollektiven Depri längst hinter sich gelassen und ist im brüderlichen Schulterschluss der Qualitäts-Studios auf dem Weg zur Sanften Sonne und zur Freiheit von Überlebensangst.

(Videos und Tonaufzeichnungen aller Vorträge und der Interviews mit Dr. Huthmacher, Prof. Reichrath,
Bernhard Heinzlmaier
können beim Photomed-Verband gegen eine geringe Gebühr bestellt werden).

Der nächste Photomed-Kongress 2009, der
3. Europäische Fachkongress Solarien und Besonnung
findet am 09. Mai 2009 in Berlin statt.

Erstaunlich uninformiert! TEST zu Sonnenstudios 10. November 2007

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Test 10-07 zu Sonnenbank, Sonnenstudio, SolarienEine merkwürdige Aneinanderreihung von längst überholten Behauptungen und selbst von Solariengegnern kaum noch geäußertenVorurteilen leistet sich die renommierte Stiftung Warentest in Ihrem Oktober-Heft TEST.

Das beginnt mit der Falschinformation über die Zusammensetzung der UV-Spektren bei modernen Solarien und der daraus abgeleiteten Behauptung, auf der Sonnenbank könnte weder durch Vorbräunung ein Sonnenschutz aufgebaut werden, noch sei das Solarium geeignet, die Versorgung mit dem lebenswichitgenVitamin D3 zu verbessern – und endet leider nicht bei der Verwirrung über Strahlen-Intensität und Strahlen-Dosis. (Infos zu den korrekten Fakten mit wissenschaftlichen Belegen: „Sonne, Solarium, Vitamin D“, PDF 169 kb)

Immerhin erreicht der Artikel eine gewisse Aktualität durch den Hinweis auf die „zertifizierten“ Studios – wenn auch in der seit September nicht mehr aktuellen Form des Gütesiegels, das inzwischen mit einem neuen Logo die Bezeichnung „Geprüftes Sonnenstudio“ trägt.

„Sonne-ist-Leben“-Leser finden in diesem Weblog aktuelle Infos und Belege beim „Zurückblättern“ über allein die letzten paar Wochen und Monate. (Ein Überlick neuer wissenschaftlicher Ergebnisse – mit Links zu den Quellen- auch zu den von TEST angesprochenen Themen)

Die Fakten-Resistenz einer so wichtigen Verbraucher-Zeitschrift wie TEST ist – bei diesem Thema – ebenso erstaunlich wie enttäuschend.

Der Gesamtartikel kann hier als PDF kostenlos heruntergeladen(und als eine Art „Museum für Anti-Solarien-Vorurteile“ archiviert) werden.

Quelle: test.de

„Gute Sonne“, „böse Sonne“ und ein alter Code – EUROSKIN-Konferenz in Hamburg 17. Oktober 2007

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logo-euroskin.jpgDass die „gute Sonne“, die biopositiven Wirkungen von Sonne und Solarien, eine so bedeutende Rolle bei der diesjährigen Konferenz der EUROSKIN – organisiert von den führenden Köpfen der Anti-Solarien-Bewegung in der „Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention“ – spielen würde, war nicht von vornherein abzusehen. Die Veranstalter hatten bereits im Vorfeld ihre Absicht deutlich gemacht: „EUROSKIN rät ab von künstlicher Besonnung„.

Die Konferenz mit Wissenschaftlern aus verschiedenen europäischen Ländern, USA und Kanada sollte vor allem auch der Forderung nach einem Verhaltens-Code (Code of Practice) für den Betrieb von Solarien den nötigen Schub verleihen.

Solarien “Code of Practice”Allerdings war dann schon die Vorlage des Codes eine gewisse Überraschung: Die dort aufgestellten Forderungen sind praktisch eine Kopie der Regularien, die bereits vor vier Jahren am „Runden Tisch Solarien“ unter aktiver Mitwirkung der Solarienverbände verabschiedet worden waren. Lediglich das Drängen nach direkten staatlichen Eingriffen setzten diese Forderungen ab von der damals beschlossenen und erst im vergangenen September bekräftigten freiwilligen Zertifizierung von Sonnenstudios und anderen kommerziell betriebenen Solarien unter dem Gütesiegel „Geprüftes Sonnenstudio„.

Während der „Code of Practice„-Entwurf ausschliesslich auf den – von allen Beteiligten immer schon vertretenen – notwendigen Schutz vor mißbräuchlicher Nutzung von Sonnenbänken und den Folgen für die Hautgesundheit abhebt, zeigten die Vorträge und Diskussionen in den drei Konferenztagen, dass es bei dieser Frage keineswegs nur oder auch nur überwiegend um Schutz vor UV-Strahlung und im Extremfall Hautkrebs geht, sondern um das Thema „Sonne, UV-Strahlen und Gesundheit„. Die Referate so bekannter Forscher aus Übersee wie die Professoren Reinhold Vieth und William B. Grant zeigten die überragende Bedeutung des „Sonnenschein-Vitamins“ D für die Vorbeugung vor und Heilung von zahllosen Erkrankungen.

Die Bekämpfung des „epidemischen“ Mangels an Vitamin D vor allem in den Industrieländern werde mit seinen Folgen für die „Volksgesundheit“ und damit auch für die solidarisch finanzierten Gesundheitssysteme durch die Entdeckungen der Wissenschaft in den letzten Jahren immer drängender.

Prof. Vieth von der Universität Toronto zitierte die jüngsten Revisionen der offiziellen Richtlinien und der Empfehlungen von Gesundheitsorganisationen zum „Sonnenschein-Vitamin“ (wir hatten über Diskussionen zu Neufassungen kanadischer, US-amerikanischer und australischer Richtliniern und Empfehlungen verschiedentlich berichtet, z.B. hier, hier, hier, hier und hier).

Prof. Grant von der Universität San Diego, Kalifornien: „Die positiven Gesundheitswirkungen einer mäßigen UV-Bestrahlung überwiegen bei weitem die Gesundheitsrisiken, solange die UVB-Dosis angemessen ist.“

Genau über diese „angemessene Dosis“ wurde heftig gestritten ebenso wie über die Frage, wie diese Dosis gemessen werden sollte.

Dass sich auch das Thema „Sonne, Sonnenbank und Hautkrebs“ nicht für schlagwortartige Verkürzungen eignet, zeigten Vorträge wie die der Profs. Doré und Autier (s. auch den Bericht über dessen jüngste Veröffentlichung). Vor allem gibt es keine abschliessende Antwort auf die Frage: “ Sind Sonne und (welche Art von) Solarien und in welcher Dosis und Häufigkeit mitverantwortlich für die Entstehung von `schwarzem` Hautkrebs (Melanom)?“. Prof. J.F. Doré dazu: „Unregelmäßige (intermittierende) Besonnung und Sonnenbrände, insbesondere im Kindesalter, sind ein bedeutenes Umweltrisiko (neben den diversen Erbfaktoren etc., d. Red.) für Melanombildung, während fortgesetzte Besonnung eher einen leicht schützenden Effekt gegen Melanoma ausübt.

Tatsächlich gehen in vielen Ländern, so einge Referenten, die Steigerungsraten beim Melanom zurück trotz steigender Solariennutzung in diesen Ländern.

Geprüftes SonnenstudioIn der abschliessenden Pressekonferenz heute wiederholten die Veranstalter, flankiert von Vertretern des Bundesumweltministerium, der EU, der Deutschen Krebshilfe und der Strahlenschutzkommission, die bekannten Positionen und Forderungen – einschliesslich der Regelung von Solarienbesuchen Minderjähriger im Rahmen einer umfassenden Umweltgesetzgebung.

Übereinstimmend unterstrichen alle die besondere Bedeutung der Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel „Geprüftes Sonnenstudio„.

In einer ersten Stellungnahme zeigten sich Vertreter der deutschen und europäischen Solarienverbände zufrieden mit der sichtbar gewordenen Chance, in vielen Fragen einen breiten Konsens für die Zukunft der künstlichen Besonnung schaffen zu können:

ESA und Photomed begrüßen die Anstrengungen zu einer europaweiten Harmonisierung der Regelungen für die Nutzung von Sonnenbänken„. Erfreulich sei auch die sich allmählich durchsetzende Erkenntnis über die Bedeutung der positiven Gesundheitswirkungen von UV-Strahlung, insbesondere bei der Versorgung breiter Bevölkerungskreise mit dem lebenswichtigen Vitamin D. Dass dabei der künstlichen Besonnung in fachlich kontrollierten Solarien eine immer größere Bedeutung zukomme, werde sich auch in EUROSKIN-Kreisen langfristig durchsetzen. (Original der ESA Pressemeldung).

(Alle Zitate sind Übersetzungen aus dem Englischen durch die Redaktion)

Solaria 2007 mit Informationsveranstaltungen 15. Oktober 2007

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solarien-veranstaltung.jpgDie europäische Leitmesse der Solarienbranche, die Solaria in Köln (01.-03. November), hat neben einer wachsenden Zahl internationaler Aussteller auch einiges für Information und Fortbildung der Besucher zu bieten.

Die Branchenverbände Photomed und SLS informieren in Vorträgen und Diskussionen über die zwei in diesem Jahr zentralen Veränderungen in den Rahmenbedingungen des Geschäfts mit der künstlichen Besonnung: Die von der EU veranlasste Begrenzung der Bestrahlungsstärke auf 0,3 W/m² und die „runderneuerte“ Zertifizierung mit dem neuen Auftritt „Geprüftes Sonnenstudio„.

Die Veranstaltung mit Fachleuten aus den Verbänden und Betrieben startet am 03.11. im Konferenzraum 3 des
Congress-Centrum Ost (CC-Ost) der Kölnmesse.

(Klicken Sie auf die Abbildung für eine lesbare Vergrößerung des Posters)