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Bestrahlte Pilze oder doch lieber besonnte Haut? 26. September 2008

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Lieber Sonne als ...

Lieber Sonne als ...

...bestrahlte Pilze

... mit Lichtblitzen bestrahlte Pilze

Der Vitamin D-Hype ruft allerlei Mitläufer auf den Plan, die von den überraschenden Entdeckungen über die lebenserhaltenden Funktionen des „Sonnenschein-Vitamins“ profitieren wollen.

Die Pharma-Industrie, vor allem in den USA, propagiert fast täglich neue (und teure) Nahrungsergänzungsmittel. Jetzt schaltet sich auch ein weltweit führender Konzern der Lichttechnik in den explodierenden Markt ein: Xenon Inc., unter anderem tätig auf dem Gebiet gepulster Lichtsysteme, behauptet, eine „Wunderwaffe“ (eigene Angaben) gegen den grassierenden Vitamin D-Mangel gefunden zu haben: Bestrahlte Champignons!

Dass Pilze eines der wenigen Nahrungsmittel ist mit einem gewissen Vitamin D-Gehalt, ist bekannt. Xenon nun will mit Hilfe gepulsten Lichts diese Pilze zu echten „Vitamin D-Bomben“ mutieren lassen. Die heller als die Sonne leuchtende Lichtquelle kann den Vitamin-D-Gehalt von Champignons, laut Xenon, beträchtlich erhöhen.

Einer der größten Lebenmittelkonzerne, Dole, steigt in das Geschäft mit ein und hat bereits Portobello-Pilze und andere Pilzvarianten mit Lichtblitzen behandelt und deren Vitamin-D-Gehalt angeblich erheblich gesteigert.

Kurzerhand reklamieren nun Xenon und Dole gemeinsam sämtliche biopositiven Wirkungen des „Sonnenschein-Vitamins“ für ihre bestrahlten Pilze – „Krebs, Herzkrankheiten, Typ-1-Diabetes und einer Vielzahl anderer Erkrankungen“ wie eine Pressemeldung  aufzählt.

Vor die Wahl gestellt, täglich Unmengen von bestrahlten Champignons zu verzehren oder doch lieber (im Sommer) sich ein Viertelstündchen der Sonne auszusetzen oder (wenn tagsüber keine Zeit ist und im „Vitamin D-Winter“) einmal die Woche ein „Geprüftes Sonnenstudio“ aufzusuchen, wird sich wohl auch der größte Technologie-Freak eher für die natürliche Variante der Vitamin D-Beschaffung entscheiden – die entspannt-wohlige Besonnung der Haut.

Quelle: ots/PRNewswire

Dass UVB-bestrahlte Champignons tatsächlich zur Vitamin D-Versorgung beitragen können, belegt jetzt eine britische Fall-Studie. Gründe für den „Umweg“ der Vitamin D-Synthese über die Champignons statt des direkten Wegs über die Haut, bietet aber auch diese Studie nicht.

Studie: A. Ozzard et al., Vitamin D deficiency treated by consuming UVB-irradiated mushrooms, Br J Gen Pract. 2008 Sep;58(554):644-5

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Wer hat den Schotten die Sonne gestohlen? 24. September 2008

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Mehr Sonne für die Schotten - Der Gillie-Report

Mehr Sonne für die Schotten - Der Gillie-Report

Ein Gesundheitsreport bewegt in diesen Tagen ganz Großbritannien. Die altehrwürdige Times titelt: „Scotland’s poor health ‘caused by a lack of sunshine’ („`Sonnenmangel` verursacht Schottlands schlechten Gesundheitszustand.“)

Auslöser war der vor wenigen Tagen erschienene Report des Wissenschaftlers und Journalisten Dr. Oliver Gillie: „Scotland’s Health Deficit: An Explanation and a Plan.“ Darin fasst der Autor seine fünfjährigen Studien über den Zusammenhang von sonnenarmem Klima und Anti-Sonnen-Propaganda in den sogenannten „Sun Smart“ Kampagnen mit der bisher unerklärlich hohen Sterblichkeitsrate in Schottland und dem vergleichsweise desolaten Gesundheitszustand der Schotten.

Gillie weist in seiner Expertise nach, dass vor allem diejenigen Krankheiten in Schottland – im Gegensatz zu den englischen Provinzen im Süden – überproportional vertreten sind , deren Entstehung nach neuesten Forschungen immer auch mit einem Mangel an Vitamin D verbunden sind.

Tatsächlich hat sich ausgerechnet das wolkenreiche Schottland in Medien-Kampagnen und politischen Initiativen gegen Sonne und Solarien besonders hervorgetan (wir hatten berichtet).

In den heftigen Diskussionen nach Erscheinen des Reports meldeten sich in den vergangenen Tagen neben den direkt Betroffenen vor allem auch internationale Forscher und unterstüzten die Kernthesen des Gillie-Reports.

Der renommierte Harvard-Professor und Vitamin D-Forscher, Edward Giovanucci, im Interview mit der Times:“Der Report legt in überzeugender Weise dar, dass das weit verbreitete Vitamin D-Defizit entscheidend zu den besonderen Gesundheitsproblemen in Schottland beiträgt.“ (Alle Übersetzungen d. Red.)

Sein Kollege, Prof. Colin Begg, vom Forschungsinstitut Sloan-Kettering Cancer Centre in New York geht einen Schritt weiter: „ich denke, dass wir dringend einen Weg finden müssen, den Schaden zu beseitigen, den die kurzsichtigen Kampagnen angerichtet haben, die ganz Bevölkerungsteile daran hindern wollten, ´ungeschützt` an die Sonne zu gehen„.

Schon vorher hatte die Times ein illustres Panel von führenden britischen Gesundheitexperte zusammengetrommelt, die den Report kritisch unter die Lupe nehmen sollten.
Ergebnis: Die Experten schlossen sich einstimmig den Folgerungen von Dr. Gillie an.

Ein Mitglied dieses Panels, Dr. Adrian Martineau vom berühmten Queen Mary’s School of Medicine, London: “Eine äusserst wichtige Initiative… die deutlich macht, dass 85 Prozent von uns (Schotten) einen zu niedrigen Vitamin D-Spiegel im Blut haben, während doch 85 Prozent unserer Zellen Vitamin D benötigen um überhaupt angemessen zu funktionieren.“

Der Report von Oliver Gillie: „Scotland’s Health Deficit: An Explanation and a Plan“ kann im Internet kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Quelle: Times Online 1 und Times Online 2

Licht und Sonnenbank gegen den Winter-Blues 23. September 2008

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Der Herbst ist da und in die allgemeine Stimmungslage mischen sich erst Molltöne. Unvermeidlich wie der Herbst kommen die tröstenden Beiträge in Journalen und Gazetten. „Mehr Licht!“ lautet dann – mit Goethe – die Botschaft der Experten. Lichtduschen gegen den Winter-Blues, der sich bei machen Menschen durchaus zu ernstzunehmender Krankheit, der Winterdepression (SAD), auswachsen kann.

Licht macht fröhlich!“  – aber nicht im Solarium, so die Botschaft! Nur das sichtbare Licht, nicht aber die UV-Strahlen auf der Sonnenbank hätten diese Wirkung. Nur das sichtbare, über die Augen aufgenommene Licht mobilisiere das „Glückshormon“ Serotonin. (Jüngstes Beispiel: BILD)

Und wie jedes Jahr wieder ist das eine Falschinformation: Auch die UV-Strahlen der Sonne und im Solarium haben eine stimmungsaufhellende Wirkung und werden sogar medizinisch zur Bekämpfung von Depression und anderen psychischen Erkrankungen eingesetzt. Die Wirkung entsteht vor allem – aber nicht nur – durch das von den UV-Strahlen in der Haut produzierte Vitamin D.

Wie der Zufall so spielt: Zeitgleich mit Eröffnung der „Winter-Blues-Falschmeldungs-Saison“ durch BILD erschienen dieser Tage zwei weitere in einer langen Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Vitamin D und Depression.

In einer umfassenden Review-Studie zur Wirkung von Vitamin D auf verschiedene Arten depressiver Verstimmungen bei Frauen kommen die Forscher zu dem eindeutigen Schluss: Vitamin D und damit die UVB-Strahlen der Sonne senken das Risiko von Frauen jeden Alters deutlich, an Depressionen zu erkranken.

Eine norwegische Studie der Universität Tromsö fand heraus, dass bei übergewichtigen Personen Depressionen bei einem höheren Vitamin D-Spiegel im Blut milder verlaufen als bei dicken Menschen mit Vitamin D-Mangel.

Diese Studien werfen auch ein “aufhellendes” Licht auf die eher kuriose Diskussion um die “Sonnensucht” (Tanerexie, frühere Studie dazu). Die stimmungsaufhellende Wirkung der Sonne und der Sonnenbank über die Vitamin D-Bildung macht “süchtig” – ähnlich wie die der Schokoloade – weil die Menschen in der Tat eine heitere Gemütsverfassung einer Depression vorziehen. Eine Überraschung ist das nicht!
(Über ähnliche Ergebnisse wissenschaftlicher Studien haben wir hier, hier, hier, hier und hier bereits berichtet).

Eine völlig andere Vorbeugung und Therapie des Winterblues empfiehlt, wen wundert`s, eine Online-Partnervermittlung – und kreiert dafür sogar einen eigenen Begriff: Wintimacy, eine Kreuzung aus Winter und Intimacy/Intimität.

In einer Umfragestudie stellt sie fest, dass 62% der Befragten sich im Herbst und Winter stärker nach Nähe sehnen als im Sommer. Kurz gesagt: Kuscheln gegen den Winter-Blues.

Als Zusatztherapie empfehlen die Partnerschaftsexperten allerdings zu Recht Besuche auf der Sonnenbank:“Ein garantiert kalorienfreier Stimmungsheber.“

Quelle: BILD, Presseportal

Studien:
P.K. Murphy , C.L. Wagner, Vitamin D and mood disorders among women: an integrative review, J Midwifery Womens Health. 2008 Sep-Oct;53(5):440-6

R, Jorde et al., Effects of vitamin D supplementation on symptoms of depression in overweight and obese subjects: randomized double blind trialJournal of Internal Medicine, 10. September 2008 (online vorab veröffentlicht)

US-Wahlkampf mit Sonnenbank 23. September 2008

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Eine Sonnenbank als Wahlkampfmunition ist sicher eher selten. Für die Ex-Schöheitskönigen aber, derzeitige Gouverneurin von Alaska, designierte republikanische Vizepäsidentin Sarah Palin und selbst so genannte „Bulldogge mit Lippenstift“ mag das beinahe normal erscheinen.

Ein Karikaturist der New York Times brachte die Story in wenigen Strichen auf den Punkt:

Palin auf der steuerfinanzierten Sonnenbank

Palin auf der steuerfinanzierten Sonnenbank: "Nicht wahr, Ihr wollt Eure Bulldoggen doch nett und gebräunt!" Aufschrift auf der Sonnenbank: "Suntime - Ihre Steuer-Dollars bei der Arbeit".

Beim wahlkampfüblichen Wühlen im Persönlichen waren Journalisten auf eine Leiche, genauer: eine Sonnenbank, im Keller Ihrer Residenz im sonnenarmen Alaska gestoßen. Diese Sonnenbank war, wie sich herausstellte von Steuermitteln beschafft und dann zum ausschließlich persönlichen Gebrauch der rabiaten Kampferin für Moral, Recht und Ordnung im Keller installiert.

Die Wellen der Empörung schlugen hoch. Gegen den Strom schwamm nur der US-Solarienverband, Indoor Tanning Association. ITA-Präsident Dan Humiston lobte viel Gescholtene: „Der moderate Gebrauch von künstlicher Besonnung erlaubt Frau Palin, die zahlreichen positiven Gesundheitswirkungen des UV-Lichts zu geniessen.“

Humiston ist republikanischer Kandidat aus new York für den US- Congress. Parteigänger der Demokraten unter den Studio-Betreibern waren dem Vernehmen nach „not amused„.

Quelle: New York Times, looking fit

Mit Bild-Manipulationen gegen die Sonnenbank 17. September 2008

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Schocktherapie mit Hilfe modernen Bildbearbeitungs-Software setzt die englische Cancer Research UK ein in ihrer Herbstkampagne 2008 gegen Solarien und künstliche Besonnung.

Die Sängerin Sandi Thom, 27, stellte sich für diesen Schocker zur Verfügung. Ihr akutelles Porträt (linkes Bild) wurde phototechnisch um 30 Jahre „normal gealtert“ (Bild Mitte) und ihm dann Runzeln, Pigmentverschiebungen und Hängebacken verpasst (Bild rechts), um die Folgen von übermäßiger Sonnenbank-Nutzung zu demonstrieren.

Wir wollen die Jugendlichen mit dieser Schocktherapie zum Nachdenken zwingen„, so die Sprecherin von Cancer Resesarch UK.

Beeindruckt war zumindest die Sängerin selbst von ihrem verunstalteten Konterfei und zog werbewirksam die Konsequenz: „Der Gedanke, dass ich mit 57 Jahren so aussehen sollte, macht mich schaudern. Ich werde jedenfalls nach diesem Anblick keine Sonnenbank mehr benutzen.

Die Bilder fanden ein breites Medien-Echo. Lediglich der britische Verband der Besonnungsbranche The Sunbed Association meldete sich mit dem sachlichen Hinweis, dass ein vernünftiger  Gebrauch der Sonnenbank niemals solche Folgeschäden nach sich ziehen könne.

Nicht Sonnenbank und Sonnenstudio,“ so die Sprecherin des Verbands, Kathy Banks, „sondern das völlig unkontrollierte und unvorbereitete Sonnen im Freien, vor allem in den Ferien, ist das Problem.“

Ähnlich wie in Deutschland ist es den Vertretern der Besonnungsbranche in England bisher nicht gelungen,  die Anti-Solarien-Fronde für eine rationale, an den tatsächlichen Probleme orientierte, gemeinsame Aufklärungskampagne über die Gesundheitswirkungen der UV-Strahlen und das richtige Verhalten an der Sonne und im Solarium zu gewinnen.

Quelle und Photos: BBC

Sehen mit der Haut 17. September 2008

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Mit Infrarot-Sensoren "sehen" - Die Pit Viper

Mit Infrarot-Sensoren

Können Menschen mit Ihrer Haut statt mit den Augen sehen?  Prof. Leonid Yaroslavsky von der Tel Aviv University ist davon überzeugt. Und mehr noch: Er arbeitet an einem Bildgebungsverfahren, das ohne Linsen auskommt und daher leichter und handlicher wäre als unsere bisherige Technologie bildgebender Verfahren.

Prof. Yaroslavsky erläutert seine Überzeugung, dass Menschen Farben und Formen mit der Haut wahrnehmen können, in seinem soeben erschienen Buch „Advances in Information Optics and Photonics„. Tatsächlich ist diese Fähigkeit bei einigen Tieren, besonders Reptilien, und Pflanzen bekannt.

Bei Menschen handele es sich um aus Urzeiten überkommene Fähigkeiten, durch lichtempfindliche Zellen der Haut zu „sehen“, die mit dem Nervensystem im Körper und mit dem Gehirn direkt verbunden seien, so Yaroslavsky.

Quelle: ScienceDaily

Hautbräunung – statt Sonne so tun als ob? 17. September 2008

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Gibt es eine Bräunung ohne UV-Strahlen und ohne streifige, abfärbende, orangenfarbige Selbstbräuner? Möglicherweise bald!

Wissenschaftler an der Universität von Kentucky, USA, basteln an einer Methode, der eigenen Haut vorzugaukeln, sie werde von der Sonne beschienen und damit die Produktion von Melanin anzuregen. Der Trick hat einen Namen: Forskolin, ein Derivat der Buntnessel Pletranthus barbatus.

Eine Lotion mit dem Extrakt dieser Pflanze auf die Haut gerieben, hat auf die Hautpigmente die gleiche Wirkung wie die Sonne: es bildet sich mehr Melanin und wandert an die Hautoberfläche.  Hier wirkt es dann, wieder ebenso wie die Sonnenbräune, als Schutz gegen Sonnenbrand und DNA-Schäden durch die UV-Strahlen.

Wir wissen, dass Forskolin die Melanin-Produktion in der Haut anregt. Jetzt testen wir nur noch, ob das auch ohne Nebenwirkungen abgeht. Im Moment sieht es sehr vielversprechend aus,“ behautpet im Interview der Leiter der Forschungsgruppe Dr. John D’Orazio am Markey Cancer Center und Graduate Center for Toxicology der Universität von Kentucky.

Die Wissenschaftler glauben, auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können: „Natürliche“, zumindest hauteigene Bräunung verbunden mit dem natürlichen Sonnenschutz durch das Melanin.

Quelle: Eurekalert

Sonnen ist Gesundheitsvorsorge 10. September 2008

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Osteoporose ähnelt der Rente – sie ist weit weg! Junge Menschen beschäftigen sich nur selten mit dem einen wie mit dem anderen. In beiden Fällen kann das fatal sein!

Die beste Methode, der Volkskrankheit Osteoporose im Alter vorzubeugen, ist nämlich die Festigung der Knochen in jungen Jahren. Wer im Kindes- und Jugendalter ausreichend Sonne und damit Vitamin D bekommt für die Einlagerung von Kalzium in die Knochen, hat später im Leben ein bei weitem geringeres Risiko, an Osteoporose, Osteomalzie und ähnlichen Leiden zu erkranken.

Darauf verweist die kanadische Osteoporose-Gesellschaft bei der Vorstellung einer Studie, die die Sorglosigkeit der jüngeren Generation bei der Vorsorge vor Osteoporose belegt. Danach betrachten junge Leute die Osteoporose als eine typische „Altfrauenkrankheit“, mit der man sich jetzt nicht beschäftigen müsse. Mit zunehmendem Alter wächst dann die Furcht vor der Krankheit und damit die Bereitschaft, Gegenmaßnahmen zu ergreifen – oft zu spät.

Das äusserst geringe Problembewusstsein der jungen Leute macht Sorge, weil es der Vorbote einer riesigen Epidemie sein könnte„. So der Studienleiter Prof. Dr. Shanthi Johnson von der University of Regina.

Quelle: ScienceDaily

Studie: Erscheint in der Oktober Ausgabe von Health, Education & Behavior

Unter der Sonne sind die Reichen – ärmer dran! 8. September 2008

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Reichtum schützt nicht vor hautkrebs - im Gegenteil

Reichtum schützt nicht vor Hautkrebs - im Gegenteil

Reiche leiden häufiger unter Hautkrebs (Melanom) als Ärmere, sterben aber seltener an der Krankheit.

Eine dänische und eine englische Studie bestätigen jetzt frühere Untersuchungen zu diesem Thema. Warum das aber so ist, darüber gehen die Spekulationen weit auseinander:

So wird vor allem von den unermüdlichen Warnern und Mahnern vor Sonne und Solarium auf das „sonnenintensivere“ Freizeitverhalten und die Ferienreisen in den Süden der Wohlhabenden verwiesen, die das lebenslagen „Sonnenkonto“ überquellen lasse. Daher mehr Sonne, daher mehr Melanom.

Dem widerspricht eindeutig der Alltag der mittleren und oberen sozio-ökonomischen Schichten mit überwiegend Büroarbeit bei mehr Arbeitsstunden in geschlossenen Räumen und geringerem Anteil von Aufenthalt im Freien gegenüber den beruflichen Tätigkeiten im Freien (Bauarbeiter, Landarbeiter, Gärtner etc.) vor allem in den unteren Schichten. Tatsächlich liegt der Anteil der Melanom-Erkrankungen bei Menschen, die permanent der Sonne ausgesetzt sind, deutlich niedriger als bei Menschen, die selten, dann aber „heftig“ an der Sonne sind.

Einleuchtender die simple Erklärung: Wohlhabende achten stärker auf ihre Gesundheit, gehen häufiger zum Arzt, werden folglich häufiger und früher mit einem Melanom diagnostiziert, das dann frühzeitig entfernt werden kann, was wiederum die Überlebenschancen erhöht.

Studien:
F. Birch-Johansen et al., Social inequality and incidence of and survival from malignant melanoma in a population-based study in Denmark, 1994-2003, European Journal of Cancer, vorab online veröffenlticht 27. Juli 2008 .

L. Shack et al., Variation in incidence of breast, lung and cervical cancer and malignant melanoma of skin by socioeconomic group in England.
BMC Cancer, 2008 8:271 ( 26 September 2008 )

Sonne macht Frauen fröhlich 8. September 2008

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Sonne macht fröhlich

Sonne macht fröhlich

Eine uralte Erfahrung wissenschaftlich neu bestätigt: Sonne macht gute Laune und schützt vor depressiven Verstimmungen.

Das „Sonnenschein-Vitamin“ D, überwiegend im Körper durch die UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium gebildet, schützt Frauen (nur die waren Gegenstand dieser Untersuchung) vor psychischen Störungen von Stimmungsschwankungen über nicht-spezifische Gemütserkrankung und saisonale Depression (SAD) bis hin gravierenden depressiven Verstimmungen.

So das Ergebnis einer umfassenden Review-Studie, die Forschungen aus den vergangenen Jahren zusammenfasst.

Alle gesichteten Studien wiesen einen Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und psychischen Erkrankungen nach. Die Autoren schliessen aus diesen Ergebnissen auf eine noch unbekannte biochemische Verbindung zwischen Vitamin D und unterschiedlichen Gemütszuständen.

(Über ähnliche Studienergebnisse haben wir hier, hier, hier und hier berichtet)

Quelle: PubMed

Studie: P.K. Murphy , C.L. Wagner,  Vitamin d and mood disorders among women: an integrative reviewJ Midwifery Womens Health, 2008 Sep-Oct;53(5):440-6