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Auch helle Haut braucht Sonne 11. August 2009

Posted by lbmedien in Besonnung, Forschung, Solarium, Sonnen-News, Vitamin D-Mangel, Vitamin D-Winter.
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Auch helle Haut braucht Sonne

Auch helle Haut braucht Sonne

Sind die Warnungen  vor Sonne und Solarium an hellhäutige Menschen (Hauttyp 1 und 2) zu weit gegangen?

Forscher von verschiedenen renommierten Instituten in Großbritannien geben eine eindeutige Antwort:
Öffentliche Gesundheitskampagnen mit dem Rat an hellhäutige Menschen, die Sonne zu meiden,  müssen geändert werden, weil sie zu Vitamin D-Mangel führen bzw. das Risiko eines Vitamin D-Mangels erhöhen.“ (Übers. d. Red.)

Dass auch für Menschen mit heller, schlecht oder garnicht bräunender Haut der Satz gilt:  „Die Dosis macht das Gift„, wird in den Angstkampagnen einiger Gesundheitsorganisationen grob mißachtet. Die hier gelegentlich propagierte totale Sonnen-Enthaltsamkeit und in der Folge gravierende Vitamin D-Mängel haben gefährliche Gesundheitsfolgen. Aus Angst vor dem Hautkrebs wird dem Körper die Schutzwirkung des „Sonnenschein-Vitamins“ gerade auch gegen verschiedene Krebsarten entzogen.

In der  Studie wurden 1414 weisse Frauen im Alter von 18 – 79 Jahren nach ihrem Hauttyp registriert und nach ihrem Verhalten an der Sonne befragt. Das von der Forschern so nicht erwartete Ergebnis:
Frauen vom Hauttyp 1 und 2 hatten einen deutlich geringeren Vitamin D-Spiegel – 15 Prozent im Durchschnitt – als die Frauen mit Hauttyp 3 oder 4.

Der Grund war im wesentlichen die Vermeidungshaltung der Frauen mit hellerem Hauttyp vor jedem Kontakt mit Sonnenstrahlen oder UV-Strahlen im Solarium. So hatten in der Vergangenheit die Probanden mit Hauttyp 3 und 4 im Schnitt 23 Wochen Ferien in südlichen Gefilden gemacht gegenüber nur 18 Wochen bei den Hauttypen 1 und 2.  Während 52 Prozent der Frauen des dunktleren Hauttyps schon einmal eine Sonnnenbank genutzt hatten, waren es bei den Frauen vom helleren Hauttyp nur 39 Prozent.

Die Vitamin D-Versorgung entsprach diesem Besonnungsmuster. Häufigere Sonnenbank-Nutzung und Ferien an der Sonne entsprachen einem höheren Vitamin D-Spiegel im Blut. Umgekehrt aber das Verhältnis von Vitamin D-Spiegel und Sonnenbrände: Die Teilnehmer, die weniger als zwei (2) Sonnenbrände in der Vergangenheit angaben, hatten einen deutlich höheren Vitamin D-Spiegel im Blut als die Teilnehmer mit mehr als zwei  Sonnenbränden.

In anderen Worten:  Der sprunghafte Umgang mit Sonne und UV-Strahlen – mal Sonnenvermeidung, dass unvorbereitetes übermäßiges Sonnen – führt zu einer schlechteren Vitamin D-Versorgung. Oder umgekehrt: Menschen, die mäßig aber regelmäßig im Freien oder im Solarium sonnen, schützen sich besser vor den negativen Wirkungen der UV-Strahlen und nutzen gleichzeitig besser die vielen positiven Gesundheitswirkungen von Sonne und Solarium.

Alle Teilnehmer an der Studie hatten im Herbst und Winter, dem sogenannten „Vitamin D-Winter“,  einen um mehr als ein Drittel reduzierten Vitamin D-Spiegel im Blut gegenüber den Frühlings- und Sommermonaten.

Wissenschaftliche Verantwortung sollte nicht die Flucht vor den UV-Strahlen von Sonne und Solarium sondern den klugen, kontrollierten und „hauttyp-gerechten“ Genuss auch für Hellhäutige anraten.

Ein Beispiel für gefährliche Sonnen-Meidung

Welches Ausmass die Folgen von undifferenzierten Warnung vor Sonne und Solarien haben kann, zeigt eine Studie aus Neuseeland mit 228 Immigrantinnen aus Süd-Asien.

Nur 16 Prozent der Teilnehmerinnen wiese einen ausreichenden Vitamin D-Serumspiegel im Blut von mehr als 50 nmol/l (ein Wert der ohnehin schon deutlich unter dem von vielen Experten empfohlenen „normalen“ Gehalt von 75 nmol/l liegt).

Zwei Drittel der Frauen gaben an, aus Angst vor Hautkrebs die Sonne so weit wie möglich zu meiden.  Die Sonne in Neuseeland war ihnen als besonders gefährlich geschildert worden.

Zu dem bereits zu niedrigen Spiegel im Sommer kam ein steiler Abfall der Werte im Winter bis zum Frühling hinzu. Die gesundheitlichen Folgen dieses chronischen Vitamin D-Defizits aufgrund von Sonnenangst und häuslichem Lebensstil waren nicht Thema der Untersuchung.

Quelle: PubMed

Studien:
D. Glass, M. Lens , R. Swaminathan, T.D. Spector , V. Bataille (2009), Pigmentation and Vitamin D Metabolism in Caucasians: Low Vitamin D Serum Levels in Fair Skin Types in the UK, PLoS ONE 4(8): e6477

P.R. von Hurst et al.,  Vitamin D status and attitudes towards sun exposure in South Asian women living in Auckland, New ZealandPublic Health Nutr. 2009 Aug 4:1-6

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Mit ausreichendem Vitamin D-Spiegel den Brustkrebs überleben 8. August 2009

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Die schützende Wirkung des Vitamin D vor dem Brustkrebs und der Einfluss einer optimalen Versorgung mit dem „Sonnenschein-Vitamin“ auf die Chancen, diesen Krebs zu überleben, sind in der wissenschaftlichen Diskussion kaum noch umstritten  – vor allem mit der Entdeckung der Vitamin D-Rezeptoren in den  Brustkrebs-Zellen.

In einer Lanzeitstudie über 12 Jahre mit 513 an Brustkrebs erkrankten Frauen berichtete jetzt ein kanadisches Forscher-Team über seine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen einem Vitamin D-Defizit, dem Auftauchen von Metastasen im Körper und der Chance, den Brustkrebs zu überleben.

Nur ein Viertel der Frauen hatte zu Beginn der Studie einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel.  Jeweils deutlich mehr als ein Drittel litten unter einem leichten oder erheblichen Vitamin D-Mangel.

In der Gruppe der Frauen mit Vitamin D-Defizit traten im Laufe der Jahre neue Tumore dopplet so häufig auf wie bei den Frauenmit ausreichender Vitamin D-Versorgung. Die Überlebensrate der Frauen mit einem normalen Vitamin D-Spiegel im Blut  lag um 73 Prozent höher als die der Frauen mit einem Vitamin D-Defizit.

Quelle: PubCrawler

Studie:  Pamela J. Goodwin et al.,  Prognostic Effects of 25-Hydroxyvitamin D Levels in Early Breast Cancer, Journal of Clinical Oncology, Vol 27, No 23 (10. August ), 2009: pp. 3757-3763

58 Millionen US-Kindern und Jugendlichen fehlt das „Sonnenschein-Vitamin“ 3. August 2009

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Moderne Lebensstile führen zu Vitamin D-Mangel bei Jugendlichen

Dass Kinder und Jugendliche neben den alten Menschen jenseits der 65 eine Risikogruppe für Vitamin D-Mangel ist, war schon aus anderen nationalen Studien bekannt. Das ist auch in Deutschland laut Robert-Koch-Institut nicht anders.

Der Umfang aber der Unterversorgung mit dem „Sonnenschein-Vitamin“ bei amerikanischen Kindern und Jugendlichen überrascht doch: 61 Prozent der Kinder und Jugendlichen litt unter einer Vitamin D-Unterversorgung. Weitere 9 Prozent sogar unter einem akuten Vitamin D-Defizit. Das entspricht 58,4 Millionen junger Amerikaner mit unzureichender Vitamin D-Versorgung.

Eine Forschergruppe verschiedener Medizin-Institute in New York und Atlanta, Georgia,  hatte Daten des National Health and Nutrition Examination Survey 2001–2004 ausgewertet, einer für die Gesamtbevölkerung der USA repräsentativen Untersuchung von Kindern und Jugendlichen bis zum 21. Lebensjahr. Dabei ging es nicht nur um das Ausmaß des Vitamin D-Mangels sondern auch um dessen Folgen, vor allem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Überdurchschnittlich defizitär waren die älteren Jugendlichen, die Mädchen, die Übergewichtigen, die Dunkelhäutigen, aber auch Jugendliche die überdurchschnittlich lange am Computer saßen oder mehr als 4 Stunden täglich vor dem Fernseh- oder Video-Gerät.

Vitamin D- Mangel stand bei diesen Jugendlichen in einem deutlichen Zusammenhang mit überhöhten Schilddrüsen-Hormonen,  Bluthochdruck und niedrigerem Kalzium- und HDL-Cholesterin-Spiegel.

In der gleichen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift „Pediatrics“ erschien eine zweite Studie auf der gleichen Datenbasis von forschern der Johns Hopkins Universität und der Universität von Californien , die die fatalen Folgen des Vitamin D-Mangels bei Kindern und Jugendlichen bestätigt: Jugendliche mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut litten mehr als doppelt so häufig wie die Jugendlichen mit den besten Vitamin D-Werten unter Bluthochdruck und einem zu hohen Blutzuckerspiegel und sogar fast vier Mal so häufig unter dem sogenannten Metabolischen Syndrom, einer Stoffwechselstörung mit verschiedenen Ausprägungen –  eine der wichtigsten Verursacher von koronaren Herzkrankheiten.

Quelle: MedWise

Studien:
Juhi Kumar et. al,  Prevalence and Associations of 25-Hydroxyvitamin D Deficiency in US Children: NHANES 2001–2004, Pediatrics, 3. Augsut 2009, vorab online publiziert.

Jared P. Reis et al., Vitamin D Status and Cardiometabolic Risk Factors in the United States Adolescent Population, Pediatrics. 0: 200902131-200902133, 3. August 2009,

International Osteoporosis Foundation warnt vor steigendem Vitamin D-Mangel 23. Juli 2009

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Osteoporose-Kosten-DALYFür unser Gesundheitssystem ist die Osteoporose eine der „kostspieligsten“ Volkskrankheiten – mit ständig steigender Tendenz. Sie „kostet“ die Gesellschaft allein fast das Zehnfache – in verlorenen Lebensjahren ausgedrückt – wie etwa der Hautkrebs (s. die nebenstehende Graphik mit einem Kostenvergleich von Osteoporose mit unterschiedlichen Krebsarten). Allein in EU-Ländern passiert alle 30 Sekunden ein Hüftbruch aufgrund von Osteoporose.

Die International Osteoporosis Foundation sieht eine der wesentlichen Gründe für die Verbreitung dieser Krankheit in dem „epidemischen“ und ständig wachsenden Vitamin D-Mangel, so ein Report der Organisation, der jetzt in der Fachzeitschrift „Osteoporosis International“ veröffentlicht wurde. Eine Expertengruppe stellt darin alle derzeit verfügbaren Daten und Studienergebnisse zur Osteoporose weltweit zusammen in sechs regionalen Einzelstudien (hier einzeln abrufbar).

Vitamin D, zu etwa 90 Prozent durch UV-B Strahlen der Sonne oder des Solariums in der Haut gebildet, ist zusammen mit Kalzium zentraler Bestandteil des Aufbaus und Erhalts der Knochen. Vitamin D-Mangel führt zum Verlust von Knochensubstanz, geringerer Knochendichte und in Konsequenz zu Knochenbrüchen bei Stürzen.

Der IOF-Report weist nun Land für Land nach, dass es weltweit eine zum Teil dramatische Unterversorgung mit Vitamin D gibt – gleichgültig wie die Grenzwerte optimaler Versorgung definiert werden.

Die wichtigsten Gründe für diesen Mangel sind unzureichende Sonnen-Exposition – vor allem im „Vitamin D-Winter“, der bei uns von Oktober bis März dauert,  dunklere Hautpigmentierung,  Alter und Ernährung ebenso wie die Verstädterung der Weltbevölkerung, Arbeit in geschlossenen Räumen und Moden bzw. Bekleidungsvorschriften, die die gesamte Haut vor Sonneneinstrahlung abschirmt.

Der Report fordert dringend Maßnahmen auf nationler Ebene, die die Menschen zu mehr, aber sicherem Aufenthalt an der Sonne und die Umstellung auf eine  Vitamin D-reiche Ernährung veranlassen könnten.  Empfohlen wird auch die  Nahrungsergänzung mit Vitamin D, etwa bei der Milch.

Zum „Welt Osteoporose Tag 2009“ am 20. Okotober plant die IOF eine Reihe von Aktionen, die auch das Vitamin D-Problem aufgreifen und im öffentlichen Bewusstsein besser verankern sollen.

Quelle: IOF

Studie:  A. Mithal, D.A. Wahl, J-P. Bonjour et al. on behalf of the IOF Committee of Scientific Advisors (CSA) Nutrition Working Group,  Global vitamin D status and determinants of hypovitaminosis D (2009), Osteoporosis International, in press.

Sonne macht schlank (2) 12. Juni 2009

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Sonne hilft beim SchlankwerdenWer abnehmen und schlank werden will, sollte – neben vernünftiger Diät – auf die Sonne setzen. Je besser die Versorgung mit dem „Sonnenschein Vitamin“ D3, umso größer ist die Chance, tatsächlich die überflüssigen Pfunde zu verlieren.

Das zumindest berichteten jetzt Forscher der University of Minnesota beim 91. Jahreskongress der Endocrine Society in Washington, D.C., USA.

Es ist bekannt, dass Vitamin D-Mangel mit Übergewicht in Verbindung steht, aber bisher war nicht klar, ob der Mangel das Übergesicht verursacht oder umgekehrt„, so die Forschungsleiterin,  Prof. Shalamar Sibley.

In der Studie untersuchten die Wissenschaftler, ob der Vitamin D-Spiegel im Blut bei Beginn und am Ende einer Diät einen Einfluss hat auf den Erfolg. 38 übergewichtige Frauen und Männer wurden bei ihrer Diät über 11 Wochen beobachtet und sowohl der Vitamin D-Spiegel im Blut als auch die Fettverteilung im Körper gemessen.

Und in der Tat:  Es zeigte sich eine direkte Verbindung von Vitamin D und Gewichtsabnahme. Jedes zusätzliche Nanogramm pro Milliliter Vitamin D-Serum im Blut führte zu einem zusätzlichen Gewichtsverlust von knapp 200 Gramm. Darüber hinaus hatte das zusätzliche Vitamin D auch wesentlichen Einfluss auf die Verteilung der Fettposlster am Körper:  Das Bauchfett, gemeinhin als das gesundheitsgefährdenste Körperfett gilt, nahm überproportional ab.

Diese Pilotstudie, so Shalamar Sibley, müsse natürlich durch umfassendere Untersuchungen bestätigt werden, bevor hier Konsequenzen für die Diät-Praxis gezogen werden könne.

Während das Sonnenschein-Vitamin als Figur-Helfer auf diese Weise bestätigt wird, hat sich die gleiche Vermutung für Kalzium nicht bewahrheitet, wie eine heute erschienene Studie in den Annals of Internal Medicine belegt.

Quelle:  ScienceDaily

Studie:  Jack A. Yanovski et al., Effects of Calcium Supplementation on Body Weight and Adiposity in Overweight and Obese Adults – A Randomized Trial
Annals of Internal Medicine, 16 June 2009, 150/12, Pages 821-829

Iranische Mädchen leiden unter Sonnen-Mangel 9. Juni 2009

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arabische augen 4Mehr als die Hälfte der Mächen und jungen Frauen im Iran leiden unter einem akuten Vitamin D-Mangel – im Gegensatz zu den Jungen und jungen Männern.

Eine  Studie der Universität Teheran mit eine Zufallsauswahl von knapp 1.000 SchülerInnen und StudentInnen stellte bei 53,6 Prozent der Mädchen im Alter von 7 – 18 Jahren ein Vitamin D-Defizit fest. Bei den gleichaltigen Jungen lag der Wert nur bei 11,3 Prozent.

Die Forscher weisen zwar nicht ausdrücklich auf die Verschleierung sondern lediglich auf den unzureichenden Aufenthalt der Mädchen im Freien hin, warnen aber vor den Folgen eines epidemischen Vitamin D-Mangels gerade bei Frauen. In zahlreichen Studien aus den vergangenen Jahren wird die Bedeutung einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung der Frauen für die Gesundheit ihrer Kinder deutlich. (Wir berichteten z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Quelle: PubMed

Studie:  Ali Rabbania et al.,  Vitamin D Insufficiency among Children and Adolescents Living in Tehran, IranJournal of Tropical Pediatrics 2009 55(3):189-191

Herzpatienten leben länger mit ausreichend Sonnenschein-Vitamin 31. Mai 2009

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Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und Nierenversagen haben eine fast um die Hälfte größere Überlebenschance, wenn ihr Vitamin D-Spiegel im Blut optimal ist im Vergleich zu Patienten mit Vitamin D-Mangel.

Wissenschaftler am NRW Herz-Zentrum der Universität Bochum in Bad Oeynhausen unter Leitung von Dr. Armin Zittermann begleiteten 510 Herzpatienten über ein Jahr lang und untersuchten den Serum-Spiegel der biologisch aktiven Form des Vitamins,  1,25(OH)2D3, der Teilnehmer.  Nach der Höhe des Spiegels wurden die Patienten in fünf Gruppen eingeteilt. Während die Überlebensrate in der Gruppe mit dem niedrigsten Vitain D-Spiegel im Blut bei nur 66,7 Prozent lag, erhöhte sich diese Quote kontinuierlich mit dem Grad der Vitamin D-Versorgung und erreicht im obersten Fünftel eine Überlebensrate von 96,1 Prozent.

In anderen Worten: Das erste Jahr nach der Erkrankung überlebten fast alle Patienten mit einer guten Vitamin D-Versorgung, während ein Drittel der mit einem niedrigen Serum-Spiegel im Blut in dieser Zeit starben.

Quelle:  PubCrawler

Studie: A. Zittermann et al.,  Circulating Calcitriol Concentrations and Total Mortality,  Clinical Chemistry 55: 1163-1170, 2009

Steht am Anfang von Alzheimer der Vitamin D-Mangel? 28. Mai 2009

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A Glass of Milk A Day Keeps Alzheimer’s Away?“ fragt sich Newsweek mit der Verballhornung des bekannten Spruchs: „An Apple a Day Keeps the Doctor`s Away!“ in seiner heutigen Online-Ausgabe und spielt auf einen aktuellen Beitrag des renommierten kalifornischen Vitamin D-Forschers, William B. Grant, vom Sunlight, Nutrition, and Health Research Center (SUNARC) in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift  Journal of Alzheimer’s Disease.

Darin fasst Prof. Grant den Stand der Forschung zu Vitamin D und Demenz zusammen und drängt auf umfassendere Studien, die den Vitamin D-Mangel tatsächlich auch als eine der Ursachen für Alzheimer bestätigen könnten.

Grant argumentiert mit der seit längerem bekannte Tatsache, dass ein niedriger Vitamin D-Spiegel im Blut bei einer Reihe von Erkrankungen auftritt, die als Vorstufe zur Demenz oder als besondere Risikofaktoren gelten. Auch die schützende Wirkung des „Sonnenschein-Vitamins“ für Nerven und Gehirn sind vielfach belegt.  (Berichte über solche Studien aus der jünsten Zeit finden sie hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, und hier).

Sein Rat:  Menschen ab einem Alter von etwas 60 Jahren sollten auf jeden Fall ihren Vitamin D Serumspiegel prüfen lassen und durch Sonne oder Nahrungsergänzung einen Stand von mindestens 30 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter), besser 40 ng/ml, erreichen und beibehalten.

Quelle: Science Daily

Studie:  William B. Grant. Does Vitamin D Reduce the Risk of Dementia? Journal of Alzheimer’s Disease, 17:1 (May 2009)

Probleme in der Schwangerschaft durch Vitamin D-Mangel 27. Mai 2009

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pregnant-istockphotoEin Vitamin D-Mangel während der Schwangerschaft ist wahrscheinlich mit verantwortlich für zwei verhältismäßig häufig während der Schwangerschaft auftretende Erkrankungen:  Präeklampsie oder Schwangerschaftshypertonie und Scheideninfektionen, die beide die Gefahr einer Frühgeburt erhöhen.

Ein Forscher-Team am Norwegischen Institut für Öffentliche Gesundheit in Oslo bestätigte jetzt frühere Untersuchungen zum Zusammenahng von Vitamin D-Mangel und Präeklampsie.  Bei der Analyse der Daten von 23.423 jungen Frauen mit einer ersten Schwangerschaft aus der Norwegian Mother and Child Cohort Study stellte sich heraus, dass die Frauen mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung durch die Zufuhr von 20-30 Mikrogramm täglich ihr Risiko, an einer Präeklampsie zu erkranken, um mehr als 25 Prozent reduzieren konnten.

Um etwa 65 Prozent erhöht sich das Risiko schwangerer Frauen mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut (<20 nmol/L), an einer bakteriellen Scheidenentzündung (Vaginose) zu erkranken.  Vitamin D veranlasst die Bildung von antibakteriell wirkenden Molekülen im Körper.

Forscher an der Universität von Pittsburgh, unter Leitung von Prof.  Lisa M. Bodnar, untersuchten 469 schwangere Frauen.  93 Prozent der Frauen mit einer bakteriellen Vaginose wiesen einen zu niedrigen Vitamin D-Spiegel auf. Insgesamt zeigte sich, dass die Wahrschienlichkeit an dieser Infektion zu erkranken kontinuierlich zunimmt bei abnehmendem Vitamin D-Spiegel.

Prof. Bodnar warnt allerdings die Frauen vor übertriebener Einnahme von Vitamin D-Präparaten wegen möglicher Nebenwirkungen von Überdosierungen. Eine Überdosierung kann allerdings bei der Vitamin D-Syntheses in der Haut durch UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium nicht entstehen, da der Körper die „Produktion“ von Vitamin D bei Erreichen eines gesunden Serum-Spiegels einfach einstellt.

Quelle: HighWire/ScienceDaily

Studien:
M. Haugen et al.,  Vitamin D Supplementation and Reduced Risk of Preeclampsia in Nulliparous WomenEpidemiology, 15. Mai 2009 (online vorab publiziert)

Lisa M. Bodnar et al.,  Maternal Vitamin D Deficiency Is Associated with Bacterial Vaginosis in the First Trimester of PregnancyJournal of Nutrition,  Vol. 139, No. 6, 1157-1161, June 2009

Sonne oder Solarium statt Coca Cola!? 24. Mai 2009

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Ohne Zucker aber mit.....

Ohne Zucker aber mit.....

Übermäßiger Genuss von Coca Cola und anderen Softdrinks mit Inhaltsstoffen wie Fructose, Glukose und  vor allem Coffein kann Muskelschwäche verursachen. Das behauptet eine Studie in der aktuellen Ausgabe des internationalen Fachmagazins „International Journal of Clinical Practice“.

Der Konsum von Softdrinks stieg 2007 weltweit auf 552 Milliarden Liter und wird bis 2012 voraussichtlich noch einmal um etwa 15 Prozent ansteigen. In den USA konsumiert jeder Einwohner im Durchschnitt 212 Liter pro Jahr – Tendenz steigend.

Der Leiter der Forschungsgruppe, Prof. Moses Elisaf, von der Universität Ioannina, Griechenland: „Zusätzlich zu den bekannten Folgen von übermäßigem Softdrink-Verbrauch wie Zahnproblemen, Verlust von Knochenmineralien, metabolischem Syndrom und Diabetes führt übermäßiger Cola-Genuss offensichtlich zu Hypokalämie (Kalium-Mangel) , einer Verminderung der Muskel-Funktion durch sinkenden Potassium-Spiegel im Blut.“

Die Symptome reichen von leichter Muskelschwäche bis zur totalen Paralyse.

Allerdings müssen die Cola-Mengen erheblich sein – mehrere Liter pro Tag – bevor diese Folgen eintreten und die Symptome verschwinden in der Regel, wenn der Cola-Mißbrauch aufhört.

Da in den vergangenen Monaten eine Reihe Studien mit unterschiedlichen Ansätzen die Bedeutung des „Sonnenschein-Vitamins“ für Muskelleistung und Knochenstärke unterstrichen haben (z.B. hier und hier), könnte man etwas salopp die Folgerungen aus den Erkenntnissen von Prof. Elisaf ziehen:
Wer sich seine Beweglichkeit und Muskelstärke erhalten will, tankt statt Coke in Zukunft „Sonnenschein-Vitamin“ durch mäßiges Sonnen im Freien oder kontrolliert im Sonnenstudio.

Koffeinhaltige Getränke wirken vor allem bei Kindern direkt auf den Knochenstoffwechsel.

Aus den Daten einer „Donald“-Studie – Abkürzung für „Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study“ – schliessen Wissenschaftler,   dass zu viel Limo und Cola schlecht für Kinderknochen sind. „Donald“ ist einer Langzeitstudie des Instituts für Kinderernährung in Dortmund.

Die Wissenschaftler untersuchten bei 228 der Studienteilnehmer mittels Computertomographie den Auf- und Umbau der Knochen auf einen Zusammenhang mit dem Konsum von Softdrinks. Ergebnis: Der Mineralgehalt lag umso niedriger  je mehr Limo und Cola die Kinder regelmäßig zu sich nahmen.

Da Kinder darüber hinaus – entgegen den Behauptungen einiger Dermatologen –  sich immer weniger im Freien an der Sonne aufhalten und daher oft nicht genug Vitamin D für den Knochenstoffwechsel bilden, besteht die Gefahr, dass die bis zum etwa 30. Lebensjahr angesammelte maximale Knochenmasse zu gering ist, um den dann allmählich einsetzenden  Knochenabbau problemlos zu überstehen. Die Folge:  Osteoporose!

Zum Forschungsinstitut für Kinderernährung:  www.fke-do.de

Quelle: ScienceDaily